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Wir Wortkunst und Kreativität

Lyrik des Tages

Die tägliche Dosis Lyrik! Bereits Apollon schätzte die schönen Künste, neben der Musik insbesondere auch die Dichtkunst. Jeden Tag werden hier aus unserer lyrischen Sammlung fünfzig lyrische Texte dargestellt, die von allen Seitenbesuchern bewertet werden können. Sei auch du ein Lyriker und schenke anderen Besuchern deine Verse, Songtexte und Poesie.

Modus operandi

Wie funktioniert's?

Dies ist der Ort, wo deine Lyriken, Texte und Poesien tagtäglich bewertet werden können. Jeden Tag werden 50 Werke herausgepickt, die ausschließlich hier bewertet („geliked”) werden können. Um mitzumachen, nutze das Eingabeformular unter Lyrik eintragen. Neben der täglichen Dosis Poesie auf dieser Seite gibt es natürlich auch den Ort, wo alle Werke alphabetisch sortiert betrachtet werden können, das ist die Gesammelte Lyrik, wo du alle bisher veröffentlichten Lyrik-Einsendungen einsehen kannst.

Lyrik des Tages

Der Berg
Hoch und scharf, so tritt er hervor,
Kantig und steil, wie niemand zuvor,
Schon aus der Ferne man ihn sehen kann,
denn er zieht dich in seinen Bann.

Majestätisch kennt man ihn,
wenn die Sonne auf ihn schien,
traumhaft schön und rätselhaft,
magisch und so voller Kraft.
Rosenblüte
veröffentlicht am 6. Mai 2017
51

Lyrik des Tages

Watteball
Früher war ich sehr bescheiden;
Mochte miese Mienen meiden.
Kam es dennoch mal zum Wutanfall,
nahm ich einfach einen Watteball,
um mir damit auszukleiden
die Ohren auf den beiden Seiten.

So konnten Deine blechernen Worte,
jene von der schlechten Sorte,
wenn sie ins Gehirn mir dringen,
nur noch allzu dumpf erklingen,
außerstande nachzuschwingen.
Inanna Grenzmüller
veröffentlicht am 23. November 2016
125

Lyrik des Tages

Winterzeit - Akrostichon
W ortlos unterm Eis ruht der Badesee.
I ins Dunkel malt der Mondstrahl
Mandalas mit goldenem Zeh
N ach dem Vorbild der Sonnenuhren
T räume im Schnee hinterlassen Spuren
E in Seniorenheim kommt auf Touren
R aoul, der kranke Alte, vergaß seinen
Schal -
Z um allerletzten Mal
E einen Winter erleben,
Weihnachten feiern
I im großen Saal
T ränen im einsamen Zimmer –
zurücklassen
Annelie Kelch
veröffentlicht am 19. Dezember 2016
8

Lyrik des Tages

Bluesgefühle
Für jeden, hat es in seinem langen Leben,
auch schon sehr oft, einmal den Blues gegeben.
Es gab Trübsal, Elend und keine Zuversicht,
das ist dann der Blues, von dem man spricht.

Dieser Blues, der drückt unsere inneren Gefühle aus
und diese nehmen wir oder bringen sie nach Haus.
Aus dieser Trübsal, dann wieder zu entkommen,
hat vielen Menschen, sehr viel Kraft genommen.

Doch im Blues liegen auch viele schöne Töne,
es gibt Melodien, im Blues, ganz wunderschöne.
Die Lieder klagen, von viel Leid und Problemen,
diese Inhalte, sollte niemand, zu leicht nehmen.

Den Rhythmus sollte jeder aber, immer genießen,
dann kann, die Zuversicht auch, wieder sprießen.
In der Musik, liegt sehr viel Kraft, für das Leben
denn Blues, kann helfen und etwas wiedergeben.

Im Blues liegt immer viel Gefühl und Melancholie,
wer „Still Got The Blues“ hört, vergisst das Lied nie.
Die Töne prägen sich, sehr tief in die Seele ein,
durch das Lied, bist Du im Blues, nicht mehr allein.
Paul Reeps
veröffentlicht am 25. Oktober 2018
237

Lyrik des Tages

Harlekin
Ein eisig kalter Morgen zog herauf,
vom wilden Sturm, der früh
die Straßen fegte, ganz zerfleddert.
Die halbe Nacht hab' ich
in meinem Tagebuch geblättert,
fand deinen Namen nicht darin
und doch warst du
ein Teil von meinem Leben
und manche Leute meinten gar
du warst mein Hauptgewinn.

