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Wir Wortkunst und Kreativität

Lyrik des Tages

Die tägliche Dosis Lyrik! Bereits Apollon schätzte die schönen Künste, neben der Musik insbesondere auch die Dichtkunst. Jeden Tag werden hier aus unserer lyrischen Sammlung fünfzig lyrische Texte dargestellt, die von allen Seitenbesuchern bewertet werden können. Sei auch du ein Lyriker und schenke anderen Besuchern deine Verse, Songtexte und Poesie.

Modus operandi

Wie funktioniert's?

Dies ist der Ort, wo deine Lyriken, Texte und Poesien tagtäglich bewertet werden können. Jeden Tag werden 50 Werke herausgepickt, die ausschließlich hier bewertet („geliked”) werden können. Um mitzumachen, nutze das Eingabeformular unter Lyrik eintragen. Neben der täglichen Dosis Poesie auf dieser Seite gibt es natürlich auch den Ort, wo alle Werke alphabetisch sortiert betrachtet werden können, das ist die Gesammelte Lyrik, wo du alle bisher veröffentlichten Lyrik-Einsendungen einsehen kannst.

Lyrik des Tages

Un-rhythmisches Chaos
Die Gedanken hecheln wie stumpfe Hunde
Obschon der frühen Stunde
Der Atem rast gedämpft durch blassen Dunst
Worte verschmieren wie schlechte Kunst.

Ich starre auf Buchstaben
Kein klares Wort fällt mir ein
Meine Synapsen klatschen auf Papier
Gejagt wie ein wildes Tier.
Anonym
veröffentlicht am 28. Juli 2012
31

Lyrik des Tages

jungklugverloren
Durchtränkt mit Wissen.
Doch ahnungslos, planlos.
Melancholie, ein Schrei ins Kissen.
Alle Wege offen, alle Türen verschlossen.
Das Leben vor dir, eine blühende Wiese.
Deine Füsse in einem klebrigen Sumpf.
Deine innere Kraft als einziger Trumpf.
Du stürmst los mit Kraft wie ein Riese.
Jede Entscheidung könnte die falsche sein.
Und doch lässt du dich darauf ein.
Mach das Beste aus dem was du hast.
Mach jetzt hier keine Rast.
Intarabus
veröffentlicht am 12. August 2016
39

Lyrik des Tages

Eigentherapie
Eine Existenz nur auf fremder Anerkennung basierend, wird keine glückliche sein, der Individualismus wird angepasst den unbedeutenden Meinungen und Vorlieben. Wo ist das Selbstwertgefühl geblieben, sich selbst, ja ganz sich selbst auszuleben und nach dem eigenen Ideal zu streben? Eigentherapie in Gedichtform vollzogen, Ich bin jetzt wieder Ich, nicht von dem Ameisenvolk der Menschen verbogen.
Anonym
veröffentlicht am 6. Juli 2012
36

Lyrik des Tages

Himmelstore
Wir springen hin und her, ohne auf unsere Füße zu schauen.
Der Boden kaum spürbar, schwerelos zwischen den Weiten des Himmels.
Soll ich am Boden bleiben? Meine Finger in die Erde graben, festhalten?
Vielleicht öffnet sich der Himmel ein Stück
gibt den Weg frei auf die Sonne.

Bis der Himmel kommt, warten wir.
Andere laufen, andere bleiben still stehen und schauen hinauf
und trotzdem kommen wir nicht näher
wir sehen nur Gesichter, keine Seelen.
Warten darauf, dass unser Schöpfer sie uns offenbart.
Malena
veröffentlicht am 8. November 2016
49

Lyrik des Tages

Alte Bilder
Alte Bilder

Alte Bilder aus der Schulzeit,
so viele Begegnungen,
so viele Erinnerungen,
als wäre es gestern gewesen.

Die Namen sind nicht vergessen,
sitzen tief im Inneren.
Auch wenn du die Gesichter
nicht mehr erkennst,
was am fortschreitendem Altern hängt.

Ja, die Bilder, die Gesichter,
als wäre es gestern gewesen.

