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Wir Wortkunst und Kreativität

Lyrik des Tages

Die tägliche Dosis Lyrik! Bereits Apollon schätzte die schönen Künste, neben der Musik insbesondere auch die Dichtkunst. Jeden Tag werden hier aus unserer lyrischen Sammlung fünfzig lyrische Texte dargestellt, die von allen Seitenbesuchern bewertet werden können. Sei auch du ein Lyriker und schenke anderen Besuchern deine Verse, Songtexte und Poesie.

Modus operandi

Wie funktioniert's?

Dies ist der Ort, wo deine Lyriken, Texte und Poesien tagtäglich bewertet werden können. Jeden Tag werden 50 Werke herausgepickt, die ausschließlich hier bewertet („geliked”) werden können. Um mitzumachen, nutze das Eingabeformular unter Lyrik eintragen. Neben der täglichen Dosis Poesie auf dieser Seite gibt es natürlich auch den Ort, wo alle Werke alphabetisch sortiert betrachtet werden können, das ist die Gesammelte Lyrik, wo du alle bisher veröffentlichten Lyrik-Einsendungen einsehen kannst.

Lyrik des Tages

Mein Schief
Ach ich dumm,
Denn ich ließ mein Schief sinken,
Mit dem Röhm,
Denn als auf mich geschossen wurde,
Flieh ich sehr feige,
Denn als es mir bewusst wurde,
War es schon zu spät.

Denn ich würde alles geben,
Um noch mal mit dir zu segeln,
Wie die schönen alten Zeiten,
Oh mein lieber Schief.
Rick
veröffentlicht am 8. März 2022
45

Lyrik des Tages

Crying to the Moon
So unsicher, dass nur Psycho-Tests im Internet mir sagen können, was zu denken, was zu fühlen, was zu tun.
Ich würde so gern zu jemandem sagen: Fly Me To The Moon, meine Seele vereinen und zusammen ausruhen.
Doch blieb mir dies schon schon immer vergönnt, zeigte ich mein wahres Ich, ich weiß nicht, ob ihr dann renntet.
Ich bin so verloren, ein einsamer Wolf, der den Mond anheult. Ich bin verloren.
Anonym
veröffentlicht am 18. Oktober 2012
43

Lyrik des Tages

Der Spaziergang
Tote Körper liegen still, in den schwarzen Erden in ihren Särgen. Ich reime munter so beim Spazieren, macht mir Freude, zwischen den Gräbern zu flanieren. Schon lange ist der Toten Wadenfleisch madenreif, aber...HOPPLA...wo ist der graue Himmel hin? Bin gefallen in ein Grab ganz offen, komme nicht mehr raus, dass mich jemand findet, kann ich ja nur hoffen. Der Toten Ruhe stört man nicht.
Anonym
veröffentlicht am 11. Juni 2012
44

Lyrik des Tages

Sonnenschein
Es strahlt der Himmel goldig fein,
das ist bestimmt mein Sonnenschein.
Er blendet Augen klitzeklein,
und hebt die Stimmung ungemein.
Deine Sonne
veröffentlicht am 5. Februar 2012
52

Lyrik des Tages

Kein witziger Witz
Die deutsche Dirne
im zünftig Kleid.
geflochtene Frisur über hoher Stirne,
was für eine hübsche Maid.

Die Deutsche Dogge
ist gar groß.
Frisst gern mal ne Socke,
ist auch gut als Jagdhund zu Ross.
Anonym
veröffentlicht am 5. Mai 2012
43

Lyrik des Tages

Züge …
Mein Schatten tastete sich an Worten entlang.
Geld und gute Positionen brachten mich
keinen Schritt weiter. Das Lachen blieb
mir im Halse stecken. Giftpfeile suchten
mein Herz, Einfalt verschwor sich gegen mich.
Ich wurde – endlich – erwachsen: durch euch!

Wer spät reift, bleibt länger Kind.
Nicht alle Kinder sind glücklich …

Sie haben recht, Primo Levi: Ein Mensch ist
etwas sehr Trauriges, trauriger noch als ein Zug, der nur einen Weg kennt.

