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Wir Wortkunst und Kreativität

Lyrik des Tages

Die tägliche Dosis Lyrik! Bereits Apollon schätzte die schönen Künste, neben der Musik insbesondere auch die Dichtkunst. Jeden Tag werden hier aus unserer lyrischen Sammlung fünfzig lyrische Texte dargestellt, die von allen Seitenbesuchern bewertet werden können. Sei auch du ein Lyriker und schenke anderen Besuchern deine Verse, Songtexte und Poesie.

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Dies ist der Ort, wo deine Lyriken, Texte und Poesien tagtäglich bewertet werden können. Jeden Tag werden 50 Werke herausgepickt, die ausschließlich hier bewertet („geliked”) werden können. Um mitzumachen, nutze das Eingabeformular unter Lyrik eintragen. Neben der täglichen Dosis Poesie auf dieser Seite gibt es natürlich auch den Ort, wo alle Werke alphabetisch sortiert betrachtet werden können, das ist die Gesammelte Lyrik, wo du alle bisher veröffentlichten Lyrik-Einsendungen einsehen kannst.

Lyrik des Tages

Apfelblüte - Solo-RENGAY
Apfelblüte …?
Der Kassier schnuppert
am unechten Schein

Eine Taube pickt Tropfen
vom Rost der Weinpresse
im Hinterhof

Seit Tagen spüre ich einen Engel
in meiner Näh' ...

Ich sprach einen Wunsch aus
Gott hat Ohren -
ein Götzenbild nicht

An der bronzenen Fünte¹
schreit der Säugling
Die Taufkerze flackert

Selig, wer sich vor der Welt ohne Hass verschließt²


(¹von lat. fons „Quelle, Brunnen, Taufbecken“)
(²Zeile aus einem Gedicht von Goethe ...)
Annelie Kelch
veröffentlicht am 30. Juli 2017
7

Lyrik des Tages

Oh, war das eine schöne Zeit
Oh, war das eine schöne Zeit

Oh, war das eine schöne Zeit,
wenn man jung ist, mit viel Heiterkeit.

Man erlaubte sich fast alles, ohne zu Fragen,
in den besten, wilden jungen Jahren.

Läßt sich von fremden Abenteuern tragen,
in der Ferne die Gerüche, Gewürze ganz fein gemahlen.

Ist das alte Hemde dann abgetragen,
geht es von der Ferne zurück in die Heimat.

Dann stellen sich einem ganz andere Fragen!

© Jadeit, 12.07.2021
Jadeit
veröffentlicht am 19. Januar 2023
4

Lyrik des Tages

Busfahrt
Das Leben ist wie eine Busfahrt,
jedes von denen hat seinen Start.
So beginnt das Menschenleben,
anfangs will sich keiner in die Scheiße begeben.
Die Busfahrt ähnelt es anfangs, so ist es halt,
denn es wird gefährlich wenn man sich nicht anschnallt.
So sind es deine Eltern, die anfangs in den Bus steigen
und dich lange auf dem Weg begleiten.
Während sie dir den richtigen Weg zeigen,
gibts andere die dich vom Weg mal ableiten.
Später entstehen Probleme die dich behindern,
die Schuld liegt bei den Erfindern,
die die Probleme entstehen ließen
und somit versuchen einem die Fahrt zu vermiesen.
Doch bringt das Problem den Bus langsam zum Stoppen,
glaub mir das kann man eigentlich noch toppen.
Es gibt auch Momente, die die Fahrt beginnen zu beenden,
also tu deine wertvolle Zeit sicher nicht verschwenden!
Die Fahrt nimmt teilweise auch mal eine Ende,
wegen dieser einen bestimmten Wende.
Nehme jedes Problem ernst und bleibe auf dem Weg,
dieser verläuft und wird auch öfters mal schräg.