© Jadeit, 13.07.2021
Jadeit
veröffentlicht am 19. Januar 2023
9

Lyrik des Tages

Die Dunkle Tiefe
Müsst ich heute sterben,
so würd ich in die Tiefe gehn.
Und dort mit sternenhellen Augen,
allein am schwarzen Wasser stehn.
Kein Laut würd küssen meine Lippen,
wenn ich wage Schritt für Schritt,
bis das tiefe, dunkle Wasser,
immer leise nimmt mich mit.
Sabrina
veröffentlicht am 16. Februar 2014
52

Lyrik des Tages

Klimaretter
Viele wack're Fahrradfahrer tun was fürs Klima,
sie kaufen sich ein Mountainbike und finden das ganz prima.
Das schnallen sie am Wochenend' auf ihren SUV,
fahrn ins Gebirg' und in den Wald und strampeln wie noch nie.
Zerfahr'n sensible Böden oder stör'n die Vogelbrut,
doch lobt der Mainstream sie dafür und drum ist alles gut.
Bärlauch
veröffentlicht am 9. September 2021
77

Lyrik des Tages

ABC für Fortgeschrittene
After-shave-Lotion
akut autark auf Affiche.
Angel-dust-Ära
against Askese-Apell;
apropos apostolisch.

Bal paré balancer
beyond basse-cours bleeping Beat.
Biorhythmus beats
bien bona fide Batzen.
Billy beats big-a-mist.
Bambule bric et de broc.
Bow-wow.
Baba!

Cirrocumulus
complère City con Chausseen.
Cineast-Choral.
Cash and carry copyright;
cut Champignons cantabile.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 24. Januar 2017
5

Lyrik des Tages

Tierarzt im Stress
So ein Tierarzt hat es schwer.
Er wird bedrängt von einem Kranken-Heer.
Und ein jeder Patient soll schnell fertig sein,
egal ob Hund oder Schwein.

So thronen die Besucher im Wartezimmer,
einer dicht neben dem Anderen,
so wie immer.
Und weit über die Sprechzeiten hinaus,
machen sie Ihm den Garaus!

Keiner lässt ihm eine freie Stund’
immer geht es bei ihm rund.
Quietscht es, bellt es und miaut,
weil keiner auf den Tierarzt schaut.

Der ist ja Arzt aus Leidenschaft
und hilft dem Viech mit ganzer Kraft.
Aber auch er und klingt es auch vermessen,
braucht ab und zu mal' was zu essen.

Nun die Moral von der Geschicht'...
„Bitte quäl' den Tierarzt nicht !“
Sei’ doch geduldig und wisse dann,
er wird ja helfen so gut er kann!
Andrea Wunderlich, Selb
veröffentlicht am 28. November 2018
50

Lyrik des Tages

Der Held
Ich glaubte ganz fest daran, dass ER siegen wird.
Und ER enttäuschte mich nicht.
ER flog allen meilenweit davon, keiner sah es voraus.
Dass dieser junge Mann einst wird ein Held.
ER gewann mit großem Abstand und durfte sich Weltmeister nennen.
So sah nur ich es kommen, denn keiner glaubte.
Glaubte an ihn.
Für sie gab es nur den ANDEREN.
Der siegreiche, gute ANDERE.
Doch für mich gab es nur den einen.
Der Eine, der es verdient zu siegen.
Und ER wird siegen.
Anonym
veröffentlicht am 13. März 2016
36

Lyrik des Tages

Ostern in Sicht
Die grauen Wintertage: Bald sind sie vergessen;
ich weiß, sie schlugen dir arg aufs Gemüt.
Des Menschen Seele ist auf Sonnenschein versessen.
Nun dauert 's nimmer lang, bis alles grünt und blüht.

Der Himmel hat ein taubenblaues Band gesponnen
und gibt den Sonnenstrahlen frei' Geleit.
In allen Kirchensälen lächeln die Madonnen,
erwarten sehnsuchtsvoll die feierliche Osterzeit.

Schau, wie die Sonne strahlt auf ihre alten Tage!
Die Wälder wiegen sich in grüner Harmonie.
Auf weiße Segel hofft im Hafen manche Takelage.
Der Frühling führt in Stadt und Land Regie.

