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Wir Wortkunst und Kreativität

Lyrik des Tages

Die tägliche Dosis Lyrik! Bereits Apollon schätzte die schönen Künste, neben der Musik insbesondere auch die Dichtkunst. Jeden Tag werden hier aus unserer lyrischen Sammlung fünfzig lyrische Texte dargestellt, die von allen Seitenbesuchern bewertet werden können. Sei auch du ein Lyriker und schenke anderen Besuchern deine Verse, Songtexte und Poesie.

Modus operandi

Wie funktioniert's?

Dies ist der Ort, wo deine Lyriken, Texte und Poesien tagtäglich bewertet werden können. Jeden Tag werden 50 Werke herausgepickt, die ausschließlich hier bewertet („geliked”) werden können. Um mitzumachen, nutze das Eingabeformular unter Lyrik eintragen. Neben der täglichen Dosis Poesie auf dieser Seite gibt es natürlich auch den Ort, wo alle Werke alphabetisch sortiert betrachtet werden können, das ist die Gesammelte Lyrik, wo du alle bisher veröffentlichten Lyrik-Einsendungen einsehen kannst.

Lyrik des Tages

Neosymbolistisches Gedicht
Lass uns nun gehen, du und ich,
wenn der Abend ausgebreitet ist wie eine geplättete Fliege.
Das Leben ist miasmisch, irgendwie protoplasmisch.
Was ist schon dabei, Regentropfen auf meinem Geweih.
Wie müder Teig von schlaffem Kuchen, soll ich den Trug der Tage suchen?
Ich möchte eine Feinstrumpfhose sein, aufgehangen am Duschvorhang unserer Träume.
Mike Seaver
veröffentlicht am 26. Januar 2017
44

Lyrik des Tages

Klytemnestra
In den Raum die Feen schweben
satt und matt vom Feenleben
antom
veröffentlicht am 11. Juni 2017
35

Lyrik des Tages

Der Querulant
Relevant - es wurd eins ein Querulant mit Karat
von kreuz und quer quirlenden Quacksalbern quasi quackautark.
Er meckerte merklich als mimimi mickrig Meckerer markant,
doch galant wurde er Garaus grantkant verkannt.
A.v.B.
veröffentlicht am 24. April 2019
37

Lyrik des Tages

402. | wossa und lehm.
1) .10/13/9/9
gebts ma do nua an buchstobm a woat, und scho fliessn gonze sätze aufs leare papia, die sätze hom si mia offnboat, in impressionistischa mania
a klana schubsa treibt mi donn scho foat, in a mit phantasie übaflutetes revia, hob in gehianwindungen geboaht, hea a leises quietschn vom schania
jede richtung wiad gonz heazlich begrüsst, jeda umweg jede foin hots feia nei entfocht, komplexe struktuan hom ois vasüsst, jede tüa speaonglweit aufgmocht
brauch kan bauplan und a ka grundgerüst, die gedonkn fliagn frei om tog und in da nocht, hob die spontanität innig küsst, hob reime varüaht hom brodlt und kocht.
philjazz
veröffentlicht am 9. September 2021
0

Lyrik des Tages

Damals bei McDonald's
Gesundheit hatte einen bizarren Stellenwert.
Cheeseburger und Acrylamid-Pommes waren lecker.
Zum Frühstück gab es Milchdessert.
Und Schokobrot vom Bäcker.
Unbequeme Plastikstühle und überfüllte Mülltonnen,
geschmacksverstärkte Mundgefühle, ein Biss in hundert Sonnen.
Fast Food damals und heute – zwischen preiswert und Ausbeute.
Denn alle Dinge sind Gift,
nur die Dosis macht den Unterschied.
Das schrieb mit 'nem Rotstift, jemand auf McDonald's Werbelied.
000_Retro_Bot_000
veröffentlicht am 22. Oktober 2019
10