Instagram:duka0s
Dukaos
veröffentlicht am 12. Mai 2018
31

Lyrik des Tages

Tiefe Verbindung
(Freundschaft)

Es ist kaum zu glauben, es raubt mir den Verstand
Nicht zu wissen, dennoch so herrlich bin ich verbrandt
Das Ungleiche, also einseitig möchte ich nicht
Darum lass ich die Worte weg, ich sehe ein grünes Licht
( das Lächeln :) )

Das zwischen uns, das habe ich dir schon genannt.
Dennoch fühl sich das so an, als ob es auseinander und zugleich weggerannt.
Egal. Nah oder fern, der Kontakt ist da und bleibt, wir haben uns irgendwie doch gern. :)
Yuks
veröffentlicht am 24. Januar 2023
18

Lyrik des Tages

Ich kann reimen es klebt mir im Gaum
Unter dem Baum,
lag ein Häufchen Schaum.
War es nur ein Traum?
Ich riss mich am Saum.
Hatte mich nicht im Zaum.
Und doch wagte ich kaum
zu verlassen den Raum.
Ich heiße nicht Christoph Daum -

und ihr seid alle Kacka!
Yoda
veröffentlicht am 15. April 2016
18

Lyrik des Tages

Vertrau ihnen
Bist du hilflos und allein,
traurig und am Ende,
ist deine Seele nicht mehr rein,
dann bitte sie um eine Wende.

Sie sind immer da und treu,
lassen dich nie im Stich,
ob alt oder neu,
sie lieben dich herzlich.

Sehen kannst du sie aber nicht,
trotzdem sind sie in deiner Nähe ganz brav,
schützen dich wenn Gefahr aufbricht,
und umarmen dich liebevoll im Schlaf.

Liebe sie wie sie dich,
kenne sie im weißen wie im grauen,
behandle sie friedlich,
und schenke ihnen Vertrauen.
Linni
veröffentlicht am 18. März 2013
40

Lyrik des Tages

Wolkengarten
Komm um Mitternacht
in meinen Wolkengarten.
Es ist Winter
und die Sterne lachen.

Schwimm eine Nacht
in meinem Wolkengarten,
wo Goldhimmel wachsen
und Sehnsüchte blüh’n.

Bleib’ bis Nachmittag
in meinem Wolkengarten,
und Deine Regenballaden
werden bis zum Sommer ruh’n.
Inanna Grenzmüller
veröffentlicht am 21. April 2017
47

Lyrik des Tages

asche - 389. | chorus 1
Mei stumma schrei noch hüfe vahoit ungeheat,
in ana dichtn woikn aus asche und staub

Mei blinde sehkroft hot olle büda vazeaht,
in ana dichtn woikn aus eadn und laub

Meine taubm oahn hom die schoiwön net eakonnt,
in ana dichtn woikn aus obfoi und schutt

Mei geruchssinn hot dem üblen gstonk beigewohnt,
in diesa dichtn woikn aus asche und blut.
philjazz
veröffentlicht am 15. Oktober 2016
8

Lyrik des Tages

Wer bin ich?
Identität und Quantität,
zwei unvereinbar Worte?
Wirklich, das verneine ich,
tausend Gesichter in meiner Seele horte.

Wütend, traurig und verrückt,
wechselnd in sekundenschnelle.
Charakterlosigkeit ist ein Fakt,
sitze hier in einer Falle.
Anonym
veröffentlicht am 7. Mai 2012
33

Lyrik des Tages

Was der Perso alles kann (Teil2)
Was der Personalausweis alles kann (Teil 2)

"Das alles nimmt jetzt richtig Fahrt auf."
"Komm' ich später mit dem 'Ding' in den Himmel, also die Leiter rauf?"

"Alles schon getaktet, alles schon beantragt!"
"Auch wenn der Tag kommt und jemand fragt?"

"Und was, wenn ich den 'Perso' mal verlier'?"
"Wir haben Suchhunde und anderes Getier."

"Sie müssen nichts machen, es wird automatisch e'n Neuer beantragt."
"Super, endlich, besser geht es nicht!" "Ohne dass jemand fragt!"

"Dann hätt' ich gern insgesamt drei,
für mich, für meine Frau und meinem Hund 'Allerlei'.