Die Kinder freuen sich schon auf den Osterhasen;
In den Geschäften kann man Schokoladeneier kaufen.
Die Mutter schmückt mit Märzveilchen diverse Vasen;
der kleine Igel kriecht aus seinem Komposthaufen.

Grau war der Winter, der nun fast vorüber ist;
die kalten kurzen Tage schlugen dir arg aufs Gemüt …
Bald feiern wir das Osterfest, die Auferstehung Jesu Christ,
ein Menschensohn von edlerem Geblüt.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 30. März 2017
7

Lyrik des Tages

Geschenkidee
Noch kein Geschenk?
Ein guter Rat:
Verschenk
doch einfach Fleischsalat!
Peter Bunselmann
veröffentlicht am 31. Dezember 2012
40

Lyrik des Tages

Sturmflut
Der alte Sturmgott kommt meist über Nacht,
als müsse er vor uns sein schändlich Werk verbergen.
Am Tage hat er seine Missetag meist schon vollbracht.
Wir schreiten bald schon hinter vielen Särgen.

Den Regen peitscht er in das gut bestellte Land;
es schäumt aus feisten Mäulern hoher Riesenwellen.
Ein greiser Dämon lässt sie hochschnellen aus seiner Hand,
haust wie ein Schreckgespenst in lieblich stillen Quellen.

Die Möwenwolken stürzen angsterfüllt vom Besanmast,
paar Schiffe torkeln und zerschellen kurzerhand am Kai.
Wer kennt weder Besonnenheit, wer prasst und hasst?:
Der Sturmgott – er ging justament am Pier vorbei.

Das Vieh hinter den Deichen ist in großer Not,
der Sturm zerrt es in häuserhohe, kalte Wellen.
Am Morgen sind die Wiesen leer, die Rinder tot,
derweil die großen Priele unaufhörlich überquellen.

Ich stehe stundenlang am Fenster, hoffe, warte Ein jeder Spuk hat irgendwann einmal ein Ende!
Des Fischers Frau von nebenan, die junge Marthe,
hat hastig flüsternd zum Gebet gefaltet beide Hände.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 15. Juni 2017
8

Lyrik des Tages

Blut und Blatt
Der Dolche blitzt,
das Blute spritzt.
Doch fällts nicht auf im herbstlichen Wald.
Denn Rot wie Blut und Leben,
die Blätter zeitens sind.

Doch bald schon kommt der Winter,
mit tastenden Fingern, kalt und grau.
Entfärbt die bunten Blätter,
hinterlässt nur Schnee und Knochen, weiß und blau.
Pia
veröffentlicht am 4. Mai 2012
51

Lyrik des Tages

November im Mai
Lagst in der Wiege schon verloren.
Kein Jubel, dass du bist geboren.
Eh`s begann war`s schon vorbei.
Für dich war November immer schon im Mai.

Ohne Liebe verlor`n das Lebensspiel.
Sahst nur Mauern vor dem Ziel.
Nicht ein Tag mal ganz wolkenfrei.
Für dich war November immer schon im Mai.

Warst lange auf der Sonnenjagd.
Doch Zauberei blieb dir versagt.
Jedes Glas sprang dir entzwei.
für dich war November immer schon im Mai.
Oliver Delastere
veröffentlicht am 13. Juni 2017
39

Lyrik des Tages

Mit allen Sinnen
Trink das Wasser der Unschuld
iss das Brot der Tugend
atme die Luft der Weisheit
sieh die Größe der Vernunft
schmeck die Süße des Vertrauens
hör die Töne der Ewigkeit
riech den Duft des Lebens
fühl die Kraft der Liebe

weil Stunden, Tage und Jahre verrinnen
sei im Jetzt und Hier mit all deinen Sinnen
Peddagog
veröffentlicht am 18. September 2012
46