Ich wusste oft nicht ein noch aus
und niemand gab mir einen guten Rat.
Ich zog mich selber an den Haaren
aus so mancher Seelenpleite
mehr schlecht als recht,
das geb' ich – ungern – zu,
doch längst nicht mehr an deiner Seite
trag ich das Harlekinkostüm noch immer
und fänd', wenn ich es endlich abstreifte,
günstigstenfalls die wahre Ruh'.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 10. August 2017
28

Lyrik des Tages

Ich bin wie Toastbrot
Denn ich bin wie Toastbrot,
so knusprig am Morgen,
am Mittag schon scheintot
und nachts ohne Sorgen.
Gofmann
veröffentlicht am 12. Februar 2012
29

Lyrik des Tages

Schmetterlinge
Bei uns hinterm Haus, herrschte ein großes Treiben,
es gab hier eine Holzbank und so tat ich noch bleiben.
Im schönen Garten, gleich hinter dem kleinen Zaun,
gab es viele Pflanzen und einen blühenden Baum.

Die vielen Pflanzen sahen schön aus, in der Blütezeit
und die Brennnesseln und Disteln, machten sich breit.
Der Sommerflieder lockte sehr viele Insekten an,
bei so vielen Blüten, flogen auch Schmetterlinge heran.

Der Admiral mit seinen schön gefärbten Flügeln
und sein weißer Fleck, taten sich in der Sonne spiegeln.
Auch der kleine Fuchs kam in einer Vielzahl angeflogen
und war dabei manchmal, vor dünnen Ästen abgebogen.

Die Schmetterlinge spielten in dem schönen Sonnenlicht,
ich konnte alles gut beobachten, bei dieser klaren Sicht.
Die Bewegungen, dieser schön anzusehenden Falter,
die waren hier schön zu erkennen, in unserem Zeitalter.

Die Natur hat uns so viel immer wieder, zu geben
und wir dürfen, wenn wir aufpassen, auch darin leben.
Paul Reeps
veröffentlicht am 28. Oktober 2018
229

Lyrik des Tages

Moderne Discounter
Das Personal ist auf Leistung gedrillt, it’s just a rush, push, cash!
Muss rackern bis die Hand anschwillt, ein Alltag kurz vorm Crash.
Schnelligkeit und Preisalarm nennen sich heute Disziplinen,
und die Füllung Amalgam für Sprühwurst und Pralinen.
Der Supermarkt von damals war noch geruhsam,
als Anfangstakt des Schicksals für Gesichterwurst und Süßkram.
Die nächste Kundin schiebt einen den Einkaufswagen an den Hintern,
prall gefüllt mit Slipeinlagen, wahrscheinlich zum Überwintern.
000_Retro_Bot_000
veröffentlicht am 17. Oktober 2019
8

Lyrik des Tages

Holde Maid
Du holde Maid wo bist du nur?
Dein blondes Haar, so gold, so pur
Deine Lippen so voll, so rot
Ich werd dich retten du bist in Not.
Ichkämpfe mich durch dunkle Orte
und steh nun da, an dieser Pforte.
Du bist schon tot, ich kam zu spät,
Dein Leichnam in einem Kessel brät.
Du warst so schön, du warst so geil.
Doch der Weg zu dir, war viel zu steil.
Reaper
veröffentlicht am 5. August 2013
40

Lyrik des Tages

Gefangen
Hilfe, ich bin gefangen in meinem Kopf, helft mir fliehen. Heißt Fliehen gar Sterben?, ich nähme es in Kauf.

Mein Herz verschlossen in einer Schachtel aus Misstrauen und Furcht, so schwer wie Blei, lass meine Gefühle doch endlich wieder frei.

Meine Gedichte scheinen sich immer nur um dieses verschwommne Thema zu drehen, kann denn kein Leser die nicht ausdrückbare Botschaft verstehen?
Anonym
veröffentlicht am 16. Juli 2012
46

Lyrik des Tages

Verlorenes Ich
Jetzt sitze ich hier
Und denke nach
Wie ich dich verlieren konnte
Wie ich mich verlieren konnte

Meine Seele ist nicht mehr die
Die sie mal war
Ich bin nicht mehr so
Wie ich früher mal war

Ich sitze hier und denke nach
Wie konnte ich mich so verändern
Wie konnte ich mich selbst so verlieren
Nur um das Glück nicht zu verlieren

Jetzt habe ich beides verloren
Mein Glück und mich selbst
Alles war um
Sybby88
veröffentlicht am 18. August 2012
46

Lyrik des Tages

Modetrends und Minimalismus
Modeketten – halten dem Esel die Karotte vor die Nase.
Bei Pailletten auf der Jeans wittern Frauen die Kaufphase.
Die Herrenjeans ist neuerdings mit Elasthan verseucht.
Und dem Stephan wirds im Schritt schweißfeucht.
Man lebt in einer Zeit, wo Überflüssiges dominiert
und Einfaches immer mehr untergeht.
Mode gleicht Krankheit, dreifach reduziert und blutleer zugenäht.
000_Retro_Bot_000
veröffentlicht am 31. Oktober 2019
1

Lyrik des Tages

One Man Army
Die Erde bebt! Der Himmel brennt!
Gebäude stürzen ein!
Noch ist kein Krieg!
Also was kann das sein?
Bomben explodiern!
Raketen schlagen ein!
Und schuld an dem Terror
ist nur ein Mann allein!

