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Wir Wortkunst und Kreativität

Lyrik des Tages

Die tägliche Dosis Lyrik! Bereits Apollon schätzte die schönen Künste, neben der Musik insbesondere auch die Dichtkunst. Jeden Tag werden hier aus unserer lyrischen Sammlung fünfzig lyrische Texte dargestellt, die von allen Seitenbesuchern bewertet werden können. Sei auch du ein Lyriker und schenke anderen Besuchern deine Verse, Songtexte und Poesie.

Modus operandi

Wie funktioniert's?

Dies ist der Ort, wo deine Lyriken, Texte und Poesien tagtäglich bewertet werden können. Jeden Tag werden 50 Werke herausgepickt, die ausschließlich hier bewertet („geliked”) werden können. Um mitzumachen, nutze das Eingabeformular unter Lyrik eintragen. Neben der täglichen Dosis Poesie auf dieser Seite gibt es natürlich auch den Ort, wo alle Werke alphabetisch sortiert betrachtet werden können, das ist die Gesammelte Lyrik, wo du alle bisher veröffentlichten Lyrik-Einsendungen einsehen kannst.

Lyrik des Tages

Das Leben
Atme langsam, lebe schnell,
kaufe Liebe im Bordell.

Nehme alles, sterbe früh,
koche mehr als ein Menü.

Heb den Becher, leer ihn aus,
klaue Tand im Warenhaus.
John Doe
veröffentlicht am 18. Dezember 2011
59

Lyrik des Tages

Vertagen
Es ist nun leider kein Vergnügen,
wenn man heute Nachrichten sieht.
Die Bilder werden niemals lügen,
was alles in der Welt geschieht.

Der Frieden der Welt leider zerbricht
und somit viel Leid dort entstand.
Der Staat von großer Hilfe spricht,
doch liefert man Waffen in dieses Land.

Die Menschen werden ignoriert,
denn es wird nur Profit gemacht.
Es wird viel Geld auch investiert,
Tod und Verletzung nicht bedacht.

Der Aufschrei ist ständig riesengroß
und keiner will dort auch Schuld sein.
Menschen sagen "Was passiert da bloß,
warum stellt keiner diese Gewalt ein?"

Doch wird sich niemals etwas ändern,
weil die Mächtigen hier das Sagen haben.
Diese Personen lassen sich nicht hindern
und eine Antwort zur Hilfe, einfach vertagen.
Paul Reeps
veröffentlicht am 21. November 2018
153

Lyrik des Tages

Wozu?
Traurige Zeilen,
die du da liest.
Unzählige Meilen,
die du besiegst.

Wozu?

Du tust dir weh,
von ganz allein.
Wenn dein Kopf sagt „Geh!“,
ruft dein Herz „Nein!“

Wozu?

Du bist eine farblose Hülle,
umgeben von leeren Gedanken,
in traumhafter Idylle,
doch du setzt dir Schranken.

Wozu?

Bei dir sieht man niemals eine Träne,
denn Mitleid willst du nicht,
diese kleinen Wassertropfen verhindern deine Pläne,
deshalb hast du sie nie im Gesicht.

Wozu?

Du sagst es immer wieder:
Einsamkeit ist die schönste Zeit,
doch du bist auch nur ein guter Schauspieler,
dessen Kummer viel zu weit.

Wozu?

Wach endlich auf,
geh weg von dieser schwarz-weißen Welt,
tritt ein in’s Leben und nimm‘ das Risiko in Kauf!
Da draußen wartet alles, unter’m blauen Himmelszelt!

Aber, wozu?
Magdalena Wank
veröffentlicht am 8. Oktober 2017
58

Lyrik des Tages

Bugwars
Kleiner Käfer auf der Erde
Auf dir lastet eine Schwere
Du liegst unter mir
Denn ich, ich steh auf dir
Rüdiger Fischer
veröffentlicht am 25. November 2015
44

Lyrik des Tages

Der Schuldenberg
Der Schuldenberg

Der Schuldenberg der wächst und wächst,
der Nachbar jetzt den Hund raus lässt.

Im Portemonnaie da ist kein Geld drin,
der Dax stürzt ab, im Lotto kein Gewinn.

Die Löhne hinken dem eigenen Schatten hinter her,
morgens aufsteh'n, das fällt schon schwer.