Lyrik des Tages

Vogelfrei
Die Ketten sprengen.
Die Muskeln lockern.
Die Flügel spannen.
Auf und davon.
Bis über die Wolken.
Die Freiheit genießen.
Durch die Lüfte.
Frei, wild und ungezähmt.
Wie ein Falke,
durch den Wind
Auf und ab.
Vom Wind getragen.
Weg bis zum Horizont
und noch viel weiter.
Einfach fliegen,
bis in die Unendlichkeit.
Doch nur ein Traum,
nur ein tiefer Wunsch.
SNF
veröffentlicht am 9. Februar 2015
54

Lyrik des Tages

Fern ist mein Verstand
Mein Verstand schließt mich ein. Er hält den Abstand end und lässt mich ferner verzweifeln. So kalt sind die Momente und das langsame Treiben der Schneeflocken lässt die Zeit ewig werden. Kühl und sonderbar verlassen hebt sich meine Brust. Ich scheine ferner zu atmen. Ein Haus stürzt zusammen, baut sich wieder auf und wird erneut zerstört bis ins bodenlose. Meine Brust erzittert. Ich scheine ferner denn je zu sein.
Moana
veröffentlicht am 8. Februar 2015
39

Lyrik des Tages

Lyrische Null
Ich nehme Abschied von diesem Verein,
den Grund dafür ich euch sage.
Denn ich mit meinen Gedichten verzage,
zu mir mein Gehirn ist gemein.
Stellt sich gegen mich,
denkt von ganz allein.
Gedanken, die ich nicht denken will.
Und produktive Gedankengänge sollen nicht sein,
ich bin eine lyrische Null.
blabliblubbs
veröffentlicht am 23. Januar 2013
39

Lyrik des Tages

Zu kurz
Das Leben,
ein Geben,
ein Nehmen,
viele Themen.

Alles schnell.
Universell.
Viel Profit.
Nicht alle fit.

Zeitgeist getroffen,
ergebnisoffen.
Worte, gedruckt in der Nacht,
kommen Morgen an die Macht.
Andrea Wunderlich, Selb
veröffentlicht am 10. Dezember 2017
55

Lyrik des Tages

Blattgold
Wir warten auf die Sonne,
Doch nur der Mond scheint nachts.
In Gold gehüllte Rosen,
Verwelken in dem Glanz.

Selbst wenn die Wolken ziehen,
Sieht man der Sterne Hälfte.
Sie warten auf den Träumer,
In grenzenloser Kälte.

Wer denkt an braune Blätter,
Wenn grün der Frühling blüht.
Wer weiß schon ob die Sonne,
auf oder unter geht.
Tim
veröffentlicht am 29. August 2015
51

Lyrik des Tages

Menschlichkeit
Menschlichkeit sollte es überall geben
und Achtsamkeit, der Mensch erleben.
Die Höflichkeit ist nicht nur ein Wort,
es gibt Ehrlichkeit, an jeden Fluchtort.

Mit Freundlichkeit willkommen heißen
und Herzlichkeit, für Fremde beweisen.
Das bringt Fröhlichkeit und Vertrauen,
auf die Dankbarkeit, können wir aufbauen.

So entsteht eine Kostbarkeit fürs Leben,
in Wirklichkeit sollten wir danach streben.
Wieder zur Sinnlichkeit auch bekennen,
für die Ewigkeit einen Neuanfang gönnen.
Paul Reeps
veröffentlicht am 26. November 2018
181

Lyrik des Tages

Möwenherz
Grüner Deich ...
Zeuge verschwisterter Flut,
Totes, das uferwärts treibt.

Auflaufen lässt er die
Wasser des Stroms
nahe dem „Tor zur Welt“:
ein nordischer Saurier,
Tyrann unter sanfteren
Brüdern, Welthafen,
meerumschlungen ...

Landfremde Spuren, schön –
geschürft von Schiffen
aus Cádiz, Shanghai, Syrakus ...
prachtvolle Beute der Nacht,
geschaukelt vom Gleichklang
großmäuliger Wellen:
O seliger Schlaf.

Lichter
tasten ihn ab,
verweilen am Kai
auf spärlich bekleideten Mädchen:
Bordschwalben auf High Heels,
gestürzt vor der Zeit.

Vor der Zeit
will mein Aug weinen
und schon flackert das Licht:
Ein Möwenherz, zusammengezuckt.
beim Röhren der Dampfer.

