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Wir Wortkunst und Kreativität

Lyrik des Tages

Die tägliche Dosis Lyrik! Bereits Apollon schätzte die schönen Künste, neben der Musik insbesondere auch die Dichtkunst. Jeden Tag werden hier aus unserer lyrischen Sammlung fünfzig lyrische Texte dargestellt, die von allen Seitenbesuchern bewertet werden können. Sei auch du ein Lyriker und schenke anderen Besuchern deine Verse, Songtexte und Poesie.

Modus operandi

Wie funktioniert's?

Dies ist der Ort, wo deine Lyriken, Texte und Poesien tagtäglich bewertet werden können. Jeden Tag werden 50 Werke herausgepickt, die ausschließlich hier bewertet („geliked”) werden können. Um mitzumachen, nutze das Eingabeformular unter Lyrik eintragen. Neben der täglichen Dosis Poesie auf dieser Seite gibt es natürlich auch den Ort, wo alle Werke alphabetisch sortiert betrachtet werden können, das ist die Gesammelte Lyrik, wo du alle bisher veröffentlichten Lyrik-Einsendungen einsehen kannst.

Lyrik des Tages

Spuren
Salzwiesen Seeampfer blutrot
blühn Erinnerungen schlickwärts
zwischen Deich und Meer
tanzen Dünen. Schlafmohn flüstert
Liebesworte versanden im Gasthof
am Weg ließ er sich damals kommen:
Schollen und Wein.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 22. Januar 2017
9

Lyrik des Tages

Leben...
Ein Geschenk, um das wir nie gebeten haben...

Und doch klammern wir uns fest an dir,
denn ohne dich wären wir nicht hier...

Zum Glück weiß keiner wie lang wir wohl verweilen,
ob unsere Wunden auch irgendwann heilen.

Welch Schicksal einen Jeden von uns auch ereilt
Ich hab es getan, meine Geschichten geteilt.

Bin nichts,
...nur ein Funke,
was ist nur mein Sinn?

bin alles,
...am Ende wohl auch der Beginn

so lasst mir die Hoffnung,
was ist und was war-
Wenn wir sterben
.... vermutlich
dann sehen wir klar.
Oliver Klösel
veröffentlicht am 9. Januar 2018
38

Lyrik des Tages

Lernen
Eine Katze haben ist loslassen lernen.
Ihr wie einem kleinen Kind mehr und mehr Liebesstücke nur in die Brotbox zu packen und sie länger und länger allein in die Welt hinauszulassen.

Eine Katze haben ist lieben lernen.
Nicht festhalten, sondern dem anderen Wesen mehr und mehr zu vertrauen, dass es wieder und wieder zurückkehren wird. Aber jedesmal wird es ein kleines Wunder sein dass es tatsächlich passiert.

Eine Utopie?
Oder ein Manifest? Ein Befehl?
Lieben lernen.
nickse
veröffentlicht am 28. März 2014
51

Lyrik des Tages

Gummibundhosen
Heute ist Samstag und ich will es probieren,
ich gehe einkaufen mit meinen Fettnieren.
Dort reiß ich den Kopf ab und beiß in den Hals,
doch vorher noch Kebab mit Butter und Schmalz.
Das gibt es beim Sultan direkt um die Ecke,
neben Gläsern mit Safran und einer Heizdecke.
Dann geh ich zu Karstadt, kauf Fleischwurst in Dosen,
das Schmieröl fürs Fußbad und Gummibundhosen.
Gofmann
veröffentlicht am 7. Oktober 2016
11

Lyrik des Tages

Eine Herbst Nacht
Die Blätter fallen von den Bäumen,
die Sterne erleuchten meine Träume.
Die Natur wird zu einem Leuchtfeuer,
der Herbst wird zum Abenteuer.
Die Nacht des Schreckens ist Heute,
die Monster Meute holt sich Ihre Beute.
YUNA
veröffentlicht am 21. Oktober 2019
36

Lyrik des Tages

Vergebliche Bitte
Vogelküken: „Wenn ich dir doch schwöre, dass du zum Vogel dieses Jahres gewählt worden bist, um für den Bestand uralter Bäume und kleiner, unschuldiger Küken in Wäldern und Parks zu werben, lässt du mich dann laufen, Gevatter?“

Waldkauz: „Halt den Schnabel, Baby, mein Magen knurrt. Dieser verdammte Hunger und dann noch das Gelaber von diesem Küken – knirsch, schmatz, schluck – weg isses, in Gottes Namen.“
Annelie Kelch
veröffentlicht am 21. Januar 2017
6

Lyrik des Tages

Achtsam sein
Sehr hohe Anforderungen,
diese werden zur Erschöpfung führen.
Doch wir sind unermüdlich,
werden beim Erfolg davon nichts spüren.

