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Wir Wortkunst und Kreativität

Lyrik des Tages

Die tägliche Dosis Lyrik! Bereits Apollon schätzte die schönen Künste, neben der Musik insbesondere auch die Dichtkunst. Jeden Tag werden hier aus unserer lyrischen Sammlung fünfzig lyrische Texte dargestellt, die von allen Seitenbesuchern bewertet werden können. Sei auch du ein Lyriker und schenke anderen Besuchern deine Verse, Songtexte und Poesie.

Modus operandi

Wie funktioniert's?

Dies ist der Ort, wo deine Lyriken, Texte und Poesien tagtäglich bewertet werden können. Jeden Tag werden 50 Werke herausgepickt, die ausschließlich hier bewertet („geliked”) werden können. Um mitzumachen, nutze das Eingabeformular unter Lyrik eintragen. Neben der täglichen Dosis Poesie auf dieser Seite gibt es natürlich auch den Ort, wo alle Werke alphabetisch sortiert betrachtet werden können, das ist die Gesammelte Lyrik, wo du alle bisher veröffentlichten Lyrik-Einsendungen einsehen kannst.

Lyrik des Tages

2017 (ja kommt verspätet)
Und nach einem vielseitigem Jahr,
folgt womöglich eine neue Lebensgefahr.
2017, geprägt von vielen Freunden und der Einsamkeit.
Doch sehe ich zu anderen Jahren keine Gemeinsamkeit.
2017, das Jahr in dem ich Texte schrieb,
in denen ich auch heutzutage meine Emotionen preis gib.
Das Leben zeigte mir auch seine negative Seite,
wie Steine auf einem Weg, auf welchem ich schreite.
Das Karma tauchte mal so richtig auf,
ich wusste aber nie, ob ich es als Gottes Schuld verkauf'.
Life is a bitch, so wird es gesagt,
ob das stimme, habe ich mich schon immer gefragt.
Apollo
veröffentlicht am 4. Februar 2018
42

Lyrik des Tages

Ode an die Büroklammer
Deine Schenkel rund gebogen
Deine Kanten ecken an
Meine Finger streifen keck
Deinen glatten kühlen Stahl
Aanis Aadon
veröffentlicht am 15. Februar 2016
47

Lyrik des Tages

Theater des Lebens
Ob Drama oder auch Lustspiel,
das durchleben wir Menschen.
Von diesen Themen gibt es viel
und führen uns oft an Grenzen.

Schöne Träume und viel Sehnsucht,
die kommen dann auch einmal vor.
Aber oftmals kommt es zur Flucht
und nichts ist nun mehr wie zuvor.

Beim Lustspiel gibt es viel Humor
und auch unser Herz, das lacht.
Im Drama kommt das Leid nun vor,
und hat Traurigkeit hier gebracht.

Im Leben gibt es oft die Dramen
doch oft mit einem positiven Ende.
Eine Komik lässt sich gut ertragen,
bringt dem Drama eine Wende.

Nach Drama wird es Komik geben,
mit Spaß beginnt ein neues Leben.
Paul Reeps
veröffentlicht am 13. November 2018
152

Lyrik des Tages

Ein neues Leben
Ich reise in eine Stadt,
mache einen Neuanfang
Versuche zu vergessen was man mir angetan hatte
Die bunte Vielfalt der Straßen zwingt mich zu lächeln
Die Hitze überspielt die Schmerzen meines Herzens,
Die anderen Meschen erwecken die Neugier in mir
Und lassen mich in die Zukunft blicken.
Auf jeden neuen Tag ist die Freude groß,
Doch ich weiß, ich komm von meinem alten Leben nicht los...
Anonym
veröffentlicht am 11. Februar 2012
57

Lyrik des Tages

asche - 389. | chorus 1
Mei stumma schrei noch hüfe vahoit ungeheat,
in ana dichtn woikn aus asche und staub

Mei blinde sehkroft hot olle büda vazeaht,
in ana dichtn woikn aus eadn und laub

Meine taubm oahn hom die schoiwön net eakonnt,
in ana dichtn woikn aus obfoi und schutt

Mei geruchssinn hot dem üblen gstonk beigewohnt,
in diesa dichtn woikn aus asche und blut.
philjazz
veröffentlicht am 15. Oktober 2016
8

