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Wir Wortkunst und Kreativität

Lyrik des Tages

Die tägliche Dosis Lyrik! Bereits Apollon schätzte die schönen Künste, neben der Musik insbesondere auch die Dichtkunst. Jeden Tag werden hier aus unserer lyrischen Sammlung fünfzig lyrische Texte dargestellt, die von allen Seitenbesuchern bewertet werden können. Sei auch du ein Lyriker und schenke anderen Besuchern deine Verse, Songtexte und Poesie.

Modus operandi

Wie funktioniert's?

Dies ist der Ort, wo deine Lyriken, Texte und Poesien tagtäglich bewertet werden können. Jeden Tag werden 50 Werke herausgepickt, die ausschließlich hier bewertet („geliked”) werden können. Um mitzumachen, nutze das Eingabeformular unter Lyrik eintragen. Neben der täglichen Dosis Poesie auf dieser Seite gibt es natürlich auch den Ort, wo alle Werke alphabetisch sortiert betrachtet werden können, das ist die Gesammelte Lyrik, wo du alle bisher veröffentlichten Lyrik-Einsendungen einsehen kannst.

Lyrik des Tages

Sein
Schön sein
Hässlich sein
Sollen oder sein lassen
Die neue Generation
Die alte Genereation
Wer weiß es besser?
Junge denken, sie kennen
Den Flow der Zeit
Alte denken, sie wissen
Wie es am Besten ist
Für alle
Wer weiß es nun?

Niemand weiß es
Keiner kennt die
Einzige Wahrheit
Einzige richtige Lösung

Die Wahrheit zeigt sich nicht
Sie tarnt sich
Hinter falschen Ideen,
Idealen, Vorurteilen und
Einem Netz von Wirrungen beherrschten
Netz aus Lügen und Irrtümern

Das Netz zieht dich hinunter
Wickelt dich ein
Hält dich gefangen und

Lässt dich nicht los
stormsun
veröffentlicht am 2. April 2017
45

Lyrik des Tages

Verfall
Verlangen.
Brennend.
Verzehrend.
Feuer.
Wut.
Selbstkontrolle.
Verloren.
Tod.
Trauer.
Selbsthass.
Mord?
Emma
veröffentlicht am 23. Dezember 2017
62

Lyrik des Tages

Der Angler
Der Angler, er war solch ein einsam Freund
Liebt das Ufer und
blickt hinab auf das,
was er versäumt.
Jede Falte grub sich tief in den Anglers Wange
und mahnte ihn, dass er nach nichts verlange
Die Einsamkeit kommt sowieso und ist der Fisch
ja noch so froh, einst wird da ein Angler sein, lässt
ihn schlafen, färbt das Wasser rot wie Wein.
Anonym
veröffentlicht am 16. März 2013
35

Lyrik des Tages

Du hast geweint …
Du hast geweint, mein Lieb', im Auge noch die Träne,
doch als ich fragte, flog ein Lächeln über dein Gesicht.
Mir tut das Herz so weh, seit ich dich traurig wähne:
Sag, was ist los mit dir, weshalb verzeihst du nicht …

Ich weiß, mein Lieb', die Fehler, die ich damals machte,
- fünf Finger reichen dafür leider noch nicht aus -
hab' ich bereut bei Tag und Nacht, sobald ich an dich dachte.
Sag, wann bist du soweit, verlässt dein Schneckenhaus,

und hörst mich an, ich habe dir so vieles zu erzählen,
womit ich dich dein Leben lang verschonen wollt'.
Hätt' ich nur einen Wunsch noch frei, ich würde wählen,
dass du geliebt wirst, wie kein Mensch zuvor, bis Gott dich holt.

Doch manchmal schleichen sich in mein Erinnern helle Tage,
die nimmer enden wollen, weil wir damals glücklich waren.
Dann ziehen dunkle Wolken auf und ich erhebe Selbstanklage:
Du fällst das Urteil über mich und darfst es offenbaren.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 18. Juli 2017
12

Lyrik des Tages

Mein Schief
Ach ich dumm,
Denn ich ließ mein Schief sinken,
Mit dem Röhm,
Denn als auf mich geschossen wurde,
Flieh ich sehr feige,
Denn als es mir bewusst wurde,
War es schon zu spät.