Das Ende naht und du mein Freund
Bist live mit dabei!
Ein letztes mal feiern
Auf Verderb und Gedei!
Dein letztes Geschrei!
Ein letztes mal High!
Komm halt mich auf
Du hast einen Schuss frei!

Die Ein-Mann-Armee
auf dem Kreuzzug ins Verderben!
Millionen Menschen sterben!
Nur noch Trümmer
Nur noch Scherben!
Der Fluss färbt sich rot!
Die Luft stinkt nach Kot!
Ich deale mit dem Teufel
und spiel Spiele mit dem Tod!
IgniteTheFire
veröffentlicht am 5. Mai 2017
49

Lyrik des Tages

Planet Hass
Lieben lachen Respekt
Werte die heute niemand schätzt
Sind verloren und wurden
Durch Trauer Schmerz und Hass ersetzt.

Die intelligentesten Wesen
Doch von Intelligenz so fern
Das sind wir Menschen
Harte Schale harter Kern.

Frieden ein Fremdwort
Für Menschen wie uns
Hass aber eine Norm
die jeder benutzt.

Einst wo war Zuneigung und Liebe
Ist heute Egoismus und Gier
Wodurch entstehen Kriege
So hirnlos sind Menschen
Aber kein Tier.

Willkommen auf dem Planet Erde
Vom Menschen erschafft
Nun können wir ihn nennen
Den Planeten Hass.
Emiliya
veröffentlicht am 15. November 2024
51

Lyrik des Tages

Wahrnehmen
Wir wünschen uns hier,
das Paradies zu finden,
der vermittelte Eindruck,
lässt sich damit verbinden.

Die erforderliche Zeit
sollten wir uns dafür nehmen
und was wir erleben,
können wir so wahrnehmen.
Paul & Friends
veröffentlicht am 13. Juni 2024
51

Lyrik des Tages

Menschen
Menschen nennen wir uns
Finden wir seien eine Kunst
Doch menschliches besitzen wir nicht
Tragen jeden Tag ein falsches Gesicht.

Der Sinn des Lebens uns nicht bewusst
Wollen Leben ohne Grenzen und Verlust
hätten wir den Sinn bloß gewusst.

Menschen
Geboren als reine Personen
Entwickeln sich in unterschiedlichen Nationen
Letztlich nicht mehr wiederzukennen
Menschen kann man sie nicht mehr nennen.

Haben verlernt zu lieben
Sind dazu erzogen zu hassen
Drum finden wir es normal uns zu bekriegen
Und können es selbst kaum fassen.

Menschen
Jeden Tag auf der Flucht
Vor sich selbst und suchen Zuflucht
Sind verantwortlich für den Untergang der Erde
Aber würden sich trotzdem immer noch beschweren.

Menschen
Eine begrenzte Zeit auf der Erde
Helden würden sie nicht mehr werden
Lassen Tag für Tag die Erde im Stich
Sollen sich nicht wundern
Wenn die Erde irgendwann zusammenbricht
Emiliya
veröffentlicht am 15. November 2024
53

Lyrik des Tages

Fleisch ist Jugendliebe
Ich saß in einer Kellerbar
und drückte die Talgdrüse,
ich hatte Angst vorm neuen Jahr,
besonders vor Gemüse!

Fleisch ist Jugendliebe
und ich bin ein alter Vielfraß,
drum kratze ich die Griebe
und schaue in mein Salzfass.

Dann steig ich wie mein Pimmel
aus der Hölle in den Himmel
und spiele auf der Arschgeige
das Lied vom Stengel und der Feige.
Gofmann
veröffentlicht am 16. April 2016
9

Lyrik des Tages

Ich träumte
Ich träumte,
ich könnte die Welt neu erfinden.
Müsste nur daran denken,
was ich wie haben wollte.
So schuf ich das Modell
der perfekten Wirklichkeit.

Als ich dann dachte,
dass ich diese endlich erträumt hatte,
merkte ich schlussendlich,
dass nach dem Erwachen
doch alles anders war
als ich wollte.

Ein Kreislauf hatte begonnen,
der wie kleine Zahnrädchen
ineinander greifen tat.
Nicht vorhersehbar war
die Kettenreaktion auf all dies
was ich schuf.