Ich lebe in diesem traurigen Zug, der Leben
heißt, Mr. Levi – von einem banalen Gedanken
zum anderen – und warte ... auf dessen Ankunft, dort, wo die Schienen enden: wie ein fieberkrankes
Kind, das nicht mehr genesen wird.

Würde ich anderenfalls nicht immer
weiterfahren wollen? – Bis ans Ende
der Welt? Weil ich doch weiß,
dass der Zug nicht dort halten wird,
wo ich aussteigen möchte?
Annelie Kelch
veröffentlicht am 23. April 2018
4

Lyrik des Tages

Ich
Ich:
Schön
Freundlich
Sexy
Selbstbewusst
Natürlich
Beliebt
und trotzdem allein
little star
veröffentlicht am 10. April 2022
41

Lyrik des Tages

Messerrot
Was kann ich für sie tun sprach er
und ihre Augen standen leer
und seine brannten viel zu sehr
Das kleine Zünglein wohl bedacht das pochte an der Lippe
mit einem leisen Ton drückt er das Messer durch die Rippe
Dann süß sprach sie: Was machen Sie und fiel von des Lebens Wippe
Das Letzte, was sie sah war ihn, sie hatte ihre Augen verliehen
Der Geist der sprang nicht ab vom Messer, war eingeschlossen
Anonym
veröffentlicht am 16. März 2013
35

Lyrik des Tages

Liebe
Siehst du das Dunkel, in der schweren Zeit?
Siehst du das Licht, am Ende des Tunnels, weit.
Ich steh in der Sonne kann dich nicht sehn
wie viel schwere Stunden müssen noch vergehn
Ich seh ein schwarzes Loch es zieht mich magisch an.
Höre dein Lied und steh in deinem Bann.
Plötzlich leutest du.
Wie die Sonnenstrahlen, kommst auf mich zu
Ich kann es kaum abwarten
Carolin
veröffentlicht am 16. März 2013
63

Lyrik des Tages

Wie die Pest
Ich kann den Blick nicht lösen.
Ich will nicht mehr den Rundschild,
Will die Gedanken klar sortiert
Und Freiheit von dem bösen
Denken, dass mich hassen lässt
Und sich verbreitet, wie die Pest.
Anonym
veröffentlicht am 28. Oktober 2011
48

Lyrik des Tages

Der Trugschluss - 1. Akt
Er ist so groß,
ja glatt famos,
passt nichtmal in meine Hos',
und sicher nicht auf deinen Schoß.

Er ist so schrumpelig,
nimm dich in 8,
manchmal ganz rumpelig,
er hat schon so manch eine Maus platt gemacht.

Ja mit dem großen Rüssel,
da fahr ich bis nach Düssel-,
dorf.
Er ist manchmal grau so wie Torf,

apropos grau.
Manchmal reitet auf ihm eine Frau. (Oh yeah.)
Doch meist nur zur Schau. (Oh no.)
Doch eins weiß ich ganz genau:

Aus ihm spritzt eine Menge raus.
Doch machen wir kein langes Ding draus.
ES IST DER ELEPFAND!
Und nicht die Laus. Oder Maus.

Denn er ist sehr bekannt. (Bitte beachtet hierbei die Komplexität des Reimes. Danke.)


.... habt ihr etwas anderes gedacht?
Schachmacht.
Johann Wolfgang die Flöte
veröffentlicht am 11. August 2019
33

Lyrik des Tages

Schreiben
Warum suchen nach den Worten,
die zu rechten Zeit erscheinen.
Es heißt finden und nicht horten,
also lass das Suchen sein.

Schreiben kannst du, wenn du musst,
wenn alle Sinne vom Geistesblitz getroffen,
die Ideen nur so sprudeln und da ist kein Frust.
Dann kannst du auf Geniales hoffen.
Anonym
veröffentlicht am 5. Mai 2012
52

Lyrik des Tages

Angst
Ein flirrendes, klammes Gefühl in der Magengegend,
Lippen aufeinandergepresst, bebend.