Lyrik des Tages

Kausalkette
Meine traurigen Gedanken beschwören den Regen herauf und führen mich in noch tiefere Einsamkeit. Meine zornentbrannten, verzweifelten Gedanken können nur mehr Schmerzen verursachen, die irgendwann und irgendwie zu meinem Alltag werden. Meine innerer Tod hat den äußeren, körperlichen Tod zur Folge.
Anonym
veröffentlicht am 15. Mai 2012
37

Lyrik des Tages

Bert und Margarethe
Bert Brecht und Steffin, Margarete
gingen nachts auf eine Fete.
Da warn viele Neider und Rächer,
darunter Johannes R. Becher.
Der hielt eine Rede
und fauchte zum Schluss:
"Ihr könnte mich mal,
du und die Grete."
Annelie Kelch
veröffentlicht am 25. Januar 2017
5

Lyrik des Tages

DrSchnaffel
Mein Name ist Dr.Schnaffel
Man sagt ich hab ein an der Waffel

Ich bin schlau wie Einstein
Du nur so dumm wie ein Stein

Du bist nicht ernstzunehmen denn ihr albert nur rum
Ich trink Bier, der Albert nur Rum
DrSchnaffel
veröffentlicht am 8. April 2016
41

Lyrik des Tages

Eigentherapie
Eine Existenz nur auf fremder Anerkennung basierend, wird keine glückliche sein, der Individualismus wird angepasst den unbedeutenden Meinungen und Vorlieben. Wo ist das Selbstwertgefühl geblieben, sich selbst, ja ganz sich selbst auszuleben und nach dem eigenen Ideal zu streben? Eigentherapie in Gedichtform vollzogen, Ich bin jetzt wieder Ich, nicht von dem Ameisenvolk der Menschen verbogen.
Anonym
veröffentlicht am 6. Juli 2012
38

Lyrik des Tages

Busfahrt
Das Leben ist wie eine Busfahrt,
jedes von denen hat seinen Start.
So beginnt das Menschenleben,
anfangs will sich keiner in die Scheiße begeben.
Die Busfahrt ähnelt es anfangs, so ist es halt,
denn es wird gefährlich wenn man sich nicht anschnallt.
So sind es deine Eltern, die anfangs in den Bus steigen
und dich lange auf dem Weg begleiten.
Während sie dir den richtigen Weg zeigen,
gibts andere die dich vom Weg mal ableiten.
Später entstehen Probleme die dich behindern,
die Schuld liegt bei den Erfindern,
die die Probleme entstehen ließen
und somit versuchen einem die Fahrt zu vermiesen.
Doch bringt das Problem den Bus langsam zum Stoppen,
glaub mir das kann man eigentlich noch toppen.
Es gibt auch Momente, die die Fahrt beginnen zu beenden,
also tu deine wertvolle Zeit sicher nicht verschwenden!
Die Fahrt nimmt teilweise auch mal eine Ende,
wegen dieser einen bestimmten Wende.
Nehme jedes Problem ernst und bleibe auf dem Weg,
dieser verläuft und wird auch öfters mal schräg.

Instagram:duka0s
Dukaos
veröffentlicht am 12. Mai 2018
43

Lyrik des Tages

Was der Perso alles kann Teil 1
Was der Personalausweis alles kann (Teil1)

Auf der Behörde gibt es einen neuen Personalausweis,
da bist du neuerdings nicht mehr auf dem Abstellgleis.

"Wollen S'e den Freischalten, für's Digitale?"
"Wie, kann ich damit auch bezahle', die Fisch' und die Ale?"

"Selbstverständlich geht das jetzt!"
"Mit doppelten Boden ohne Netz?"

"Sie können mit dem 'Ding' jetzt alles machen."
"Sie bringen mich jetzt fast zum Lachen."

"Der hat jetzt 'nen neuen Chip."
"Mein kleiner Hund der hieß mal 'Fip'."