Lyrik des Tages

Edelsteinliebe
Wie der blaue Sternsaphir,
sind ja deine Augen mir.
Mondstein umrandet ihren Glanz,
in dir verliere ich mich ganz.
Rosenquarz wird deine Haut,
zur Brücke du sie aufgebaut.
Deine Lippen wie Rubin,
ihnen kann man nicht entfliehn.
Aquamarinfarbene Freudentränen,
laufen dir aus deinem Sehnen.
Deine Haare Onyx gleich,
bedecken mich in deinem Reich.
Und schwarzer Turmalin,
in deinen Wimpern schien.
Bergkristall auf deiner Zunge,
lässt erbeben meine Lunge.
Und unsre Liebe wird geboren...
Ephesus Alijan
veröffentlicht am 17. April 2013
48

Lyrik des Tages

Endlich akzeptieren
Auf der Erde gibt es viele Menschen,
die sich unterscheiden.

Es kommt leider immer wieder vor,
dass manche den Kontakt meiden.

Es gibt viele Menschengruppen,
die andere nicht akzeptieren.

Die Betroffenen schütteln den Kopf,
weil sie das nicht kapieren.

Muss so etwas in der heutigen Zeit
immer noch sein?
Paul Reeps
veröffentlicht am 27. Februar 2023
112

Lyrik des Tages

474. | titel noch unbekannt.
474. | titel noch unbekannt. - chorus 1a)

ch 1a) 7+9 (8/8)/7+13 (8+12)
hohle staubfädn tropfn
von jeda blüte im blumenmea,
dunkle lichtschuppm klopfn
on die rauhe obaflächn gonz spektakuläa

des fein griebne puiva rieslt
wie a wossafoi vom plateau,
nua vom horizont nieslt
a vaschmiata kuglblitz ins donnande echo

a stoak gwüazte essenz reisst
a seah tiafs loch ins neavnsystem,
a winzige spore entgleist
auf iahm flug duach gebildn aus trophäen
...10/11/10/8
da duachscheinende seidige voahong,
wogt heftig in da weit geöffnetn tüa,
im finstastn schottn glei om onfong,
wuchat a knotn ois geschwüa.
philjazz
veröffentlicht am 6. Juni 2020
3

Lyrik des Tages

Unergründliches Leben
Ich analysiere jeden
und alles um mich herum,
scheine das Offensichtliche zu übersehen,
und fühle mich so dumm.
Was ist das für eine Welt,
in der mich nichts hält.
Ich versuche und versuche
hinter die Geheimnisse des Lebens zu kommen.
Doch ist die Wahrheit gar zu schrecklich?,
auf meinem Herzen lasten weiterhin die Tonnen.
Anonym
veröffentlicht am 4. Februar 2013
44

Lyrik des Tages

Sehnsucht
Ist wie ein Wind,
sie weht uns zueinander,
wenn wir uns gut sind...
sie ist ein Mäander
denn ihre Wege
weisen in Gärten,
auf irrende Stege -
tragen durch Härten -
und halten uns grade,
in Jammer und schade...

Sie wird immer bleiben.
Lass Dich in ihr treiben.
Surreal
veröffentlicht am 10. Mai 2013
54

Lyrik des Tages

Mein Traumland
In meinem Traumland
gibts einen Baum
und feinen Sand
man sieht ihn kaum.

Und überall Zitronen
in denen kann man wohnen.
Lianen sind Spaghetti
Es regnet nur Konfetti.

Ein Fremdwort ist missglücken
- auch gibt es keine Mücken.
Arschloch wär ein Sprachtabu
und es gäb keine CDU.
Anonym
veröffentlicht am 17. Juni 2015
50

Lyrik des Tages

Abschied
Ich sterbe, doch niemand kann es sehen
Besser so, erspart uns allen Sorgen
Die Briefe fertig, es ist Zeit zu gehen
Auch ohne mich gibt es noch ein Morgen

Es tut mir Leid, ich kann nicht mehr
Das Leben ist zu quallvoll
ich liebe euch so sehr
doch niemand so sehr leiden soll

Vergesst mich schnell
ChaosDan
veröffentlicht am 11. Dezember 2013
50

Lyrik des Tages

Wer bin ich?
Identität und Quantität,
zwei unvereinbar Worte?
Wirklich, das verneine ich,
tausend Gesichter in meiner Seele horte.

Wütend, traurig und verrückt,
wechselnd in sekundenschnelle.
Charakterlosigkeit ist ein Fakt,
sitze hier in einer Falle.
Anonym
veröffentlicht am 7. Mai 2012
45

Lyrik des Tages

Zuversicht
Im Blues liegen
viele schöne Töne,
es gibt Melodien,
ganz wunderschöne.