Gelähmt, vehement,
denkend, dass ich mich nicht kenn.

Von den eigenen Gefühlen erschlagen,
und Zweifel, die bis in den Himmel ragen.
Pia
veröffentlicht am 29. Januar 2013
64

Lyrik des Tages

Des Lebens Werk
Sei nicht du selbst in dieser Welt,
trenne des hellen Lichtes Quelle,
zahle nicht des Lebens Geld,
tose und brause, Welle um Welle
Sese
veröffentlicht am 22. Mai 2015
52

Lyrik des Tages

Meine Wolke
Meine Wolke gehört
mir allein.
Doch manchmal kommt,
doch mal,
jemand zu mir herein.

Sie ist so weich
und nett.
Und plötzlich ist es
einfach passiert,
ohne dass ich es verstand.

Meine Wolke gehört
dir allein.
Doch manchmal komm,
doch mal,
ich zu dir herein.

Denn meine Wolke
gehört uns.
Und du, und nur du,
auf einmal so
bist die Wolke.
Emily Ch
veröffentlicht am 24. April 2017
69

Lyrik des Tages

Hirse
Der industrielle Rat:
den Einstieg schaffst Du nur mit Glutamat.
Reis ohne Sauce macht Dich krank.
Haste keine Hirse, bleibste schlank.

Pute, Rind und Schwein
ess Du nur allein.
Lieber Soja aus dem Wald.
Oh, Weltenlunge bist verqualmt und alt.

Gen ist auch in aller Munde.
Fehlts in Deiner Tafelrunde?
Schimmel, Strahlung, Parasiten
mehr kann man Dir nicht bieten.

Der Hunger macht Dich zum Jünger
taugst später nicht mal mehr als Dünger.
Probsmurf
veröffentlicht am 3. Mai 2013
48

Lyrik des Tages

Sein
Schön sein
Hässlich sein
Sollen oder sein lassen
Die neue Generation
Die alte Genereation
Wer weiß es besser?
Junge denken, sie kennen
Den Flow der Zeit
Alte denken, sie wissen
Wie es am Besten ist
Für alle
Wer weiß es nun?

Niemand weiß es
Keiner kennt die
Einzige Wahrheit
Einzige richtige Lösung

Die Wahrheit zeigt sich nicht
Sie tarnt sich
Hinter falschen Ideen,
Idealen, Vorurteilen und
Einem Netz von Wirrungen beherrschten
Netz aus Lügen und Irrtümern

Das Netz zieht dich hinunter
Wickelt dich ein
Hält dich gefangen und

Lässt dich nicht los
stormsun
veröffentlicht am 2. April 2017
46

Lyrik des Tages

Lebenslustig
Menschen sollten im Leben
immer lebenslustig sein,
auch wenn es Zeiten
voller Traurigkeit gibt.

Mit ein wenig Fröhlichkeit
und großen Optimismus
kommt man aus dem Tief
recht schneller heraus.
Paul Reeps
veröffentlicht am 15. Dezember 2023
104

Lyrik des Tages

Waffenstillstand
So müde, daß ich den Stift kaum noch halten kann
geschweige denn die Augen offen
oder gar die Stellung
gebe ich auf
und lege ihn nieder
den Stift
für einen kleinen Frieden
eine Müdigkeit lang
Achim Eisenlohr
veröffentlicht am 31. Dezember 2015
53

Lyrik des Tages

Songtext
Hat der alte freshe Meister
Sich doch einmal wegbegeben
Und nun sollen goldene Geister
Auch nach seinem Willen leben

Walla walla
Manche Strecke
Dass zum Zwecke
Gelder fließe
Und mit reichen, vollem Schwalle
Zu den Füßen sich ergieße
Leomcfly
veröffentlicht am 10. Februar 2017
42

Lyrik des Tages

Magic moment
kehr zurück, schöner Augen-Blick
kehr zurück wie
Kummer & Glück
Ebbe & Flut
Antonius zu Cleopatra
Odysseus in die Heimat
Damon zum Tyrannen
lass dich bannen
Bumerang
kehrt wieder
ihr uralten Lieder
ever-greens
get back
Oldies!
O kehr nur noch einmal zurück,
du selig-süßer,
kostbarer
Augen-Blick.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 13. November 2016
8