"Wird alles frei geschaltet, geht alles automatisch,
danach können Sie auch Englisch und Spanisch."
Jadeit
veröffentlicht am 13. Dezember 2022
2

Lyrik des Tages

Zukunft
Wer Angst vor dem Tod hat,
Hat Angst vor der Zukunft
Denn der Tod, bleich und blass
Ist jeder Manns Zukunfz
LiviaAshryver
veröffentlicht am 4. Februar 2018
46

Lyrik des Tages

Was der Perso alles kann (Teil2)
Was der Personalausweis alles kann (Teil 2)

"Das alles nimmt jetzt richtig Fahrt auf."
"Komm' ich später mit dem 'Ding' in den Himmel, also die Leiter rauf?"

"Alles schon getaktet, alles schon beantragt!"
"Auch wenn der Tag kommt und jemand fragt?"

"Und was, wenn ich den 'Perso' mal verlier'?"
"Wir haben Suchhunde und anderes Getier."

"Sie müssen nichts machen, es wird automatisch e'n Neuer beantragt."
"Super, endlich, besser geht es nicht!" "Ohne dass jemand fragt!"

"Dann hätt' ich gern insgesamt drei,
für mich, für meine Frau und meinem Hund 'Allerlei'.

© Jadeit, 28.04.2021
Jadeit
veröffentlicht am 13. Dezember 2022
2

Lyrik des Tages

Draußen auf der Straße
Draußen auf der Straße

Es gibt nichts Schlimmeres als auf dem grauen harten Asphalt zu schlafen. Barbarisch kalt auf der Platte, es ist nicht die Kälte die so schmerzt, da es nicht so kalt ist wie in Sibirien, es ist die Geschichte die schmerzt.
Auf der Platte gibt es keine Besinnlichkeit, bin bereit für die letzte Ölung. Auch wenn man schreit, alles sofort verhallt, wie ein kleiner Knall, im Schatten der Betongebäude. Egal welche Witterung gerade herrscht, alles ist blutleer, wie ausgelaufen, ohne Geschmack, geruchlos.
Die Glieder schmerzen, es gibt keinen Trost.

© Jadeit, 17.04.2021
Jadeit
veröffentlicht am 13. Dezember 2022
3

Lyrik des Tages

Herzbluten
Mir blutet das Herz,
wenn es dir schlecht geht
dieser Schmerz,
wenn es dir schlecht geht,
ist unerträglich.
Sebastian S.
veröffentlicht am 29. Januar 2012
58

Lyrik des Tages

Menschlichkeit
Menschlichkeit sollte es überall geben
und Achtsamkeit, der Mensch erleben.
Die Höflichkeit ist nicht nur ein Wort,
es gibt Ehrlichkeit, an jeden Fluchtort.

Mit Freundlichkeit willkommen heißen
und Herzlichkeit, für Fremde beweisen.
Das bringt Fröhlichkeit und Vertrauen,
auf die Dankbarkeit, können wir aufbauen.

So entsteht eine Kostbarkeit fürs Leben,
in Wirklichkeit sollten wir danach streben.
Wieder zur Sinnlichkeit auch bekennen,
für die Ewigkeit einen Neuanfang gönnen.
Paul Reeps
veröffentlicht am 26. November 2018
183

Lyrik des Tages

Der Lauf der Dinge
Der Lauf der Dinge

Alles wird immer schlimmer,
keiner hat mehr den richtigen Schimmer.

Studierte, Gelehrte haben das Wissen,
manchmal auch ein schlechtes Gewissen.

Am ende des Tunnels brennt wieder Licht,
schaut man genauer hin, stimmt das nicht.

Wem sollen wir noch vertrauen,
auf wen können wir noch bauen?

Die Welt wird sich so oder so weiter dreh'n,
vielleicht wird es die nächste Generation besser versteh'n.

