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Wir Wortkunst und Kreativität

Lyrik des Tages

Die tägliche Dosis Lyrik! Bereits Apollon schätzte die schönen Künste, neben der Musik insbesondere auch die Dichtkunst. Jeden Tag werden hier aus unserer lyrischen Sammlung fünfzig lyrische Texte dargestellt, die von allen Seitenbesuchern bewertet werden können. Sei auch du ein Lyriker und schenke anderen Besuchern deine Verse, Songtexte und Poesie.

Modus operandi

Wie funktioniert's?

Dies ist der Ort, wo deine Lyriken, Texte und Poesien tagtäglich bewertet werden können. Jeden Tag werden 50 Werke herausgepickt, die ausschließlich hier bewertet („geliked”) werden können. Um mitzumachen, nutze das Eingabeformular unter Lyrik eintragen. Neben der täglichen Dosis Poesie auf dieser Seite gibt es natürlich auch den Ort, wo alle Werke alphabetisch sortiert betrachtet werden können, das ist die Gesammelte Lyrik, wo du alle bisher veröffentlichten Lyrik-Einsendungen einsehen kannst.

Lyrik des Tages

Ich bin wie Toastbrot
Denn ich bin wie Toastbrot,
so knusprig am Morgen,
am Mittag schon scheintot
und nachts ohne Sorgen.
Gofmann
veröffentlicht am 12. Februar 2012
29

Lyrik des Tages

Mein Ich
Suche mich nicht - ich lass mich nicht finden
rufe mich nicht, ich hör niemals dir zu
begehre mich nicht, ich will mich nicht binden
fange mich nicht, Fesseln geben mir keine ruh

Im goldenen Käfig kann ich nicht leben
silberne Löffel sind ein trügender Schein
meine Freiheit zu haben, das ist mein Bestreben
ich bin immer ich und gehör mir allein.
Oliver Delastere
veröffentlicht am 16. Juli 2016
46

Lyrik des Tages

Das Urteil
In einer Welt, von Zeit durchzogen, ein Richter thronend im Himmel. Sein Blick fällt wie ein Urteil, Stunden verwehen, Gefangene Seelen im Schatten stehen.

Einst voller Glanz, jetzt ein Gefangener, schwer wie Tanz. In traurigen Ketten, an die Zeit gebunden, verweilt er, von vergangenen Stunden umwunden.

Stunden fließen wie Tränen im Wind, der Gefangene seufzt, doch sein Blick beginnt, zu schweifen, zu träumen, von einem Morgen, wo des Richters Urteil neu geborgen.

Der Richter, ein Spiegel der ewigen Zeit, versteht er die Traurigkeit der Einsamkeit? Sein Blick durchdringt die Schleier der Nacht, entfaltet Geschichten, die in der Seele erwacht.

Stunden verklingen, doch die Frage bleibt, wie des Richters Urteil die Zeit vertreibt. Gerechtigkeit, im Universum wacht? Oder sind wir nur Gefangene der Nacht?

Philosophiere über die Macht der Zeit, ein Richter spielt ohne Menschlichkeit. Gefangen in einem Dasein, voller Leid, während Stunden uns entführen in die Ewigkeit.
Graues Phantom der Träume
veröffentlicht am 19. Januar 2024
33

Lyrik des Tages

Frohsinn
Frohsinn,
das ist ein Zauberwort
und damit fliegen
dunkle Gedanken
recht schnell fort.
.
Ein Lächeln
in dein Gesicht
wird Schönes bewirken
und viele werden
dich freudig anblicken.
Paul Reeps
veröffentlicht am 27. Februar 2023
107

Lyrik des Tages

Wahrnehmen
Wir wünschen uns hier,
das Paradies zu finden,
der vermittelte Eindruck,
lässt sich damit verbinden.