Zugegeben, Zahlen sind ja variabel.
Die Reichen sind doch sehr spendabel?

Drum esst das Essen von der Tafel,
die Suppe mit der Alugabel?

Es braut sich 'was zusammen am Horizont,
die Menschheit dafür ja nichts konnt'.

Eines Tages wird man sagen: "Es ist vollbracht“,
wir liegen pudelnass im Graben. Wer hätte das gedacht?

© Jadeit, 04.05.2021
Jadeit
veröffentlicht am 7. Dezember 2022
5

Lyrik des Tages

Nicht gut genug
Dieses ganze Geläster geht weiter.
Ich bin immer wieder am scheitern.
Und dieses Gefühl einer Blamage
ist wie eine laute Durchsage.
eitsch
veröffentlicht am 20. März 2021
42

Lyrik des Tages

Der Winter
In dieser Jahreszeit fährt jedes Kind Schlitten,
und lässt sich von den Eltern nicht nach Hause bitten.
In dieser Jahreszeit wird fleißig gebacken,
für den Weihnachtsmann der versucht die Geschenke einzupacken.
So gut wie jeder weiß welche Jahreszeit es ist,
und wer nicht für den ist es eine Frist.
Natürlich ist der winter gemeint mit dem Weihnachtsmann,
wir lieben ihn und alles was er kann.
Anonym
veröffentlicht am 2. Oktober 2015
46

Lyrik des Tages

251. | liebe.
1)
Jetzt sitz ma olle om feia, sei wäame umhüllt uns von kopf bis fuss
Fühln uns geboagn und vü freia, sei licht gibt jedn an hamlichen kuss
Jetzt schaun ma olle ins feia, seine flommen züngln wüd und hoch hinauf
Reichn uns olle die hände, und da lebmstonz nimmt sein ewign lauf.
2)
Jetzt sitz ma olle om feia, sei rauch steigt in seah hohe atmosphäan
Fühln uns vü leichta und freia, sei licht stroiht bis zu deinem gebuatsstean
Jetzt lebm ma olle om feia, die flommen eazöhn uns iah lebmsgschicht
Öffnen unsre müdn augn, und dei lebmstraum erstroiht im ewign licht.
ch 1a)
Des feia is amoi seah bes, des feia is donn wieda liab und guad
Des feia is zwiegespoitn, zasteat und peinigt uns bis aufs bluad
Des feia braucht des wossa, und die eadn braucht die luft
Is a ewiga kreislauf, oba nua die liebe umhüllt ois mit iahn duft.
philjazz
veröffentlicht am 20. März 2018
3

Lyrik des Tages

Waldspaziergang
Hab acht, denn es könnte sein,
dass unter morschen Zweigen
ein gebrochenes Herz im
erschütterten Moos verwest.

Noch bist du leicht, verspielt,
eine Wolkenfeder über den Wipfeln
der Bäume, ahnst nicht, dass der stille
Nachtwind wahrhaftiger ist als das
Sommergeschwätz der Schwalben -

bis ein Schleier das Himmelsblau trübt
und dein Lieblingsbaum die Vögel in
seinem Laub aus ihren Nestern wirft.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 6. Oktober 2017
8

Lyrik des Tages

Der perverse Affe
Ein Affe mastubierte in Kiel,
es gab für ihn nur ein großes Ziel.
Drum flog er zum Po,
dort bekam ers roh,
mit 'nem riesengroßen blauen Stiel.
penetrator3000
veröffentlicht am 28. Mai 2013
49

Lyrik des Tages

Am Morgen geh ich durch den Wald
Nicht's scheint im Walde je zu klingen,
Wenn bloße Schritte sich von Moos umschlingen.
Wenn Nebel sich wird leise schmiegen,
Um jene die im Wind sich wiegen.

Nicht's scheint im Walde je zu klingen,
Wenn Sonnenstrahl'n durch's Dickicht dringen.
Wenn Tau entsteht im Morgenrot,
Des Raureif's Tot vom Tage droht.

Nicht's scheint im Walde je zu klingen,
Wenn Vögel noch im Traume singen.
Wenn meine Ohren achtsam lauschen,
Und hören nur das Blätterrauschen.

