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Wir Wortkunst und Kreativität

Lyrik des Tages

Die tägliche Dosis Lyrik! Bereits Apollon schätzte die schönen Künste, neben der Musik insbesondere auch die Dichtkunst. Jeden Tag werden hier aus unserer lyrischen Sammlung fünfzig lyrische Texte dargestellt, die von allen Seitenbesuchern bewertet werden können. Sei auch du ein Lyriker und schenke anderen Besuchern deine Verse, Songtexte und Poesie.

Modus operandi

Wie funktioniert's?

Dies ist der Ort, wo deine Lyriken, Texte und Poesien tagtäglich bewertet werden können. Jeden Tag werden 50 Werke herausgepickt, die ausschließlich hier bewertet („geliked”) werden können. Um mitzumachen, nutze das Eingabeformular unter Lyrik eintragen. Neben der täglichen Dosis Poesie auf dieser Seite gibt es natürlich auch den Ort, wo alle Werke alphabetisch sortiert betrachtet werden können, das ist die Gesammelte Lyrik, wo du alle bisher veröffentlichten Lyrik-Einsendungen einsehen kannst.

Lyrik des Tages

Nur ein Traum
Egal wie sehr ich dich wollte,
Du und ich ist nicht was sein sollte,
Halte in meiner Hand dein Bild,
Mein Herz schlägt wie wild.
Nur ein Traum wirst du bleiben,
Doch das Leben lässt mich leiden.

Unsere Wege teilten sich,
Meine Zukunft ist ohne dich,
Fühle den Schmerz pulsieren,
Fange an meinen Verstand zu verlieren,
Doch so sollte es passieren,
Und das werde ich akzeptieren..!

Yasin Kuruoglu
Yasin Kuruoglu
veröffentlicht am 5. Dezember 2018
45

Lyrik des Tages

Ein Tag
Morgenrot, kämpft bis zum Tod.
Bis zur Mittagsstund, dann vergeht das frische Bunt.
Der Himmel klar und blau, wird gen Abend trüb und grau. Nach dem Abendrot die Dämmerung zieht auf,
Sonne und Mond laufen den täglichen Wettlauf.
Anonym
veröffentlicht am 17. Mai 2012
36

Lyrik des Tages

Der schlechte Koch
Mein Gedicht
so schlecht wie manch Gericht,
doch schmecken tut es mir immer noch nicht.
So ging ich zum Chefkoch
und gab ihn einen neuen Kochtopf.
Vielleicht lag es an seine Art zu kochen,
denn man hat es wohl gerochen,
deshalb hab ich in seinen Topf gebrochen.
So ging ich fort von seinem Restaurant
und kaufte mir nebenan ein frisches Croissant.
vNKK
veröffentlicht am 13. Mai 2016
37

Lyrik des Tages

Herbstzeit
Das Licht leuchtend auf das Wasser fällt.
Eine Böe übers Land herhält.
Die letzten Reste von den Bäumen fällt.Der Herbst erobert nun die Welt.

Dies macht er jedes Jahr aufs neue.
Er zeigt auch keine Reue gegen das grüne Blätterdach,
das er immer wieder zunichte macht.
Lukas2113
veröffentlicht am 21. September 2012
45

Lyrik des Tages

474. | titel noch unbekannt
474. | 1.strophe

1) 8/8/10/12 (8/8/11/11)
weit offn steht des fiamament,
nua mei gedächtnis homs zuagspeat,
mei vagänglichkeit is scho längst ausbrennt,
da skizziate lebmslauf hot jetzt scho kan weat

weit offn steht des steanenzöt,
do woikn vahindan mei sicht,
hob mei steablichkeit auf goa kan foi bestöt,
da letzte eiskoite hauch bodet im gift

weit offn steht des himmlsdoch,
da regn spült wieda ois foat,
denn mei zeitlichkeit begrenzt den lebmsboch,
da vamisste rückkauf hoit afoch nie woat
...10/10/10/10
mecht meine gedonkn no offnboan,
mei philosophie deaf net untagehn,
iah miassts meine weisheitn no eafoahn,
donn kennts endlich den lebmssinn vastehn.
philjazz
veröffentlicht am 4. Juni 2020
3

Lyrik des Tages

Wellenmeer
Auf einen weiten Ozean,
ganz weich und sanft,so filigran,
ich segele davon,
und komme näher zum Horizont.

Ohne Frust und Langeweile,
auf und ab ich tue treiben,
gehe niemals unter,
denn ich bleibe munter.