Die erforderliche Zeit
sollten wir uns dafür nehmen
und was wir erleben,
können wir so wahrnehmen.
Paul & Friends
veröffentlicht am 13. Juni 2024
46

Lyrik des Tages

Verlorenes Ich
Jetzt sitze ich hier
Und denke nach
Wie ich dich verlieren konnte
Wie ich mich verlieren konnte

Meine Seele ist nicht mehr die
Die sie mal war
Ich bin nicht mehr so
Wie ich früher mal war

Ich sitze hier und denke nach
Wie konnte ich mich so verändern
Wie konnte ich mich selbst so verlieren
Nur um das Glück nicht zu verlieren

Jetzt habe ich beides verloren
Mein Glück und mich selbst
Alles war um
Sybby88
veröffentlicht am 18. August 2012
41

Lyrik des Tages

Songtext
Hat der alte freshe Meister
Sich doch einmal wegbegeben
Und nun sollen goldene Geister
Auch nach seinem Willen leben

Walla walla
Manche Strecke
Dass zum Zwecke
Gelder fließe
Und mit reichen, vollem Schwalle
Zu den Füßen sich ergieße
Leomcfly
veröffentlicht am 10. Februar 2017
37

Lyrik des Tages

Auferstehung
Ich ließ dir Welt und Erde,
das Unkraut zwischen der Aussaat,
den Tag und die Nacht;
Erinnerungen: die alten Geschichten,
alle Muscheln im Teich und die Bars
mit den aufgetakelten Frauen.

Den Aufstieg ließ ich dir, den
steilen, unaufhaltsamen auf der
Karrierreleiter und das viele Geld
für deinen Job, deinen wichtigen Job -
und webte die größte Stunde aus
Freiheitsgedanken.

Gegen den Wind rudere ich fortan
die Wolkenschiffe: einsame Steppenwölfin
auf ewiger Pilgerschaft; meines Glücks und
Unglücks eigener Schmied -
und schweige seither zumeist:
mit den Buchstaben in 'Auferstehung'.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 5. Mai 2017
11

Lyrik des Tages

Ich träumte
Ich träumte,
ich könnte die Welt neu erfinden.
Müsste nur daran denken,
was ich wie haben wollte.
So schuf ich das Modell
der perfekten Wirklichkeit.

Als ich dann dachte,
dass ich diese endlich erträumt hatte,
merkte ich schlussendlich,
dass nach dem Erwachen
doch alles anders war
als ich wollte.

Ein Kreislauf hatte begonnen,
der wie kleine Zahnrädchen
ineinander greifen tat.
Nicht vorhersehbar war
die Kettenreaktion auf all dies
was ich schuf.

Und so bleib ich doch
ein kleiner Träumer.
So wahr ich hier sitze
und auf die Wolkendecke schiele.
Aber wenn ich im Kleinen träume...
wird es gut.
Andrea Wunderlich, Selb
veröffentlicht am 7. März 2023
46

Lyrik des Tages

Wetterlos - für Robert Gernhardt
Der Winter stürzte nächtens auf dem Eis,
dem schnöden
und brach sich dabei seinen Steiß
den blöden.

Frau Luna lachte: Armes Schwein!
Da stellte er – citissime – das Wintern ein
und legte sich im Schnee zur Ruh!

Was nu?
Annelie Kelch
veröffentlicht am 30. November 2016
12

Lyrik des Tages

Holde Maid
Du holde Maid wo bist du nur?
Dein blondes Haar, so gold, so pur
Deine Lippen so voll, so rot
Ich werd dich retten du bist in Not.
Ichkämpfe mich durch dunkle Orte
und steh nun da, an dieser Pforte.
Du bist schon tot, ich kam zu spät,
Dein Leichnam in einem Kessel brät.
Du warst so schön, du warst so geil.
Doch der Weg zu dir, war viel zu steil.
Reaper
veröffentlicht am 5. August 2013
35

Lyrik des Tages

Das Gespenst...
Gar romantisch ist's bei Kerzenschein.
Keine Lampe blendet durch ihren grellen Schein.
Auch der Fernseher bleibt jetzt aus.
Man sieht statt dessen zum Fenster raus.

Gewiss, es ist dunkel in der Nacht.
Auch, weil die Stadt Straßenlaternen aus macht.
Aber wer spart hat nicht viel Geld,
das weiß die ganze Welt.

Im Zimmer hat es heut 18 Grad.
weil der Herbst mit großen Schritten naht.
Aber der Gasofen bleibt immer noch aus,
denn die Heizkosten sind der reine Graus.

Und ach, hätte man nur ein Pferd
und nicht ein altes Auto von geringem Wert.
Dann könnte man reiten wohin man will,
und das umsonst und ohne Drill.