Lyrik des Tages

Sinnfindung
Ich bin Klemens, war Sozialpädagoge, und erzähle euch heute eine Geschichte,
wir mir jemand ein E-Mail schickte.
Er kommt aus Adenau ,
und heißt Paul Meyer.
Ich erwartete wieder die übliche Leier,
von wegen:“Ich hab 4 Kinder und ne Frau,
Meine wahre Liebe aber, lebt in Berlin, in Grünau.“
Doch es kam anders als ich es mir vorgestellt habe,
er schrieb mir eine Denkaufgabe,
Was wohl wäre meine Gabe.
Und ich, ich wusste es nicht.
Dieser Job, der war für mich eher `ne Pflicht.
Und diese E-Mail, die gab mir zu denken,
ich wusste nicht mehr wem was schenken,
ich wusste nicht mehr wo ich soll mein Auto hinlenken.
Ich wusste nicht mehr wohin ich gehörte,
bis ich auf einmal diese Stimme hörte.
Ich verabschiedete mich aus meinen Kreisen,
und begab mich auf lange Reisen.
Ich ging nach Japan und suchte nach Frieden,
doch glaube ich, ich habe den Frieden verpasst.
Ich landete in Tokio, der Hauptstadt,
sie sprühte vor Fortschritt und Technologie,
doch war ich auf der Suche nach der alten Zen-Phylosopie.
Rasti
veröffentlicht am 2. April 2018
43

Lyrik des Tages

Why-nach-ten - aus anderer Sicht
Why-nach-ten
tell me why
tell me when
walking here
nothing clear
empty streets
dirty sheets
nowone there
takes me home
snow falls down
I 'm alone
ring no bell
why-nach-ten
go to hell.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 28. November 2016
12

Lyrik des Tages

Sommerlied
Der Frühling ging von dannen ohne jegliches Bedauern:
ein Vagabund, geflüchtet aus dem Schoß uralter Mauern
in jenem Ort, dort, wo erblüht waren das Rund der Ecken,
das zärtliche Gurren der Tauben in ihren Verstecken,
die kahlen Bäume in sommerseliger Blätterpracht,
bei Kaffee und Kuchen die Alten in ihren Gartenlauben.

Ein Nachtigallenchor ertönte leise und zu jedermanns Entzücken.
Mein lieber Fluss verließ die schützende Mutterquelle …
Um fünf Uhr früh war schon der neue Tag zur Stelle.
Die Wolken wanderten am Himmel wie mein lieber Fluss,
die warme Sommersonne gab mir einen Guten-Morgen-Kuss.

Ich blicke hoffnungsfroh hinauf zur Sternengracht:
Unsterblich im Gedächtnis blieb mir jene Sommernacht,
darin wir wachten, du und ich, und träumten, Arm in Arm,
nachdem der Mond uns unsre Angst vorm Leben und vorm Sterben nahm.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 11. Juli 2017
57

Lyrik des Tages

Museum
Die Besucher im Museum dachten
Der Dachs, der da stände, wäre aus Wachs
Und dass man ihn beklebt hätte mit Fell

Doch beim Streicheln bemerkten sie ihren Irrtum schnell
Sander
veröffentlicht am 11. Juni 2012
42

Lyrik des Tages

Farbenpracht
Schöne Landschaftsbilder
sind zu nun sehen,
diese Färbung der Natur
sollte nie vergehen.

Die Blätter im Laubwald
leuchten wunderbar,
bei dieser Färbung
erscheint vieles sehr bizarr.
Paul Reeps
veröffentlicht am 17. Februar 2023
107

Lyrik des Tages

Das Gespenst...
Gar romantisch ist's bei Kerzenschein.
Keine Lampe blendet durch ihren grellen Schein.
Auch der Fernseher bleibt jetzt aus.
Man sieht statt dessen zum Fenster raus.