Denn ich würde alles geben,
Um noch mal mit dir zu segeln,
Wie die schönen alten Zeiten,
Oh mein lieber Schief.
Rick
veröffentlicht am 8. März 2022
44

Lyrik des Tages

Kommerz
Wenn Menschen durch den Alltag schreiten
Leben sie ihre Tage ab
Sie lassen von der Welt sich leiten
Klagen dass die Zeit zu knapp
Was wäre wenn der Tag genutzt,
Man von der Masse nicht beeinflusst wird
Wär unsre Lebensfreude dann gestutzt
Wenn des Kommerzes Dasein sirbt
Wenn jedes Individuum unbeeinflusst lernt zu leben
Wären die Menschen sich dann gleich
Würden wir nach Gleichheit streben
Es ist wohl der Natur ihr Streich
DasswirgerninGruppensind
InMassenundauchgleichentutundlebtjaauchdas Rind
Anonym
veröffentlicht am 10. April 2014
39

Lyrik des Tages

Ich
Ich:
Schön
Freundlich
Sexy
Selbstbewusst
Natürlich
Beliebt
und trotzdem allein
little star
veröffentlicht am 10. April 2022
40

Lyrik des Tages

Maisturm
Wie schrecklich lang ist die Flur,
wo du mich verlässt, du bist so stur.
Es dringen Schreie aus jedem Zimmer,
und der Schmerz wird immer schlimmer.
Und Panik und Angst in deinen Augen,
wie du nach Luft rangst,
ich kanns nicht glauben.
O Liebe, O Liebe, du warst so schön,
deine Haare so golden schön.
Wie froh ich bin, dass ich dich noch hab.
Zwar nicht auf Erden, aber im Grab.
Anonym
veröffentlicht am 9. Juli 2012
44

Lyrik des Tages

Weihnachten
Schon bald
ist es wieder kalt.
Es kommt die Weihnachtszeit,
die sich überall macht breit.
Lilly2002
veröffentlicht am 23. September 2019
45

Lyrik des Tages

Wahnsinn
Irre -
dein Gedicht,
mein Freund:
weckt Zorn,
Wahn,
das Gift
dunkler Melancholie.
O wart,
gleich kreiselt
mein Herz
zu Boden.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 12. Februar 2017
34

Lyrik des Tages

Mein Ich
Suche mich nicht - ich lass mich nicht finden
rufe mich nicht, ich hör niemals dir zu
begehre mich nicht, ich will mich nicht binden
fange mich nicht, Fesseln geben mir keine ruh

Im goldenen Käfig kann ich nicht leben
silberne Löffel sind ein trügender Schein
meine Freiheit zu haben, das ist mein Bestreben
ich bin immer ich und gehör mir allein.
Oliver Delastere
veröffentlicht am 16. Juli 2016
50

Lyrik des Tages

Advent
Zeit des Wartens im Advent.
Stillwerden schweigsam sein.
Tannengrün im Arrangement.
Kerzenschein bei uns Daheim.
Lichterschein berührt das Sein.
Kinderaugen groß und klar,
bald ist Weihnachten, wunderbar.
H.G.Voßkuhl
veröffentlicht am 17. November 2014
35

Lyrik des Tages

Wie die Pest
Ich kann den Blick nicht lösen.
Ich will nicht mehr den Rundschild,
Will die Gedanken klar sortiert
Und Freiheit von dem bösen
Denken, dass mich hassen lässt
Und sich verbreitet, wie die Pest.
Anonym
veröffentlicht am 28. Oktober 2011
47

Lyrik des Tages

Weihnachszeit-Besinnliche Zeit
Waldesruh im Mondenschein,
Mondeslicht gibt die Sicht.
Tannengrün aus dem Wald,
Weihnachten ist nicht weit.
Kerzenschein-bedenkt das Sein.
Kinderlachen macht so froh,
Kinderfroh ist nun so.
Frieden dein oh Herre mein.
Weihnachten ist nun bald.
Anonym
veröffentlicht am 17. November 2014
37

Lyrik des Tages

Daumen hoch
ich hatte mal meinem Daumen verbunden.
machte ein Foto und lud ihn hoch
als die Leute
den Daumen
gefällt mir
drückten
Dachte ich
sind die
schadenfroh
der denker
veröffentlicht am 6. Februar 2012
51