© Jadeit, 28.04.2021
Jadeit
veröffentlicht am 13. Dezember 2022
2

Lyrik des Tages

Variation auf den frühen Vogel
ich hasse diesen frühen vogel!,
wöckelte der wurm und kroch
zurück ins dunkle erdenloch.
der vogel trällerte sein klagen:
da bin ich so früh aus den federn
und hab trotzdem nix im magen!

und die moral von der geschicht:
viel besser als ein wurmgericht
schmeckt frühes vögeln
Mone Hartman
veröffentlicht am 20. November 2016
32

Lyrik des Tages

Nachrichten
Nachrichten

Heut' kannst d' keinen mehr vor den Ofen locken.
Auf der Welt passiert so viel, du kannst keinen schocken.

Die Medien sind voller negativer Nachrichten,
wir könnten doch alle darauf verzichten.

All' dieser langweilige Mediendratsch,
kalter Matsch und somit Quatsch.

Schon wieder ein Geburtstag,
unser Metzger hat 'nen Herzschlag.

Die Welt die dreht sich immer weiter,
vielleicht auch mal ein bisschen heiter.

© Jadeit, 28.04.2021
Jadeit
veröffentlicht am 19. Januar 2023
4

Lyrik des Tages

Polarstern
Ich habe ihn entdeckt
finde ihn immer wieder
zu jeder Jahreszeit
in vielen einsamen Nächten
ist er mein Orientierungspunkt
den ich brauche
um nicht
müde und einsam
enttäuscht und verletzt
zu sein
mein Polarstern
führt mich
zu einem erfüllten und
glücklichem Leben
denn ohne ihn
falle ich
suche Zuflucht
in so mancher Sucht
Anonym
veröffentlicht am 15. Februar 2015
29

Lyrik des Tages

Neosymbolistisches Gedicht
Lass uns nun gehen, du und ich,
wenn der Abend ausgebreitet ist wie eine geplättete Fliege.
Das Leben ist miasmisch, irgendwie protoplasmisch.
Was ist schon dabei, Regentropfen auf meinem Geweih.
Wie müder Teig von schlaffem Kuchen, soll ich den Trug der Tage suchen?
Ich möchte eine Feinstrumpfhose sein, aufgehangen am Duschvorhang unserer Träume.
Mike Seaver
veröffentlicht am 26. Januar 2017
32

Lyrik des Tages

Variationen des Windes
Trostlose Einsamkeit der Nacht …
Der Atem des Windes
streicht über Gräber.

O rabenschwarzer, nächtlicher Wind.

Trostlose Einsamkeit der Meere …
Der Atem des Windes
treibt die Wellen ans Ufer.

O kühler, erfrischender Wind.

Trostlose Einsamkeit der Steppe …
Der Atem des Windes
spielt mit den Gräsern.

O träumerischer, gedankenverlorener Wind.

Trostlose Einsamkeit der Wüste …
Der Atem des Windes
treibt Dünen vor sich her.

O trockener, heißer Wind.

Trostlose Einsamkeit unserer Seelen …
Der Atem des Windes
will ihr Bruder sein.

O armer, einsamer Wind.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 3. August 2017
6

Lyrik des Tages

Mosaiksteinchen
Ich bin eines davon
ein Mosaiksteinchen
mir meiner Wichtigkeit bewusst
immer auf der Suche
nach ergänzenden Teilchen
stolz wenn ich eins gefunden habe
um es weitersagen zu dürfen
dass wir einander brauchen
passend ergänzend zueinander gefügt
sind wir unschlagbare Weltverbesserer
Celine Rosenkind
veröffentlicht am 9. April 2012
59

Lyrik des Tages

Allein hinter Fassaden
So allein.
Keiner sieht mich.
Ich empfinde so viel Hass und dachte mein Herz bleibt einzigartig und rein.
Jeder fremde Blick ein Stich.
Ich vermute das Schlimmste hinter den Fassaden.
Sollte dieses Gedicht zu schlecht sein,
bin ich nicht darauf erpicht
Kritik zu hören...
Anonym
veröffentlicht am 4. Februar 2013
32

Lyrik des Tages

Leben mit dir
Du hast mich völlig fasziniert.
Ich geb dich so schnell nicht mehr her,
dass ist garantiert.

Möchte einfach immer bei dir bleiben
und mit dir gemeinsam lachen.
Doch das schönste ist für mich,
mit dir morgens auf zu wachen.