Gewiss, es ist dunkel in der Nacht.
Auch, weil die Stadt Straßenlaternen aus macht.
Aber wer spart hat nicht viel Geld,
das weiß die ganze Welt.

Im Zimmer hat es heut 18 Grad.
weil der Herbst mit großen Schritten naht.
Aber der Gasofen bleibt immer noch aus,
denn die Heizkosten sind der reine Graus.

Und ach, hätte man nur ein Pferd
und nicht ein altes Auto von geringem Wert.
Dann könnte man reiten wohin man will,
und das umsonst und ohne Drill.

Klamme Finger, Brei zum Essen,
Heizung und Licht kann man jetzt vergessen.
Schlechte Laune und ein grausiges Gespenst,
das sich "Energiepreise" nennt.
Andrea Wunderlich, Selb
veröffentlicht am 18. September 2022
55

Lyrik des Tages

Tiefe Verbindung
(Freundschaft)

Es ist kaum zu glauben, es raubt mir den Verstand
Nicht zu wissen, dennoch so herrlich bin ich verbrandt
Das Ungleiche, also einseitig möchte ich nicht
Darum lass ich die Worte weg, ich sehe ein grünes Licht
( das Lächeln :) )

Das zwischen uns, das habe ich dir schon genannt.
Dennoch fühl sich das so an, als ob es auseinander und zugleich weggerannt.
Egal. Nah oder fern, der Kontakt ist da und bleibt, wir haben uns irgendwie doch gern. :)
Yuks
veröffentlicht am 24. Januar 2023
19

Lyrik des Tages

Ewig deins
Geh mit mir in einen Park voller Blumen,
der mich dazu verleitet an jeder einzelnen Blume zu riechen.

Lauf mit mir unendliche Kilometer,
die mich dazu verleiten stark zu bleiben.

Schenk mir unzählige Küsse,
die mich dazu verleiten nachzugeben.

Bleibe mein Freund auf ewig,
dass du mich verleitest, nur dir zu gehören.
Lena
veröffentlicht am 1. Januar 2012
62

Lyrik des Tages

Bunt
Die Kanzlerette ruft munter:
Mein Land werde bunter und bunter,
und wird’s mir zu bunt
nehm mein Konto ich und
tauch in der Südsee unter.
Wanderer
veröffentlicht am 17. Februar 2020
141

Lyrik des Tages

Unterm Zigeunermond
Willkommen, Nacht!
Willkommen, Mutter der Moirai ...
du stiller dunkler See,
wo Wahrheit Licht sät von
den Sternen und Träume
fragmentarisch enden.

Willkommen, Nacht!
Geburt der schwarzen Schatten …
Du schweigst – dein dunkles Haar,
das sommers wild auf Bäumen
wächst, zerzaust der Wind im Wahn
der Einsamkeit.

Willkommen, Rappe ...
mit den stillen Hufen.
Aus deinem Herzen sickert
schwarzes Blut in meine Fenster.
Ich fürcht' mich längst nicht mehr
vor dir und sehe doch – Gespenster ...

Willkommen, kleiner Tod,
der meinen Tag besiegt.
Biphasisch sterben wir
umschlungen auf dem Laken:
Gewächs mit Widerhaken ...
O Powernap unterm Zigeunermond.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 24. April 2018
4

Lyrik des Tages

Ein Affe und ein Zwerg
Ich dachte mhhhh welcher Titel für mein Werk,
Da kam mir in den Sinn Ein Affe und ein Zwerg!
Max hat einen Berg.
Eine Angriffstacktick mit vielen schwachen Minions nennt man Zerg.
Wassermelone!
MaxDieKlabusterBeere
veröffentlicht am 18. Mai 2016
48

Lyrik des Tages

Aug' in Aug'
Immer durchschaue ich mein Lächeln.
Die Trauer schiebt es vor: Sie ist scheu
und will unerkannt bleiben, lässt sich
selten in die Karten blicken.