Die Lieder klagen
von viel Leid und Problemen,
diese Inhalte sollten wir
nicht zu leicht nehmen.

Den Rhythmus sollte
jeder immer genießen,
dann kann die Zuversicht
erneut in uns sprießen.

Die Töne prägen sich
sehr tief in die Seele ein,
durch das Lied bist Du
im Blues nicht mehr allein.
Paul Reeps
veröffentlicht am 26. Februar 2023
105

Lyrik des Tages

Bargeld stirbt aus
Bargeld stirbt so langsam aus,
geh mit Visa Card ins Schauspielhaus.
Die Knete hat bald ausgedient,
den Groschen kennt schon niemand mehr.
Früher hat man noch in Mark verdient
und trotzdem war die Kasse leer.
000_Retro_Bot_000
veröffentlicht am 15. Oktober 2019
3

Lyrik des Tages

Feuerteufel
Berstende Fenster brechen das Licht,
dunkle Ecken brennen.
Wo vorher Staub war, ist nun nichts,
die Schatten, ja, sie rennen.
Bröckelnde Wände,
die Hitze schmilzt fast das Gemäuer.
Flammen wie kriechende Hände,
ein flammenlodernd Ungeheuer.
Ersterbende Schreie,
das Hause gibt nach. Endlich freie, der Feuerteufel sprach.
Pia
veröffentlicht am 7. Mai 2012
51

Lyrik des Tages

Der Montag
Was macht den Montag unbeliebt?
Die Tatsache, dass es ihn gibt.
Denn ist der Montag auch zu Ende,
Kommt noch lang kein Wochenende.
Und ist der Montag dann vorbei,
Kommt der Dienstag, Sauerei!
Und ist die Woche dann am Schluss,
Weiß man was passieren muss,
Denn wie ich es euch jetzt sag,
Kommt er wieder, der Montag...
Philipp
veröffentlicht am 21. Dezember 2015
50

Lyrik des Tages

Misanthrophie,
gehört das Wort noch nie?
Ich hasse die Welt, nein eigentlich nicht.
Denn eigentlich hasse ich nur die Menschen,
kreuchende Maden, ja dich und auch dich.
Ich hasse euch so, dass der Gedanke an früher schmerzt,
als ich im Reinen mit Allem und Allen lebte
und kein ringender Kampf in meinem Herz.
Seid ihr alle fies und schlecht?
Ja, die Welt, die zeigt es, leider habe ich Recht.
Anonym
veröffentlicht am 14. Juni 2012
38

Lyrik des Tages

Allein hinter Fassaden
So allein.
Keiner sieht mich.
Ich empfinde so viel Hass und dachte mein Herz bleibt einzigartig und rein.
Jeder fremde Blick ein Stich.
Ich vermute das Schlimmste hinter den Fassaden.
Sollte dieses Gedicht zu schlecht sein,
bin ich nicht darauf erpicht
Kritik zu hören...
Anonym
veröffentlicht am 4. Februar 2013
44

Lyrik des Tages

Dieser Tag
Ich denke nicht,
denn ich kenn mich nicht.
Hinter meiner Stirn
ist kein Gehirn.
Es ist weg!
Ach du Schreck!
Ich weiß nicht was ich einst Mal sah,
ich weiß was ich einst Mal war.
Es ist weg!
Ach du Schreck!
Ich weiß nicht was ich machen soll,
ich merk nur es ist grauenvoll.

Und dann kam dieser Tag,
den ich nie vergessen mag,
denn er war so schön,
'hab mich lang' nicht so lachen gesehen.
Ich erinnere mich wieder,
auch an unsere Lieder
die wir zusammen schrieben,
sagten:wir werden uns in die Ewigkeit liebrn
Anonym
veröffentlicht am 10. November 2020
43

Lyrik des Tages

Aumen!
Mit den dicken Daumen
pflücke ich die Pflaumen
zerfließen mir am Gaumen

Danach mit Freude klauen
wir noch zwei kleine Sauen
brauchen lange zum verdauen

Am Ende müd vom Schmausen
vergehen uns die Flausen
bei den verdienten Pausen.
Kunstbanause
veröffentlicht am 2. August 2015
37

Lyrik des Tages

Apfelblüte - Solo-RENGAY
Apfelblüte …?
Der Kassier schnuppert
am unechten Schein

Eine Taube pickt Tropfen
vom Rost der Weinpresse
im Hinterhof

Seit Tagen spüre ich einen Engel
in meiner Näh' ...