Juan Gárcía aus Cádiz
geht pfeifend von Bord.
Wann –
wird er heimkommen … wann?

Heimkommen wird er,
wenn der „Klabautermann“ schließt
und die Anker sich lichten.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 2. Dezember 2018
8

Lyrik des Tages

Ironie
Zuhause war es nicht das beste, die Mutter hatte immer nur Kinesologie Gäste. Heimlich sprachen sie über Familienmeidung, viel besser sei es nach der Scheidung. Sie hatte angst sie verpasst etwas in ihrem Leben, Freiheit war ihr großes streben. Sie folgte des Männers futter und wurde dabei Rabenmutter. Sie war fröhlich aus dem Haus geflogen und hatte ihren Ehe-man auch schon betrogen. Sie musste ihre Familie wirklich hassen, sie hat alle einfach zurückgelassen. Egel das Papa alles kann, besser war der andre Mann.
2 Monate brutale Scheidung, es hat sich angefühlt wie eine Abtreibung. Das kleinste Kind schon wieder anfocht, die Mutter hat sie nie gemocht. Nach ihrer endgültigen Fernwanderung, kam endlich die Erleichterung. Dann ging es bergauf für die drei und ich weiß wovon ich rede, ich war dabei. Zwischen diesem Krieg und Wind stand immer ich, das jüngste Kind. Endlich war die Mutter raus, jetzt war es nur noch unser Haus. Wir sind glücklich wie noch nie, ich sage nur mehr... Ironie.
Laura394
veröffentlicht am 4. Mai 2019
38

Lyrik des Tages

Gebet
In der Erde tiefer Nacht,
ist ein Samenkorn erwacht.
Sonn und Wasser nun mit Kraft,
eine Pflanze daraus schafft,
die die Nahrung in sich birgt,
und belebend auf uns wirkt.
Habet Dank Naturgewalten,
Achtsam woll'n wir euch erhalten.
Matthias Back
veröffentlicht am 7. Januar 2017
66

Lyrik des Tages

Dunkle Schatten
Schatten, dunkle Schatten
schlagen unser Dasein,
tief ins Ungewisse.
ORTE der Sicherheit verhüllen in Nebelschwaden.
Unauffindbar sie jetzt sind.
Wiederkehrend, das ist fraglich!
Ob wir je gerettet werden?
Martin Vieth
veröffentlicht am 7. Dezember 2015
44

Lyrik des Tages

Fehlerlos
Eine jede Ungerreimheit
wird wiederholt von Zeit zu Zeit
nach Wichtigkeit fein abgewogen
Nichttuer ham sich selbst belogen

Der Lebende sich kritisiert,
das hat sich halt so etabliert.
Der Schlau-Gerissne weiß es bloß
man wird nie jeden Fehler los.
Wortmaler
veröffentlicht am 10. April 2016
39

Lyrik des Tages

Wellenmeer
Auf einen weiten Ozean,
ganz weich und sanft,so filigran,
ich segele davon,
und komme näher zum Horizont.

Ohne Frust und Langeweile,
auf und ab ich tue treiben,
gehe niemals unter,
denn ich bleibe munter.

Am nächsten Tage wache auf,
die Sonne oben geht auch auf,
der Tag fängt wieder an,
ans wiederkehren denkich nicht dran.

So steuere ich nun mein Boot,
ich rechne ein mein gutes Lot,
und schenk dabei ein Glas Wasser ein,
Prost Meer, ich will bei dir sein!
Anonym
veröffentlicht am 11. Januar 2015
55

Lyrik des Tages

Ich hab Wetter
Wettertanten – sind schon überall. Erzählen dir mit Überschall
den Wind, Bewölkung und Prognose.
Damit du weißt, wird kalt für deine Herbstneurose.
Machst du Radio an, kommt Wetter.
Guckst du Fernsehen, wirst nur fetter.
… Spielst Skatblätter? Kommt 'ne Dame mit Sauwetter.
Nun bist du schlauer. Weißt, morgen kommt der Regenschauer,
Sonne, Windsturm oder Schnee.
Schuld daran ist Wetter. Und wenn nicht, die SPD.
000_Retro_Bot_000
veröffentlicht am 25. Oktober 2019
7