Klamme Finger, Brei zum Essen,
Heizung und Licht kann man jetzt vergessen.
Schlechte Laune und ein grausiges Gespenst,
das sich "Energiepreise" nennt.
Andrea Wunderlich, Selb
veröffentlicht am 18. September 2022
50

Lyrik des Tages

Der Küstenhang
Brechende Wellen im wankelden Ozean;
Flut, die du treibst die Brandung herran,
an die Kluft vor dem Küstengestädte
aus dem du trägst Steine hinein in dein Ozeanbette.

Hinaus blicke ich von dem Küstenrand,
auf die Wässer in ihrem Morgengewand,
während kühles Wasser nach oben spritzt
im Morgen der ein leuchtend Anlitz besitzt.

Auf das ich blicke hinunter auf tobendes Blau
indes ich stehe hier sicher das Blau mir beschau
und die Brandung der Wellen genieße.

Im wohligen Licht der Naturgewalt
stehe ich hier als einsam Gestalt
auf das tobendes Wasser am Berghang zerfließe.
Sebastian Krüger
veröffentlicht am 10. August 2017
49

Lyrik des Tages

Sinnfindung
Ich bin Klemens, war Sozialpädagoge, und erzähle euch heute eine Geschichte,
wir mir jemand ein E-Mail schickte.
Er kommt aus Adenau ,
und heißt Paul Meyer.
Ich erwartete wieder die übliche Leier,
von wegen:“Ich hab 4 Kinder und ne Frau,
Meine wahre Liebe aber, lebt in Berlin, in Grünau.“
Doch es kam anders als ich es mir vorgestellt habe,
er schrieb mir eine Denkaufgabe,
Was wohl wäre meine Gabe.
Und ich, ich wusste es nicht.
Dieser Job, der war für mich eher `ne Pflicht.
Und diese E-Mail, die gab mir zu denken,
ich wusste nicht mehr wem was schenken,
ich wusste nicht mehr wo ich soll mein Auto hinlenken.
Ich wusste nicht mehr wohin ich gehörte,
bis ich auf einmal diese Stimme hörte.
Ich verabschiedete mich aus meinen Kreisen,
und begab mich auf lange Reisen.
Ich ging nach Japan und suchte nach Frieden,
doch glaube ich, ich habe den Frieden verpasst.
Ich landete in Tokio, der Hauptstadt,
sie sprühte vor Fortschritt und Technologie,
doch war ich auf der Suche nach der alten Zen-Phylosopie.
Rasti
veröffentlicht am 2. April 2018
38

Lyrik des Tages

Blasentee
Ich zähle meine Stigmata und drehe große Runden.
Ich befummle mich im Eurostar und lasse mich bekunden.
Bei Ali Hassan Salameh bestellte ich die Tasse Blasentee,
rasierte dann dem Arafat
als Figaro
die Beine glatt.
Gofmann
veröffentlicht am 18. Januar 2024
0

Lyrik des Tages

Züge …
Mein Schatten tastete sich an Worten entlang.
Geld und gute Positionen brachten mich
keinen Schritt weiter. Das Lachen blieb
mir im Halse stecken. Giftpfeile suchten
mein Herz, Einfalt verschwor sich gegen mich.
Ich wurde – endlich – erwachsen: durch euch!

Wer spät reift, bleibt länger Kind.
Nicht alle Kinder sind glücklich …

Sie haben recht, Primo Levi: Ein Mensch ist
etwas sehr Trauriges, trauriger noch als ein Zug, der nur einen Weg kennt.

Ich lebe in diesem traurigen Zug, der Leben
heißt, Mr. Levi – von einem banalen Gedanken
zum anderen – und warte ... auf dessen Ankunft, dort, wo die Schienen enden: wie ein fieberkrankes
Kind, das nicht mehr genesen wird.

Würde ich anderenfalls nicht immer
weiterfahren wollen? – Bis ans Ende
der Welt? Weil ich doch weiß,
dass der Zug nicht dort halten wird,
wo ich aussteigen möchte?
Annelie Kelch
veröffentlicht am 23. April 2018
4

Lyrik des Tages

Moderne Discounter
Das Personal ist auf Leistung gedrillt, it’s just a rush, push, cash!
Muss rackern bis die Hand anschwillt, ein Alltag kurz vorm Crash.
Schnelligkeit und Preisalarm nennen sich heute Disziplinen,
und die Füllung Amalgam für Sprühwurst und Pralinen.
Der Supermarkt von damals war noch geruhsam,
als Anfangstakt des Schicksals für Gesichterwurst und Süßkram.
Die nächste Kundin schiebt einen den Einkaufswagen an den Hintern,
prall gefüllt mit Slipeinlagen, wahrscheinlich zum Überwintern.
000_Retro_Bot_000
veröffentlicht am 17. Oktober 2019
8