Lyrik des Tages

Lass mich Leben spüren
Lass mich Leben spüren

Halt mich aus, Du Mutter Erde,
wenn ich schöpfe, gehe, walte!
Sieh nur an, was aus mir werde,
bis ich schließlich dann erkalte.
Doch vorher lass‘ mich Leben spüren,
in jedem Muskel, jeder Vene,
bis ich vor zugewehten Türen
erschöpft mich nach dem Ende sehne.
Frank2019
veröffentlicht am 9. Oktober 2019
43

Lyrik des Tages

Verliebtes Chaos
Meine Gedanken sind wirr
ich kann sie nicht ordnen
und auch nicht deuten
Chaos herrscht in mir.

Vorbei sie ziehen,
kaum zu erfassen
so schnell wieder erblassen,
versuchen zu entfliehen.

Warum nur, oh Welt
bist du so kompliziert
mach es mir einfach
denn ich bin nicht hochqualifiziert.
Sebastian S.
veröffentlicht am 3. Januar 2012
68

Lyrik des Tages

Museum
Die Besucher im Museum dachten
Der Dachs, der da stände, wäre aus Wachs
Und dass man ihn beklebt hätte mit Fell

Doch beim Streicheln bemerkten sie ihren Irrtum schnell
Sander
veröffentlicht am 11. Juni 2012
41

Lyrik des Tages

Meine Welt
Meine Welt
Ich träum mir meine Welt,
so wie sie mir gefällt.
Hab ich einen schlechten Tag,
wenn ich einfach gar nichts mag,
wenn es regnet, stürmt und schneit,
denk ich nicht an Traurigkeit.
Ich denk mir einfach meine Welt,
so wie sie mir gefällt.
Mit Regenbogen, Sonnenschein,
dass jeder kann ganz glücklich sein.
Die heutige Welt,
mit Kummer wegen Geld,
Krieg und Stress, die jeder kennt,
sind in meiner Welt ganz fremd.

Ich denk mir einfach meine Welt,
so wie sie mir gefällt.
Ohne Feinde, ohne Streit
wo alles lebt in Heiterkeit.
Ist das Leben langweilig
und mal gar nicht so verrückt,
ist die Fantasie mir wichtig,
die dieses mit bunten Farben bestückt.
Ich denk mir einfach meine Welt,
so wie sie mir gefällt.
Hier geht es immer lustig zu,
man hat aber auch mal seine Ruh.
kleines Mädchen
veröffentlicht am 13. April 2016
121

Lyrik des Tages

Grüner Drache
Ein grüner Drache kugelrund,
schnauft beim fliegen ungesund.
Blau der Atem Gelb der Hund,
der Drache ist nicht bunt.
Er fliegt von Nord nach West
und stirbt letztendlich an Asbest.
Bone
veröffentlicht am 17. März 2016
53

Lyrik des Tages

Vergessen
Sanft gehe ich hinaus in die bittere Winternacht
und die Putte über mir lacht.
Suchst du das Gras,
das herrlich sich an Finger schmiegt
und dich in seine Nähe wiegt?
Oder suchst du den Stern,
der über ihm vielleicht scheint,
der jeden Menschen der weint vereint?
Durch Lavendel gehe ich,
er lässt mich deinen Geruch vergessen
und die Augen, ja, sie nässen.
Anonym
veröffentlicht am 16. März 2013
44

Lyrik des Tages

Crying to the Moon
So unsicher, dass nur Psycho-Tests im Internet mir sagen können, was zu denken, was zu fühlen, was zu tun.
Ich würde so gern zu jemandem sagen: Fly Me To The Moon, meine Seele vereinen und zusammen ausruhen.
Doch blieb mir dies schon schon immer vergönnt, zeigte ich mein wahres Ich, ich weiß nicht, ob ihr dann renntet.
Ich bin so verloren, ein einsamer Wolf, der den Mond anheult. Ich bin verloren.
Anonym
veröffentlicht am 18. Oktober 2012
42