© Jadeit, 05.04.2021
Jadeit
veröffentlicht am 13. Dezember 2022
5

Lyrik des Tages

Die liebe Steuer
Die liebe Steuer

Heute gewinnt man eher im Lotto,
zu kompliziert ist die Steuer, das ist heut' das Motto.

Loggst du dich ein in das Portal,
kannst du schon wieder scrollen bis runter ins Tal.

Was sind das denn für Leute,
die sich so etwas ausdenken, diese Meute.

Sitzen die unten im Keller,
auf dem Tisch ein lauwarmer Suppenteller?

Warten den ganzen Tag auf Tageslicht,
irgendetwas zusammen geschustert und weg vom Tisch?

Der Bürger muss doch einfach nur versteh'n
und nicht nur den ganzen Tag im Regen steh'n.

Drum geht mal raus an die Sonne,
das ist eine Pracht und eine Wonne.

Dann wir alles besser und einfach
und nicht doppelt und dreifach.

© Jadeit, 17.02.2021
Jadeit
veröffentlicht am 13. Dezember 2022
4

Lyrik des Tages

Die Schuld der Anderen
Die Anderen sind schuld!
Wir haben Beweise:

Die Schuld der Anderen
sind wir.
FEHYLA
veröffentlicht am 22. Oktober 2023
40

Lyrik des Tages

Der Held
Ich glaubte ganz fest daran, dass ER siegen wird.
Und ER enttäuschte mich nicht.
ER flog allen meilenweit davon, keiner sah es voraus.
Dass dieser junge Mann einst wird ein Held.
ER gewann mit großem Abstand und durfte sich Weltmeister nennen.
So sah nur ich es kommen, denn keiner glaubte.
Glaubte an ihn.
Für sie gab es nur den ANDEREN.
Der siegreiche, gute ANDERE.
Doch für mich gab es nur den einen.
Der Eine, der es verdient zu siegen.
Und ER wird siegen.
Anonym
veröffentlicht am 13. März 2016
38

Lyrik des Tages

Die virtuelle und reale Welt
Hallo mein Freund!
Ja, ich spreche mit dir. Und da du jetzt zuhörst, ein kurzes Wort von mir: Komm zurück aus der virtuellen Welt in die Realität, statt deine Zeit zu verdaddeln, mit gefakten Facebookfreunden zu quasseln, dein ganzes Leben im Voraus zu vermasseln.
Mein Rat: Geh nach draußen und schreite zur Tat!
Anonym
veröffentlicht am 15. Mai 2012
45

Lyrik des Tages

In meinem Herzen
Überall Freude und fröhliche Gesichter,
die Welt scheint sich nicht mehr zu drehn.
Strahlende Augen und glitzernde Lichter,
ich würd dich so gerne so unbeschwert wie früher sehn.

Weihnachten soll glücklich machen,
doch mein Herz zerbricht fast.
Wie sie alle lachen,
in ihrem Herzen keine Last.

Es fällt mir so schwer
Ohne dich ist es nicht das Selbe
Oh man, ich vermiss dich so sehr!
Anonym
veröffentlicht am 22. Dezember 2011
52

Lyrik des Tages

Ein kleines Licht
Hast du Dunkelheit in deinem Herzen,
muss her geschwind ein kleines Licht

brenn darin sehr viele kleine Kerzen,
so schert sich, die Dunkelheit ja nicht.

Ein kleines Licht, tief in deiner Seele,
gibt dir die Hoffnung, sehr viel Kraft,

zu geben, dass beiden ans nichts fehle,
nehme dich bitte, immer nur in Acht.