Lyrik des Tages

Wulff
Es steppt der Bär in Berlin,
doch einer darf nicht hin.
Zuletzt hat er gelogen
das Amt in den Dreck gezogen.
Nach langem Hin
und kurzem Her
Der Bundespräsident,
er ists nicht mehr!
Und die Moral aus der Geschicht:
Die Wahrheit kommt ans Licht!
MH-Jodler
veröffentlicht am 17. Februar 2012
48

Lyrik des Tages

Epilog
Die Kerzenflamme, warm und schwach,
Das Licht, es flackert und erlischt,
Der Rauch steigt kühl wie Meeresgischt,
dass in ihm sich das Lichte bricht.

Und bitte, ach,
vergiss mich nicht.
Aaronym
veröffentlicht am 3. Dezember 2017
36

Lyrik des Tages

Das Faxgerät
Seit Jahren in der Ecke steht,
des Vaters altes Faxgerät.
Verlassen steht es fort und sinnt,
des Staubes wegen fast schon blind.

Meistens blieb es still und zahm,
und regt's sich doch, erregt' es Gram,
fast sah man seinem Scham,
als fluchend dann man zu ihm kam.

Und so hat es verlernt das Regen,
war einzig da zum hin und wieder fegen.
Doch hat dies den Missmut nur gestärkt,
den jedes Fax blieb unbemerkt.

So hat es letzend eingesehen,
seine Zeit zu gehen.
Auf dem Display war zu sehn:
"BIS BALD, AUF WIEDERSEHEN"
J. Xanke
veröffentlicht am 9. Mai 2018
43

Lyrik des Tages

7G
Den sieben kleinen Geißlein,
Den' fällt auch echt nur Scheiß ein!

Eins legt sich gerade in Reis ein
Ein anderes will ein Geist sein
Das dritte fällt aufs Steißbein
Das vierte trinkt jetzt Weißwein
Das fünfte wird schon high sein
das sechste wirft den Schleifstein
mit dem siebten in den Weißmain.

Wie kann man nur so dreist sein!
hevee
veröffentlicht am 4. Juni 2025
21

Lyrik des Tages

societas
Wer sind wir morgen, wer heute? Keine Ahnung, ist ja auch egal.
Überschreiten wir Grenzen? Nein? Keine Ahnung, egal.
Was sind Grenzen? Was Grenzen sind. Sind das Grenzen? Ich weiß nicht.
Nichtig? Oder nicht? Vielleicht doch nicht. Oder? Keine Ahnung, ist ja auch egal.
Optionen stehen. Oder? Ich weiß nicht. Egal?
Können wir wählen? Können wir nicht. Was meinst du? Keine Ahnung.
Egal? Determiniert. Oder? Haben wir die Wahl? Fraglich.
Nicht? Doch. Warum? Ich sage Wissen. Frei. Nicht wie wir
Anonym
veröffentlicht am 10. Mai 2016
40

Lyrik des Tages

Vater
Immer suchend, ohne Geduld,
Immer fragend, wer ist schuld?!
Nur im Denken nicht verweilen,
URTEIL'N URTEIL'N URTEIL'N!!!
jemand anders
veröffentlicht am 11. Mai 2018
44

Lyrik des Tages

Weisheiten des Tages
Es geht erst dann los,
wenn es anfängt.

Es endet erst dann,
wenn es zu ende ist.

Es wird nichts zu ende gebracht werden,
wenn nichts begonnen wurde.

So endet auch meine Poesie dort,
wo sie vollendet ist,
und begann dort,
wo sie anfing.
Jonny el constador
veröffentlicht am 18. September 2016
41

Lyrik des Tages

Red tides
Neben dem Alpenglühn
kennt man das Algenblühn.
Ganz nebenbei: Algen blühen mitnichten
eben so wenig wie Nilpferde dichten
können; die Alge vermehrt sich entweder rot, was gefährlich ist und Tod
bedeuten kann – oder grün:
Das nennt man „Algenblühn“.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 24. November 2016
5

Lyrik des Tages

Verlorener Geist
Ein Loch in meinem Herzen.
Ein Feuer, alles verschlingt.
Ich bleie still, starre an die Wand.
Warte, dass der Schmerz verklingt.