Lyrik des Tages

Der Spaziergang
Tote Körper liegen still, in den schwarzen Erden in ihren Särgen. Ich reime munter so beim Spazieren, macht mir Freude, zwischen den Gräbern zu flanieren. Schon lange ist der Toten Wadenfleisch madenreif, aber...HOPPLA...wo ist der graue Himmel hin? Bin gefallen in ein Grab ganz offen, komme nicht mehr raus, dass mich jemand findet, kann ich ja nur hoffen. Der Toten Ruhe stört man nicht.
Anonym
veröffentlicht am 11. Juni 2012
43

Lyrik des Tages

Boss der Bosse
Ich bin der Boss der Bosse, reden Leute über Rap,
dann geht es oft dabei auch über Crack,
denn ich verchecke es,
und zieh' die Tec,
das Kaliber neuf-millimètre,
du Spasti rennst, es hat kein Zweck,
geb' dir sechs Schüsse in dein'n Head,
dieser Moment wenn du verreckst,
er ist sehr schnell wie dieser Flash.
Jeder eurer Tracks ist schlecht,
ich geb kein'n Crap auf euren Rap,
ihr denkt, ihr smackt mich, seid ihr whack?
Ich zeig' euch jetzt mal MadGaz Rap:
Deine Musik ist der billigste Schrott,
neben Hartz-IV hast du dieselbe Geldquelle wie MOK,
deshalb nehm' ich zum Ballern die Kalaschnikow,
baller' die Bullets in dein'n hirnlosen Kopf,
dann geh' ich und fick' dich wie dieser Chpakov.
Ich bin auch King of Kings und hate alle Cops,
denn diese Bastardsöhne wollen meinen Stoff,
und kommen an im Schrott-
Wagen mit einem Dog,
ich Ende das Szenario mit Kalaschni und Glock,
denn ich bin hier der Boss und baller' das Geschoss auf diese Bastard-Cops.
Willst du Krüppel Beef starten,
zerhack' ich deine Gliedmaßen,
lass' s
DenimBang
veröffentlicht am 2. August 2018
35

Lyrik des Tages

Der Tag
An einem jenen neuen Tage,
ich einen Blick aufs Umfeld wage,
da sehe ich Dinge, die ich sah
vor ca. einem ganzen Jahr.

So geht es schon den ganzen Tag,
ich mehr und mehr vermag,
so sah ich neulich einen Fisch,
der modrig wartet auf 'nem Tisch.

Ich tue nun gucken ganz bestimmt,
und neugierig so wie ein Kind,
ich interessiere mich an den
Dingen die wir sehn!

So muss die Lehre heute sein:
Gucke auf den Tage ein!
Schaue ganz genau auf ihn
ansonsten bist du hin.
Anonym
veröffentlicht am 11. Januar 2015
47

Lyrik des Tages

Unterm Zigeunermond
Willkommen, Nacht!
Willkommen, Mutter der Moirai ...
du stiller dunkler See,
wo Wahrheit Licht sät von
den Sternen und Träume
fragmentarisch enden.

Willkommen, Nacht!
Geburt der schwarzen Schatten …
Du schweigst – dein dunkles Haar,
das sommers wild auf Bäumen
wächst, zerzaust der Wind im Wahn
der Einsamkeit.

Willkommen, Rappe ...
mit den stillen Hufen.
Aus deinem Herzen sickert
schwarzes Blut in meine Fenster.
Ich fürcht' mich längst nicht mehr
vor dir und sehe doch – Gespenster ...

Willkommen, kleiner Tod,
der meinen Tag besiegt.
Biphasisch sterben wir
umschlungen auf dem Laken:
Gewächs mit Widerhaken ...
O Powernap unterm Zigeunermond.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 24. April 2018
4

Lyrik des Tages

Hirse
Der industrielle Rat:
den Einstieg schaffst Du nur mit Glutamat.
Reis ohne Sauce macht Dich krank.
Haste keine Hirse, bleibste schlank.

Pute, Rind und Schwein
ess Du nur allein.
Lieber Soja aus dem Wald.
Oh, Weltenlunge bist verqualmt und alt.

Gen ist auch in aller Munde.
Fehlts in Deiner Tafelrunde?
Schimmel, Strahlung, Parasiten
mehr kann man Dir nicht bieten.