Immer mehr herauszuholen,
ist schließlich unser ständiger Lebensplan.
Hier auf Erfolg zu verzichten,
das stört nur die berufliche Laufbahn.

Achtsam mit sich selbst umgehen,
damit durch Arbeit keine Überforderung entsteht.
Verzichten wird hier großgeschrieben,
die Pause auch nehmen, die Dir zusteht.

Das solltest Du frühzeitig erkennen
und Dir immer regelmäßige Pausen gönnen.
Für die Seele gibt es wieder Licht
und den Lichtblick, hast Du zurückgewonnen.

Denke an Deine Zukunft,
weil dort wartet noch sehr viel auf Dich.
Werner Speer - Geh.
veröffentlicht am 24. November 2018
169

Lyrik des Tages

Olga
Die Olga aus dem Scharreler Puff,
spreitzte ihre Beine im Suff.
Da kam ein Bengel,
mit seinem Stengel.
Und dann setzte sich Olga auf ihn druff
ToMaTo
veröffentlicht am 28. Mai 2013
50

Lyrik des Tages

Fort
Aufgewühlt, seelisch kaputt. Lange nicht mehr ausgeruht, körperlich kaputt. Wo ist der Ort, an dem ich immer war, Frieden gefunden habe, wo die Sicht in die Zukunft war klar? Ich will zurück an diesen sicheren Ort, einfach fort, fort, fort von hier. Auf dass ich nimmermehr wiederkehr.
Anonym
veröffentlicht am 15. Mai 2012
45

Lyrik des Tages

Papa
Du bist der Schönste auf der Welt
Du bist mein Held
Mit Rosen kann man dich beglücken
Und ich kann dich heut betrücken.

Nun bist du 40 du junger Mann.
Ich will dir helfen wo ich nur kann.
Du bist so schön wie eine Seide.
Du fühlst dich an wie eine Weide.

Du bist so sportlich und ich nicht.
Dafür stehst du bei mir im Rampenlicht.
Du bist so schlau wie jen ich kenn
Und sage nicht wenn.
RH
veröffentlicht am 22. Februar 2021
38

Lyrik des Tages

Risiko
Alles laut, nicht was ich will
Hab dich atmen gehört und da war Ruhe still
Ewige Dauer:
Wege grau und schlecht beleuchtet
Werden wir uns Wiedersehen
Alles Zufall
Wie Inszeniert
hab ich Blick und Ohr riskiert
Phönikien
veröffentlicht am 14. April 2013
40

Lyrik des Tages

Mein Glied war zu groß
Ich verbog meinen Sattel und ich schraubte ihn ab.
Ich betrog einen Dackel, doch er war schon ganz schlapp.
Ich entführte zwei Bälger und vernahm sie im Wald.
Ich verrührte mich selber, doch mein Harn war eiskalt.
Ich verging mich am Hafen und ich stellte mich bloß.
Ich wollt mit mir schlafen, doch mein Glied war zu groß.
Gofmann
veröffentlicht am 2. August 2023
2

Lyrik des Tages

Nach der Teezeremonie
Sein Aug' zeichnet die sanfte Welle
nach in ihrem dunklen Haar,
es rückt ihr näher noch als nah;
und Suru und Naruto, selbstvergessen,
ertrinken in des andern Augenpaar.

Der Kuss, der folgt, und bis
zum frühen Morgen dauert:
ein sinnlich Beutestück,
das sie zusammenschweißt.
Und Stunden später sind
die beiden gänzlich ausgepowert
und völlig stumm vor Glück.

Sein Kinn, das ihre schmale
Hand liebkosend hält,
vier Finger seiner Linken
ihre Schulter greifend,
sind längst auf Liebe eingestellt.

Ein tiefer Friede senkt sich über sie:
Die Stille einer feierlichen Teezeremonie -
berauscht und gleichermaßen angeregt
vom dunklen Jadegrün des herben dunklen Tea,
empfangen, geben und genießen sie.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 25. März 2017
6

Lyrik des Tages

Über die Gefahren der Poesie
Der Reim regiert im Dichterhirn die Zellen
Doch wie, vermag man sich nicht vorzustellen.
Man weiss nur dies aus wenig guten Quellen:
Der Grund liegt keinesfalls im Sexuellen.