Am nächsten Tage wache auf,
die Sonne oben geht auch auf,
der Tag fängt wieder an,
ans wiederkehren denkich nicht dran.

So steuere ich nun mein Boot,
ich rechne ein mein gutes Lot,
und schenk dabei ein Glas Wasser ein,
Prost Meer, ich will bei dir sein!
Anonym
veröffentlicht am 11. Januar 2015
52

Lyrik des Tages

Vater
Immer suchend, ohne Geduld,
Immer fragend, wer ist schuld?!
Nur im Denken nicht verweilen,
URTEIL'N URTEIL'N URTEIL'N!!!
jemand anders
veröffentlicht am 11. Mai 2018
41

Lyrik des Tages

...
Diese Welt...ein großes Theater,
Eine Bühne auf der wir schweben.
Jeder spielt seine Rolle,
Jeder kämpft ums Überleben.

Diese Welt...ein großes Theater,
Jeder spielt seine eigene Rolle.
Von Gefühlen überschwemmt
Verlieren viele die Kontrolle.

Diese Welt...ein großes Theater,
Eine Bühne auf der wir leben.
Egal welche Rolle du jetzt hast
Du darfst einfach nicht aufgeben!

Egal was die anderen sagen,
Egal was die anderen meinen,
Spiele deine Rolle!
Bring die Welt zum scheinen!?
Jakut Alena
veröffentlicht am 15. März 2016
51

Lyrik des Tages

Barfuß durch den Matsch
Es hat geregnet und alles ist nass,
wir haben Spaß.
Barfuß lauf ich durch den Matsch,
platsch, platsch.
Es ist warm der Matsch ist kalt.
Nach Hause geh ich bald.
Die Arbeit kann warten,
denn ich geh in den Garten.
Barfuß lauf ich durch den Matsch,
platsch, platsch.
The winner
veröffentlicht am 6. Juli 2020
34

Lyrik des Tages

Grüne Stunden
Grün wie das Gras: die Farben meiner Kindheit;
ein Blick übern Deich durch unser Fenster nur:
Und augenblicklich war ich entschlossen, bereit
für einen frühen Streifzug durch die grüne Natur.

Die taufrischen weiten Wiesen hinunter
lief ich Sonntags ans Wasser - ins Uferblaue;
wie grüne Seide funkelte es, das Gras meiner Aue:
Bunt schon am ersten Mai, im Juli noch bunter!

Ich schickte Klage um Klage hinüber zu dir:
Übers Wasser scholl 's mit rauem Möwengeschrei:
Du hörtest mich, schicktest übermütige Kälbchen mir
und dröhnende Schiffssirenen aus aller Welt vorbei.

Grüne Kindheit: vergangenes Glück und Leid;
Vergangenheit auch: jene kurze grüne Jugendzeit,
darin das Schilf schwankte im Wind, mal sanft, mal wild.
Mich wundert, dass meine grüne Seele nicht überquillt!

Das Grün der Wiesen hat sich mir ins Aug' gebrannt,
grün wie Vier-Blätter-Klee, das ich einst dort gefunden,
grün wie das ritzende Schilf in meiner verletzten Hand;
am Ufer, im Sumpfdotter, verrannen mir grün die Stunden.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 27. September 2017
6

Lyrik des Tages

Blatt und Fliege
Kleines braunes Blatt
auf dem Gehsteig,
filigranes Phänomen –
in pergamenter Einsamkeit
den Winter überdauert.
Wundersam wie die
erste Fliege des Jahres:
kroch Anfang April
im Metrobus
an einem weißen
Damenstiefel empor.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 5. April 2017
5

Lyrik des Tages

Wähler-Verarsche
Nicht 70, NEIN über 90 Prozent
hat man vom „Sondervermögen“ veruntreut.
Die Wähler-Verarsche war-ist effizient :
Man lügt und sagt nur, was das „Stimmvieh“ erfreut .

Auch diesmal wird’s teuer: Jede Menge Milliarden
für Infrastruktur - die sind nicht mehr da!
Weder Strassen noch Brücken noch Schienenanlagen
wurden erneuert --- aber Genderprogramme in Kenia.
Bernd Gast
veröffentlicht am 17. März 2026
3

Lyrik des Tages

Der Frühling
Er ist so befreiend,er ist so belebend,
in der Luft die Fröhlichkeit schwebend.
Alle Schmetterlinge tanzen,alle Bienen hüpfen,
die leuchtenden Blumen an den Gartenzaun knüpfen.