Der Hunger macht Dich zum Jünger
taugst später nicht mal mehr als Dünger.
Probsmurf
veröffentlicht am 3. Mai 2013
47

Lyrik des Tages

Liebeskummer
Das Blut dir durch die Adern ätzt,
jeder Herzschlag unerträglich.
Als ob eine Bestie die Zähne wetzt,
doch die Krankheit ist nicht tödlich.
Zwar vermag keine Medizin zu lindern,
den allgegenwärtigen Schmerz.
Doch letztlich wird dein Verstand dich hindern,
dir herauzureißen dein Herz.
Viki
veröffentlicht am 5. Mai 2012
49

Lyrik des Tages

Liebelei
Wer bist du der du mich schneidest
mich umwirbst in tiefster Nacht?
der Rand der Scheibe prangt in weiter Fern
mag er ewig prangen ohne uns
dein Lidschlag kommt einem Lippenbekenntnis gleich
er verrät dich mein Alles
läst Rosen blühn im finstren Wald
kein technisch Gerät vermag deinen Wert zu ermessen
kein Edelstein könnt teurer sein
keine Meerestief reicht tiefer
der Herrgott trieb se
Anonym
veröffentlicht am 8. August 2012
41

Lyrik des Tages

Und doch...
Und doch...

Geschichten schreiben Ewigkeiten
und sollen uns noch ewig leiten,
in ferne Welten, ferne Zeiten,
in die unendlich großen Weiten.

Und doch…

Das Leben bleibt in Einbahnstraßen.
Erst leben wir das Sein, dann rasen
wir durch das Leben, ohne irgendwann zu sein.
„Wir geben unser bestes“ dann und wann zum Schein.

Und doch…

erlauben wir uns, jeden Tag zu träumen
von weiten Wiesen, Feldern, großen Bäumen,
die morgen gänzlich schon verschwinden werden.
Wir bauen uns die Höllen auf und in den Erden.

Und doch…

verbleiben wir blind und taub immerfort im Leben
und sprechen nun auch unser letztes Wort im Streben.
Der jüngste Morgen zeigt sich noch in seinen Farben.
Wir sterben bald darauf an unsren kleinsten Narben.
herr-snyder
veröffentlicht am 28. Juli 2018
35

Lyrik des Tages

Schwarz und Weiß
Ich schüttele die Angst ab,
trampele auf ihr herum,
klammere mich an das Glück,
und lass es mich mit sich ziehen.
Ich bin glücklich inmitten des Farbstrudels, der meine sonst so schwarze Seele um sich wirbelt.
Doch die Angst wieder da, am Ende des Tunnels.
Farbe war einmal, alles wieder Schwarz und Weiß, es verlangsamt sich mein noch vor Freude rasender Puls.
Anonym
veröffentlicht am 8. Januar 2013
44

Lyrik des Tages

Waffenstillstand
So müde, daß ich den Stift kaum noch halten kann
geschweige denn die Augen offen
oder gar die Stellung
gebe ich auf
und lege ihn nieder
den Stift
für einen kleinen Frieden
eine Müdigkeit lang
Achim Eisenlohr
veröffentlicht am 31. Dezember 2015
52

Lyrik des Tages

Der Narr
Ich war so oft in meinem Leben,
Ein Narr, ich wusste nichts davon,
Mit Ratschlag wollt ich helfend geben
Höhnisch Gelächter war mein Lohn!

Stets trug ich Herz und Ohren offen,
Für den, der schwer am Kummer trug.
Lehrte so manchen wieder Hoffen,
und galt doch oft als Neunmalklug.

Gewiss gab es auch Freudentage,
Denk ich heut nach, die Zahl ist klein.
Legt ich heut beides auf die Waage.
Celine Rosenkind
veröffentlicht am 10. April 2012
76

Lyrik des Tages

Helau
Der letzte Abend wird ihr ewig im Gedächtnis bleiben: Sie kam mit Kurt, der tanzte später nur mit Erika.
Und in dem kunterbunten Faschingstreiben
verlor sie beide aus dem blauen Augenpaar.

Sie schrieb ins Tagebuch: Der Kurt ging als Pirat; ich trug das gold᾽ne Kleid einer Prinzessin; die Erika ist nur als Mauerblümchen dagesessen, bis Kurt die „dumme Ziege“ aufgefordert hat.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 17. November 2016
6

Lyrik des Tages

Das Gespenst...
Gar romantisch ist's bei Kerzenschein.
Keine Lampe blendet durch ihren grellen Schein.
Auch der Fernseher bleibt jetzt aus.
Man sieht statt dessen zum Fenster raus.