Ein kleines Licht kann ewig brennen,
Herz und Seele, glauben an das Glück,

darfst nicht nur, von dannen rennen,
so kehrt die Dunkelheit zu dir zurück.
Gaby Mahler
veröffentlicht am 1. Oktober 2016
78

Lyrik des Tages

Geschenkidee
Noch kein Geschenk?
Ein guter Rat:
Verschenk
doch einfach Fleischsalat!
Peter Bunselmann
veröffentlicht am 31. Dezember 2012
42

Lyrik des Tages

Freiheit
Es war einmal ein kleiner Spatz
Der flog den lieben langen Tag
Durch Felder, Wiesen, Wälder
Der Spatz der wurde älter

Und dachte sich, die schöne Welt
Die möchte ich entdecken
So flog er fort von altbekannten Hecken
Immer Richtung Himmelszelt

Und wie er schon ne weile flog
Da wurd es Nacht, er sieht den Mond
Er spürt den Wind
Und dachte sich
Wie wunderschön
Gleich lache ich
Denn endlich bin ich wirklich frei

Plötzlich tut es einen Schlag
Der Spatz sieht nichts mehr außer schwarz
Denn da wo grad der Mond noch war
Ist jetzt ein feiner Maschendraht

Als der Vogel schließlich sieht
Warum er nicht mehr weiterfliegt
Singt er laut mit hohem Ton
“Freiheit eine Illusion”

Das hört der Jäger, nimmt sein Schrot
Und schießt den kleinen Spatzen tot
Joris
veröffentlicht am 13. Mai 2018
46

Lyrik des Tages

Tierarzt im Stress
So ein Tierarzt hat es schwer.
Er wird bedrängt von einem Kranken-Heer.
Und ein jeder Patient soll schnell fertig sein,
egal ob Hund oder Schwein.

So thronen die Besucher im Wartezimmer,
einer dicht neben dem Anderen,
so wie immer.
Und weit über die Sprechzeiten hinaus,
machen sie Ihm den Garaus!

Keiner lässt ihm eine freie Stund’
immer geht es bei ihm rund.
Quietscht es, bellt es und miaut,
weil keiner auf den Tierarzt schaut.

Der ist ja Arzt aus Leidenschaft
und hilft dem Viech mit ganzer Kraft.
Aber auch er und klingt es auch vermessen,
braucht ab und zu mal' was zu essen.

Nun die Moral von der Geschicht'...
„Bitte quäl' den Tierarzt nicht !“
Sei’ doch geduldig und wisse dann,
er wird ja helfen so gut er kann!
Andrea Wunderlich, Selb
veröffentlicht am 28. November 2018
52

Lyrik des Tages

Verlust
Sanft wiegt der Wind die Weiden,
bis in die graue Zeit hinein.
In der uns wohl bewusst wird,
einmal endlich zu sein.

Der Verlust eines Freundes
und sei er auch von Tiergestalt.
Wiegt nun schwerer als Gewichte aus Eisen
und erfühlt sich auch so kalt.

Warum nimmt man uns die Lieben?
Wo unser Gott doch Liebe ist...
Weinend stellen wir diese Fragen,
während Trauer unsere Seele frisst.

Kühl streichelt der Wind die Wangen
und neblig ist der neue Tag.
Stunden sind nun vergangen,
in denen man sich dies fragen mag.

Was bleibt ist die Erinnerung,
an eine Zeit voller Glück.
Und war sie auch noch so kurz,
so begleitete sie uns doch ein Stück.

Unschuldiges Vertrauen in den Katzenaugen
und weiches Hinschmiegen ans Menschenbein.
Ach, warum hat man Dich mir genommen?
Nun bin ich wieder ganz allein.
Andrea Wunderlich, Selb
veröffentlicht am 22. November 2017
63

Lyrik des Tages

Kind im Norden
Mein Berg: der Deich
die Wiesen: mein Tal
und mit Schwung
den Berg hinuntergerollt
und mich wiedergefunden
- ungewollt -
auch mal im
Kuhfladen
oder im roten
im weißen Klee

und wenns geschneit hat:
im Schnee hinauf hinunter
den Schlitten den Berg
Stunde um Stunde
bis alles klammgefroren
und Dunkelheit
und nichts
ging mehr
Annelie Kelch
veröffentlicht am 6. November 2016
8