Der Sturm hat sich gelegt.
Jetzt ist es still in mir.
Kein Wind, der in mir fegt.
Kein wildes lautes Tier.

Das Feuer frisst,
es giert nach mehr,
frisst Freude, Mut und Hoffnung.
Es bleibt ein Loch, so dunkel und leer.

Ich bin ein Geist,
bin nicht mehr ich,
bin fremd in meinem Körper.
Ich verliere mich.
DarkThaughts2007
veröffentlicht am 23. April 2022
41

Lyrik des Tages

L(i)ebe
Ich sorge fast jeden Tag
Fahre zu dir, mich um dich
Was auch später kommen mag
Nie zu vergessen, nie und nicht.

So steh ich vor dir, als dein eig'nes Kind
Fort hinfort ist deine Zeit
Die Tag um Tag, zu schnell verrinnt
Und alles ist vom Sinn befreit
Sodass wir hier am fliegen sind.

Ich halte fest, wie du mal warst
Nicht nur den Rest, der auch verschwindet
Und weiter Richtung Himmel rast
Bist du schon bist auch längst erblindet.
Leonie Noita
veröffentlicht am 15. Dezember 2016
57

Lyrik des Tages

Berlin
Angekommen im Moloch der Helden.
Junge Träume, bebende Hände.
Das Ziel ist das nahende Ende
Und Lobgesang aus allen Welten.

Heiterkeit im glitzernden Schein.
Verzerrte Gesichter, Menschen in Scharen.
Kaltes Silber durchbricht die Fanfaren.
Soll das schon alles gewesen sein?
Anonym
veröffentlicht am 15. Mai 2015
43

Lyrik des Tages

Meine Philosophie
Ich versuche die Probleme zu beheben, in meinem Kopf. Wie ist der Zusammenhang zwischen gedanklichen Problemen und den wirklichen zu verstehen, gibt es den überhaupt? Ich denke, dass Gedanken und Gefühle alles im Universum steuern. Gleiches zieht Gleiches an. Schlechtes das Schlechte, Gutes das Gute. Wir haben immer die Möglichkeit, unser Denken und gleichziehend unser Leben zu ändern.
Anonym
veröffentlicht am 6. Juli 2012
41

Lyrik des Tages

Mutti...
Mutti..
Große Freude hat die Mutti,
wenn die Kinder sie besuchen.
Versucht alles zu machen,
damit die Kinder sich wohl fühlen..
Mutti deckt auch den Tisch,
heißen Kaffee und leckeren Kuchen gibt‘s als Nachtisch.
Kinder sind ja so beschäftig,
die Gabel schneidet den Kuchen,
zwei Augen auf dem Handy ..
Mutter bedankt sich,
für die tolle Unterhaltung,
und sagt, kann ich „verstehen“..
obwohl wir kein Wort getauscht haben,
wenigsten haben wir uns gesehen,
trotzdem, meine Kinder ich liebe euch sehr..
Tan Prifti
veröffentlicht am 7. Mai 2019
38

Lyrik des Tages

Sucht
Die Sehnsucht ist Sucht
Gewesen und allzeit da.
So präsent im Kopf, so nah und klar
und doch so weit, so unfassbar weit.

Ich brauche es so wie Luft
kann atmen, kann ziehen fest.
Ich kanns nicht lassen ohne Schmerz
doch ist der Schmerz es leid?

Fass mich nicht an, ich bis so lang
von Dir entfernt du weisst es nicht.
Las mich allein in meinem Sud, in meiner List
Vertrau mir, auch wenn ich Dich meid!