Nicht's scheint im Walde je zu klingen,
Wenn Helios Strahl'n mir Wärme bringen.
Wenn endlich nach so langer Nacht,
Mir sein Gesicht entgegen lacht.

Dann scheint im Walde je zu klingen,
Die Melodie von der Natur.
Die es so schafft wie keine nur,
Mein Herze lässt im Kreise springen.
pfroemmi
veröffentlicht am 23. August 2018
48

Lyrik des Tages

Frei nach mein' Worten
So wurde die Arbeit von einhundert Stimmen,
zum Werke von zehn armen Stummen.
Folgend wurden die zehn armen Stummen,
zum ein' der frei spricht.
Frei nach mein' Worten -
die ein jeder spricht.
k!D
veröffentlicht am 3. Mai 2021
38

Lyrik des Tages

Die Liebenden
Liebende gibt es wie Sand am Meer
Doch ihre Liebe meist heikel und schwer

Die Liebe zueinander ist von kurzer Dauer
Mal ist sie süß, mal ist sie sauer

Am Ende ist es nur ein Zeitvertreib
Der nicht für immer bleibt
Lennart J. Schrader
veröffentlicht am 23. Mai 2020
48

Lyrik des Tages

Umweltschutz
Du stehst mitten im Wald,
mit geschlossenen Augen.
Atmest zitternd ein und riechst die sterbenden Bäume,
den stehenden Morast, die sauren Gewässer.
Der Wald als dein leidender Freund. Du atmest aus, wieder ein.
Der Gestank von Verwesung verwebt sich mit Abgasen.
Die Totenstille wird nur unterbrochen durch Autohupen.
Schlägst zögernd die Augen auf.
Hoffnungslos, der Wald hat keine Seele, ist kalt.
:- -:
veröffentlicht am 13. Mai 2012
43

Lyrik des Tages

Versforst
Im Hochwald
stolziert das Sonett
zeigt mürrisch die spitzigen Enden

rasch huschen Kleinverse
durch die Gebüsche

lasziv liegt Liebeslyrik
im Moos

grau gantern Balladen
die Wipfel entlang

der Boden bedeckt
mit hellen Metaphern

doch schwarz in den Fichten
ein Gleichnis

ein Kritikerschuß
scheucht alles heraus
für einen Moment
nicht getroffen

Romanflugzeuge
ziehn fern drüber hin
Gisbert Amm
veröffentlicht am 20. August 2015
46

Lyrik des Tages

Langeweile
Zwischen einem Glas Bier
und einem aus Langeweile
verbringe ich meinen Tag
von fremden Schatten betrunken
Anton Fischer
veröffentlicht am 6. April 2019
53

Lyrik des Tages

Entlassungstag
Ich brauch nicht viel zum glücklich sein -
mir reicht: ich bin heut nicht allein.
Peter Bunselmann
veröffentlicht am 23. Februar 2013
41

Lyrik des Tages

François Villon träumt vom Ende
Tödlich, am Galgen zu hangen!
Blanche so weit fort und das Ende nah wie nie –,
mit blauen Lefzen und mit fahlen Wangen,
wie ein zum Ausbluten gekeultes Vieh.

Es gibt der Gauner mannigfach auf dieser Welt;
doch ausgerechnet MICH krallten die Wachsoldatenhunde
– was item dem François Perdrier gefällt –
im finstern Tann nahe Patay zur Geisterstunde.

Tödlich, am Galgen zu hangen.
Adieu, mein lieber Freund Jean de Calais!
Ich weiß nicht, soll ich lachen oder bangen,
und item tut der Strick am Hals mir schrecklich weh.

(nach „Seltsam, im Nebel zu wandern“ von Hermann Hesse)
François Villon war ein franz. Dichter im 15. Jhd. (Le grand testament)
Annelie Kelch
veröffentlicht am 5. Oktober 2017
4

Lyrik des Tages

Alte Liebe nach Goethe
Grau die Regenwand
weiß der Bogenrand
weiß die Haare,
doch farbig beschattet
vom Glanz ihrer Augen:
in munterer Trübe
eine Sonne aus Liebe
Anonym
veröffentlicht am 23. Juni 2016
41