Ich sprach einen Wunsch aus
Gott hat Ohren -
ein Götzenbild nicht

An der bronzenen Fünte¹
schreit der Säugling
Die Taufkerze flackert

Selig, wer sich vor der Welt ohne Hass verschließt²


(¹von lat. fons „Quelle, Brunnen, Taufbecken“)
(²Zeile aus einem Gedicht von Goethe ...)
Annelie Kelch
veröffentlicht am 30. Juli 2017
7

Lyrik des Tages

Das Fahrrad
Die Straßenlaterne vorm »Güldnen Becher«
wirft fahles Licht seit Zeiten.
Zu nächt’ner Stund’ soll’s den wack’ren Zecher
ein Stück des Wegs begleiten.

Manch Abend schiebt ein alter Mann
sein Fahrrad zur Taverne.
Schaut lächelnd danach und lehnt es dann
betulich an die Laterne.

Schon seit ich Kind, den Alten ich seh’,
wie sein Fahrrad, so klapprig und alt.
Zieht seine Spuren durch den Schnee
und auf flimmerndem Asphalt.

Vielleicht war der Mann mit seinem Rad
schon einmal um die Welt.
Und was sie erfuhren auf Straße und Pfad
bis heut sie zusammenhält.

Sie trennten sich nur, wenn wehmütig er
allein im »Becher« gesessen.
Die guten Jahre wiegen ihm schwer,
hier darf er sie vergessen.

Und tritt er dann gedankenentleert
in die dunkle Nacht hinaus,
lächelt er wieder und schiebt sein Gefährt
in seligem Rausche nach Haus’.

An der Straßenlaterne vorm »Güldnen Becher«
wurd’ das Rad heut früh abgeholt.
Seine letzte Fahrt hat der alte Zecher
im schwarzen Wagen gesollt.
wanderer
veröffentlicht am 25. Oktober 2025
155

Lyrik des Tages

Knallerei
Ein Rehkitz springt durch die Waldlichtung,
es hat viel Freude an diesem Spiel.
Von links springt es in die andere Richtung,
weil es gibt, Entdeckungen sehr viel.

Doch plötzlich gab es einen lauten Knall,
das Kitz blieb erschrocken stehen.
Das Geräusch erzeugte einen Widerhall,
das kleine Reh konnte es nicht verstehen.

Es hopste zur Mutter, war sehr irritiert,
denn das Geräusch brachte Angst.
Das Reh aber hatte es schon kapiert,
denn es kannte das schon längst.

Die Jäger waren hier wieder auf der Jagd
und schossen einige Tiere nieder.
Warum hat die Rehmutter niemals gefragt,
dieses Knallen kommt immer wieder.

Das Rehkitz hatte nun seine Freude verloren
und sich der Rehmutter zugewannt.
Bei der Knallerei ist es vor Angst erfroren
und die Jagd verläuft ohne Verstand.
Paul Reeps
veröffentlicht am 13. November 2018
153

Lyrik des Tages

Variationen des Windes
Trostlose Einsamkeit der Nacht …
Der Atem des Windes
streicht über Gräber.

O rabenschwarzer, nächtlicher Wind.

Trostlose Einsamkeit der Meere …
Der Atem des Windes
treibt die Wellen ans Ufer.

O kühler, erfrischender Wind.

Trostlose Einsamkeit der Steppe …
Der Atem des Windes
spielt mit den Gräsern.

O träumerischer, gedankenverlorener Wind.

Trostlose Einsamkeit der Wüste …
Der Atem des Windes
treibt Dünen vor sich her.

O trockener, heißer Wind.

Trostlose Einsamkeit unserer Seelen …
Der Atem des Windes
will ihr Bruder sein.

O armer, einsamer Wind.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 3. August 2017
6

Lyrik des Tages

Ich kann reimen es klebt mir im Gaum
Unter dem Baum,
lag ein Häufchen Schaum.
War es nur ein Traum?
Ich riss mich am Saum.
Hatte mich nicht im Zaum.
Und doch wagte ich kaum
zu verlassen den Raum.
Ich heiße nicht Christoph Daum -

und ihr seid alle Kacka!
Yoda
veröffentlicht am 15. April 2016
29

Lyrik des Tages

Hövelmarkt-Dressing
Hövelmarkt-Dressing(2021)
Ganz früh am Morgen steh ich auf.
Ich freu mich ja schon drauf.
zieh mich an,auf geht’s.
da fragt mich jemand:,,Wie geht’s wie steht’s?”