Du musst sie sehn
Die Welt in der ich lebe.
ich zieh es an,
das Ende, das letzte Kleid!
DerRedner
veröffentlicht am 12. November 2013
42

Lyrik des Tages

Mein Lebensbuch
Wörter, die ich lese, spielen in meiner Seele.
Bilden meine Gedanken, meine Sätze, meine Zukunft.
Teil für Teil fügt es sich zusammen, zu meinem persönlichen Lebensbuch.
Elis
veröffentlicht am 16. Mai 2012
48

Lyrik des Tages

Wir Ungeborenen
Wir schweben und weben in Licht getaucht,
göttliche Weisheit, in Äther getaucht.
So träumen wir alle in geistiger Nacht,
und hoffen das unsere Seele erwacht.

Mütter und Väter die ihr seid auf Erden,
lasst uns ein Teil der Welt nun werden.
Schenkt uns die Hülle für unser Sein,
lasst uns in eurer Mitte sein.

Ewiges Wissen ist ewiges Gut,
Irdische Taten bringt Fakten und Glut.
Klarheit im Handeln und reine Gedanken
können auf Erden nur wachsen und ranken.

Die irdische Form und die Weisheit vom Himmel
bringt Klarheit und Frieden im ird'schen Getümmel.
Denn alles ist Eins, das wollen wir teilen
Die Erde, den Himmel gemeinsam zu Heilen.
Matthias Back
veröffentlicht am 7. Januar 2017
71

Lyrik des Tages

Letzte Bitte
Über den Gräbern hängt ein tiefes Schweigen,
die Luft ist schwer, erfüllt von einem welken Blumenduft.
Viel Brünnlein liebte ich, darüber Mücken tanzten einen Reigen,
und manche Freunde, die ich kannte, liegen längst in Grab und Gruft.

Ich stand mit Müttern, Tanten, anderen Verwandten und Bekannten
vor vielen Ruhestätten oft - auf Friedhöfen, nicht weit entfernt vom Meer,
gedachte Unbekannten, weinte mit und schleppte grüne Kannen hin und her,
schöpfte aus Wassern, über dessen Sommerhaut die Spinnen rannten.

Doch du, mein liebes Lieb', sollst keine schweren Kannen tragen,
du schleppst allein an deinem kleinen Leben hier so schwer.
Nimm meine Urne und setz dich in einen dieser schönen Speisewagen;
verstreu die Asche dann, wenn du gestärkt bist, übern stillen Elbverkehr.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 3. März 2017
27

Lyrik des Tages

Sehnsucht
Sehnsucht ist ein leises Wort
es dringt nicht zu dir hin
Sehnsucht
du gingst von mir fort
aus den Augen aus dem Sinn.
Elfi
veröffentlicht am 16. Mai 2015
50

Lyrik des Tages

Glück
Es war einmal ein Riesenrad,
das drehte sich im Kreise,
die Rosi ihren Franzl bat,
komm mit mir auf die Reise.
Keule1111
veröffentlicht am 7. Oktober 2015
42

Lyrik des Tages

Der Bettler
Es beginnt die Weihnachtszeit
der globalen Christenheit.
In der Stadtmitte steht ein geschmückter Baum
hell leuchtend und schön anzuschau'n.
Ein Weihnachtsmarkt ist auch daneben
und bereichert das Städter Leben.

Engelchen, Kerzen, Tannenbäume,
vieles schmückt nun manche Räume.
Draussen in der Winterkälte ganz klamm,
steht aber auch ein armer Mann.
Sieht auf Markt und Weihnachtsbaum
und vergisst dabei kurz Zeit und Raum.

Vergessen von seiner Welt
mit barmherziger Hilfe, die ihn am Leben erhält,
glaubt vielleicht gerade er an Gott.
Der Arme braucht keinen Weihnachts-Schrott.
Statt dessen wäre ein Lächeln auch ganz schön,
von den Menschen, die an Ihm vorüber geh'n.
Andrea Wunderlich, Selb
veröffentlicht am 7. Dezember 2017
60

Lyrik des Tages

Ohne Aufgabe
Alle Pflichten sind getan
kein Anspruch mehr an mich.
Aus allen Rollen gefallen
kreise ich um mein selbst:
da ist kein Gedanke
sind leere Räume
nur
ein Tier,
das auf Hunger wartet.
wanderer
veröffentlicht am 6. November 2014
42

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15.Surreal6
16.Lennart J. Schrader5
17.Rosenblüte5
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