Ich komme einigermaßen mit ihr zurecht.
Eigentlich ist sie meine engste Vertraute,
eine Narbe, die nicht heilen will,
ein Stein, der mir nimmer vom Herzen fällt.

Groß und dunkel kommt sie daher …
Sie liebt Nächte ohne Mond und lässt sich selten tagsüber blicken. Manchmal begegnen
wir uns – im Spiegel schaut sie mir
ins dunkle Aug' – wie ein bitterer Tropfen Honig.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 17. Dezember 2017
2

Lyrik des Tages

Gewissen
Ich kann nicht mehr so weitermachen.
Menschen werden verletzt,
durch Dinge, die ich sage und mache.
Fragen werden gestellt,
warum ich das sage und mache.

Ich weiß die Antwort nicht.
Ich kenne nur das Glänzen in meinem Gesicht.
Der erste Tropfen fällt hinab ins Ungewisse.
Ihr könnt sagen, was ihr wollt.
Ich hab Gewissensbisse.
Elli
veröffentlicht am 11. Juni 2013
59

Lyrik des Tages

Wolkengarten
Komm um Mitternacht
in meinen Wolkengarten.
Es ist Winter
und die Sterne lachen.

Schwimm eine Nacht
in meinem Wolkengarten,
wo Goldhimmel wachsen
und Sehnsüchte blüh’n.

Bleib’ bis Nachmittag
in meinem Wolkengarten,
und Deine Regenballaden
werden bis zum Sommer ruh’n.
Inanna Grenzmüller
veröffentlicht am 21. April 2017
58

Lyrik des Tages

Frohes Neues
Neues Jahr, neues Glück,
ich will das schönste Stück.

Altes fort, alles weg,
bis auf einen Fleck.

Mir egal, marginal,
und so surreal.
Anonym
veröffentlicht am 1. Januar 2012
50

Lyrik des Tages

Mein Ich
Suche mich nicht - ich lass mich nicht finden
rufe mich nicht, ich hör niemals dir zu
begehre mich nicht, ich will mich nicht binden
fange mich nicht, Fesseln geben mir keine ruh

Im goldenen Käfig kann ich nicht leben
silberne Löffel sind ein trügender Schein
meine Freiheit zu haben, das ist mein Bestreben
ich bin immer ich und gehör mir allein.
Oliver Delastere
veröffentlicht am 16. Juli 2016
51

Lyrik des Tages

Nur sprechen wollen
Die Gedanken so klar, die Worte nicht da.
Hier stehe ich und kann nicht anders-
als zu stehen und anders zu sein als ich will.
Wenn ich den Mund aufmache muss ich Worte pressen, wie Hennen die ein Ei legen, spreche ich Worte wie aus Comicblasen. Nur manchmal bleiben die Blasen auch leer. Und dann, dann plötzlich bellt er.
Aggressiv und voller Hass muss ich plötzlich Worte spucken, sonst würd ich sie schlucken, bis sie meinen Bauch verkleben und mich verschlechtern bis zum Erbrechen.
Lydia Y.
veröffentlicht am 15. November 2016
54

Lyrik des Tages

Wahnsinn
Irre -
dein Gedicht,
mein Freund:
weckt Zorn,
Wahn,
das Gift
dunkler Melancholie.
O wart,
gleich kreiselt
mein Herz
zu Boden.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 12. Februar 2017
34

Lyrik des Tages

Erinnerung an June
An einem Tag in dunkler Nacht,
ich war am Sofa grad erwacht,
hörte ich ein klägliches Miauen.
Es ließ mich aus dem Fenster schauen.

Da unten auf dem kalten Stein,
war ein kleines Kätzchen, ganz allein.
Es lief aufgeregt hin und her,
daneben der Autoverkehr.

Abgemagert sah es aus,
wollte wohl wieder zurück nach Haus.
Verzweifelt lief es zu fremden Menschen hin,
doch denen kam das Helfen nicht in den Sinn.

Meine Tochter aber, holte die Kleine,
die gleich zu mir hin lief, als wäre sie die Meine.
Auch unser Kater Moritz schien ihr bekannt,
als wäre sie mit ihm verwandt.