Ich geh einfach weiter schon ganz nah.
Mitten drin im Chaos wer steht denn da?
da seh ich am hotdog stand er nimmt Buffalo.
Ist das da nicht Pablo?

Was ist los mit ihm er nimmt Buffalo.
Wer nimmt bitte Buffalo was für ein Normalo.
Nimm doch einfach das Ranch Dressing.
Immernoch besser als ohne Essing.

Er sieht mich an,ich guck weg.
Schnell weg wie eine Gazelle.
laufe quer durch die Abfälle.
Denk mir auch was soll der dreck.



Teil II:


Am Ende des Tages kein Geld,alles verprasst.
Für alle noch mal kurzgefasst.
Geld in Automat,später Geld verloren.
Dann noch mitten im Sommer schmoren.

Sitz im Auto in dieser Hitze könnte schon durchdrehen.
Überall fliegen miese Aaskrähen.
Ich will jetzt gern raus aber es geht nicht hab dazu kein bock.
Man diese Hitze ich laufe gleich Amok.
Deimos
veröffentlicht am 30. September 2021
38

Lyrik des Tages

Variation auf den frühen Vogel
ich hasse diesen frühen vogel!,
wöckelte der wurm und kroch
zurück ins dunkle erdenloch.
der vogel trällerte sein klagen:
da bin ich so früh aus den federn
und hab trotzdem nix im magen!

und die moral von der geschicht:
viel besser als ein wurmgericht
schmeckt frühes vögeln
Mone Hartman
veröffentlicht am 20. November 2016
44

Lyrik des Tages

Abendschmerz
Die Nacht kam angeschlichen,
ist übern Wald gestrichen
mit schwarzer Silhouett’.
Die Stadt steht still, und droben
hat sich der Mond erhoben
aus seinem Federwolkenbett.

Jetzt ist es wieder leise
und man vernimmt die Weise
vom Weh und Ach der Welt.
Ob Arme oder Reiche,
der Mensch endet als Leiche,
auch wenn ihm dies gar sehr missfällt.

Der Glanz viel bleicher Sterne
in traumverlorener Ferne,
so mild und silbermatt:
fällt in das Laub der Bäume
und in den Schmerz der Träume,
die mancher tapf're Bürger hat.

Der Tag in seiner Fülle
ist nur mehr laute Hülle
um die Natur der Welt:
zerstört, verseucht, enteignet,
gejagt und ausgeweidet,
für noch und nochmals nöcher Geld.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 18. Oktober 2018
3

Lyrik des Tages

Knauser Tod
Siebzehn Komma Acht
einwandfrei sag ich
Klause knurrt dagegen
ein Scheiss ist das!
Siebzehn Komma Acht!!
nein mein Lieber
so kommst du mir nicht davon
einerseits einerlei
doch jedoch ein Kauf
fürs Leben

Siebzehn Komma Acht
mein letztes Wort
knausingerhausner
veröffentlicht am 18. März 2013
36

Lyrik des Tages

leare 361. 2. strophe
Entsponn mi in da zwischnzeit bei an guadn glasl wein,
olle geschmocksneavn explodian wie molarein

Lehn mi bequem im sessl zruck, moch donn meine augn zua,
denk on mei vagongenheit, mei hintalossne spua.

Hob i scho a zeichn gsetzt, iagendwos weatvolles voibrocht
hob i scho a zü eareicht, in mia sfeia entfocht?

Do in da longsomkeit hot si do da lebnswün vasteckt,
die ongst voam steam hob i wieda in mia eaweckt.
philjazz
veröffentlicht am 28. September 2016
8

Lyrik des Tages

Hauke-Haien-Haiku
Der Herbst ist krank: Vieh
ersoff; Deiche brachen - auch
mich holte die Flut.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 20. November 2016
5

Lyrik des Tages

Will ich so weit weg?
Wenn ich allein auf einer Straße geh
Und ich mir von hier die Sterne an seh
So denk ich mir doch in diesem Moment
Wenn sich me inneres hier, jetzt bekennt
Und ich meinen Geist nach drausen sende

Wäre ich dann durchtraenkt von der Fernweh?
Wird meiner Seele ganz von mir getrennt?
Oder immt mein Leben eine Wende?