Lyrik des Tages

Teekesselrätsel
Teekessel – Rätsel - Geschichte
Ein Kind sah ich am Wiesenrand,
es hielt ein Blümchen in der Hand.
Die Wiese, sie war gelb und schön,
eine Augenweide sie zu sehn.
Das Blütenmeer gefiel mir sehr,
das Kind sprach nur, „ich pflück noch mehr
und nehm´ die alle mit nach Haus,
und mach daraus ´nen Blumenstrauß“.
Nach Tagen war ich wieder dort,
und fand das Kind am gleichen Ort.
Wieder suchte es einen Strauß,
doch die Blumen sahn jetzt ganz anders aus.
Dort, wo letztens eine Blüte war,
entstand - wie sonderbar -
eine Kugel vieler kleiner Samenträger,
sie sahen aus wie Fallschirmflieger.
Das Kind, das pustete die kleinen Flieger,
die schwirrten lustig durch den Wind
und erfreuten dieses Kind.
Ein Windstoß tat dergleichen mehr
und im Gegenlicht der Sonne
entstand ein wundersames Lichtermeer.
Im Namen dieser Blume hat sich ein Tier versteckt,
ich denke mir, du weißt es schon,
und hast es längst entdeckt.
Guno CB
veröffentlicht am 24. Juli 2024
34

Lyrik des Tages

469. | titel noch unbekannt
1) 9/9/9/10...///11
hob jetzt scho wieda vom oitog gnua,
diesa ewige trott zreisst mei sö,
vawisch so guats geht mei fade spua,
mei vastond draht si wie a karussö

do i hob ongst voa vaändarung,
brauch mein strikt voagegebnen kreislauf,
ins ungewisse wog i kan sprung,
hob meine sinn net konstant in gebrauch

suach vageblich noch ana ontwoat,
die frogn san ma scho längst suspekt,
die lösung des problems is eastoat,
fein ziseliat mit dominoeffekt

diese fuacht schnüat ma mei kehle zu,
mei gonza keapa is wie gelähmt,
beschütz mi endlich voam voodoo,
meine sinn hom si net meah weita ausdehnt.
philjazz
veröffentlicht am 26. Januar 2020
1

Lyrik des Tages

Blütengarten
Ein schöner verwilderter Blütengarten,
ist ideal für die Vielfalt der Insektenarten.

Die Bienen, Wespen und die Hummel
erzeugen Gefühle beim Gartenbummel.

Die schöne Amsel und viele Meisen,
kommen angeflogen, um zu speisen.

Auch das schöne kleine Rotkehlchen,
war hier sehr oft, um herumzustrolchen.
Paul Reeps
veröffentlicht am 15. Juni 2023
104

Lyrik des Tages

Auf dem Lande
Regenwolken ziehen weiter
Äpfel pflücken auf der Leiter
Bäuerlein pfeift für sich heiter
Am Waldesrand stapft dieser Reiter
im Schatten wär es heut gescheiter
Fliegenschwärme könnt dort meiden er
doch keine Sicht auf Weiden mehr
dafür hohes Tannenmeer
und manch Beer ihn ernähr
doch der feine Herr
glaubt lieber dies Mär:
Wo Sonne scheinet sehr
da brauch es kein Verzehr
das Licht dem Geist erklär
Leiblich Wohl ist ordinär.
schnockel
veröffentlicht am 26. November 2015
43

Lyrik des Tages

435. | eigna wün.
1) 13/8/5...//6 (silben pro zeile)
muass heit unbedingt wieda moi raus in die natua, die via wänd hom mi scho einzwängt, brauch jetzt ka kultua
loss mi auf die launischn spiele vom wetta ein, hob afoch meine kettn gsprengt, brauch jetzt gros und stein
wü endlich wieda die unendliche freiheit spüan, die grossstodt hot mi scho eadrückt, brauch jetzt kane tüan
mecht oi die probleme und soagn gonz tiaf vagrom, olle pläne samma missglückt, lauf net meah gonz synchron.
ch 1a) 5/6/5/6...///7 (silben pro zeile)
ois foit von mia ob, fühl mi wieda gonz leicht, hob mein wondastob, die zeit longsom vastreicht
loss ois hinta mia, wieda weita entfeant, is jetzt mei revia, scho so vü dazuagleant
mei zü ungewiss, nua mei weg is gonz kloa, moch kan kompromiss, feinfühlig mei sensoa
endlich gonz allan, geniess jetzt diese stün, schreib mei lem ois roman, hob endlich mein eignen wün.
______________________

besucht doch meinen blog: philjazzmetal.blogspot.co.at
danke für euren besuch.
philjazz
veröffentlicht am 7. Mai 2018
3