Und nach dem ausgiebigen Essen,
ist sie schon gleich auf dem Sofa gesessen.
Es war, als wollte sie sagen:
"Ein Engel hat mich zu Euch getragen."

Ach Du süsses Kleines,
nun warst Du neun glückliche Jahre Meines.
Eine schwere Krankheit hat Dich mir genommen,
die Zeit mit Dir ist zu schnell verronnen.
Andrea Wunderlich, Selb
veröffentlicht am 18. September 2022
48

Lyrik des Tages

Und doch...
Und doch...

Geschichten schreiben Ewigkeiten
und sollen uns noch ewig leiten,
in ferne Welten, ferne Zeiten,
in die unendlich großen Weiten.

Und doch…

Das Leben bleibt in Einbahnstraßen.
Erst leben wir das Sein, dann rasen
wir durch das Leben, ohne irgendwann zu sein.
„Wir geben unser bestes“ dann und wann zum Schein.

Und doch…

erlauben wir uns, jeden Tag zu träumen
von weiten Wiesen, Feldern, großen Bäumen,
die morgen gänzlich schon verschwinden werden.
Wir bauen uns die Höllen auf und in den Erden.

Und doch…

verbleiben wir blind und taub immerfort im Leben
und sprechen nun auch unser letztes Wort im Streben.
Der jüngste Morgen zeigt sich noch in seinen Farben.
Wir sterben bald darauf an unsren kleinsten Narben.
herr-snyder
veröffentlicht am 28. Juli 2018
36

Lyrik des Tages

Neuer Lebensschwung
Eine Einsamkeit,
die kann sehr leicht entstehen,
denn mit dem Alter
werden Kontakte vergehen.

Verlief früher das alles
immer agil und munter,
ist später nur noch
das Fernsehen bunter.

Man wird seine Aktivität
meistens schnell vergessen,
der Bauchumfang wird
beim Arzt immer gemessen.

Der träge Patient wird
dort meistens gut beraten,
doch mit der Umsetzung
sollte er niemals warten.

Hier hilft ganz bestimmt
die eigene Bewegung,
sonst gibt es beim Bauchumfang
niemals eine kleine Regung.

Das Sitzen sollte man
dann schnell vergessen
und sich im aktiven Sport
mit anderen ständig messen.

Also tu deinen Körper
ruhig einmal bewegen,
das hilft der Seele
und bringt Schwung ins Leben.
Werner Speer - Geh.
veröffentlicht am 8. Juni 2024
69

Lyrik des Tages

Ich friere
Ich friere,
wenn Du weg bist.
Das Bett ist so leer.
Du bist nicht da.
Sehne mich nach Dir
soOoo sehr
Zwanzig Decken über mir
Mach die Heizung an
Ich friere,
Wenn du nicht da bist.
bei mir.
Es ist anders
so ohne Dich
dann hier.
Es ist kalt
Mir ist kalt
Deine Wärme fehlt
Deine Wärme fehlt mir
Deine Wärme fehlt mir hier.
Bibber Bibber
Ich friere hier
Der Denker
veröffentlicht am 6. Februar 2012
49

Lyrik des Tages

Boss der Bosse
Ich bin der Boss der Bosse, reden Leute über Rap,
dann geht es oft dabei auch über Crack,
denn ich verchecke es,
und zieh' die Tec,
das Kaliber neuf-millimètre,
du Spasti rennst, es hat kein Zweck,
geb' dir sechs Schüsse in dein'n Head,
dieser Moment wenn du verreckst,
er ist sehr schnell wie dieser Flash.
Jeder eurer Tracks ist schlecht,
ich geb kein'n Crap auf euren Rap,
ihr denkt, ihr smackt mich, seid ihr whack?
Ich zeig' euch jetzt mal MadGaz Rap:
Deine Musik ist der billigste Schrott,
neben Hartz-IV hast du dieselbe Geldquelle wie MOK,
deshalb nehm' ich zum Ballern die Kalaschnikow,
baller' die Bullets in dein'n hirnlosen Kopf,
dann geh' ich und fick' dich wie dieser Chpakov.
Ich bin auch King of Kings und hate alle Cops,
denn diese Bastardsöhne wollen meinen Stoff,
und kommen an im Schrott-
Wagen mit einem Dog,
ich Ende das Szenario mit Kalaschni und Glock,
denn ich bin hier der Boss und baller' das Geschoss auf diese Bastard-Cops.
Willst du Krüppel Beef starten,
zerhack' ich deine Gliedmaßen,
lass' s
DenimBang
veröffentlicht am 2. August 2018
36