Und so bleib ich doch
ein kleiner Träumer.
So wahr ich hier sitze
und auf die Wolkendecke schiele.
Aber wenn ich im Kleinen träume...
wird es gut.
Andrea Wunderlich, Selb
veröffentlicht am 7. März 2023
51

Lyrik des Tages

Feuriger Entspannungsweg
Ich will dich hören, will dich fühlen
Dich betören und verführen
Dich verleiten zu des Fleisches Lust
Dass des Herzens Rhythmus folgen musst
Lerne neu du selbst zu sein
Und wasche deine Seele rein

Ist dein Feuer vorerst abgeklungen
So kannst du dann die Ruh erkunden
Der Entspannungs tiefste Tiefen finden
Deine Seele in den Schlafe wiegen
Lern dich völlig los zu lassen
Und der Seele Reichtum anzuschaffen
Welch kann einzig dann errungen
Wenn des Wonnes Gipfel ist erklommen
Fauler Spaßvogel
veröffentlicht am 27. Mai 2016
40

Lyrik des Tages

Das Urteil
In einer Welt, von Zeit durchzogen, ein Richter thronend im Himmel. Sein Blick fällt wie ein Urteil, Stunden verwehen, Gefangene Seelen im Schatten stehen.

Einst voller Glanz, jetzt ein Gefangener, schwer wie Tanz. In traurigen Ketten, an die Zeit gebunden, verweilt er, von vergangenen Stunden umwunden.

Stunden fließen wie Tränen im Wind, der Gefangene seufzt, doch sein Blick beginnt, zu schweifen, zu träumen, von einem Morgen, wo des Richters Urteil neu geborgen.

Der Richter, ein Spiegel der ewigen Zeit, versteht er die Traurigkeit der Einsamkeit? Sein Blick durchdringt die Schleier der Nacht, entfaltet Geschichten, die in der Seele erwacht.

Stunden verklingen, doch die Frage bleibt, wie des Richters Urteil die Zeit vertreibt. Gerechtigkeit, im Universum wacht? Oder sind wir nur Gefangene der Nacht?

Philosophiere über die Macht der Zeit, ein Richter spielt ohne Menschlichkeit. Gefangen in einem Dasein, voller Leid, während Stunden uns entführen in die Ewigkeit.
Graues Phantom der Träume
veröffentlicht am 19. Januar 2024
38

Lyrik des Tages

Dunkelheit
Schwarze Schatten, umgekehrtes Licht.
Mir jede Nacht Besuch erstatten,
bin nicht drauf erpicht.
Und heute Nacht, die Dunkelheit schreit.
Hysterisch lacht, ich hab sie befreit.
Sie saugt mich auf, in unendlichen Raum.
Die Zeit, die stoppt, das ist kein Traum.
Sie spricht zu mir, nun schlaf für immer.
Deine Seele ist hier, dein Körper tot im Zimmer.
Anonym
veröffentlicht am 7. Mai 2012
62

Lyrik des Tages

Wie geht es dir?
Wenn du weißt, dass das Schicksal spielt,
sei dir bewusst, dass es nie verliert.
Viel kann passieren, viel kann gesche'n,
aber nie darf dein Lächeln vergeh'n.
Und ist das Leben noch so hart,
heb den Kopf nach oben - die Rettung naht.
Manchmal machst du gute Miene zum bösen Spiel,
aber eigentlich wird es dir wieder zu viel.
Es interessiert nicht was die anderen sagen, nur deine Liebsten, darfst du nie verraten.

Ich weiß dieser Text hier ist kein Meisterwerk,
doch hoffentlich war er eure Zeit noch Wert.
Itz a G
veröffentlicht am 9. Februar 2018
53

Lyrik des Tages

leare 361. chorus 1
Des unschuidige lebn hot des spü valoan, die reinheit wiad nie meah wieda geboan
Des beschmutzte lebn woa niemois unberüaht, jeda hot seine eignen föhla gschnüat
Des vafluachte lebn is scho vüz oft entgleist, die woahheit is scho wieda weit vareist
Des vahosste lebn rächt si auf wüde oat, jeda hot scho tiaf in die leare gstoat.
philjazz
veröffentlicht am 29. September 2016
8

Lyrik des Tages

Theorie
In der Poesie
steckt eine Menge Fantasie
du weißt nie, wie
alles ist anders in der Praxis
als in der Theorie
nein, ich hab keine Allergie, ich mach weiter
wie noch nie
ich kletter die Leiter nach droben
in der Theorie bin ich grade oben
aber in der Praxis hab ich Angst
und steh am Boden .
DIMA
veröffentlicht am 5. August 2013
50

Lyrik des Tages

Weiß jemand
Weiß jemand,
wofür wir in dieser bunten Welt leben?
Wird es hier auch Ruhe
und eine Zufriedenheit geben?

Können wir hier
eine ruhige Friedsamkeit vorfinden?
Oder müssen wir hier
alles erst noch neu erfinden?