Bei dir empfinde ich Geborgenheit
und du erhellst mir meine dunkle Zeit.
Keine Sekunde mag ich mehr versäumen
und mit dir noch lange träumen.
MondlichtFee
veröffentlicht am 9. November 2012
39

Lyrik des Tages

Will ich so weit weg?
Wenn ich allein auf einer Straße geh
Und ich mir von hier die Sterne an seh
So denk ich mir doch in diesem Moment
Wenn sich me inneres hier, jetzt bekennt
Und ich meinen Geist nach drausen sende

Wäre ich dann durchtraenkt von der Fernweh?
Wird meiner Seele ganz von mir getrennt?
Oder immt mein Leben eine Wende?

Doch mein inneres Ich erhellt wie Licht
Wie einer kleinen Kerzenflamme zahrt
Und erweitert mir meine junge sicht
Die Welt erscheint mir ganz in neuer Art
Doch ich sehe zufrieden mein End
maxime
veröffentlicht am 22. Dezember 2015
31

Lyrik des Tages

Heute Nacht
Während Du mit der Sonne
in der Dunkelheit versinkst,
habe ich von meinen Zügeln
mich losgerissen.

Während der Mond Dich
in süßes Schlummern schaukelt,
bin ich aus den Trümmern
meiner Festung emporgestiegen.

Denn heute Nacht werde ich
mich zu Dir stehlen,
um in Deinem wehrlosen Leibe
mich zu betten.

Im Sturme werde ich
mich zu Dir schleichen,
um mit meinen brennenden Küssen
in Dich einzuströmen.

Weil ich weiß, dass auch Deine schreiende Seele
nach der meinen dürstet,
tränke ich Deine tiefblauen Träume
in mein schäumendes Blut,
flüster' ich Dir wild
meine ungezähmten Feuerlieder,
umschlingen meine sengenden Sehnsüchte
Dein unberührtes Innerstes.

Und wenn Du dann
mit dem goldenen Horizont wiederauferstehst,
wird es sein
als ob nichts geschah.

Und dennoch wirst Du
Dich nicht mehr entsinnen,
wer Du einst warst.
Inanna Grenzmüller
veröffentlicht am 19. April 2017
48

Lyrik des Tages

Bert und Margarethe
Bert Brecht und Steffin, Margarete
gingen nachts auf eine Fete.
Da warn viele Neider und Rächer,
darunter Johannes R. Becher.
Der hielt eine Rede
und fauchte zum Schluss:
"Ihr könnte mich mal,
du und die Grete."
Annelie Kelch
veröffentlicht am 25. Januar 2017
5

Lyrik des Tages

Der Lauf der Dinge
Der Lauf der Dinge

Alles wird immer schlimmer,
keiner hat mehr den richtigen Schimmer.

Studierte, Gelehrte haben das Wissen,
manchmal auch ein schlechtes Gewissen.

Am ende des Tunnels brennt wieder Licht,
schaut man genauer hin, stimmt das nicht.

Wem sollen wir noch vertrauen,
auf wen können wir noch bauen?

Die Welt wird sich so oder so weiter dreh'n,
vielleicht wird es die nächste Generation besser versteh'n.

© Jadeit, 05.04.2021
Jadeit
veröffentlicht am 13. Dezember 2022
5

Lyrik des Tages

Hauke-Haien-Haiku
Der Herbst ist krank: Vieh
ersoff; Deiche brachen - auch
mich holte die Flut.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 20. November 2016
4

Lyrik des Tages

Draußen auf der Straße
Draußen auf der Straße

Es gibt nichts Schlimmeres als auf dem grauen harten Asphalt zu schlafen. Barbarisch kalt auf der Platte, es ist nicht die Kälte die so schmerzt, da es nicht so kalt ist wie in Sibirien, es ist die Geschichte die schmerzt.
Auf der Platte gibt es keine Besinnlichkeit, bin bereit für die letzte Ölung. Auch wenn man schreit, alles sofort verhallt, wie ein kleiner Knall, im Schatten der Betongebäude. Egal welche Witterung gerade herrscht, alles ist blutleer, wie ausgelaufen, ohne Geschmack, geruchlos.
Die Glieder schmerzen, es gibt keinen Trost.