Lyrik des Tages

Habemus
habemus freiheit und demokratie
habenus pornografie und tv
habemus papam

habemus Angie & Angélique
habemus Tennis und
menschenwürdige Flüchtlingspolitik
habemus papam

habemus Aldi, Penny und Lidl
habemus Anne Sophie Mutter nebst Fidel
habemus papam

habemus Fußball und Holsten(tor)
habemus Oper und Heldentenor
habemus papam
Annelie Kelch
veröffentlicht am 12. Dezember 2016
6

Lyrik des Tages

Der Pfeil, der mich traf
Als der Pfeil mich traf geschwinde,
entfachte sich das Feuer in meinem Herzen.
Wie die Flammen auf deinen Duftkerzen,
tänzelte es im Winde.

Zwei Wochen war es schon her.
Aber es dir zu sagen,
es fiel mir so schwer.
Doch sollte ich es nun wagen.

Der Tag war gekommen
und Perlen liefen runter meine Stirn.
Sie brannten sich wie heiße Lava in mein Hirn.
Ich fühlte mich benommen.

Jetzt liefen wir gemeinsam durch die Gegend,
Unsere Hände wurden eins.
Mein Herz noch immer bebend,
für immer wärst du meins.

Jeden Morgen
erwachte ich mit Kummer und Sorgen.
Unser Kuss
war nur noch ein Muss.

Ein Jahr verging
und so auch die Liebe.
Den Kopf hattest du mir einst verdreht,
doch zu unausstehlich waren die Hiebe.

Zu spät bemerkte ich glasklar,
dass das Teil
ein Giftpfeil
war.
Lennart J. Schrader
veröffentlicht am 22. Mai 2020
49

Lyrik des Tages

Mein Amselken und der Frühling
Mein Amselken raschelt im Winterlaub -
sucht Futter unterm spröden Blattwerk.
Mein Amselken lauscht,
mein Amselken hüpft: tapp, tapp …
mein Amselken fürchtet sich – vor Elstern und Katzen,
mein Amselken hat keine Angst vor mir,
bin weder Elster noch Katze;
mein Amselken piepst: piep, piep …

Ich pirsche näher heran:
Mein Amselken dreht
das Köpfchen, beäugt mich ...
Mein Amselken ist mein Shooting-Star ...
ich schieße ein Foto.
Mein Amselken singt – lauter als sonst,
lauter, als es im Herbst gesungen:
Das ist ein gutes Zeichen!

„Habt Geduld, ihr Menschenkinder“
flötet mein Amselken,
„der Frühling ist - unterwegs ...“
Annelie Kelch
veröffentlicht am 15. März 2017
6

Lyrik des Tages

It is my life
Essen, Schlafen, Trinken,
verschenkter Zeit und verpassten Möglichkeiten hinterherwinken,
den anderen scheinbar nur hinterherzuhinken,
in einem Stillen Ozean aus Antidepressiva und homöopathischen Mitteln versinken.
Denken und Fühlen,
suchend im Dreck vergangener Taten wühlen,
fallen lassen wollen alle versteckenden Hüllen,
und das Lebensgefäß wieder anfangen zu füllen.
Anonym
veröffentlicht am 29. Mai 2012
49

Lyrik des Tages

Einstge Liebe
Wandel durch die Wälder,
Dunkelheit wird Sonnenlicht.
Tret hinaus auf weite Felder,
einstge Liebe miss ich nicht.

Warme Strahlen von der Sonne,
klärn zuletzt verschwommne Sicht.
Ach, was für eine Wonne,
kein Kampf mehr um mein Herze ficht.
caribu
veröffentlicht am 30. Mai 2012
47

Lyrik des Tages

✨ Sternenbilder ✨
Der Blick geht durchs Fenster
zum gigantischen Himmel empor,
diese Sicht aus meinem Bett
kannte ich noch nicht zuvor.