Lyrik des Tages

Feuriger Entspannungsweg
Ich will dich hören, will dich fühlen
Dich betören und verführen
Dich verleiten zu des Fleisches Lust
Dass des Herzens Rhythmus folgen musst
Lerne neu du selbst zu sein
Und wasche deine Seele rein

Ist dein Feuer vorerst abgeklungen
So kannst du dann die Ruh erkunden
Der Entspannungs tiefste Tiefen finden
Deine Seele in den Schlafe wiegen
Lern dich völlig los zu lassen
Und der Seele Reichtum anzuschaffen
Welch kann einzig dann errungen
Wenn des Wonnes Gipfel ist erklommen
Fauler Spaßvogel
veröffentlicht am 27. Mai 2016
35

Lyrik des Tages

Mein Schief
Ach ich dumm,
Denn ich ließ mein Schief sinken,
Mit dem Röhm,
Denn als auf mich geschossen wurde,
Flieh ich sehr feige,
Denn als es mir bewusst wurde,
War es schon zu spät.

Denn ich würde alles geben,
Um noch mal mit dir zu segeln,
Wie die schönen alten Zeiten,
Oh mein lieber Schief.
Rick
veröffentlicht am 8. März 2022
41

Lyrik des Tages

Fremder
Fremder in den eigenen Reihen,
werde nie wirklich angenommen,
nie richtig ankommen.
Wie soll da Glück gedeihen?
Das Herz verkümmert in der Brust,
doch auch voller Emotionen.
Wohin nur mit dem Frust,
es würde mir doch eh keiner zuhören.
Anonym
veröffentlicht am 4. Februar 2013
37

Lyrik des Tages

Wie die Pest
Ich kann den Blick nicht lösen.
Ich will nicht mehr den Rundschild,
Will die Gedanken klar sortiert
Und Freiheit von dem bösen
Denken, dass mich hassen lässt
Und sich verbreitet, wie die Pest.
Anonym
veröffentlicht am 28. Oktober 2011
43

Lyrik des Tages

Dunkelheit
Schwarze Schatten, umgekehrtes Licht.
Mir jede Nacht Besuch erstatten,
bin nicht drauf erpicht.
Und heute Nacht, die Dunkelheit schreit.
Hysterisch lacht, ich hab sie befreit.
Sie saugt mich auf, in unendlichen Raum.
Die Zeit, die stoppt, das ist kein Traum.
Sie spricht zu mir, nun schlaf für immer.
Deine Seele ist hier, dein Körper tot im Zimmer.
Anonym
veröffentlicht am 7. Mai 2012
57

Lyrik des Tages

Boss der Bosse
Ich bin der Boss der Bosse, reden Leute über Rap,
dann geht es oft dabei auch über Crack,
denn ich verchecke es,
und zieh' die Tec,
das Kaliber neuf-millimètre,
du Spasti rennst, es hat kein Zweck,
geb' dir sechs Schüsse in dein'n Head,
dieser Moment wenn du verreckst,
er ist sehr schnell wie dieser Flash.
Jeder eurer Tracks ist schlecht,
ich geb kein'n Crap auf euren Rap,
ihr denkt, ihr smackt mich, seid ihr whack?
Ich zeig' euch jetzt mal MadGaz Rap:
Deine Musik ist der billigste Schrott,
neben Hartz-IV hast du dieselbe Geldquelle wie MOK,
deshalb nehm' ich zum Ballern die Kalaschnikow,
baller' die Bullets in dein'n hirnlosen Kopf,
dann geh' ich und fick' dich wie dieser Chpakov.
Ich bin auch King of Kings und hate alle Cops,
denn diese Bastardsöhne wollen meinen Stoff,
und kommen an im Schrott-
Wagen mit einem Dog,
ich Ende das Szenario mit Kalaschni und Glock,
denn ich bin hier der Boss und baller' das Geschoss auf diese Bastard-Cops.
Willst du Krüppel Beef starten,
zerhack' ich deine Gliedmaßen,
lass' s
DenimBang
veröffentlicht am 2. August 2018
31

Lyrik des Tages

Endlich akzeptieren
Auf der Erde gibt es viele Menschen,
die sich unterscheiden.