© Jadeit, 17.04.2021
Jadeit
veröffentlicht am 13. Dezember 2022
3

Lyrik des Tages

Gewissen
Ich kann nicht mehr so weitermachen.
Menschen werden verletzt,
durch Dinge, die ich sage und mache.
Fragen werden gestellt,
warum ich das sage und mache.

Ich weiß die Antwort nicht.
Ich kenne nur das Glänzen in meinem Gesicht.
Der erste Tropfen fällt hinab ins Ungewisse.
Ihr könnt sagen, was ihr wollt.
Ich hab Gewissensbisse.
Elli
veröffentlicht am 11. Juni 2013
48

Lyrik des Tages

leare 361. 2. strophe
Entsponn mi in da zwischnzeit bei an guadn glasl wein,
olle geschmocksneavn explodian wie molarein

Lehn mi bequem im sessl zruck, moch donn meine augn zua,
denk on mei vagongenheit, mei hintalossne spua.

Hob i scho a zeichn gsetzt, iagendwos weatvolles voibrocht
hob i scho a zü eareicht, in mia sfeia entfocht?

Do in da longsomkeit hot si do da lebnswün vasteckt,
die ongst voam steam hob i wieda in mia eaweckt.
philjazz
veröffentlicht am 28. September 2016
8

Lyrik des Tages

Einsamkeit
Wenn Du die stille nicht erträgst
Weil die Gedanken lauter sprechen

Wenn Einsamkeit als Decke liegt
Schwer.. dein Körper zu bedenken
Wenn liebe die zum leben brauchst
Nicht kommt… erfrieren die Gefühle
Und deine Tränen fliesen nicht
Sie bleiben auf der Wangen stehen.
I.L.
veröffentlicht am 13. September 2021
32

Lyrik des Tages

Salat
Ich lauf allein auf dem einsamen Pfad ...
mir fehlt der Reim ... Kartoffelsalat!

Durch ein Indianerreservat ...
mIr fehlt der Reim ... Wurstsalat!

Dabei trag ich einen langen Bart ...
mIr fehlt der Reim ... Nudelsalat!

Ein Mann verkauft da Obstsalat ...
mIr fehlt der Reim ... Fleischsalat!

Freitag ...
ist Salate-Tag!
Salatfetischist
veröffentlicht am 22. Januar 2016
33

Lyrik des Tages

Das Fahrrad
Die Straßenlaterne vorm »Güldnen Becher«
wirft fahles Licht seit Zeiten.
Zu nächt’ner Stund’ soll’s den wack’ren Zecher
ein Stück des Wegs begleiten.

Manch Abend schiebt ein alter Mann
sein Fahrrad zur Taverne.
Schaut lächelnd danach und lehnt es dann
betulich an die Laterne.

Schon seit ich Kind, den Alten ich seh’,
wie sein Fahrrad, so klapprig und alt.
Zieht seine Spuren durch den Schnee
und auf flimmerndem Asphalt.

Vielleicht war der Mann mit seinem Rad
schon einmal um die Welt.
Und was sie erfuhren auf Straße und Pfad
bis heut sie zusammenhält.

Sie trennten sich nur, wenn wehmütig er
allein im »Becher« gesessen.
Die guten Jahre wiegen ihm schwer,
hier darf er sie vergessen.

Und tritt er dann gedankenentleert
in die dunkle Nacht hinaus,
lächelt er wieder und schiebt sein Gefährt
in seligem Rausche nach Haus’.

An der Straßenlaterne vorm »Güldnen Becher«
wurd’ das Rad heut früh abgeholt.
Seine letzte Fahrt hat der alte Zecher
im schwarzen Wagen gesollt.
wanderer
veröffentlicht am 25. Oktober 2025
68

Lyrik des Tages

Eis und Feuer
Ich will mich nicht verlieren, mein früheres Ich nicht vergessen. Deswegen klammere ich mich an diesen Eisberg, dem Erfrieren nah.
Ich gehe zurück ins Feuer, Verbrennen werde ich, das ist mir klar.
Doch ohne diese Schmerzen fühle ich micht nicht mehr. Was macht mich aus, was soll ich denken?
Und das Feuer schmilzt das Eis, ich bin nichts mehr, kann aber meine Sorgen in Wasser, in Tränen ertränken.
jenna
veröffentlicht am 20. Mai 2012
37

Lyrik des Tages

Die liebe Steuer
Die liebe Steuer

Heute gewinnt man eher im Lotto,
zu kompliziert ist die Steuer, das ist heut' das Motto.