Ich konnte von hier unten
die Mondsichel erkennen
und konnte dabei spontan
die Sternenbilder benennen.
Paul Reeps
veröffentlicht am 15. Juni 2023
104

Lyrik des Tages

Sinn des Lebens
Auf der Suche nach dem Sinn
des Lebens und wer ich wirklich bin.
Habe Angst, es nie wissen zu werden,
ineinanderfließende Gedanken und Gefühle,
ich will nicht leben,
aber auch nicht wirklich sterben.

Auf keinen Fall in diesem Teufelskreis
vor mich hin vegetieren,
gefangen in einer leblosen Hülle,
die sich mein Körper nennt.
Anonym
veröffentlicht am 3. Juli 2012
50

Lyrik des Tages

Aussichtslose Liebe
Ich liebe Dich
Doch die Liebe zerfrisst mich

Du bist in meinem Herzen
Doch mein Herz ist voller Schmerzen

Du bist in meinen Gedanken
Doch meine Gedanken sind verstrüppt wie Ranken

Drum sag mir
Was soll ich anfangen mit dir?
Wenn ich mich in dich verliebe
Und du mich zerstörst wie Axthiebe
Lennart J. Schrader
veröffentlicht am 23. Mai 2020
50

Lyrik des Tages

Unruhe
Ich existiere doch nur noch zwischen Wahn und Wahnsinn, der meine kranken Gedanken hetzt. Keine Ruhe, die ich so dringend brauche, die ich wahrscheinlich schon immer suche, ist mir von je her vergönnt. Psychische Störungen und davon genug, der erschöpfende Sog gibt nicht nach, auch wenn ich mich selber über meinen üblen Zustand belog.
Anonym
veröffentlicht am 22. Juli 2012
38

Lyrik des Tages

Schuld
Lebt doch jeder für sich allein,
behauptet, sein Leben wär rein.
Doch es kann nicht sein,
dass ein Mensch, so klein

durch alles lauft,
und niemals rauft.
Nichts Schlechtes kauft.
Niemanden anders tauft,

Als er es gewollt hätte.
Doch es ist so, Schuld ist eine Kette,
lässt nicht locker, wie eine Klette.
Hängt schwer an uns, und ich wette,

sich loszureißen hat doch keinen Sinn.
Denn das macht es aus was ich bin.

Wir alle sind schuldig,
und warten geduldig,
auf das Urteil des Vollkommenen.
Manuel
veröffentlicht am 20. März 2014
53

Lyrik des Tages

Ya Herro Ya Kerro
Baller' meine Packs, die Texte für die Neider (ja)
Jacke mit Pelz, sie glänzt, vom Designer (ja)
Wieder mal der Beste, Beste, bin geiler (ja)
Digga, ich bang', du denkst, es war einfach (hah, hah)
Kommen alle Weiber, wie 'ne Leiter geh' ich hoch, aber
Mermi Flow war auch Fußballer
Los, baller! Wo sind deine Jungs, wo? (Wo?)
Komme nur mit Volo62 (brra)
Kicke die Reime und rippe die Scheine (ja)
Geh mal du lieber zur Seite (wouh)
Digga, ich komme alleine
Und halte dich wie Kelesh an einer Leine
Du Pisser, du Pisser, du redest zu viel
Ich esse dich auf, Digga, bon appétit
Mein Vorname G, Mermi-Speed
Micho Flow
veröffentlicht am 27. Januar 2020
42

Lyrik des Tages

Billy Boy
Ich bin Billy Boy und menschenscheu
und stuhle gern ins Katzenstreu.
Aus dem Kühlschrank steigt der Leichengestank
über Müllberge
und kleine Zinksärge
blicken kinderlos
in Gofmanns Augen dubios.
Doch Adipositas
tut mit Essenslust mächtig anklopfen,
so will ich mich statt Entenbrust
mit Whiskas heute vollstopfen.
Gofmann
veröffentlicht am 3. Mai 2016
10

Lyrik des Tages

An Tagen wie diesen
An Tagen wie diesen,
wo die Freude im Herzen zu schlagen beginnt.
Kinderlärm die Straßen füllt und Einsamkeit zu Boden ringt.

An Tagen wie diesen,
an denen das Unendlich endlich scheint.
Wenn die Wärme von innen nach außen strahlt
und man einfach nur aus Freude weint.