Weiß jemand,
wonach wir hier ständig suchen?
Wann können wir dabei
auch Erfolge verbuchen?

Wer kann uns sagen,
wie es hier weitergeht?
Oder ist es zum Suchen
nicht schon zu spät?
Paul Reeps
veröffentlicht am 1. Mai 2023
102

Lyrik des Tages

Bedrückt
Viel Entbehrung,
muss der Mensch erleben
und das Leben,
verläuft sehr oft bedrückt.

An vielen Tagen,
da wird man fast verrückt,
und nichts sagen,
nur noch still sein,
in seinem Leben.
Paul Reeps
veröffentlicht am 15. November 2018
153

Lyrik des Tages

Menschen
Auf der Erde gibt es Menschen,
die sich unterscheiden,
es kommt immer wieder vor,
dass manche Kontakte meiden.
Es gibt viele Menschengruppen,
die werden nicht akzeptiert,
diese schütteln ihren Kopf
und haben das nicht kapiert.

Wir alle sind nur Menschen
hier auf Erden,
deshalb sollte keiner nur ein wenig
verachtet werden.
Es wurde in der gesamten Welt,
leider nicht alles fair verteilt,
doch mit Charakter und guten Willen,
wird vieles gern geteilt.

Aber einige Bewohner meinen,
die Welt gehört ihnen allein
und sie leben in Prunk,
glänzen somit im Sonnenschein.
Die anderen Menschen,
dürfen mit niedriger Arbeit dienen,
müssen schwer arbeiten,
werden kaum etwas verdienen.

Viele andere Menschen
leben in einer Bescheidenheit
und sind für eine Unterstützung,
immer sehr hilfsbereit.
Eine wahre Menschlichkeit,
kann jeder sofort erkennen,
weil diese Menschen werden,
bei ihrer Hilfe nie wegrennen.

Wir sollten eines immer,
auf dieser Erde auch wissen,
in einer menschlichen Herzlichkeit,
wird man den Prunk vermissen.
Werner Speer - Geh.
veröffentlicht am 18. Dezember 2018
160

Lyrik des Tages

Glaube
Misstönend in meinen Ohren
die Kirchenglocke erschallt,
ganz früh am Morgen
die Sonne das Morgenrot erst malt.

Religiösität ist dort fehl am Platz,
wo der Glaube an einen Selbst fehlt,
zwitschert mir der Spatz
und entschwindet frei ins Himmelsreich.
Anonym
veröffentlicht am 13. Januar 2013
43

Lyrik des Tages

Die Zeit
Zeit
(Gewiss, man kann sie stoppen, die Zeit,
aber nicht anhalten ...)

Die Zeit steht nimmer still und stirbt nicht aus; ich denke oft an jene schicksalsschwere Stunde, als es an uns vorüberzog, das legendäre Glück. -
In meinem Herzen klafft seither die tiefe Wunde, die mich auf fremdbestimmtes Leben führt' zurück.

Ich gebe insgeheim nur immer mir die Schuld, auch dies: ein weit verbreiteter Charakterzug,
der jene wahrhaft Schuldigen aufjubeln lässt,
die sich dann lauter, toller noch als sonst gebärden. Ich kann dich gut verstehen, wenn du sagst: Es ist genug! -

Die Zeit ist jenes Haus, darin du dich gefangen hältst.
Sie anhalten zu wollen, wird mit Sicherheit misslingen.
Du fragst sich oft, was wird die Zeit noch bringen? Vielleicht 'nen Spiegel, darin du dir selbst gefällst ...
Annelie Kelch
veröffentlicht am 22. Februar 2017
8

Lyrik des Tages

Sieh es mal so...
Ist der Himmel grau
und trübe
glaub mir nur
die Sonne scheint
vom Strahlen ist sie
manchmal müde
wie auch ein Mensch
der einmal weint
Celine Rosenkind
veröffentlicht am 16. April 2012
105

Lyrik des Tages

Der Blick von oben nach unten.
Wie kann ich hier glücklich sein?
Wenn ich weiß ich lebe hier nicht allein.

Wie kann ich glücklich sein?
Wenn ich weiß das überall ein jener ist am wein.