Loggst du dich ein in das Portal,
kannst du schon wieder scrollen bis runter ins Tal.

Was sind das denn für Leute,
die sich so etwas ausdenken, diese Meute.

Sitzen die unten im Keller,
auf dem Tisch ein lauwarmer Suppenteller?

Warten den ganzen Tag auf Tageslicht,
irgendetwas zusammen geschustert und weg vom Tisch?

Der Bürger muss doch einfach nur versteh'n
und nicht nur den ganzen Tag im Regen steh'n.

Drum geht mal raus an die Sonne,
das ist eine Pracht und eine Wonne.

Dann wir alles besser und einfach
und nicht doppelt und dreifach.

© Jadeit, 17.02.2021
Jadeit
veröffentlicht am 13. Dezember 2022
4

Lyrik des Tages

Stadtmeer
Felsen ragen hoch hervor
aus den grauen Wellenmassen
schlagen gegen Tür und Tor
an die Straßen und an Gassen

Schiffe setzen ihre Segel
schneiden Narben in das Meer
weiß getüncht von Dunst und Nebel
machen doch das Atmen schwer

Leuchttürme ziehen ihre Kreise
durch das Bett, wo einst der Strom war
Denn das was einmal hervorgequellt
liegt nun stauch und trocken da
Lorenz
veröffentlicht am 9. Februar 2018
38

Lyrik des Tages

Freiheit
Es war einmal ein kleiner Spatz
Der flog den lieben langen Tag
Durch Felder, Wiesen, Wälder
Der Spatz der wurde älter

Und dachte sich, die schöne Welt
Die möchte ich entdecken
So flog er fort von altbekannten Hecken
Immer Richtung Himmelszelt

Und wie er schon ne weile flog
Da wurd es Nacht, er sieht den Mond
Er spürt den Wind
Und dachte sich
Wie wunderschön
Gleich lache ich
Denn endlich bin ich wirklich frei

Plötzlich tut es einen Schlag
Der Spatz sieht nichts mehr außer schwarz
Denn da wo grad der Mond noch war
Ist jetzt ein feiner Maschendraht

Als der Vogel schließlich sieht
Warum er nicht mehr weiterfliegt
Singt er laut mit hohem Ton
“Freiheit eine Illusion”

Das hört der Jäger, nimmt sein Schrot
Und schießt den kleinen Spatzen tot
Joris
veröffentlicht am 13. Mai 2018
34

Lyrik des Tages

Knauser Tod
Siebzehn Komma Acht
einwandfrei sag ich
Klause knurrt dagegen
ein Scheiss ist das!
Siebzehn Komma Acht!!
nein mein Lieber
so kommst du mir nicht davon
einerseits einerlei
doch jedoch ein Kauf
fürs Leben

Siebzehn Komma Acht
mein letztes Wort
knausingerhausner
veröffentlicht am 18. März 2013
24

Lyrik des Tages

Bargeld stirbt aus
Bargeld stirbt so langsam aus,
geh mit Visa Card ins Schauspielhaus.
Die Knete hat bald ausgedient,
den Groschen kennt schon niemand mehr.
Früher hat man noch in Mark verdient
und trotzdem war die Kasse leer.
000_Retro_Bot_000
veröffentlicht am 15. Oktober 2019
3

Lyrik des Tages

Der frühe Kunde
Der Kunde früh am Telephon,
Der Kaffee ist noch auf dem Feuer,
Naja - Was solls! Ich helf ihm schon,
doch für ihn, da wird das teuer!
mene
veröffentlicht am 7. Januar 2013
39

Lyrik des Tages

Entsorgt
Die Garderobe. So leer
Und kalt
Ohne deine rote Jacke.
Jetzt ist da nur
Die abblätternde schwarze Farbe
An der Wand.

Der Kaffee.
Ist längst kalt.
War nie
so richtig warm
Seit du fort bist.