Lyrik des Tages

wurzeln
"wer tief Wurzeln schlägt
wird niemanden entwurzeln"
ist das denn so schlimm?

nein, nur bedenke
entwurzelte entwurzeln
dadurch auch andre
Niklas Kleinstern
veröffentlicht am 29. September 2023
45

Lyrik des Tages

Vogelfrei
Die Ketten sprengen.
Die Muskeln lockern.
Die Flügel spannen.
Auf und davon.
Bis über die Wolken.
Die Freiheit genießen.
Durch die Lüfte.
Frei, wild und ungezähmt.
Wie ein Falke,
durch den Wind
Auf und ab.
Vom Wind getragen.
Weg bis zum Horizont
und noch viel weiter.
Einfach fliegen,
bis in die Unendlichkeit.
Doch nur ein Traum,
nur ein tiefer Wunsch.
SNF
veröffentlicht am 9. Februar 2015
56

Lyrik des Tages

Blattgold
Wir warten auf die Sonne,
Doch nur der Mond scheint nachts.
In Gold gehüllte Rosen,
Verwelken in dem Glanz.

Selbst wenn die Wolken ziehen,
Sieht man der Sterne Hälfte.
Sie warten auf den Träumer,
In grenzenloser Kälte.

Wer denkt an braune Blätter,
Wenn grün der Frühling blüht.
Wer weiß schon ob die Sonne,
auf oder unter geht.
Tim
veröffentlicht am 29. August 2015
53

Lyrik des Tages

Halb und Ganz
Liebe zwischen Boden und Seil
Niemals ganz immer zum Teil
Fast ständig einsam, selten gemeinsam
Kommst und gehst wie`s gerade passt
Bist immer Besucher immer nur Gast
Halbes Herz, Ganzer Schmerz
Oliver Delastere
veröffentlicht am 13. Juni 2017
44

Lyrik des Tages

Liebe
Ich laufe einsam durch die Nacht, der unendliche Schleier der Dunkelheit umgibt mich. In meinem Kopf kreisen die Gedanken nur um Dich. Vor meinen Augen spreche ich mit Dir, ich sehe nur Dich. Mein Herz sendet Dir Botschaften, die dich jedoch niemals erreichen.
Ich liebe Dich!
Die Stimmen meiner Freunde verhallen im Nichts, keiner fühlt wie ich. Ich starre auf die Paare in meiner Gegenwart, niemand versteht mich. Der Schmerz ist stärker als die Realität.
Was ist die Welt ohne Dich?
MichaHB
veröffentlicht am 28. März 2014
41

Lyrik des Tages

Gesang des armen Mannes
Geboren in Budapest
und gestorben in Galizien.
Ich schreib am Tisch den Stuhlbluttest
und verkaufte nachts Kastanien.
Dies ist der Gesang des armen Mannes,
feucht und trocken wie die Taufe des Johannes.
Gofmann
veröffentlicht am 4. März 2012
3

Lyrik des Tages

Politik
Der frohe Kreis wundert sich sehr,
wo kommn jetzt die Milliarden her.
die Kassen sind seit Jahren leer,
für Bildung, Rente und Verkehr
da fragt man sich: Wie kann das sein?
und fühlt sich plötzlich ganz allein!
Oh Vaterland, oh Heimatland,
nimm uns doch bitte an die Hand!
Keule1111
veröffentlicht am 7. Oktober 2015
42

Lyrik des Tages

Immer wieder zahlen
Immer wieder muss ich zahlen,
brauche Stiefel statt Sandalen.

Immer wieder muss ich zahlen,
mit dem Lohn kann ich nicht prahlen.

Immer wieder muss ich zahlen,
Steuern sind die reinsten Qualen!
StefanHome
veröffentlicht am 30. Januar 2012
62

Lyrik des Tages

Entsorgt
Die Garderobe. So leer
Und kalt
Ohne deine rote Jacke.
Jetzt ist da nur
Die abblätternde schwarze Farbe
An der Wand.