Verarbeiten?
Ich arbeite daran doch nichts ändert sich.
Nur ich ändere mich.
Wofür bin ich?
Dafür bin ich?!
Von links
von rechts von vorne und von hinten
überall kommen die Nachrichten.
Nachrichten von Leid Qual.
Jeder Hoffnungsschimmer wird vergraben
durch dutzend traurige Taten.
was bleibt, dass bin ich.
LeZ
veröffentlicht am 21. Februar 2016
48

Lyrik des Tages

475. | titel noch unbekannt.
475. | titel noch unbekannt.
1) 5+9/9+7/6+5
spitze stean krotzn om eaeignishorizont entlong,
dünne seifnblosn zaplotzn om seidnweichn voahong,
a wön aus eneagie moit an neionfong

schoafe zeitsplitta schneidn klaffende wundn ins licht,
fein gschliffne pealen hinta gitta gleitn ausm gleichgewicht,
diese anomalie hot iah eigne schrift

gonz enge kuavn zaschneidn den endlos grodn pfad,
diese tiafn aufgrissnen fuachn zian des oide lebmsrad,
da zukünftige schritt mocht no gnua föhtritt
...10+10/10+10
a heimlicha äussast schmola duachloss
öffnet si east im letztn augnblick,
a unrhythmisch schlogenda otemstoss
vaengt si dramatisch duach an foistrick.
___________________

nachtrag: 474. | desertiat.
philjazz
veröffentlicht am 9. Juni 2020
1

Lyrik des Tages

Fremder
Fremder in den eigenen Reihen,
werde nie wirklich angenommen,
nie richtig ankommen.
Wie soll da Glück gedeihen?
Das Herz verkümmert in der Brust,
doch auch voller Emotionen.
Wohin nur mit dem Frust,
es würde mir doch eh keiner zuhören.
Anonym
veröffentlicht am 4. Februar 2013
41

Lyrik des Tages

Schützt die Welt
Warum ist alles so geworden?
Es war doch alles ohne Sorgen.
Hier geht es nur noch um Gewinn,
Gekümmert wird sich nur geringen
Um die Natur, die alles geübt
Der Mensch denkt, sie vergiebt.
Doch das tut sie nun nicht mehr,
Der Mensch verschwänden sie so sehr.
Wir müssen lernen sie zu schützen
Sonst wird sie uns bald nichts mehr nützen
Wir würden alle enden im Krieg
Niemand würd sich freun eines Sieg,
Die Menschheit würde ausgerottet sein,
Denn die Natur, sie gibt nicht klein.
Anonym
veröffentlicht am 23. Januar 2015
78

Lyrik des Tages

Wetterlos - für Robert Gernhardt
Der Winter stürzte nächtens auf dem Eis,
dem schnöden
und brach sich dabei seinen Steiß
den blöden.

Frau Luna lachte: Armes Schwein!
Da stellte er – citissime – das Wintern ein
und legte sich im Schnee zur Ruh!

Was nu?
Annelie Kelch
veröffentlicht am 30. November 2016
12

Lyrik des Tages

Winter
An der Straße steht ein Kind
eine Schneeflocke es fängt
(und gleich darauf noch viele mehr)
Dann kommt ein Wind
Doch einsam fühlt sich das Kind sehr
und es sich denkt:
Die Straße ist leer.
Dichter der Dichter
veröffentlicht am 3. März 2018
51

Lyrik des Tages

Eiskonfekt und Blasensekt
Ich war einst Wirt in Nouakchott
und füllte meinen Pissepott.
Randvoll mit lecker Eiskonfekt
und ein paar Tröpfchen Blasensekt.
Wie immer war’s furztrocken
in meiner Westsahara,
im Zimmer lagen Socken
und es lockte der Mascara.
Als Klobürste war er bestens zu gebrauchen,
so putze ich Kackwürste
und ging dann Tiefseetauchen.
Gofmann
veröffentlicht am 17. Juni 2022
3

Lyrik des Tages

Die Andacht in Shaghai
Wenn der Himmel graut am Morgen
Menschen sich, samt ihren Sorgen,
zu den Orten hin bewegen,
die sie achtsam immer pflegen.

Grün sind sie und schön gestaltet.
Muße hier die Zeit verwaltet!
Hier an diesen guten Plätzen
können öffnen sie die Herzen.

Voller Andacht sie mit andern
lassen Geist und Seele wandern
in gemeinsamer Bewegung
finden Sie des Geistes Regung.

So, gemeinsam, Gottverbunden
lassen sich die Weltenwunden
schließen, heilen, neu gestalten
Und den Wahnsinn auszuhalten.

Matthias Back 3.06.12
Matthias Back
veröffentlicht am 21. Februar 2017
87

Lyrik des Tages

Der Küstenhang
Brechende Wellen im wankelden Ozean;
Flut, die du treibst die Brandung herran,
an die Kluft vor dem Küstengestädte
aus dem du trägst Steine hinein in dein Ozeanbette.

Hinaus blicke ich von dem Küstenrand,
auf die Wässer in ihrem Morgengewand,
während kühles Wasser nach oben spritzt
im Morgen der ein leuchtend Anlitz besitzt.

Auf das ich blicke hinunter auf tobendes Blau
indes ich stehe hier sicher das Blau mir beschau
und die Brandung der Wellen genieße.