Es kommt leider immer wieder vor,
dass manche den Kontakt meiden.

Es gibt viele Menschengruppen,
die andere nicht akzeptieren.

Die Betroffenen schütteln den Kopf,
weil sie das nicht kapieren.

Muss so etwas in der heutigen Zeit
immer noch sein?
Paul Reeps
veröffentlicht am 27. Februar 2023
107

Lyrik des Tages

Glücksmomente
Mit großen Vergnügen, beschwingt in den Tag starten,
ein Wohlgefühl und Frohsinn wird auf uns nun warten.

Der schöne Genuss des Lebens lässt uns glücklich sein,
die vielen Dinge beleben, eine Fröhlichkeit stellt sich ein.

Die Lebensfaszination belebt das Gemüt gut gelaunt,
lebensfroh wird alles in Begeisterungen ausposaunt.

Fröhlich und heiter mit viel Freude den Tag gestalten,
das eigene Leben verläuft so munter und wohlbehalten.

Diese Glücksmomente sind ein freudiger Hauptgewinn,
eine Lebenslust beginnt, wir spüren diesen Lebenssinn.

Sein Leben genießen glücklich, lustig und vergnügt
und ein tägliches Lachen im Gesicht wird hinzugefügt.
Werner Speer - Geh.
veröffentlicht am 20. Mai 2024
60

Lyrik des Tages

Unterm Zigeunermond
Willkommen, Nacht!
Willkommen, Mutter der Moirai ...
du stiller dunkler See,
wo Wahrheit Licht sät von
den Sternen und Träume
fragmentarisch enden.

Willkommen, Nacht!
Geburt der schwarzen Schatten …
Du schweigst – dein dunkles Haar,
das sommers wild auf Bäumen
wächst, zerzaust der Wind im Wahn
der Einsamkeit.

Willkommen, Rappe ...
mit den stillen Hufen.
Aus deinem Herzen sickert
schwarzes Blut in meine Fenster.
Ich fürcht' mich längst nicht mehr
vor dir und sehe doch – Gespenster ...

Willkommen, kleiner Tod,
der meinen Tag besiegt.
Biphasisch sterben wir
umschlungen auf dem Laken:
Gewächs mit Widerhaken ...
O Powernap unterm Zigeunermond.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 24. April 2018
4

Lyrik des Tages

Wahnsinn
Irre -
dein Gedicht,
mein Freund:
weckt Zorn,
Wahn,
das Gift
dunkler Melancholie.
O wart,
gleich kreiselt
mein Herz
zu Boden.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 12. Februar 2017
34

Lyrik des Tages

Crying to the Moon
So unsicher, dass nur Psycho-Tests im Internet mir sagen können, was zu denken, was zu fühlen, was zu tun.
Ich würde so gern zu jemandem sagen: Fly Me To The Moon, meine Seele vereinen und zusammen ausruhen.
Doch blieb mir dies schon schon immer vergönnt, zeigte ich mein wahres Ich, ich weiß nicht, ob ihr dann renntet.
Ich bin so verloren, ein einsamer Wolf, der den Mond anheult. Ich bin verloren.
Anonym
veröffentlicht am 18. Oktober 2012
38

Lyrik des Tages

Watteball
Früher war ich sehr bescheiden;
Mochte miese Mienen meiden.
Kam es dennoch mal zum Wutanfall,
nahm ich einfach einen Watteball,
um mir damit auszukleiden
die Ohren auf den beiden Seiten.

So konnten Deine blechernen Worte,
jene von der schlechten Sorte,
wenn sie ins Gehirn mir dringen,
nur noch allzu dumpf erklingen,
außerstande nachzuschwingen.
Inanna Grenzmüller
veröffentlicht am 23. November 2016
120

Lyrik des Tages

Flaschenpost bei Glückstadt
Elbe – Strom unterm Möwenflug
treib ich die Wegspur den Deichhang hinab
und fern schwankt das Ufer: Sumpfdotter …
Gelbäugig blühts im Schlick neben Röhricht und Ried, und ein Stoppelhalm reißt die uralte Wunde auf.