Doch mein inneres Ich erhellt wie Licht
Wie einer kleinen Kerzenflamme zahrt
Und erweitert mir meine junge sicht
Die Welt erscheint mir ganz in neuer Art
Doch ich sehe zufrieden mein End
maxime
veröffentlicht am 22. Dezember 2015
43

Lyrik des Tages

454. | moagntau.
1) 10/8/11/8.///9
draussn rieslt gonz stü und sonft da schnee, denk ständig on dei wache haut, um di zu eaoban brauch i ka armee, hob di nua gonz valiabt ongschaut
a weisse deckn legt si übas lond, fühl ständig dei süchtige hitz, liegn giarig eng umschlungen beieinond, die reibung eazeugt donna und blitz
da schnee vastroiht in da nocht a zoats licht, dei aura a dezenta schein, hob mit dia die erotischste zeit vabrocht, bist mei lebendig woahres sein
die weisse deckn beruhigt mei gemüt, hob in da natua meditiat, träum mi zu dia in a gemeinsomes büd, hob die kräftign foabm umgriaht.
ch 1a) 12/11/9/11
do in deinen augn schillat da moagntau, wie a regnbogn bei an woiknbruch, deine gefühle in diesm stau, schreibm a intensiv detailliates buch
in deinen augn spieglt si die einsomkeit, host di zruckzogn und gänzlich isoliat, vamisst so seah die vagongenheit, host bereits dei obweahsystem aktiviat
philjazz
veröffentlicht am 9. Januar 2019
3

Lyrik des Tages

Vertrau ihnen
Bist du hilflos und allein,
traurig und am Ende,
ist deine Seele nicht mehr rein,
dann bitte sie um eine Wende.

Sie sind immer da und treu,
lassen dich nie im Stich,
ob alt oder neu,
sie lieben dich herzlich.

Sehen kannst du sie aber nicht,
trotzdem sind sie in deiner Nähe ganz brav,
schützen dich wenn Gefahr aufbricht,
und umarmen dich liebevoll im Schlaf.

Liebe sie wie sie dich,
kenne sie im weißen wie im grauen,
behandle sie friedlich,
und schenke ihnen Vertrauen.
Linni
veröffentlicht am 18. März 2013
52

Lyrik des Tages

Einfach weg von hier
Zu den Sternen will ich fliehen?
Einfach weg von hier, verschwinden, raus aus meiner Haut. Einfach Alles und Jeden vergessen?
So schnell wie möglich!
Ich kann mein Leben so nicht mehr weiter führen wie bisher, es muss was passieren.
Anonym
veröffentlicht am 12. Juli 2012
50

Lyrik des Tages

Eis und Feuer
Ich will mich nicht verlieren, mein früheres Ich nicht vergessen. Deswegen klammere ich mich an diesen Eisberg, dem Erfrieren nah.
Ich gehe zurück ins Feuer, Verbrennen werde ich, das ist mir klar.
Doch ohne diese Schmerzen fühle ich micht nicht mehr. Was macht mich aus, was soll ich denken?
Und das Feuer schmilzt das Eis, ich bin nichts mehr, kann aber meine Sorgen in Wasser, in Tränen ertränken.
jenna
veröffentlicht am 20. Mai 2012
49

Lyrik des Tages

Warum, ja warum?
Krieg, ja Krieg
zu den ist es leider gekommen
und da gab es kein entkommen.

Bedrohung, ja Bedrohung
die gab es schließlich überall
und oft kam es zum Überfall.

Flucht, ja zur Flucht
wurde sich letztlich entschieden
durch die Bomben dazu angetrieben.

Verfolgung, ja Verfolgung
die war überall leider auch spürbar
und ein Vertrauen, war nicht mehr da.

Vertreibung, ja Vertreibung
sollten wir Menschen niemals erleben
und in der Heimat friedlich weiter leben.

Armut, ja zur Armut
war es dann auch bald gekommen,
Sie haben zum Essen nichts bekommen.

Menschen, ja Menschen
haben auf dem Weg viel Leid ertragen,
andere taten Menschlichkeit versagen.

Belastung, ja viel Belastung
warum muss es heute so etwas geben,
wir könnten alle hier im Frieden leben.
Paul Reeps
veröffentlicht am 14. November 2018
152

Lyrik des Tages

Das Gewitter
Vor langer Zeit brach bei einem Gewitter der Damm.
Alte Äste, Stämme, Felsen und Schlamm
Machten sich drohlich in mir breit.
Ich war gelähmt und nicht bereit.

Das Gewitter nahm mir meine Ruhe
Aus meiner tiefen Heil’gen Truhe.
Ich hab viel Liebe und Kraft gebraucht,
bis all der Krempel war verraucht.