Gewiss, es ist dunkel in der Nacht.
Auch, weil die Stadt Straßenlaternen aus macht.
Aber wer spart hat nicht viel Geld,
das weiß die ganze Welt.

Im Zimmer hat es heut 18 Grad.
weil der Herbst mit großen Schritten naht.
Aber der Gasofen bleibt immer noch aus,
denn die Heizkosten sind der reine Graus.

Und ach, hätte man nur ein Pferd
und nicht ein altes Auto von geringem Wert.
Dann könnte man reiten wohin man will,
und das umsonst und ohne Drill.

Klamme Finger, Brei zum Essen,
Heizung und Licht kann man jetzt vergessen.
Schlechte Laune und ein grausiges Gespenst,
das sich "Energiepreise" nennt.
Andrea Wunderlich, Selb
veröffentlicht am 18. September 2022
54

Lyrik des Tages

Du...
Du...

Ein Spaziergang mit guten Freunden
und der Familie in den Dünen.

Sand rieselt
aber nur durch meine Hände.

Stille...
sucht mich heim
und so viele Gedanken
überall.

Die Erinnerungen an Dich
spült das Meer mit der Flut
ganz sachte ans Ufer.

Trauer ist wieder hier
und findet endlich
ein Wir.
Katja Heimberg
veröffentlicht am 19. Mai 2012
72

Lyrik des Tages

Überlistet
Hirsch nur die Tore Sch nur die Ruhe des Kater Tier ist ein echter Kavalier Rock getreulich vor dem Garten meine Heimkehr zu erwarten schnurrt wo ich auch geh und steh weil ich Katzen Deutsch Versteh Schwänzchen wedeln heißt Hurra Buckel kümmern aber na und was heißt der Fi das lass ich mir nicht gefallen Schnur der Karte dann ist's gut knuddel das bedeutet Wut
Heike Rosenberg
veröffentlicht am 29. November 2016
51

Lyrik des Tages

Sprache
Sprachgewirr in
Deutscher Großstadt
Deutsch und
Englisch
Französisch und
Japanisch

Aufgeschnappte Fetzen
Unverständliches Gemurmel
Und verstandene Sätze

Mit meinem
Gebrochenen Französisch
Mit meinem
Guten Englisch
Mit meiner
Muttersprache Deutsch

Zu Hause in der Sprache
Und doch
So fremd
Emma
veröffentlicht am 23. Dezember 2017
64

Lyrik des Tages

Songtext
Hat der alte freshe Meister
Sich doch einmal wegbegeben
Und nun sollen goldene Geister
Auch nach seinem Willen leben

Walla walla
Manche Strecke
Dass zum Zwecke
Gelder fließe
Und mit reichen, vollem Schwalle
Zu den Füßen sich ergieße
Leomcfly
veröffentlicht am 10. Februar 2017
41

Lyrik des Tages

Hülle und Fülle
Es wachse mit großer Leidenschaft,
ein schwarzer runder Hoffnungskeim.
Und fürchtet ein jeder sich ihre Hülle,
nicht mehr für das riesige Ich fülle.

In einer Mauer,
gefüllt mit roten Neid,
eines Verlorenen,
erschütterndes Leid.

Und sie gaffen, sie präsentieren ganz,
ohne Scham mit stillen Schrei,
die Plage nicht Willkommen sei.

Ein Ich steht da, und fallender Liebe,
verzweifelt Ende sehnt,
bemerkt in zürnen Endlichkeit steht.
Emily Ch
veröffentlicht am 26. April 2017
59

Lyrik des Tages

Bunte Blätter
Die bunten Blätter
bezaubern uns Menschen sehr,
ein strahlendes goldgelb
verbindet hier noch mehr.