Lyrik des Tages

Der Brief
Die Feder fliegt über vergilbtes Pergament,
im Dunkeln eine Kerze brennt.
Prasslender Regen vor dem Fenster,
eine einsame Nacht gemacht für Gespenster.
Doch einer ist noch wach, sitzt in seinem Gemach.
Schreibt Zeile für für Zeile, einen Brief in wilder Eile.
Mit einem Ruck das Fenster weht auf, nasses Gestürme reißt das Blatt mit heraus. Der Manne springt hinterher, was wohl stand auf dem Papier?
Anonym
veröffentlicht am 18. Mai 2012
51

Lyrik des Tages

Berufsrisiko
Im alten Land Germanien,
War ein Daunenbett der Hauptgewinn.
Wo einstmals unsre Ahnen sangen
Und die Brüste freier hangen,
Da steckte manchem Spötter quer
Durchs Trommelfell ein Eichenspeer.
Dichtschicht
veröffentlicht am 17. Januar 2014
53

Lyrik des Tages

Der Tag
An einem jenen neuen Tage,
ich einen Blick aufs Umfeld wage,
da sehe ich Dinge, die ich sah
vor ca. einem ganzen Jahr.

So geht es schon den ganzen Tag,
ich mehr und mehr vermag,
so sah ich neulich einen Fisch,
der modrig wartet auf 'nem Tisch.

Ich tue nun gucken ganz bestimmt,
und neugierig so wie ein Kind,
ich interessiere mich an den
Dingen die wir sehn!

So muss die Lehre heute sein:
Gucke auf den Tage ein!
Schaue ganz genau auf ihn
ansonsten bist du hin.
Anonym
veröffentlicht am 11. Januar 2015
48

Lyrik des Tages

Mein Weg
Auf langen Reisen
ich bahne mir,
den Weg zwischen befahrnen Gleisen.
Mitten im Trubel allein mit mir.

Die Züge fahrn schneller,
strahlen ab viel buntes Licht.
Macht meine Welt nur zeitweilig heller,
ein ewiger Kampf um mein Herze ficht.
Paddy
veröffentlicht am 5. Mai 2012
56

Lyrik des Tages

Hexenhaus
Eine Hütte im Wald: verlassen,
einsam und öd' -
zwanzig Sommer fuhr sie dran vorüber;
aber eines Tages, man mag es kaum fassen,
schob sie ihr Fahrrad an einen Baum
und drückte die Klinke nieder.

Ein Falter flog gegen das blinde Fenster,
wollt' gern in den sonnigen Wald hinaus,
sie glaubte, sie sehe Gespenster:
eine Hexe hockte am Herd und daneben -
der borstige Waldschrat Stanislaus.

Eine Hütte im Wald: verlassen,
einsam und öd' -
Ja, wer ist denn so blöd
und kehrt dort ein - ganz allein?
Sie – man mag es kaum glauben.
Jetzt schmort sie im Kessel mit Tauben,
einer Katze und anderem Gebein.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 5. Juli 2017
12

Lyrik des Tages

Mosaiksteinchen
Ich bin eines davon
ein Mosaiksteinchen
mir meiner Wichtigkeit bewusst
immer auf der Suche
nach ergänzenden Teilchen
stolz wenn ich eins gefunden habe
um es weitersagen zu dürfen
dass wir einander brauchen
passend ergänzend zueinander gefügt
sind wir unschlagbare Weltverbesserer
Celine Rosenkind
veröffentlicht am 9. April 2012
70

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