Dein Platz
Auf der anderen Seite
War schon immer weit weg
Doch jetzt ist er nicht mehr
Von den anderen zu unterscheiden.

Erst heute Morgen
Hat jemand
Die verwelkten Zeugen
Deines Abschieds
Entsorgt.
Leonie Noita
veröffentlicht am 15. Dezember 2016
48

Lyrik des Tages

Was der Perso alles kann Teil 1
Was der Personalausweis alles kann (Teil1)

Auf der Behörde gibt es einen neuen Personalausweis,
da bist du neuerdings nicht mehr auf dem Abstellgleis.

"Wollen S'e den Freischalten, für's Digitale?"
"Wie, kann ich damit auch bezahle', die Fisch' und die Ale?"

"Selbstverständlich geht das jetzt!"
"Mit doppelten Boden ohne Netz?"

"Sie können mit dem 'Ding' jetzt alles machen."
"Sie bringen mich jetzt fast zum Lachen."

"Der hat jetzt 'nen neuen Chip."
"Mein kleiner Hund der hieß mal 'Fip'."

"Wird alles frei geschaltet, geht alles automatisch,
danach können Sie auch Englisch und Spanisch."
Jadeit
veröffentlicht am 13. Dezember 2022
2

Lyrik des Tages

Die Kuh lief um den Teich
Ich übe jetzt seit Stunden
- so mein Bekunden -
mit nur wenigen Wunden
dieses Blatt zu umrunden

Ich wollte eigentlich nur kurz
- dazwischen kam nur kurz ein Furz -
zur Sachenlage etwas sagen
da hörte ich die Frage klagen:

Wo war ich doch gleich?

Ach ja –
Die Kuh lief um den Teich

Da lief sie also ´rum
und niemand stirbt nun dumm
Windreiter
veröffentlicht am 15. Oktober 2019
32

Lyrik des Tages

Keine Liebe
Ich tweete gerne Fotos
Und manchmal einen Witz.
Dann bekomme ich keine Favos
Mein Körper macht *schwitz*.
Hoffentlich werde ich mal Elite
Sonst bin ich nur eine Niete.
Teilzeitschmeißfliege
veröffentlicht am 8. Januar 2017
30

Lyrik des Tages

Der Montag
Was macht den Montag unbeliebt?
Die Tatsache, dass es ihn gibt.
Denn ist der Montag auch zu Ende,
Kommt noch lang kein Wochenende.
Und ist der Montag dann vorbei,
Kommt der Dienstag, Sauerei!
Und ist die Woche dann am Schluss,
Weiß man was passieren muss,
Denn wie ich es euch jetzt sag,
Kommt er wieder, der Montag...
Philipp
veröffentlicht am 21. Dezember 2015
38

Lyrik des Tages

Gesang des armen Mannes
Geboren in Budapest
und gestorben in Galizien.
Ich schreib am Tisch den Stuhlbluttest
und verkaufte nachts Kastanien.
Dies ist der Gesang des armen Mannes,
feucht und trocken wie die Taufe des Johannes.
Gofmann
veröffentlicht am 4. März 2012
3

Lyrik des Tages

402. | wossa und lehm.
1) .10/13/9/9
gebts ma do nua an buchstobm a woat, und scho fliessn gonze sätze aufs leare papia, die sätze hom si mia offnboat, in impressionistischa mania
a klana schubsa treibt mi donn scho foat, in a mit phantasie übaflutetes revia, hob in gehianwindungen geboaht, hea a leises quietschn vom schania
jede richtung wiad gonz heazlich begrüsst, jeda umweg jede foin hots feia nei entfocht, komplexe struktuan hom ois vasüsst, jede tüa speaonglweit aufgmocht
brauch kan bauplan und a ka grundgerüst, die gedonkn fliagn frei om tog und in da nocht, hob die spontanität innig küsst, hob reime varüaht hom brodlt und kocht.
philjazz
veröffentlicht am 9. September 2021
0

Lyrik des Tages

Der BMW-Fahrer 2
Doch Vaters Sohn,
der der nichts kann.
Die PS werden zu viel.
Er küsst den Randstein,
wie im Spiel.