Der Mensch erfreut sich an alldem,
an dem Natur Diadem.
Er ist so befreiend,er ist so belebend,
in der Luft die Fröhlichkeit schwebend.

Die Hasen tollen durch die Wiesen,
die Vägel singen und lachen auf den grünen Riesen.
Die Flüsse plätschern laut und klar,
nicht so wie im Januar.
sally
veröffentlicht am 11. Februar 2015
49

Lyrik des Tages

Krieg
Verbarrikadiert in den Häusern,
leise abwartend.
Voller Geld bei den Schleusern.
Niemals schlafend.

Hässliche Bomben,
abscheuliche Waffen.
Völlig benommen,
wie soll man so sein Leben schaffen?
Rosenblüte
veröffentlicht am 23. Juni 2017
55

Lyrik des Tages

Traumboy
Nicht zu groß sondern klein.
Etwas dünn darfs gerne sein.
Ein Ohr das absteht ein kleineres bein.
glaub mir traumboy dann bist du mein.
InLove
veröffentlicht am 23. Juni 2017
36

Lyrik des Tages

Wir Ungeborenen
Wir schweben und weben in Licht getaucht,
göttliche Weisheit, in Äther getaucht.
So träumen wir alle in geistiger Nacht,
und hoffen das unsere Seele erwacht.

Mütter und Väter die ihr seid auf Erden,
lasst uns ein Teil der Welt nun werden.
Schenkt uns die Hülle für unser Sein,
lasst uns in eurer Mitte sein.

Ewiges Wissen ist ewiges Gut,
Irdische Taten bringt Fakten und Glut.
Klarheit im Handeln und reine Gedanken
können auf Erden nur wachsen und ranken.

Die irdische Form und die Weisheit vom Himmel
bringt Klarheit und Frieden im ird'schen Getümmel.
Denn alles ist Eins, das wollen wir teilen
Die Erde, den Himmel gemeinsam zu Heilen.
Matthias Back
veröffentlicht am 7. Januar 2017
68

Lyrik des Tages

7G
Den sieben kleinen Geißlein,
Den' fällt auch echt nur Scheiß ein!

Eins legt sich gerade in Reis ein
Ein anderes will ein Geist sein
Das dritte fällt aufs Steißbein
Das vierte trinkt jetzt Weißwein
Das fünfte wird schon high sein
das sechste wirft den Schleifstein
mit dem siebten in den Weißmain.

Wie kann man nur so dreist sein!
hevee
veröffentlicht am 4. Juni 2025
18

Lyrik des Tages

talisman - 369. 1.strophe
Hob mi wieda moi söbst vagessn,
hob die kontrolle total valoan,
gib afoch dem alkohol die schuid

Bin von iahra scheeheit vasessn,
kennt auf da stö aus da haut foahn,
bei iah hob i afoch ka geduid

Muass mi jetzt wieda moi entsponnen,
mei innre temperatua zruckdrehn,
den bodn da wiaklichkeit berüahn

Boid is mei wut wieda zaronnen,
konn afoch ohne sie net mea lem,
mecht sie jetzt so gean wieda vafüahn.
philjazz
veröffentlicht am 9. Oktober 2016
11

Lyrik des Tages

Ohne DICH bin ich nichts!
Nur dir würde ich mein Leben geben,
denn wenn ich sehe in deine Augen,
sie mir die Seele absaugen.
Du bist es
der meine Welt
in seinen Händen hält.
YUNA
veröffentlicht am 26. Oktober 2019
26

Lyrik des Tages

Freundschaft
Das Leben kann schön sein, mit Liebe gefüllt,
solange, bis sich manch Dunkles enthüllt.
Es scheint nur noch bergab zu gehen,
doch es gibt Meschen, die immer zu dir stehen
und dir dann helfen. Das sind Freunde
Anonym
veröffentlicht am 31. Juli 2012
42

Lyrik des Tages

Der Held
Ich glaubte ganz fest daran, dass ER siegen wird.
Und ER enttäuschte mich nicht.
ER flog allen meilenweit davon, keiner sah es voraus.
Dass dieser junge Mann einst wird ein Held.
ER gewann mit großem Abstand und durfte sich Weltmeister nennen.
So sah nur ich es kommen, denn keiner glaubte.
Glaubte an ihn.
Für sie gab es nur den ANDEREN.
Der siegreiche, gute ANDERE.
Doch für mich gab es nur den einen.
Der Eine, der es verdient zu siegen.
Und ER wird siegen.
Anonym
veröffentlicht am 13. März 2016
33

Lyrik des Tages

Am blauen Meer
Am blauen Meer

Wenn du etwas länger sitzt am blauen Meer,
du, das ist nicht schwer.
Da fällt die Last von einem ab,
bis die Sonne gleitet in den Horizont hinab.