Die tanzenden Blätter
und das bunte Laub am Baum
beim Sonnenlicht fühlt wir uns
wie in einem Traum.
Werner Speer - Geh.
veröffentlicht am 17. Februar 2023
109

Lyrik des Tages

Abend
Es wird wieder Abend,
der Wind streicht durch die Bäume,
ich sitz an meinem Fenster,
starr hinaus und träume,
keine spielenden Kinder,
kein Junge der mehr lacht,
denn die Leute machen sich fertig für die Nacht.
Adalbert Hornung
veröffentlicht am 11. Juni 2013
53

Lyrik des Tages

Sinnfindung
Ich bin Klemens, war Sozialpädagoge, und erzähle euch heute eine Geschichte,
wir mir jemand ein E-Mail schickte.
Er kommt aus Adenau ,
und heißt Paul Meyer.
Ich erwartete wieder die übliche Leier,
von wegen:“Ich hab 4 Kinder und ne Frau,
Meine wahre Liebe aber, lebt in Berlin, in Grünau.“
Doch es kam anders als ich es mir vorgestellt habe,
er schrieb mir eine Denkaufgabe,
Was wohl wäre meine Gabe.
Und ich, ich wusste es nicht.
Dieser Job, der war für mich eher `ne Pflicht.
Und diese E-Mail, die gab mir zu denken,
ich wusste nicht mehr wem was schenken,
ich wusste nicht mehr wo ich soll mein Auto hinlenken.
Ich wusste nicht mehr wohin ich gehörte,
bis ich auf einmal diese Stimme hörte.
Ich verabschiedete mich aus meinen Kreisen,
und begab mich auf lange Reisen.
Ich ging nach Japan und suchte nach Frieden,
doch glaube ich, ich habe den Frieden verpasst.
Ich landete in Tokio, der Hauptstadt,
sie sprühte vor Fortschritt und Technologie,
doch war ich auf der Suche nach der alten Zen-Phylosopie.
Rasti
veröffentlicht am 2. April 2018
42

Lyrik des Tages

Flüchtling
Schüsse und Schreie – ganz in der Näh',
und im Westen leuchtet ein Fenster;
vor dir schreckt was auf: der Feind? Ein Reh?
und manchmal siehst du schon Gespenster.

Stimmen – du verstehst kein einziges Wort,
durch deine Träume marschieren Armeen.
Krieg trieb dich aus deiner Heimat fort -
Krieg – darüber Jahre vergehn.

Ein Dach übern Kopf, für die Kinder Brot,
ist alles, was du noch verlangst;
innerlich bist du gestorben, längst tot,
und trotzdem packt dich die Angst

vor denen, die dir missgönnen,
was dich noch am Leben erhält:
Hoffnung - in Frieden leben zu können
und frei zu sein auf dieser Welt!
Annelie Kelch
veröffentlicht am 21. Juli 2017
13

Lyrik des Tages

Auf der Brücke
Ich steh auf der Brücke und spucke in den Kahn, damit meine Spucke Kahn fahren kann. Anschließend stecke ich mir den Daumen in den Mund. Das reimt sich zwar nicht, aber es dichtet -
Anonym
veröffentlicht am 26. Februar 2014
42

Lyrik des Tages

Das Spiel
Ich habe keine Lust,
und dennoch spiele ich mit.
Ein spiel zu zweit,
nur für mich.

Ich weiß nicht wieso,
und dennoch mach ich mit.
Ein Spiel zu zweit,
und doch nicht .

Ich weiß du schaust mich an ,
und dennoch lächelst du.
Ein Spiel zu zweit,
und doch allein.

Ich habe dich nie gesgehen ,
und dennoch in mir drin.
Ein Spiel zu zweit ,
Von schwarz nach weiß.
clock
veröffentlicht am 13. Juli 2017
40

Lyrik des Tages

Ballade von Spuki Huch
Wer spukt im Schloss bei Primasens?:
Spuki Huch, das Nachtgespenst!
Und was geschieht, wenn' s keinen kümmert?
Dann heult es, schimpft und wimmert
und zittert wie ein junger Hase
beim Biss in Ritter Kunos Nase.