Elbmarsch – mein Kleinod im Frühtau, wenn' s funkelt und perlt an den Gräsern, kühler atmet der Priel, und droben, über Aue und Fluss, schleicht der blasse Jüngling von Deck:
So müd ist mein rastloser Mond!

Unterm Schilfdach der grünen Moschee ruft ein verwunschener Prinz zum Morgengebet, und sein Urahn, der Seefrosch, stimmt ein. Da zuckt, im Traum noch, der rotbunten Leiber
warmes Gewölk auf den Wiesen.

Drunten, am mageren Strand, birst mir im
hölzernen Kahn die Erinnerungsfracht. Das zärteste Gefühl füll ich um in die leere Flasche am Kai und füg sie ins Graugeröll der
Steine. - Zu dir, Undine, trägt sie die Welle der Flut, darin Ewigkeit nächtigt.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 29. September 2017
4

Lyrik des Tages

Sieh es mal so...
Ist der Himmel grau
und trübe
glaub mir nur
die Sonne scheint
vom Strahlen ist sie
manchmal müde
wie auch ein Mensch
der einmal weint
Celine Rosenkind
veröffentlicht am 16. April 2012
100

Lyrik des Tages

Sein
Schön sein
Hässlich sein
Sollen oder sein lassen
Die neue Generation
Die alte Genereation
Wer weiß es besser?
Junge denken, sie kennen
Den Flow der Zeit
Alte denken, sie wissen
Wie es am Besten ist
Für alle
Wer weiß es nun?

Niemand weiß es
Keiner kennt die
Einzige Wahrheit
Einzige richtige Lösung

Die Wahrheit zeigt sich nicht
Sie tarnt sich
Hinter falschen Ideen,
Idealen, Vorurteilen und
Einem Netz von Wirrungen beherrschten
Netz aus Lügen und Irrtümern

Das Netz zieht dich hinunter
Wickelt dich ein
Hält dich gefangen und

Lässt dich nicht los
stormsun
veröffentlicht am 2. April 2017
41

Lyrik des Tages

Der Berg
Hoch und scharf, so tritt er hervor,
Kantig und steil, wie niemand zuvor,
Schon aus der Ferne man ihn sehen kann,
denn er zieht dich in seinen Bann.

Majestätisch kennt man ihn,
wenn die Sonne auf ihn schien,
traumhaft schön und rätselhaft,
magisch und so voller Kraft.
Rosenblüte
veröffentlicht am 6. Mai 2017
46

Lyrik des Tages

Weiß jemand
Weiß jemand,
wofür wir in dieser bunten Welt leben?
Wird es hier auch Ruhe
und eine Zufriedenheit geben?

Können wir hier
eine ruhige Friedsamkeit vorfinden?
Oder müssen wir hier
alles erst noch neu erfinden?

Weiß jemand,
wonach wir hier ständig suchen?
Wann können wir dabei
auch Erfolge verbuchen?

Wer kann uns sagen,
wie es hier weitergeht?
Oder ist es zum Suchen
nicht schon zu spät?
Paul Reeps
veröffentlicht am 1. Mai 2023
97

Lyrik des Tages

Modetrends und Minimalismus
Modeketten – halten dem Esel die Karotte vor die Nase.
Bei Pailletten auf der Jeans wittern Frauen die Kaufphase.
Die Herrenjeans ist neuerdings mit Elasthan verseucht.
Und dem Stephan wirds im Schritt schweißfeucht.
Man lebt in einer Zeit, wo Überflüssiges dominiert
und Einfaches immer mehr untergeht.
Mode gleicht Krankheit, dreifach reduziert und blutleer zugenäht.
000_Retro_Bot_000
veröffentlicht am 31. Oktober 2019
1

Lyrik des Tages

Harlekin
Ein eisig kalter Morgen zog herauf,
vom wilden Sturm, der früh
die Straßen fegte, ganz zerfleddert.
Die halbe Nacht hab' ich
in meinem Tagebuch geblättert,
fand deinen Namen nicht darin
und doch warst du
ein Teil von meinem Leben
und manche Leute meinten gar
du warst mein Hauptgewinn.