Der Kaffee.
Ist längst kalt.
War nie
so richtig warm
Seit du fort bist.

Dein Platz
Auf der anderen Seite
War schon immer weit weg
Doch jetzt ist er nicht mehr
Von den anderen zu unterscheiden.

Erst heute Morgen
Hat jemand
Die verwelkten Zeugen
Deines Abschieds
Entsorgt.
Leonie Noita
veröffentlicht am 15. Dezember 2016
61

Lyrik des Tages

Selbstbild der falschen Zukunft
Sie stand da
ganz allein
ganz klein
Sie stand einfach da

Und als sie mich sah,
stand die Welt still
für eine Sekunde
zur Mittagsstunde
und dann schrie sie schrill
sie war mir so nah

und doch so anders
ich sah sie
und erkannte mich
sie war ich
nur ich nicht sie
und da bekam ich Angst.
Peter Pan
veröffentlicht am 8. November 2016
55

Lyrik des Tages

Einsamkeit
Wenn Du die stille nicht erträgst
Weil die Gedanken lauter sprechen

Wenn Einsamkeit als Decke liegt
Schwer.. dein Körper zu bedenken
Wenn liebe die zum leben brauchst
Nicht kommt… erfrieren die Gefühle
Und deine Tränen fliesen nicht
Sie bleiben auf der Wangen stehen.
I.L.
veröffentlicht am 13. September 2021
44

Lyrik des Tages

Salat
Ich lauf allein auf dem einsamen Pfad ...
mir fehlt der Reim ... Kartoffelsalat!

Durch ein Indianerreservat ...
mIr fehlt der Reim ... Wurstsalat!

Dabei trag ich einen langen Bart ...
mIr fehlt der Reim ... Nudelsalat!

Ein Mann verkauft da Obstsalat ...
mIr fehlt der Reim ... Fleischsalat!

Freitag ...
ist Salate-Tag!
Salatfetischist
veröffentlicht am 22. Januar 2016
45

Lyrik des Tages

Stadtmeer
Felsen ragen hoch hervor
aus den grauen Wellenmassen
schlagen gegen Tür und Tor
an die Straßen und an Gassen

Schiffe setzen ihre Segel
schneiden Narben in das Meer
weiß getüncht von Dunst und Nebel
machen doch das Atmen schwer

Leuchttürme ziehen ihre Kreise
durch das Bett, wo einst der Strom war
Denn das was einmal hervorgequellt
liegt nun stauch und trocken da
Lorenz
veröffentlicht am 9. Februar 2018
50

Lyrik des Tages

Leben mit dir
Du hast mich völlig fasziniert.
Ich geb dich so schnell nicht mehr her,
dass ist garantiert.

Möchte einfach immer bei dir bleiben
und mit dir gemeinsam lachen.
Doch das schönste ist für mich,
mit dir morgens auf zu wachen.

Bei dir empfinde ich Geborgenheit
und du erhellst mir meine dunkle Zeit.
Keine Sekunde mag ich mehr versäumen
und mit dir noch lange träumen.
MondlichtFee
veröffentlicht am 9. November 2012
51

Lyrik des Tages

Ostern in Sicht
Die grauen Wintertage: Bald sind sie vergessen;
ich weiß, sie schlugen dir arg aufs Gemüt.
Des Menschen Seele ist auf Sonnenschein versessen.
Nun dauert 's nimmer lang, bis alles grünt und blüht.

Der Himmel hat ein taubenblaues Band gesponnen
und gibt den Sonnenstrahlen frei' Geleit.
In allen Kirchensälen lächeln die Madonnen,
erwarten sehnsuchtsvoll die feierliche Osterzeit.

Schau, wie die Sonne strahlt auf ihre alten Tage!
Die Wälder wiegen sich in grüner Harmonie.
Auf weiße Segel hofft im Hafen manche Takelage.
Der Frühling führt in Stadt und Land Regie.