Im wohligen Licht der Naturgewalt
stehe ich hier als einsam Gestalt
auf das tobendes Wasser am Berghang zerfließe.
Sebastian Krüger
veröffentlicht am 10. August 2017
54

Lyrik des Tages

Flaschenpost bei Glückstadt
Elbe – Strom unterm Möwenflug
treib ich die Wegspur den Deichhang hinab
und fern schwankt das Ufer: Sumpfdotter …
Gelbäugig blühts im Schlick neben Röhricht und Ried, und ein Stoppelhalm reißt die uralte Wunde auf.

Elbmarsch – mein Kleinod im Frühtau, wenn' s funkelt und perlt an den Gräsern, kühler atmet der Priel, und droben, über Aue und Fluss, schleicht der blasse Jüngling von Deck:
So müd ist mein rastloser Mond!

Unterm Schilfdach der grünen Moschee ruft ein verwunschener Prinz zum Morgengebet, und sein Urahn, der Seefrosch, stimmt ein. Da zuckt, im Traum noch, der rotbunten Leiber
warmes Gewölk auf den Wiesen.

Drunten, am mageren Strand, birst mir im
hölzernen Kahn die Erinnerungsfracht. Das zärteste Gefühl füll ich um in die leere Flasche am Kai und füg sie ins Graugeröll der
Steine. - Zu dir, Undine, trägt sie die Welle der Flut, darin Ewigkeit nächtigt.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 29. September 2017
4

Lyrik des Tages

Gespräche mit dem Mond
Eingehült im Sternengalnz der Nacht,
Stehe ich auf meinem Balkon,
mit dem Mond der über mich wacht.
Wir lachen und wir trinken Wein,
Baden uns in seinem Schein.

Er erzählt mir von der Sonne gern,
Er sagt, er mag sie sehr, doch sie sei ihm so fern.
Er vermisse sie, doch versprochen habe er sich der Nacht,
Ich sehe wie er versteckt etwas traurig lacht.
Und sie sich schließlich dem Tag,
doch das ändere nichts daran dass er sie sehr mag
Marie Harnisch
veröffentlicht am 16. Dezember 2013
75

Lyrik des Tages

O Sommersee, o Glanz ...
Grüne Tage, die kaum Schmerzen bereiten.
Was in krautiger Tiefe geschlummert,
ist ergründbar geworden,

und ich erinnere mich: Du warst ...
ein treibendes Blatt, vom Herbst
in den See gestürzt: die kalte Welt,
darin Blaubart spricht: Es besteht
kein Anspruch für dich, für niemand,
für keinen.

Glanz auf dem Wasser, Glanz …
wie von vierhundert Silberstücken,
die Abraham für die Höhle bei Hebron
blechte, Glanz, der trösten will ...
Da liegst du nun, Sara, neben Abraham
im Felde: Grab, darin Lemminge wühlen.

Auch mich führte einst ein Traum durchs
Gebirg, auch ich … stürzte vom Gipfel
in den See: O primavera, o estate, o lago.
Finito: il tempo della sofferenza*.

Hohles, mit Wasser gefüllt, teilt mit uns
die Sehnsucht zum Meer, kaspisch,
tanganjikasisch, aralisch, darauf Öl
schwimmt, das schwerer wiegt als Wasser
und untergeht wie Glück in der Schwermut.

Altväterlich gründelt der greise Fisch.
Stumm und weise flieht er das Netz.
So entging auch ich dir: zweifelnd und
schwankend, zwischen Geben und Nehmen.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 17. Juli 2018
7

Lyrik des Tages

Auferstehung
Ich ließ dir Welt und Erde,
das Unkraut zwischen der Aussaat,
den Tag und die Nacht;
Erinnerungen: die alten Geschichten,
alle Muscheln im Teich und die Bars
mit den aufgetakelten Frauen.

Den Aufstieg ließ ich dir, den
steilen, unaufhaltsamen auf der
Karrierreleiter und das viele Geld
für deinen Job, deinen wichtigen Job -
und webte die größte Stunde aus
Freiheitsgedanken.

Gegen den Wind rudere ich fortan
die Wolkenschiffe: einsame Steppenwölfin
auf ewiger Pilgerschaft; meines Glücks und
Unglücks eigener Schmied -
und schweige seither zumeist:
mit den Buchstaben in 'Auferstehung'.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 5. Mai 2017
12

Lyrik des Tages

Der Traum
Ich träumt ich wär ein Bett
Das wär ja auch mal nett
Ich müsst’ dann ruhig stille steh’n
Wenn tags man will zur Arbeit geh’n.

Doch nachts, was soll ich sagen,
geht’s mir dann an den Kragen.
Dann heißt es: „Sei flexibel“.
Schlingerkurs ... nicht übel.

Und wer nicht alles lag auf mir...
Die ganzen Namen sag ich dir...
Max und Anna, Gerd und Karl,
Simone und Herta mit dem aus Marl...