Ich wusste oft nicht ein noch aus
und niemand gab mir einen guten Rat.
Ich zog mich selber an den Haaren
aus so mancher Seelenpleite
mehr schlecht als recht,
das geb' ich – ungern – zu,
doch längst nicht mehr an deiner Seite
trag ich das Harlekinkostüm noch immer
und fänd', wenn ich es endlich abstreifte,
günstigstenfalls die wahre Ruh'.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 10. August 2017
27

Lyrik des Tages

475. | titel noch unbekannt.
475. | titel noch unbekannt.
1) 5+9/9+7/6+5
spitze stean krotzn om eaeignishorizont entlong,
dünne seifnblosn zaplotzn om seidnweichn voahong,
a wön aus eneagie moit an neionfong

schoafe zeitsplitta schneidn klaffende wundn ins licht,
fein gschliffne pealen hinta gitta gleitn ausm gleichgewicht,
diese anomalie hot iah eigne schrift

gonz enge kuavn zaschneidn den endlos grodn pfad,
diese tiafn aufgrissnen fuachn zian des oide lebmsrad,
da zukünftige schritt mocht no gnua föhtritt
...10+10/10+10
a heimlicha äussast schmola duachloss
öffnet si east im letztn augnblick,
a unrhythmisch schlogenda otemstoss
vaengt si dramatisch duach an foistrick.
___________________

nachtrag: 474. | desertiat.
philjazz
veröffentlicht am 9. Juni 2020
1

Lyrik des Tages

leare 361. chorus 1
Des unschuidige lebn hot des spü valoan, die reinheit wiad nie meah wieda geboan
Des beschmutzte lebn woa niemois unberüaht, jeda hot seine eignen föhla gschnüat
Des vafluachte lebn is scho vüz oft entgleist, die woahheit is scho wieda weit vareist
Des vahosste lebn rächt si auf wüde oat, jeda hot scho tiaf in die leare gstoat.
philjazz
veröffentlicht am 29. September 2016
8

Lyrik des Tages

Hirse
Der industrielle Rat:
den Einstieg schaffst Du nur mit Glutamat.
Reis ohne Sauce macht Dich krank.
Haste keine Hirse, bleibste schlank.

Pute, Rind und Schwein
ess Du nur allein.
Lieber Soja aus dem Wald.
Oh, Weltenlunge bist verqualmt und alt.

Gen ist auch in aller Munde.
Fehlts in Deiner Tafelrunde?
Schimmel, Strahlung, Parasiten
mehr kann man Dir nicht bieten.

Der Hunger macht Dich zum Jünger
taugst später nicht mal mehr als Dünger.
Probsmurf
veröffentlicht am 3. Mai 2013
43

Lyrik des Tages

One Man Army
Die Erde bebt! Der Himmel brennt!
Gebäude stürzen ein!
Noch ist kein Krieg!
Also was kann das sein?
Bomben explodiern!
Raketen schlagen ein!
Und schuld an dem Terror
ist nur ein Mann allein!

Das Ende naht und du mein Freund
Bist live mit dabei!
Ein letztes mal feiern
Auf Verderb und Gedei!
Dein letztes Geschrei!
Ein letztes mal High!
Komm halt mich auf
Du hast einen Schuss frei!

Die Ein-Mann-Armee
auf dem Kreuzzug ins Verderben!
Millionen Menschen sterben!
Nur noch Trümmer
Nur noch Scherben!
Der Fluss färbt sich rot!
Die Luft stinkt nach Kot!
Ich deale mit dem Teufel
und spiel Spiele mit dem Tod!
IgniteTheFire
veröffentlicht am 5. Mai 2017
44

Lyrik des Tages

Ich
Ich:
Schön
Freundlich
Sexy
Selbstbewusst
Natürlich
Beliebt
und trotzdem allein
little star
veröffentlicht am 10. April 2022
36

Lyrik des Tages

Und doch...
Und doch...

Geschichten schreiben Ewigkeiten
und sollen uns noch ewig leiten,
in ferne Welten, ferne Zeiten,
in die unendlich großen Weiten.

Und doch…

Das Leben bleibt in Einbahnstraßen.
Erst leben wir das Sein, dann rasen
wir durch das Leben, ohne irgendwann zu sein.
„Wir geben unser bestes“ dann und wann zum Schein.

Und doch…

erlauben wir uns, jeden Tag zu träumen
von weiten Wiesen, Feldern, großen Bäumen,
die morgen gänzlich schon verschwinden werden.
Wir bauen uns die Höllen auf und in den Erden.