Die Kinder freuen sich schon auf den Osterhasen;
In den Geschäften kann man Schokoladeneier kaufen.
Die Mutter schmückt mit Märzveilchen diverse Vasen;
der kleine Igel kriecht aus seinem Komposthaufen.

Grau war der Winter, der nun fast vorüber ist;
die kalten kurzen Tage schlugen dir arg aufs Gemüt …
Bald feiern wir das Osterfest, die Auferstehung Jesu Christ,
ein Menschensohn von edlerem Geblüt.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 30. März 2017
7

Lyrik des Tages

Herbst
Herbst

Einsiedler,
der im
Wald seine
Wunden leckt

graue Nebel,
das Gebell
des Sturms weckt

Winzer in den Weinbergen
den Herrn

Schöpfer der
Astern, Chrysanthemen,
des zu Fall
gekommenen Laubs
Annelie Kelch
veröffentlicht am 8. November 2016
6

Lyrik des Tages

Verlassen
Hallo :) Ich würde etwas wagen
fühle mich, schon unbehagen
Mir geht heute, naja irgendwie gut
Ich werde es halb schaffen, habe noch den Mut
Ichbin niedergeschlagen und bestürzt
Meine Gedanken & Gefühle sind gestürzt
Meine Reime sind nicht mehr wert
Auch das Glück verlor ich, alles ist verkehrt...
Yuks
veröffentlicht am 14. August 2023
9

Lyrik des Tages

Keine Liebe
Ich tweete gerne Fotos
Und manchmal einen Witz.
Dann bekomme ich keine Favos
Mein Körper macht *schwitz*.
Hoffentlich werde ich mal Elite
Sonst bin ich nur eine Niete.
Teilzeitschmeißfliege
veröffentlicht am 8. Januar 2017
42

Lyrik des Tages

Frohe Ostern.
Frohe Ostern.
Frohe Ostern an alle. Die Eier sind gefärbt, und der Hase Rennt..
Kinder machen sich auf die suche, und folgen der Hasenspur.
Die Eier sind versteckt, Hurra wir haben sie entdeckt..
von Tan Prifti
Tan Prifti
veröffentlicht am 21. April 2019
32

Lyrik des Tages

Defintion Schule und Lehrer
Die Schule ist ein persönlichkeitsaufsaugender Strudel der Sinnlosigkeit.
Nimmt einem alle Freiheit.
Beendet die Kindheit.
Die Lehrer sind personifizierte Teufelshelfer, reinkarnierte Schaben, Zeiträuber, die sich an deinen Leiden laben.
Anonym
veröffentlicht am 16. Mai 2012
52

Lyrik des Tages

Mutter
an melancholischen Tagen
nehme ich ein Bilde von dir
gehe hinein
lege mich
zu dir
schmiege mich
an dich
lasse mich
umarmen und liebkosen
wie ein Kind
ohne Worte, Gesten
bald erfüllt
von schwerer Wärme
und unseren Herzschlägen
die sich langsam synchronisieren
M.L.
veröffentlicht am 29. Dezember 2015
48

Lyrik des Tages

Rede an den Herbst
Tauben im Nebel
unbegrenzter Redezeit
besprechen den Herbst.
Am gegenüberliegenden Ufer – nichts Neues
Der Schiffsverkehr hat das graue Winterkleid im Schlepptau, Mohn senkt die letzten zitternden Lider – die Keilschrift der Möwen: verblasst; ein Fisch drunten im Strom wärmt sich die Flossen ...

auch meine Hände: bleich wie ein Totenhemd.
Nun springt keiner mehr – niemand mehr ...
verstrickt sich in den Reusen unerwiderter Liebe. Zwischen unseren Atemzügen: Waffenruhe.

Nichts zecht mehr, nichts klirrt vor dem großen Frost.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 27. November 2017
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