Oft fällt es schwer, sie wieder abzustellen,
Die Zellen, wenn aus ihnen Reime quellen.
Gewiss hilft nicht Verzehr von Frikadellen
die haben sowieso oft Salmonellen
Auch keine Reise zu den Dardanellen.

Aus Sicht von allen offiziellen Stellen
Sind Dauerreime nichts als Bagatellen
Und Opfer, gleich ob Damen, Junggesellen,
Haben sich – dies selbst bei kriminellen –
Allerschwersten Dauerreimanfällen
Nicht die geringste Hilfe vorzustellen.

Drum rate ich nun Dichtern, potentiellen:
Sucht andre Hobbies, angelt nach Forellen,
Das bringt auch mehr als Dichten, im speziellen
In dem Bereich des schnöden Finanziellen.
Und wenn schon, dann schreibt lieber an Novellen.
Anonym
veröffentlicht am 10. Oktober 2013
39

Lyrik des Tages

Bremse
Keiner kann uns stoppen, wir beherrschen den Planeten.
Fanden Feuer, lernten kochen, bahnten unsere Wege, waren Jäger, Sammler - einst sogar Propheten.
Heute sind wir Angestellte und verwalten unsere Knete.

In unbestimmten Mengen, erliegen unseren Zwängen,
messen uns in Rängen, übertreffen uns um Längen -
der Fortschrittlichste Mensch - wer mag das sein?
Wir Eifern solang durch das Leben bis zur Endlichkeit.

Keiner kann uns halten wir erfanden 48 Stunden Tage
und sind Meister im verwalten. Stempel drauf, Antrag abgelehnt - ein freies Leben führen wird nicht angestrebt. Also ab ins Beet. Soap-TV.

Tagtäglich Abends auf der Couch - und so sieht in Deutschland diese Freiheit nun mal aus aus.
Nicht mal die Sendezeit ist frei gestaltet - weil da
irgend so ein Spast alle paar Minuten Werbung schaltet.

Keiner macht uns was vor, wir sind sowas wie die
allschaffende Hand und besitzen das allhörende Ohr.
Das allsehende Auge - trotzdem bleiben wir Blinde und Taube.
FaktorF
veröffentlicht am 23. März 2017
41

Lyrik des Tages

Der Blick aus meinem Fenster
Die Bäume schwanken vor dem Horizont leicht im Wind, der als kühle Brise durch mein geöffnetes Dachfenster weht. Abends. Vereinzeltes Vogelgezwitscher. Ich möchte die Luft trinken, ja schmecken, und nie wieder ausatmen. Die grünen und roten Sillhouetten werden langsam zu schwarzen Schattenrissen vor dem noch blassorangeblaugrauen Himmel. So schön. So friedlich.
Anonym
veröffentlicht am 4. Juli 2012
40

Lyrik des Tages

Wieder
Wieder - nicht geschafft, das Heute nach dem Müssen und Sollen, Erwarten und Wünschen zu formen.
Wieder - sind 24 Stunden ein Tag zu wenig Zeit zur Bezwingung der Aufgabenberge.
Wieder - nichts erlebt und die Lebensstunden mit langweiligem Sinnvollen überfüllt.
Doch am Ende des Tages:
Wieder - ein Dank an das Gute, das sich unser Leben nennt.
summerjen
veröffentlicht am 13. November 2017
39

Lyrik des Tages

Was bleibt
Wenn ich an diese Momente denke,
in denen
die Welt
für sechzehn Stunden
still stand
stockt mein Atem
in meiner Brust
vor Lust

Die Glückseligen
wie perfekt
zusammengesetzte
Puzzleteile
liegen sie da
völlig ergeben
ihrem
Tausend Prozente Karma

Wenn ich an diese Momente denke,
in denen
ich
für sechzehn Monde
still stand
weint mein Auge
kocht mein Blut
vor Wut

Schmerzhafte Wunden
tagein, tagaus
Noch immer
fühlen wir uns
verbunden
Doch
jeder
bleibt für sich

Einen Schritt vor
drei zurück
Ich bin für dich
nur ein Sammlerstück,
eine Spielfigur
Mit mir
spielst du nur
- wie in dieser Nacht