Man hört dann nur das Meer Rauschen,
dafür lohnt es sich zu Lauschen.
Wo die Wellen einen tragen,
da stellt keiner mehr komplizierte Fragen.

Ist der Abschied dann gekommen,
dann bist du überall willkommen.
Überall und auf der ganzen Welt,
bis der letzte Vorhang fällt.

© Jadeit, 21.04.2021
Jadeit
veröffentlicht am 19. Januar 2023
4

Lyrik des Tages

394. | tal - chorus 1 (ganz neu)
Im dichtn dschungl da gefühle,
kämpf i mi duach a regnwond aus tränen und soiz
Im duaschtign sumpf da kalküle,
klopf i liaba rhythmisch kompliziat auf ton und hoiz
Im giarign sog da gelüste,
befrei i mi von jeda disziplin und moral
Do om rond diesa steiln küste, begreif i east die zabrechlichkeit von diesm TAL.
philjazz
veröffentlicht am 10. November 2016
12

Lyrik des Tages

Abendschmerz
Die Nacht kam angeschlichen,
ist übern Wald gestrichen
mit schwarzer Silhouett’.
Die Stadt steht still, und droben
hat sich der Mond erhoben
aus seinem Federwolkenbett.

Jetzt ist es wieder leise
und man vernimmt die Weise
vom Weh und Ach der Welt.
Ob Arme oder Reiche,
der Mensch endet als Leiche,
auch wenn ihm dies gar sehr missfällt.

Der Glanz viel bleicher Sterne
in traumverlorener Ferne,
so mild und silbermatt:
fällt in das Laub der Bäume
und in den Schmerz der Träume,
die mancher tapf're Bürger hat.

Der Tag in seiner Fülle
ist nur mehr laute Hülle
um die Natur der Welt:
zerstört, verseucht, enteignet,
gejagt und ausgeweidet,
für noch und nochmals nöcher Geld.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 28. Mai 2017
6

Lyrik des Tages

Auf der Bank
Auf der Bank

Auf der Bank bekommst du keine Zinsen,
wir essen dann halt nur noch trockene Linsen.

Den Luxus, Geld voller Taschen,
viele Süßigkeiten auch zum Naschen?

Den armen Leuten fehlt das Geld,
bei den Reichen wieder der Jagdhund bellt.

Der Mann mit der Seidenkrawatte,
kuschelt sich warm in weiche Watte.

Bei den vielen Straßentippelbrüder,
da erhitzen sich wieder die Gemüter.

Wer nichts teilt, der nichts rettet!
Aber ohne Gewissensbisse sich zur Ruhe bettet?

© Jadeit, 17.02.2021
Jadeit
veröffentlicht am 19. Januar 2023
3

Lyrik des Tages

Vogelfrei
Die Ketten sprengen.
Die Muskeln lockern.
Die Flügel spannen.
Auf und davon.
Bis über die Wolken.
Die Freiheit genießen.
Durch die Lüfte.
Frei, wild und ungezähmt.
Wie ein Falke,
durch den Wind
Auf und ab.
Vom Wind getragen.
Weg bis zum Horizont
und noch viel weiter.
Einfach fliegen,
bis in die Unendlichkeit.
Doch nur ein Traum,
nur ein tiefer Wunsch.
SNF
veröffentlicht am 9. Februar 2015
51

Lyrik des Tages

468. | dei feia
f 1) 10/9/11/11
wieda hot mi da onfoi attackiat,
da feind is uneakonnt einmarschiat,
die pletzliche invasion hot mi geschockt,
diese offensive trifft mi splittanockt

wieda is mei hysterie explodiat,
da feind hot si lautlos einquartiat,
mei peasönlicha konflikt is rein und echt,
weaf mi ins surreal latente gefecht

wieda hot mi da kollaps sabotiat,
da feind hot spualos sei revia markiat,
denn diese okkupation woa illegal,
die peaspektive is viadimensional

wieda is mei schizophrenie rotiat,
da feind is unbemeakt kollidiat,
mei innre fehde bekämpft den stimmenfluss,
wü von dia goa kan viraln obschiedskuss.
philjazz
veröffentlicht am 11. Januar 2020
2

Lyrik des Tages

Möwenherz
Grüner Deich ...
Zeuge verschwisterter Flut,
Totes, das uferwärts treibt.