Und doch…

verbleiben wir blind und taub immerfort im Leben
und sprechen nun auch unser letztes Wort im Streben.
Der jüngste Morgen zeigt sich noch in seinen Farben.
Wir sterben bald darauf an unsren kleinsten Narben.
herr-snyder
veröffentlicht am 28. Juli 2018
31

Lyrik des Tages

Der Spaziergang
Tote Körper liegen still, in den schwarzen Erden in ihren Särgen. Ich reime munter so beim Spazieren, macht mir Freude, zwischen den Gräbern zu flanieren. Schon lange ist der Toten Wadenfleisch madenreif, aber...HOPPLA...wo ist der graue Himmel hin? Bin gefallen in ein Grab ganz offen, komme nicht mehr raus, dass mich jemand findet, kann ich ja nur hoffen. Der Toten Ruhe stört man nicht.
Anonym
veröffentlicht am 11. Juni 2012
39

Lyrik des Tages

Museum
Die Besucher im Museum dachten
Der Dachs, der da stände, wäre aus Wachs
Und dass man ihn beklebt hätte mit Fell

Doch beim Streicheln bemerkten sie ihren Irrtum schnell
Sander
veröffentlicht am 11. Juni 2012
37

Lyrik des Tages

Gefangen
Hilfe, ich bin gefangen in meinem Kopf, helft mir fliehen. Heißt Fliehen gar Sterben?, ich nähme es in Kauf.

Mein Herz verschlossen in einer Schachtel aus Misstrauen und Furcht, so schwer wie Blei, lass meine Gefühle doch endlich wieder frei.

Meine Gedichte scheinen sich immer nur um dieses verschwommne Thema zu drehen, kann denn kein Leser die nicht ausdrückbare Botschaft verstehen?
Anonym
veröffentlicht am 16. Juli 2012
41

Lyrik des Tages

Glaube
Misstönend in meinen Ohren
die Kirchenglocke erschallt,
ganz früh am Morgen
die Sonne das Morgenrot erst malt.

Religiösität ist dort fehl am Platz,
wo der Glaube an einen Selbst fehlt,
zwitschert mir der Spatz
und entschwindet frei ins Himmelsreich.
Anonym
veröffentlicht am 13. Januar 2013
38

Lyrik des Tages

Theorie
In der Poesie
steckt eine Menge Fantasie
du weißt nie, wie
alles ist anders in der Praxis
als in der Theorie
nein, ich hab keine Allergie, ich mach weiter
wie noch nie
ich kletter die Leiter nach droben
in der Theorie bin ich grade oben
aber in der Praxis hab ich Angst
und steh am Boden .
DIMA
veröffentlicht am 5. August 2013
45

Lyrik des Tages

Der Tag
An einem jenen neuen Tage,
ich einen Blick aufs Umfeld wage,
da sehe ich Dinge, die ich sah
vor ca. einem ganzen Jahr.

So geht es schon den ganzen Tag,
ich mehr und mehr vermag,
so sah ich neulich einen Fisch,
der modrig wartet auf 'nem Tisch.

Ich tue nun gucken ganz bestimmt,
und neugierig so wie ein Kind,
ich interessiere mich an den
Dingen die wir sehn!

So muss die Lehre heute sein:
Gucke auf den Tage ein!
Schaue ganz genau auf ihn
ansonsten bist du hin.
Anonym
veröffentlicht am 11. Januar 2015
43

Lyrik des Tages

Waffenstillstand
So müde, daß ich den Stift kaum noch halten kann
geschweige denn die Augen offen
oder gar die Stellung
gebe ich auf
und lege ihn nieder
den Stift
für einen kleinen Frieden
eine Müdigkeit lang
Achim Eisenlohr
veröffentlicht am 31. Dezember 2015
48

Lyrik des Tages

Fleisch ist Jugendliebe
Ich saß in einer Kellerbar
und drückte die Talgdrüse,
ich hatte Angst vorm neuen Jahr,
besonders vor Gemüse!

Fleisch ist Jugendliebe
und ich bin ein alter Vielfraß,
drum kratze ich die Griebe
und schaue in mein Salzfass.

Dann steig ich wie mein Pimmel
aus der Hölle in den Himmel
und spiele auf der Arschgeige
das Lied vom Stengel und der Feige.
Gofmann
veröffentlicht am 16. April 2016
9

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