An Tagen wie diesen,
wünsche ich mir zu leben.
Wie an diesen Tagen,
möchte ich mich fühlen.
Julien
veröffentlicht am 24. Februar 2013
67

Lyrik des Tages

Schimmelpilz
Der Pimmelschilz, der Pimmelschilz
der riecht ganz stark nach Schimmelpilz.
Doch ich geh weiter, mach mir nichts draus
da fällt mir doch ein Auge aus.
Ein Ohr, die Nase purzeln runter,
Ich fühl mich nicht mehr ganz so munter.
Im Magen zwickts, ein Bein bricht weg,
Ich komm jetzt nicht mehr gut vom Fleck.
Beginn zu grübeln: Was kanns sein!?,
dann brechen meine Zähne ein.
Rufe aus: Oh, ach und weh!!!,
rauch noch ein Pimmelschilz und geh.
Mastulikow
veröffentlicht am 6. März 2016
50

Lyrik des Tages

99%
Wonach suchst du?
Suchst du nach dem wertvollsten Schatz
dem letzten Puzzleteil
dem Maßstab aller Dinge
dem Sinn deines Lebens?
Was treibt dich an?
Suchst du nach Aufmerksamkeit
dem Funken Herzenswärme
dem nächsten Liebesdienst
der vollendeten Liebe?

Du bist auf dem Weg zur Perfektion
bereits weit vorne bei 99%.
Du bist auf einer neuen Mission
dein Ziel liegt bei 100%.
Die Ziellinie vor Augen
warte nicht bis morgen.

Wer willst du sein?
Bist du der bescheidene Zuhörer
der verehrende Liebende
der stolze, kämpfende Krieger
der alle überragende Sieger?
Wo willst du hin?
Strebst du nach dem fehlerfreien Ideal
dem unerreichten Ziel
der perfekten Illusion
dem unendlichen Glück?
Fang heute an
und schau nicht zurück.
Viper Rock
veröffentlicht am 30. April 2017
44

Lyrik des Tages

Sieh!
Trotz guter Augen sieht du nichts.
Leere und doch Wille.
Wille Wofür?
Was gibt Sinn?
Kraft wohin?
Leben fürs Leben selbst?
Wir können sehen.
Doch nur die Schatten vom Ganzen
durch ein Nadelöhr.
Fokussiere deine Kraft
auf ein Detail dieser Schatten
oder verschenke alles.
seb.niedercrinitz
veröffentlicht am 25. November 2015
36

Lyrik des Tages

Runder Geburtstag
So alt war meine Oma mal
Geburtstag ist mir ganz egal
ich hab die Rolling Stones gesehen
auch Amy Winehouse find ich schön
ich bleibe ich - nichts ändert sich
bin ich nun sechzig oder dreißig
ich bin dieselbe - und das weiß ich!
Anonym
veröffentlicht am 15. Februar 2012
51

Lyrik des Tages

Aus Fußstapfer im Blättersaum
Da geht sie hinfort,
mit den Haaren im Wind,
um irgendwo dort,
zu finden wer wir sind.
Cleay Levanitas
veröffentlicht am 5. Februar 2014
46

Lyrik des Tages

An dich
Ich weiss nicht was ich sagen soll
du kleiner hässlicher Troll
deine Reime sind so billig wie ein Fehlerprotokoll
als du auf die Welt kamst sahen dich alle würdevoll an
16 Jahre später sahen alle dich nur reuevoll an
Anonym
veröffentlicht am 18. Dezember 2014
46

Lyrik des Tages

Das Glück erscheint
Deine Küsse alles Frische!
Gedankenflüsse reine Tische,
Seelengrüße - Brot und Fische,
Götterspeisung schwerer Wein.
Lass es nie zu Ende sein.

Weltbesessen eingeboren,
Kräftemessen abgeschworen,
selbstvergessen und verloren,
Lebensläufe meine Zeit.
Jeden Tag zur Tat bereit.