Puh, da bin ich aufgewacht.
Da ist die Latte mir gekracht!
... ... ...
Tja, und nun ist’s vorbei.


24.05.16 Matthias Back
Matthias Back
veröffentlicht am 21. Februar 2017
99

Lyrik des Tages

Herzblühen
Die Tochter in den Armen
Das Kerzenlicht gedimmt
Den lauen Tönen lauschend
Weiß ich, dass alles stimmt
Aanis Aadon
veröffentlicht am 20. Februar 2016
43

Lyrik des Tages

Das Versprechen
Unendlich lang habe ich hier gelegen,
seit der Spross wurd‘ zum großen Baum;
umsäumt im Garten mit blühenden Wegen,
doch fort bist du aus diesem ewigen Traum.
Gewandert zu einer dir befremdlichen Welt,
wo keine hellbunten Wiesen und Pfade
dich zu mir führen, und dich nichts hält,
bis auf die Erinnerung zeitloser Gnade.

Jetzt stehe ich wartend vor unzählbaren Blüten,
die Stimme von dir wie ein Echo verklingt,
und wär‘ ich nicht hier und würde sie hüten,
all jede ins Zeitmeer der Ewigkeit sinkt.
Auch ich bin selbst in schmerzlichsten Leiden,
und rufe vom anderen Ufer der See,
doch wird sich nie unser beider Weg scheiden,
da ich am großen Baum fortwährend steh‘.

Die Hoffnung, die ich hab‘ täglich entzündet,
der Funken, der wie ein Andenken bleibt,
das Wort, einstmals von uns beiden verkündet,
im Meer der Verzweiflung ruderlos treibt,
auf Wellen, die immerfort kommen und gehen;
mein Sehnen nach dir an der Brandung aufwallt.
Für dich werd‘ ich auf ewig hier stehen,
bis dein letztes Wort in mir widerhallt.
Auriana Belamour
veröffentlicht am 17. Juli 2022
62

Lyrik des Tages

Muffplauze
Wie Gottschalk mit der Großschnauze
sprech ich von meiner Muffplauze.
Dort kleben Schwangerschaftsstreifen
wie Abdrücke großer Reifen,
denn ich feuerte den Monstertruck
wie Erwin Rommel einst die Flak!

Mit Unschuldsmiene lag ich in den Wehen,
die Kriegsmaschine war am Rollen
und es kreisten die Aaskrähen.
Verführte ich im Fischlokal
zwei Schwestern aus Mischehen!

Bombenschläge knallten durch das Urschleimtal,
über Darmwege rollte die Mozartkugel pränatal.
Schließmuskelkater machte mich sodann zum Vater.
Es folgte der Geburtsschmerz,
wie kann man sich freikaufen?
Ich erleichterte mich mundwärts
und begrüßte den Scheißhaufen!
Gofmann
veröffentlicht am 17. Juli 2022
2

Lyrik des Tages

Nach der Ernte
Ich schaue aus der Fensterscheibe
da wo ich dieses niederschreibe.
Da hörte ich die Eggenscheibe.

Davor hing ein Fendt
den doch wirklich jeder kennt
nur nicht der Ökotrend.

Den dieser schlugt wenig Diesel
Dan hat er keine Kraft
Das interessiert kein Wiesel
Den denn braucht nur die Bauerschaft.
Titus
veröffentlicht am 10. Juni 2022
49

Lyrik des Tages

Blasentee
Ich zähle meine Stigmata und drehe große Runden.
Ich befummle mich im Eurostar und lasse mich bekunden.
Bei Ali Hassan Salameh bestellte ich die Tasse Blasentee,
rasierte dann dem Arafat
als Figaro
die Beine glatt.
Gofmann
veröffentlicht am 18. Januar 2024
0

Lyrik des Tages

Glücksmomente
Mit großen Vergnügen, beschwingt in den Tag starten,
ein Wohlgefühl und Frohsinn wird auf uns nun warten.

Der schöne Genuss des Lebens lässt uns glücklich sein,
die vielen Dinge beleben, eine Fröhlichkeit stellt sich ein.

Die Lebensfaszination belebt das Gemüt gut gelaunt,
lebensfroh wird alles in Begeisterungen ausposaunt.

Fröhlich und heiter mit viel Freude den Tag gestalten,
das eigene Leben verläuft so munter und wohlbehalten.

Diese Glücksmomente sind ein freudiger Hauptgewinn,
eine Lebenslust beginnt, wir spüren diesen Lebenssinn.

Sein Leben genießen glücklich, lustig und vergnügt
und ein tägliches Lachen im Gesicht wird hinzugefügt.
Werner Speer - Geh.
veröffentlicht am 20. Mai 2024
66

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