Es war ein schöner
Tanz
mit dir
Doch bleibt nicht der
Figuren Glanz
dafür
jede Menge
Ignoranz
AMD
veröffentlicht am 3. Januar 2018
37

Lyrik des Tages

Horizont
Am Horizont senkt sich langsam die Sonne,
nie wollt' ich geben, nie wollt' ich nehmen,
fragte mich nie, was ich von Anfang an wolle.
Während der rote Kreis im Meer sich wimmernd ertrinkt,
ein letzter Windhauch, ein leichter Schimmer mir zwinkernd zuwinkt,
Ist der letzte Gedanke, warum mir keine Liebe zufliegt,
ist der letzte Gedanke, ob du wenigstens zusiehst.
LexA
veröffentlicht am 2. November 2016
53

Lyrik des Tages

Wer bist Du, wer bin ich
Mein Sein dein Sein
keiner will allein sein
du bist was du isst
wurde uns aufgetischt
Wahrheit und Lüge vermischt
frag dich selbst wer du bist
frag mich selbst wer ich bin
tief im Innersten drin
was ändert sich nie
das Leben ist ne Show
und ich bin der TV
Cojabo
veröffentlicht am 3. August 2021
40

Lyrik des Tages

Kleiner Schicksalsblues
Ein Bienenmaul hat der Sommer
und Augen aus Zucker und Zimt.
O Sommer, seufzen wir
schon im Frühling und
bauen Nester – selten zufrieden
mit Wetter und Wind.

Allein unsere Träume halten uns
am Leben: Mit Zungen aus Honig
reden sie von Liebe und Glück
unterm besternten Himmel.

Leichter folgen Trauernde
den Särgen ihrer Liebsten
bereits im Frühjahr, und Wellen,
beflügelt von Nereus' Nereiden,
besamen weiße Strände im Süden.

Sehnsucht und Einsamkeit legen unser
Schicksal oft in die falschen Hände.
Holt es euch zurück und hütet es
in der Drosselgrube zwischen
Schlüsselbein und Schlüsselbein.

O Sweetheart, zwitschert die rote
Kehle im Herbst: Schau nur die Nebel!
Sie wallen schauriger heuer
als die Schatten der Lebensmüden.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 8. Mai 2018
6

Lyrik des Tages

irrational
Wenn man verletzt ist, denkt man nicht rational
Denn, wenn das Herz dir bricht
Übernimmt dich die Qual
Und du suchst das Licht

Stürzt dich in Abenteuer, die das Leben kosten könnten
Denkst nicht an morgen oder an dich
Bis deine Haut erblich
Dieser Rauch dein Gedächtnis bewölkte

Streitest jede Sucht nur ab, um zu verstecken
Aber, auch wenn du das tust
denkst niemand könnte dich verletzen
Du nur auf einer Lüge ruhst

Das Herz, das du verschlossen hattest
langsam hörst zu zerbrechen beginnen
Das Blut in den Adern gerinnen
von dir selbst beschattest hattest.
tough_pinecookie
veröffentlicht am 20. April 2019
34

Lyrik des Tages

Aug' in Aug'
Immer durchschaue ich mein Lächeln.
Die Trauer schiebt es vor: Sie ist scheu
und will unerkannt bleiben, lässt sich
selten in die Karten schauen.

Ich komme einigermaßen mit ihr zurecht.
Eigentlich ist sie meine engste Vertraute,
eine Narbe, die nicht heilen will,
ein Stein, der mir nimmer vom Herzen fällt.

Groß und dunkel kommt sie daher …
Sie liebt Nächte ohne Mond und lässt sich selten tagsüber blicken. Manchmal begegnen
wir uns - im Spiegel schaut sie mir
ins dunkle Aug' – wie ein bitterer Tropfen Honig.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 4. November 2017
7

Lyrik des Tages

Das Ende der Liebe
Deine Physiognomie verlockt mich,
deine Gleigültigkeit drangsaliert mich,
Ich starre dich an, du lächelst mich zu,
gibst mir eine Antwort, frappiert mich.
Renny
veröffentlicht am 20. Januar 2016
46

Lyrik des Tages

Liebe ist...
... ein zartes Netz. So fein, es jederzeit zu zerreißen droht.
Ein Hauch so sanft und das Wasser zu Bergen türmt.
Alles erbebt und doch kaum berührt.
Ein in einer schlaflosen Nacht geträumter Traum,
aus dem niemand gern erwacht.
Sie spinnt dich ein
ungehört,
unsichtbar und unbemerkt.
teeth42
veröffentlicht am 6. Oktober 2015
42