Langsam konnt’ ich wieder geh’n,
und sicher auf den Füßen steh’n.
Das Leben ward wieder frisch und jung,
lud mich ein auf seinen Sprung.

Nun ward wieder ein Gewitter,
ich erschrak vor dem Gezitter,
denn es hieß der Damm sei gebrochen,
und gleich kam die Angst wieder gekrochen.

Als es dann hieß der Damm hat gehalten,
konnt’ ich die Freude gar nicht gestalten.
Also sperrte ich sie ein
In ein arbeitsamens Sein.

Herz mach auf und lass das Licht
Reinfluten bis in die tiefste Schicht.
Ich bin ganz, bin bunt bin da!
Das will ich glauben, wissen, Ja!
Matthias Back 09.06.16
Matthias Back
veröffentlicht am 19. Februar 2017
62

Lyrik des Tages

??
Oh Holde,
Vergebens sucht ich
Sinn des Lebens dich!
So warte, Worte
tun meinem Gefühle dir nur
Hohngelächtern!

Mondschein-Rosenblütenpflücken-Traum mit dir,
Wirbelbuntwindschwarz im Kopf!

Zauberhaftes Lachen,
süßer Nektar deiner Haut,
kehr wieder!

Denn Um komme ich,
ohne ein Wiedersehn,
bewahre das! Erlöse mich!
Erhör mein Flehn!

Der dir ewig verfallene,
wirr-ver-irrte Geist.
Anonym
veröffentlicht am 15. Januar 2015
40

Lyrik des Tages

Liebes-Aus
Ich kam mir vor wie das fünfte Rad am Wagen
sag mir, wie konntest du es wagen?
Wie konntest du mich so verletzen?
Du hattest doch einen Platz in meinem Herzen!
Damit du weißt wie es ist,
hab ich mich jetzt verpisst!
Du wirst leiden, denn ich bin weg,
Sieh zu wie du klar kommst, du Stück Dreck!
Yasoo
veröffentlicht am 10. Dezember 2011
54

Lyrik des Tages

Du suchst
Du suchst ...
Du suchst bei mir und siehst nur eine Wiese
Kein Baum so stark, die Blumen sind nur rar.
Du suchst in mir und findest nicht das achtlos liegende Papier.

Du suchst auf mir und könntest auf mir ruhend liegen.
Denn tief im Grund ist Fruchtbarkeit und Frieden.
Du suchst ..., das Herbstblatt wird das Grün verdecken.
Es ist die Zeit, die mit uns spielt - ich werd sie nicht verstecken.

Du suchst, doch da bist du,
du suchst und findest keine Ruh
Du suchst, ich werd es nicht verhindern.
Bernd von Nahe
veröffentlicht am 14. April 2014
41

Lyrik des Tages

Herztag
Manchmal denke ich dass Du mich jetzt schon
besser kennst als ich mich selbst.
Dabei kennen wir uns beide
gerade mal ne kurze Weile.
Gerade so, dass Du schon zu mir hältst.
You drive me crazy. And I love it.
Du machst mein Leben grad komplett.
Nie hab ich mich allein gefühlt.
War glücklich auch mal nur mit mir.
Jetzt kenne ich die andere Seite.
Und will allein sein nur mit Dir.
Nema
veröffentlicht am 1. März 2018
52

Lyrik des Tages

Die Kuh lief um den Teich
Ich übe jetzt seit Stunden
- so mein Bekunden -
mit nur wenigen Wunden
dieses Blatt zu umrunden

Ich wollte eigentlich nur kurz
- dazwischen kam nur kurz ein Furz -
zur Sachenlage etwas sagen
da hörte ich die Frage klagen:

Wo war ich doch gleich?

Ach ja –
Die Kuh lief um den Teich

Da lief sie also ´rum
und niemand stirbt nun dumm
Windreiter
veröffentlicht am 15. Oktober 2019
44

Lyrik des Tages

Dahlie Königin des Herbstes.
Dahlie Königin des Herbstes.
--
Goldene Jahreszeit, Dahlienzeit,
nun wird der Herbst kommen,
landesweit, die Natur hält nun
das Füllhorn der Farbenpracht,
für uns alle noch einmal bereit.
Dahliensonnen uns farbenfroh,
feurig lockend entgegenschauen,
in ihrer facettenreichen Pracht.
Königin des goldenen Herbstes
auch zu ihr, der Dahlie man sagt.
Ein facettenreiches Blütenmeer,
außergewöhnliche und vielfältige,
faszinierendste und wunderschöne,
feurigste Blütenträume werden gar,
jedes Jahr präsentiert, werden wahr.
Das herrliche, einmalige Blühwunder,
der so imposanten, prachtvollen und
so vielfältigen, feurigschönen Dahlie,
aus dem gar so warmen Südamerika,
öffnen so manchen, Seele und Herz,
machen Träume und Fantasien wahr.
-...-
Tschüs, KuddelAHH von de Woterkant.
KopierFrei KLAR mit Kürzel: ©khahh5
http://baum-blume-gras.blogspot.com/
KuddelAHH
veröffentlicht am 1. Oktober 2021
5