Auflaufen lässt er die
Wasser des Stroms
nahe dem „Tor zur Welt“:
ein nordischer Saurier,
Tyrann unter sanfteren
Brüdern, Welthafen,
meerumschlungen ...

Landfremde Spuren, schön –
geschürft von Schiffen
aus Cádiz, Shanghai, Syrakus ...
prachtvolle Beute der Nacht,
geschaukelt vom Gleichklang
großmäuliger Wellen:
O seliger Schlaf.

Lichter
tasten ihn ab,
verweilen am Kai
auf spärlich bekleideten Mädchen:
Bordschwalben auf High Heels,
gestürzt vor der Zeit.

Vor der Zeit
will mein Aug weinen
und schon flackert das Licht:
Ein Möwenherz, zusammengezuckt.
beim Röhren der Dampfer.

Juan Gárcía aus Cádiz
geht pfeifend von Bord.
Wann –
wird er heimkommen … wann?

Heimkommen wird er,
wenn der „Klabautermann“ schließt
und die Anker sich lichten.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 2. Dezember 2018
8

Lyrik des Tages

Hass der Welt
Die Welt dreht sich ohne Unterlass.
Die Menschheit zeigt sich ihren Hass.
Indem sie sich zunieder macht.
Die Freundschaft hört auf ganz sacht.
Und ich weiß mit Bedacht dass sie nicht mehr wiederkommt sondern nur der Hass, denn er ist die Last die über uns wacht.
Lukas2113
veröffentlicht am 21. September 2012
41

Lyrik des Tages

463. | titel noch nicht bekannt
1.strophe:
steh mit zwa beinen aufm bodn,
egal ob im toi oda aufm beag,
benutz meine eignen methodn,
geh lauf und spring üba jeds natuaweak
hob mi mit da eade vabundn,
brauch die elementarn eneagien,
hob jede bruckn übawundn,
wea oi meine gefühle einbeziehn
meine äussast sensiblen struktuan,
brauchn togtäglich iah streichleinheit,
hob die kompliziatn partituan,
in übasichtliche fächa eingreiht
suach scho long noch meim valoanen ich,
beim mosaik föht no gnua mat‘rial,
mei sö umfosst feine zoate strich,
is objektiv, nüchtan und trivial.
philjazz
veröffentlicht am 6. Juni 2019
4

Lyrik des Tages

lockruf
Giarige wön schlogn mit volla wucht,
auf dein geschwächtn schutzschüd ein

Zabrechn die schoin, probian deine frucht,
schleifn den kantig schoafn stein

Hungrige süchte düastn noch deim trieb,
gequöt woatns auf dein Lockruf

Vajogn glei jedn wüdfremdn dieb,
iahre geheimnisse bedeckt a weisses tuch.
philjazz
veröffentlicht am 21. September 2016
5

Lyrik des Tages

Träume
So manch schöner Traum
verweht im Wind,
doch die Erinnerungen
verschwinden geschwind.

Nur kurze Zeit später
ein neuer Traum beginnt,
es entstehen wundersame Träume,
mein liebes Kind.
Paul Reeps
veröffentlicht am 3. Dezember 2018
162

Lyrik des Tages

468. | dei feia
ch 1a) 11/9/11/9
dei feia brennt no lichtaloh, hass und wüd,
do meins is nua no asche und staub,
dei sprühendes feia is no long net gstüt,
meins is eafroan, is nie meah auftaut

dei feia hot gnua noahrung und proviant,
do meins hot die ressourcn valoan,
dei fröhliches feia is imma konstant,
nua meins hot den flommen obgeschwoan

dei feia eaweckt in dia no leidnschoft,
do meins stüazt si tiaf in apathie,
dei bewegtes feia hot no so vü kroft,
meins woa dafüa a gföschte kopie

dei feia kocht volla ungestüma lust,
do meins is nua unsichtboara rauch,
dei stüamisches feia is no so robust,
meins is wie a schwocha otemhauch.
philjazz
veröffentlicht am 9. Januar 2020
4

Lyrik des Tages

Sich Verlieren
Diese eine scheinbar perfekte Person, entstanden aus reiner Vorstellungskraft, die meinem Gehirn sagt, dass sie mein wahres Ich ist. Von genau dieser muss ich mich trennen, sie nicht vernichten, aber in ihre Schranken weisen. Denn wenn ich mich nicht auf mich fokussiere, wird dieses fremde Ich zu mir und nur eines bleibt übrig von vielen Jetzt und Hiers.
Anonym
veröffentlicht am 7. Juli 2012
44

Lyrik des Tages

ABC für Fortgeschrittene
After-shave-Lotion
akut autark auf Affiche.
Angel-dust-Ära
against Askese-Apell;
apropos apostolisch.