Lyrik des Tages

Moment der Bewunderung
Wenn die Bewunderung Worte entreißt,
den Atem raubt und unbeschreiblich bleibt,
so dass du es kaum glaubst, steht kurz still die Zeit,
doch die Gefühle sind losgelöst und schwebend befreit.
Einmalig und einzigartig zugleich
ist dieser eine besondere Moment,
der mit maßloser Überwältigung,
all deine innersten Faszinationen fängt.
kayos
veröffentlicht am 3. März 2012
44

Lyrik des Tages

Sehnsucht
Das Herz mir vor Sehnsucht überquillt
Wenn ich mich entsinne des Frühlings Gefild
Und samtblauer Sommernächte!
Auch denk‘ ich an lieblichen Rosenduft
An der Nachtigall Singen in goldwarmer Luft
Ach, wenn das Morgen den Frühling mir brächte!

Kennst du den Duft von geschnittenem Heu?
Und jedes Jahr, dem Brauche getreu
Sprießen zartgrüne Halme aus taunasser Erde.
Ein Bild steigt vor meinem Geiste auf:
Geschliffene Kiesel im Wasserlauf.
Wenn nur in Bälde es Frühling werde!
Philomène
veröffentlicht am 7. Februar 2021
37

Lyrik des Tages

Mach die Hand auf
Mach die Hand auf, mach sie auf!
Dies sagt laut der Zeitenlauf.
Lange aast ich mit den Werten,
die mich viele Große lehrten.

Mach das Aug auf, mach es auf!
Dies sagt laut der Zeitenlauf.
Lange hielt ich es verschlossen,
vor den Tränen die vergossen.

Mach den Schritt nur, mach dich auf!
Dies sagt laut der Zeitenlauf.
Lange saß ich dick und fett,
und fand vor allem mich ganz nett.

Mach das Herz auf, mach es auf!
Dies sagt laut der Zeitenlauf.
Heb den Nächsten, das er steht,
und ihr dann zusammen geht.

Heb die Stimme, lass sie klingen,
Dass wir alle eins nur singen.

28.10.15 Matthias Back
Matthias Back
veröffentlicht am 28. Juli 2017
67

Lyrik des Tages

Beziehung
Und gibts in eurer Beziehung auch gerade mal ein bisschen was zu kauen,
dann gilt, gemeinsam nach vorn schauen,
und weiter am Lebenstraum bauen.
BREND
veröffentlicht am 21. Mai 2014
37

Lyrik des Tages

Falsche Bilder
Wer steigt aus dem Benz aus?
Öffnet die Tür vom Penthouse?
Hängt seine Jacke und Hemd auf?
Trinkt ein' Schluck von dem teuersten Whisky?
Ich zeige dir die Welt von dem Split Screen
Wer führt tausend Kriege?
Tötet aus Prinzip und will, dass wir auf die Knie gehen?
Sag, wer badet im Geld wie Dago-
bert Duck und Embargo?
Sie kommen und holen dich
Auch wenn du groß und breit gebaut bist, sie stürmen dein’ Wohnsitz
Mit zehn bewaffneten SEK-Jungs
Während der Beat aus einem SLK pumpt
Hier draußen brennen die Autos
Die Kids paffen Ganja am Block und verwandeln sich oft zu
Kreaturen mit Raubtier-Manieren
Vom Lachkick zum Hassblick, Rauch inhalieren
Willkommen im District, ganz weit weg vom Blitzlicht
Da, wo die Leute gefickt sind
Ich zieh’ den Stecker - digitaler Blackout
Und entferne dir die Bilder von der Netzhaut
Ardan
veröffentlicht am 30. Juni 2017
41

Lyrik des Tages

Der Wicht-Wald
Eine junge Frau betrat den Wald,
Sie rief so laut, dass es überall hallt,
Es stürmten zwei Wichte herbei,
Und wichsten ihr ans Bein.
Erst zwei dann drei und vier!
Sie mutierte langsam zum Schlampentier.
Sie wurde von Baumwollpflückern entdeckt,
Und abrupt im Notstromaggregat versteckt.
Man vergaß sie und sie wurde zerfleischt,
Damit ist die Geschichte auch schon vorbei!
Wicht
veröffentlicht am 1. Dezember 2014
42