Lyrik des Tages

Sowohl als auch
Streben nach Anpassung,
wollen sein wie jeder,
wollen symmetrisch sein,
wie eine Form,

Ein Widerspruch?!

Streben doch eig. nach Einzigartigkeit,
Streben nach Erfüllung,
wollen ein Individuum sein,

Was wollen wir sein?
Anonym
veröffentlicht am 12. Januar 2013
42

Lyrik des Tages

Traumwelt
Wie ein schöner Traum war der letzte Tag.
Fühlte mich wie in Trance, mit meinen Gedanken die Wirklichkeit webend. Ganz im Mittelpunkt der Welt, da sie war meine Welt. Doch alptraumhafte Bilder holen mich nun wieder ein, die Macht der Fantasie mir entgleitet. Kalter Alltag du, bist wieder hier zu früh.
Anonym
veröffentlicht am 26. Mai 2012
44

Lyrik des Tages

Allein mit den Gedanken
Wenn zerstreut die Wege, zersprungen die Hülle,
Sich ein dichter Nebel entfaltet,
und alles versperrt,

Auch die kleinste Lücke nichts verspricht,
bleibt immer der eine und letzte Gedanke,
dem man verfällt,

Wenn man nicht so ängstlich und feige wär,
sich dem letzten Gedanken hingeben würd,
sich dem ergeben, was man nicht wagt,

Alles, nur wegen des einem Problems,
dessen versucht man sich zu stellen.
Anonym
veröffentlicht am 12. Januar 2013
56

Lyrik des Tages

Mir zuckt nicht mal die Wimper
Der Weg, der längst vergangen, steht im Wege mir,
Unter Ruinen rosten Brunnen, darin meine Liebe rauscht.
Erröten wird das Ohr dir, wenn du ihren Worten lauscht:
Ich stell die Weichen für den Schicksalszug zu dir.

Was du auch sagst, entgleisen werden nimmer meine Züge:
So selbstbeherrscht war nicht mal Blücher, Feldmarschall!
Du bist das Liebste mir, mein Gott, mein heil'ger Gral,
Mir zuckt nicht mal die Wimper mehr bei deiner größten Lüge.

Selbst wenn der Wind die Krähenschatten tiefer treibt,
Dein Leib schon Angst vorm Sterben hat, vorm Leben ...
Rettet die Liebe uns, die ewig mir im Herzen bleibt.

Was für ein Glanz, wenn sacht des Tages Puls sich regt
Und was die Nacht mir vorenthielt, erneut Gestalt annimmt:
Dein Wort, das mir ins Auge fällt – und jede Lüge widerlegt.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 21. Oktober 2018
7

Lyrik des Tages

Im Kranichgang ...
Vornehmer Kranich – willkommen
ist den seichten Gewässern dein
andächtig Stelzen: langsamer noch
als Schnecke und Schlafmond ...

Erhebst du dich – Flügel an Flügel –
für den magischen Weg gen Süden,
mein Kranich, rauscht mir das Blut
in den Ohren, bleibt die Minute
unvollendet, vergesse ich meinen Liebsten ...

Kälte hakt sich bei mir unter
auf der Suche nach Wärme
qualmen die Schornsteine wider
wallende Nebel: dem Holz und der
Kohle verfallen; süchtiger bin nur ich:
nach einem Wort von dir ...

Das tanzende Laub besänftigt des
Igels Notwehr und weißwarme Milch
setzt in Gang gediegenen Winterschnarch
auf im Blätterschnee versunkenen Pfaden,
darunter Friede stachelt wie einseptembert ...

Sturm und Wind, verbrüdert mit Meeren
und Flüssen, von Aiolos verflucht, wüten ...
Briefworte, jetzt, niemals für schwerer befunden!
Ach, nach milderen Tagen steht mir der Sinn,
hör ich das Vieh in den Ställen brüllen
und mit den Ketten klirren ...
Annelie Kelch
veröffentlicht am 13. November 2018
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