Der Herr schreckt auf mit einem Fluch -
und brummt: „Ach, du bist 's, Spuki Huch!“
Das ärgert Spuki sehr, drum zwickt er fest und lange, dem Ritter Kunos Frau Mathilda in die Wange.
Die fährt empor mit einem Schrei – und gähnt: „Ach, du bist 's Spuki Huch; mir war schon bange.“

Im Kinderzimmer lärmt der Geist mit Schrubber
und mit Besen:
Der kleine Max wacht auf und seufzt: „Das ist wohl Spuki Huch gewesen.“

Und Lilifee hebt ihren Kopf aus Bechsteins Märchenbuch
und ruft:„Komm, lass uns spielen,
SpukiHuch!“

„Was soll's, ich gehe fort von hier; ihr seid zu furchtlos: Das ist eine Qual“,
beklagt sich Spuki Huch am nächsten Tag im Großen Rittersaal.
Max ruft (und Thilda, Lilifee und Ritter Kuno stimmen ein):
„Ach, bitte, Spuki Huch, sei wieder gut und bleibe hier: Wir haben alle große Angst vor dir.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 31. Mai 2017
6

Lyrik des Tages

Duft der Blumen
Im schönen Garten
gibts eine kleine Ecke
dort ganz versteckt
eine blühende Rosenhecke.

Der Duft der Blumen
ist wohltuend schön
und dieser herrliche Anblick
ist wunderschön.
Paul Reeps
veröffentlicht am 24. Februar 2023
106

Lyrik des Tages

dieses etwos
Geh afoch weg von mia, loss mi endlich allan,
dei vadommt holde zia, zadruckt mi wie a stan

Bleib jetzt afoch doat stehn, und riah di net vom fleck,
wü di jetzt net meah sehn, ziagst mi tiaf in den dreck

Iagendwos schlummat tiaf in mia drin,
do i konns net beschreim, iagendwos in mia eagibt kan sinn

Iagendwos in mia woxt und gedeiht,
denn mit mia gehts obwäats, dieses etwos hot si no net befreit.
philjazz
veröffentlicht am 25. September 2016
7

Lyrik des Tages

Züge …
Mein Schatten tastete sich an Worten entlang.
Geld und gute Positionen brachten mich
keinen Schritt weiter. Das Lachen blieb
mir im Halse stecken. Giftpfeile suchten
mein Herz, Einfalt verschwor sich gegen mich.
Ich wurde – endlich – erwachsen: durch euch!

Wer spät reift, bleibt länger Kind.
Nicht alle Kinder sind glücklich …

Sie haben recht, Primo Levi: Ein Mensch ist
etwas sehr Trauriges, trauriger noch als ein Zug, der nur einen Weg kennt.

Ich lebe in diesem traurigen Zug, der Leben
heißt, Mr. Levi – von einem banalen Gedanken
zum anderen – und warte ... auf dessen Ankunft, dort, wo die Schienen enden: wie ein fieberkrankes
Kind, das nicht mehr genesen wird.

Würde ich anderenfalls nicht immer
weiterfahren wollen? – Bis ans Ende
der Welt? Weil ich doch weiß,
dass der Zug nicht dort halten wird,
wo ich aussteigen möchte?
Annelie Kelch
veröffentlicht am 23. April 2018
4

Poeten mit den meisten Werken

Überaus aktive Lyriker

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3.Paul Reeps39
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8.Matthias Back13
9.Yuks11
10.Andrea Wunderlich, Selb8
11.Celine Rosenkind8
12.Oliver Delastere7
13.Inanna Grenzmüller7
14.Surreal6
15.KuddelAHH6
16.Rosenblüte5
17.Tan Prifti5
18.deyaram3a5
19.Pia5
20.wanderer5
21.Paul & Friends5
22.Lennart J. Schrader5
23.Gaby Mahler4
24.Erikasko4
25.Sebastian S.4

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Besonders beliebte Dichter

 NutzerLikes
1.Paul Reeps5812
2.Werner Speer - Geh.4095
3.Annelie Kelch1408
4.Matthias Back894
5.wanderer632
6.Celine Rosenkind580
7.Gofmann511
8.Inanna Grenzmüller458
9.Andrea Wunderlich, Selb443
10.Hannah395
11.Gaby Mahler383
12.Paul & Friends344
13.Oliver Delastere316
14.Surreal294
15.philjazz274
16.Pia273
17.Rosenblüte267
18.Emma264
19.Magdalena Wank262
20.Lennart J. Schrader230
21.Sebastian S.228
22.Katja Konopik216
23.Aanis Aadon201
24.Lena194
25.Harry192

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