Lyrik des Tages

Der Swagger
Swag.
Was meint das denn genau? Können wir das wissen?
Heißt das ich bin schlau? Ein mancher hat sich schon
daran die Zähne ausgebissen. Ein jeder hat es, doch
uns allen liegt es fern. Unbegründet ist es noch,
niemand verliert darüber einen Ton. Ist es die Art,
wie ich lebe?
Im Nehmen hart? Macht es mich aus, dass ich anderen immer gebe?
Was sie brauchen? Benötigen und schätzen? Wir erstellen davon ein Bild aus Fetzen,
Niemand kann es wissen, doch eines ist klar.
Anonym
veröffentlicht am 11. Mai 2015
40

Lyrik des Tages

Die große Liebe
Die große Liebe gibt es nicht
Das sag ich dir mit nem Gedicht
Denn wenn man so von Liebe spricht
Dann meist in einer Kurznachricht

Man himmelt seinen Partner an
Nach einem festen Sendeplan
Und manchmal schaut man ihn auch an
Und prüft, ob er noch lächeln kann

Das Lachen wird bald weniger
Meist fehlt auch der Geschlechtsverkehr
Dreht man das um, wärs lustiger
Weils dann die große Liebe wär
Aanis Aadon
veröffentlicht am 7. Mai 2016
59

Lyrik des Tages

Lesen
Meine Seele spaziert durch ein Buch wie durch einen Wald.
Mein Herz trinkt die Worte, eh sie in der Mittagsglut verwelken.
Ein Buchstabe purzelt ins Moos, ich hebe ihn auf und puste den Schmerz fort.
Unterwegs - ich treffe Worte, die ich kenne und mag;
wir grüßen uns freundlich und mit gegenseitigem Respekt: Das erfreut unser Herz und füllt es mit Liebe.
Mein allerliebstes Wort darf mich überall hin begleiten; es heißt "Schalom (Frieden)".
Eine Seite meines Lieblingsbuches ist geknickt; ich erzähle ihr eine lustige Anekdote:
Das heitert sie auf.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 30. Juni 2017
9

Lyrik des Tages

Der Augenöffner
Grass hat mit „Europas Schande“ ein Zeichen gesetzt,
und es ist es die Elite, der Boulevard der gegen ihn hetzt
der Markt beraubt uns der Seele lauter Gier nach Mehr
der Mensch nur noch ein Produkt und Innen leer

Ausgenommen von einer Eilte voller Verblendung und Größenwahn,
was zählt ist die Rendite, die Würde nur bewertet nach Ertrag,
kein Ertrag, keine Würde, fertig des Humanismusses Sarg
Anonym
veröffentlicht am 31. Mai 2012
36

Lyrik des Tages

Die Katze
Auf der Mauer eine Katze,
Reichte mir freundlich Ihre Tatze.
Ihre Augen zur Abendstund,
Sehr strahlsund,
Ihr Fell so speziell,
Und so schön hell.

Ihr Miauen wie eine süße Melodie,
In meinem Kopf wie eine Sinfonie.
In meinem Traum Sie so nah,
In der Realität jedoch nicht da.
Auf Ewig in guter Erinnerung,
War Sie stehts Meine Ergänzung.

Ich sag dir hiermit lebwohl,
Auf dein Wohl,
Ruhe in Frieden,
Schwer sich zu verabschieden.
Meine geliebte Katze,
Mit den fürsorglichen Tatzen.
Konex
veröffentlicht am 5. Februar 2015
55

Lyrik des Tages

Linde, Baum der Herzlichkeit und
-.-
Unter einem duftenden Lindenbaume,
sich gar niederzulassen, im Schatten
an seinem so stets grandiosen Saume.
Harmonie und Geborgenheit, also
gar stets totale Zufriedenheit nun in
einem fließt. Sodann, wenn man sich
darauf gar einlässt, es zulässt und in
Gedanken die Arme weit ausbreitet.
Und die Linde, Symbol von Frieden,
der Herzenswärme, Menschlichkeit
und Barmherzigkeit, somit umarmt,
den Duft ihrer Blüten in sich spürt
sie uns mit zart-süßen Duft verführt
und sich nun etwas im Körper rührt,
dieses zur totalen Zufriedenheit führt.
==:::==

KuddelAHH von de Woterkant.
KopierFrei – KLAR -- mit Kürzel: khahh5
http://baum-blume-gras.blogspot.com/
:::::::
HauptBlog: http://kuddelhh.blogspot.de/
KuddelAHH
veröffentlicht am 25. Juli 2021
7

Lyrik des Tages

Schneefall
Der Schneefall heute uns entzückt,
das Wetterwunder ist geglückt.
Drum lasst uns froh und munter sein,
wir mögen keinen Sonnenschein!
Dunkle Wolkenfee
veröffentlicht am 20. Dezember 2011
49

Lyrik des Tages

Der Höllenweg
Die Straße zur Hölle, war der Weg,
den keiner freiwillig und gerne geht.
Durch großen Eifer und ständiges Streben,
biegt man oft falsch ab, in seinem Leben.