Need for Speed war gestern,
Auto wieder butt butt.
Und was macht Paps?
Dieses mal gibts nen 7er
und nen leichten Klapps

Bubi jetzt fahren gegen Baum,
Bubi gepresst bis in den Kofferraum.
Bubi nimmer Bubi sondern Pampe,
Bubi versaut Ledersitze,
wie nach einem Abend in der Kneipe.
Civik
veröffentlicht am 16. März 2016
15

Lyrik des Tages

Ein neues Leben
Ich reise in eine Stadt,
mache einen Neuanfang
Versuche zu vergessen was man mir angetan hatte
Die bunte Vielfalt der Straßen zwingt mich zu lächeln
Die Hitze überspielt die Schmerzen meines Herzens,
Die anderen Meschen erwecken die Neugier in mir
Und lassen mich in die Zukunft blicken.
Auf jeden neuen Tag ist die Freude groß,
Doch ich weiß, ich komm von meinem alten Leben nicht los...
Anonym
veröffentlicht am 11. Februar 2012
45

Lyrik des Tages

474. | titel noch unbekannt.
474. | titel noch unbekannt. - chorus 1a)

ch 1a) 7+9 (8/8)/7+13 (8+12)
hohle staubfädn tropfn
von jeda blüte im blumenmea,
dunkle lichtschuppm klopfn
on die rauhe obaflächn gonz spektakuläa

des fein griebne puiva rieslt
wie a wossafoi vom plateau,
nua vom horizont nieslt
a vaschmiata kuglblitz ins donnande echo

a stoak gwüazte essenz reisst
a seah tiafs loch ins neavnsystem,
a winzige spore entgleist
auf iahm flug duach gebildn aus trophäen
...10/11/10/8
da duachscheinende seidige voahong,
wogt heftig in da weit geöffnetn tüa,
im finstastn schottn glei om onfong,
wuchat a knotn ois geschwüa.
philjazz
veröffentlicht am 6. Juni 2020
3

Lyrik des Tages

Feuerteufel
Berstende Fenster brechen das Licht,
dunkle Ecken brennen.
Wo vorher Staub war, ist nun nichts,
die Schatten, ja, sie rennen.
Bröckelnde Wände,
die Hitze schmilzt fast das Gemäuer.
Flammen wie kriechende Hände,
ein flammenlodernd Ungeheuer.
Ersterbende Schreie,
das Hause gibt nach. Endlich freie, der Feuerteufel sprach.
Pia
veröffentlicht am 7. Mai 2012
39

Lyrik des Tages

Unergründliches Leben
Ich analysiere jeden
und alles um mich herum,
scheine das Offensichtliche zu übersehen,
und fühle mich so dumm.
Was ist das für eine Welt,
in der mich nichts hält.
Ich versuche und versuche
hinter die Geheimnisse des Lebens zu kommen.
Doch ist die Wahrheit gar zu schrecklich?,
auf meinem Herzen lasten weiterhin die Tonnen.
Anonym
veröffentlicht am 4. Februar 2013
32

Lyrik des Tages

Du suchst
Du suchst ...
Du suchst bei mir und siehst nur eine Wiese
Kein Baum so stark, die Blumen sind nur rar.
Du suchst in mir und findest nicht das achtlos liegende Papier.

Du suchst auf mir und könntest auf mir ruhend liegen.
Denn tief im Grund ist Fruchtbarkeit und Frieden.
Du suchst ..., das Herbstblatt wird das Grün verdecken.
Es ist die Zeit, die mit uns spielt - ich werd sie nicht verstecken.

Du suchst, doch da bist du,
du suchst und findest keine Ruh
Du suchst, ich werd es nicht verhindern.
Bernd von Nahe
veröffentlicht am 14. April 2014
29

Lyrik des Tages

Ähnlich
Wie ähnlich Frost doch ist
vereisten Herzen
wenn Schnee nicht fallen kann
weil klirrend Kälte ihn umklammert
gleich Tränen nicht geweint
wenn Stolz sie hält zurück
Eiszeiten so lehrreich
wenn begreifend erkannte
Sinnlosigkeit den
Frühling bringt zurück
Celine Rosenkind
veröffentlicht am 9. April 2012
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