Ausersehen um zu lieben,
nicht verstehen klug geblieben,
kein Vergehen Sorgenschieben,
Jugend pflegen kein Zurück.
Überall erscheint das Glück!
Surreal
veröffentlicht am 11. April 2013
49

Lyrik des Tages

Ein neues Umfeld
Ich bin immer allein,
brauche jemanden zum da sein.
Es fehlte mir jemand,
der sich in meiner Nähe befand,
ich bin ein Niemand,
jeder hält zu mir Abstand.
Wie alles entstand?
Durch einen Umzug in ein anderes Land.
Keiner hatte mich gekannt,
deswegen war ich auch nicht relevant.
Ich begann mit einem tiefen Atemzug
den totalen Rückzug.
In mich gekehrt
habe ich mich eines besseren belehrt.

Ich begann im neuen Umfeld zu spazieren.
Schließlich hatte ich nichts zu verlieren.
Man muss es einfach ausprobieren!
Sich nicht nur auf die Einsamkeit zu konzentrieren
und wenig zu diskutieren.
Ich hoffte jemand würde mich akzeptieren
und dadurch etwas gutes absolvieren.
Nach mehreren Tagen voller Spaziergänge,
sah mich eine große Menge,
Leute mit einer Gemeinsamkeit.
Sie hatten nichts gegen meine Anwesenheit.
Ich wurde im Gegensatz zu anderen von ihnen nicht ausgeschlossen,
dabei hatte ich mich verschlossen.
Apollo
veröffentlicht am 3. Februar 2018
44

Lyrik des Tages

Es war einmal ein Mann ...
Es war einmal ein Mann
der war in einer Kann'
Die Kanne sagte: »He! Geh raus!«
Der Mann wurde zu einer Maus.
CSSTYLER
veröffentlicht am 16. März 2017
40

Lyrik des Tages

Nebel
Ein Nebel zieht auf
Ich kann ihn sehen
Sie sagen "Steh auf"
Ich möchte nicht mehr gehen
Bjorn Goden
veröffentlicht am 27. April 2021
42

Lyrik des Tages

Ein King wie Kid Ink
Das Leben ist voller Blüten,
darum roll' ich mir meine Tüten.
Es gibt da nur ein Problem,
es ist das System.
Aber jede neue Woche,
ist für mich wie eine neue Epoche.
Schau', das Volk.
Sie hab'n gezweifelt,doch jetzt habe ich Erfolg.
Auf der Reise nach Afrika,
aßen wir nur Paprika.
Schieß mich jeden Tag zum Mars,
Chill'n mit den Bra's,
macht Spaß,
und ist nh ziemlich endlos lange Phas'.
Ja dieses Haze schickt mich out of Space.
Hab' jeden Tag Geburtstag,
und 100k im Rucksack.
Und guckst du in die Statistik,
dann siehst du ich hab null Kritik brrra.
Speed oder weed
Papa sagt, macht doch eh kein' Unterschied
doch ich bleib' Fanclub Mitglied.
Auf der Street,
war ich schon immer Dieb.
Mama hör' auf zu diskutieren,
fang' an Klamotten anzuprobieren.
Ich kicke die Line,
du weißt was ich mein'.
Ja aha hab' nie studiert,
aber es hat trotzdem funktioniert brra.
Free stylen wie 50ct,
ja das ist mein Talent,
Ich hinterlasse diesen Text als mein Testament.
Die Bank ist Schenker,
also sag' mir wer ist Lenker.
das war's BLAH
DAYweed
veröffentlicht am 15. Juni 2018
40

Lyrik des Tages

An dem Tag
Es war der Tag
An dem ich das Träumen lernte
und mein Gewissen mich entbehrte
Als ich jede Nacht so dort lag
Sterne beobachtete und an dich dachte
In ständiger Hoffnung
dass ich meine meine Verpflichtung
gegenüber Dir wahrmachen möchte.

An jenem Tag bist du gekommen
Mit seidenweichen Haaren
schöne Beine, die sich mir offenbaren
und blaue Augen die mir entgegen kommen.
GoetheWarDichter!
veröffentlicht am 29. Juni 2015
47

Lyrik des Tages

Ring
Ein Leben lang
Laufe ich
Mit keinerlei zwang
Und Herzlich

Bis ich dich traf
Da war ich Brav
Wir beiden zusammen
Wie Kerzenflammen

Für mich eine neue Welt
Egal ob Hau oder Zelt
Ich steck ihn dir an
Denn goldenen Ring
Dragona
veröffentlicht am 21. November 2018
42

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