Der Weg ist steinig und niemals eben,
deshalb begann der Körper innen zu beben.
Es gibt viele Schluchten auf der Grade,
denn dieser Weg, kennt keine Gnade.

Wer einmal diese Straße, dann auch findet,
der ist von seinem Leben fast schon erblindet.
Es gab sehr viel Prunk, der hat geblendet,
mit Ehrgeiz, wurden alle Aufgaben beendet.

Den Weg zur Hölle geht man immer allein,
das Gehen dorthin, ist aber nicht fein.
Drum sei gewarnt, pass gut auf dich auf,
denn allein kommst du nicht mehr raus.
Werner Speer - Geh.
veröffentlicht am 23. November 2018
164

Lyrik des Tages

Lachen oder Weinen
Im Leben ist nicht immer alles heiter,
doch geht es ständig immer langsam weiter.
Es kommt zum Lachen und zum Weinen,
doch sehr oft beginnt damit das Leiden.

Was Gestern noch ganz hell und klar,
ist heute nun dunkel und sonderbar.
Die Klarheit ging sehr schnell verloren,
das verwirrt sein stellt sich ein am Morgen.

Im jungen Alter wurde oft Stärke gezeigt,
im Altern nun, macht sich Schwäche breit.
Einst war das Leben toll und sehr positiv,
heute ist man oft einsam und das ist negativ.

Doch eines, das sollte jeder wissen,
im Alter ist nicht alles ganz so bescheiden.
Es gibt auch hier noch sehr tolle Tage,
die sollten wir finden, gar keine Frage.
Paul Reeps
veröffentlicht am 24. November 2018
178

Lyrik des Tages

Nebel-Herz
Schlaflos-Gedanken vertreiben Träume
Herz-Das pochende Herz, jeder Schlag ein Schmerz
Tränen-Säubern schmerzend die Seele
Kummer-Frisst sich wie ein Geschwür durch den Leib
Ein leerer Körper ist alles was noch bleibt
Es ist die Hoffnung die mich vorrantreibt
Doch die Liebe legt Leben still
Schleichend überkommt Nervosität und Unsicherheit
Zerstört die Chance auf Zweisamkeit
Tausend Taten folgen
Tausend Worte werden geschrieben
Doch Worte bleiben Stumm
Liebe-So wärmend und schön
Aber auch so kalt
Ragnar
veröffentlicht am 2. November 2014
42

Lyrik des Tages

Grumpy Cat
Es war mal ne Katz vom Herrn Tisch
die wünschte sich sehr einen Fisch
sie ging zum Hafen
sie bekam Strafen
und beließ ihr Futter als Misch.
Joikare
veröffentlicht am 28. Mai 2013
35

Lyrik des Tages

Eine hundert-Million.
Wie viel Leute kenne ich schon?
Eins, zwei, drei oder eine hundert-Million.
Doch, bleiben mir nur wenige
Oder bleiben sie gestohl’n?

Wer ist da, wenn ich scheiße Baue?
oder mich verlaufe
Ich mir selbst beistehe
Und meine Seele dem teufel verkaufe?
tough_pinecookie
veröffentlicht am 20. April 2019
38

Lyrik des Tages

Der Alte
Verbittert, abgeschieden und verlassen
hockt er in seinem düstergrauen Haus.
Mag draußen auch im Sonnenschein der Lenz
die Welt erneuern und mit Blumen prassen:
Der Alte traut sich nimmermehr allein hinaus.

In seinem wilden, unwegsamen Garten
schauen viel mannigfache Gräser übern Zaun,
die Traufe, voller Moos, ist schon vom Roste braun.
Am Tag sitzt er am Tisch und legt sich Karten -
auf seinem Bette liegt er stundenlang bei Nacht,
hardert mit seinem Leben, hat auch an den Tod gedacht:
Ihm will er folgen, wenn es soweit ist, und Gott vertraun.

Doch kommt der Sommer dann mit roten Rosen,
wird ihm so mild und weh ums harte Herz:
Wie gern würd' er sie einmal noch liebkosen,
die eine, die zurückgelassen ihn im Schmerz.

Dann strömen Tränen über seine tiefen Wangenfalten,
dann schütteln Sehnsucht und Erinnerung den Alten,
dann steigen frohe Melodien in den Raum vom Schrankklavier.
Und qualvoll dringt ein Seufzer aus dem blassen Mund,
die ehrfurchtsvolle, bange Frage: „O du mein Gott - wann bringst du mich ihr?"
Annelie Kelch
veröffentlicht am 10. Juni 2017
10

Lyrik des Tages

Wenn das Schicksal du wäre..
Du duftest, du versprühst Lachen, duftest, lachst, duftest nach Lachen,
lebst.
Doch du duftest an mir vorbei, versprühst lachen, du duftest, lachst, duftest nach Lachen,
lebst an mir vorbei.
Wenn das Schicksal du wäre, würde ich dich tragen. Wenn Probleme Träume wären, ich würde dich wach halten.Wir würden wach bleiben.
Wenn Streits Hitze wären, ich würde dir Eis holen.
Eis, Eis , Wecker.
Doch du duftest ohne mich, versprühst lachen, duftest, lachst, duftest nach Lachen.
Ich geh schlafen.
justinsil
veröffentlicht am 28. Mai 2013
41

Lyrik des Tages

Tod und Leben
In einer Welt, wo Unrecht weilt,
Welche in Arm und Reichgeteilt
will man nicht länger verweilen,
sich gar gen Tode abseilen.

Alles ist mit Tücke und List,
die Armen baden im Mist.
Die Reichen baden im Geld,
In der Hoffnung, dass man ihnen vergelt.

Suizid
Klaus98
veröffentlicht am 7. Mai 2016
57

Lyrik des Tages

Frühlingsseligkeit
Das Tal streckt seinen grünen Leib dem Berg entgegen,
der Meere und der Flüsse Wellen wollen auf den Mond;
ein Kind löst sich von Mutters Hand und läuft verwegen
zur kleinen Wiese hin, darauf ein Blümlein thront.

Die Sonne steigt in ihre Frühlingsbahn und winkt uns zu,
viel bunte Blumen dampfen noch im Tau in der Verborgenheit,
doch keine Biene möchte jetzt schon heim - in aller Ruh
streut eine Linde ihre Blüten aus zur Vogelhochzeit.

Die Sonne ist ein Meer aus schönem rötlich puren Gold,
das durch Myriaden Strahlen nun auf unsere Erde fließt;
der Duft der Rosen sich in linder blauer Luft ergießt:
Ihr würzig schöner Atem weht uns an und ist uns hold.

Der Frühling feiert die Natur - der Winter ist vergangen.
Wir tanzen Walzer auf dem Blütenfest mit trunk'nen Seelen.
Die Lerchen haben längst das Maienlied zu singen angefangen.
Die Dunkelheit ist fort – nun soll kein Leid uns länger quälen.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 7. Juni 2017
9

Lyrik des Tages

Der Tor
Es sprach ein Tor zum andern:
komm Bruder, lass und wandern.
Wir gehen ins große Weltgeschehen,
wollen am Rad der Zeit mit drehen.

Mit Ratschlägen den leisen,
beraten wir die Weisen
und Klugen dieser Welt
bis ihnen auch der Groschen fällt.

So kommen wir, wer hätts gedacht,
ganz schnell und einfach an die Macht.
Der Tor zum Bruder spricht ganz leise,
ja, deine Ideen sind klug und weise.

Doch wisse, lieber Freund und lass dich warnen,
das machen schon seit Jahren unsere Ahnen!
Anonym
veröffentlicht am 6. Februar 2015
52

Lyrik des Tages

Die gute alte Liebe
Als ich dich sah,
wusste ich nicht wie mir geschah,
du sahst mich wie ich war,
und du achtetest auf mein blondes Haar.
krumel26
veröffentlicht am 8. März 2016
44

Lyrik des Tages

Herz aus Stein
Ich meißel Du wirst geliebt in Dein kaltes Herz aus Stein.
Wenn ich irgendwann nur noch Gebein,
wirst du dich erinnern mein und weinen.
Erbeben wird dein Herz aus Stein, lebendig werden
und sein ganz mein.
P
veröffentlicht am 20. Januar 2013
41

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