Bal paré balancer
beyond basse-cours bleeping Beat.
Biorhythmus beats
bien bona fide Batzen.
Billy beats big-a-mist.
Bambule bric et de broc.
Bow-wow.
Baba!

Cirrocumulus
complère City con Chausseen.
Cineast-Choral.
Cash and carry copyright;
cut Champignons cantabile.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 24. Januar 2017
5

Lyrik des Tages

Klimaretter
Viele wack're Fahrradfahrer tun was fürs Klima,
sie kaufen sich ein Mountainbike und finden das ganz prima.
Das schnallen sie am Wochenend' auf ihren SUV,
fahrn ins Gebirg' und in den Wald und strampeln wie noch nie.
Zerfahr'n sensible Böden oder stör'n die Vogelbrut,
doch lobt der Mainstream sie dafür und drum ist alles gut.
Bärlauch
veröffentlicht am 9. September 2021
74

Lyrik des Tages

Sucht
Die Sehnsucht ist Sucht
Gewesen und allzeit da.
So präsent im Kopf, so nah und klar
und doch so weit, so unfassbar weit.

Ich brauche es so wie Luft
kann atmen, kann ziehen fest.
Ich kanns nicht lassen ohne Schmerz
doch ist der Schmerz es leid?

Fass mich nicht an, ich bis so lang
von Dir entfernt du weisst es nicht.
Las mich allein in meinem Sud, in meiner List
Vertrau mir, auch wenn ich Dich meid!

Du musst sie sehn
Die Welt in der ich lebe.
ich zieh es an,
das Ende, das letzte Kleid!
DerRedner
veröffentlicht am 12. November 2013
39

Lyrik des Tages

474. | titel noch unbekannt.
474. | überleitung 1

b 1) 13/13/13
schweb auf den glitzandn atmosphäan duach zeit und raum,
gleit aufm flüstandn wind in mein sötsomen traum,
tauch im flackandn licht duachn vagänglichn schaum

segl aufm regnbogn duachn brochnen schein,
vaschmöz scho zu impressionistischn molarein,
treib ois eneagetischa strom duachs hoate gestein

schwimm duach komplexe prächtig schillande galaxien,
zafliess in viadimensionale anomalien,
schöpf nua des wesentliche aus den paradoxien
...6+7/7+6/8+6
geh auf filamentn duachs univeasum spazian,
konn mit den elementn die matrix korrigian,
wü die lebmskomponentn miteinond kombinian.
philjazz
veröffentlicht am 4. Juni 2020
0

Lyrik des Tages

Alte Bilder
Alte Bilder

Alte Bilder aus der Schulzeit,
so viele Begegnungen,
so viele Erinnerungen,
als wäre es gestern gewesen.

Die Namen sind nicht vergessen,
sitzen tief im Inneren.
Auch wenn du die Gesichter
nicht mehr erkennst,
was am fortschreitendem Altern hängt.

Ja, die Bilder, die Gesichter,
als wäre es gestern gewesen.

© Jadeit, 13.07.2021
Jadeit
veröffentlicht am 19. Januar 2023
9

Lyrik des Tages

Sommerregen
Still das Tuch,
den Rock betrachten,
wenn Nieselregen
im Heuwagen flüstert:
zaghafte Tropfen,
vom Wolkenmeer
ausgeseufzte Perlen
des Augenblicks,
die schamhaft versickern.

„Ach, Schauerchen,
heimlicher, sanfter“,
klagt Gott, der von Zeit
zu Zeit dem Geschwätz
im Tümpelschlick lauscht.
„Was auch immer verborgen
sein mag unter der Pappe,
dem Entenflott und allem
Blüten‑ und Blätterzauber:
Fromm wird es nimmermehr.“
Annelie Kelch
veröffentlicht am 25. Juni 2017
14

Lyrik des Tages

Letzte Bitte
Über den Gräbern hängt ein tiefes Schweigen,
die Luft ist schwer, erfüllt von einem welken Blumenduft.
Viel Brünnlein liebte ich, darüber Mücken tanzten einen Reigen,
und manche Freunde, die ich kannte, liegen längst in Grab und Gruft.

Ich stand mit Müttern, Tanten, anderen Verwandten und Bekannten
vor vielen Ruhestätten oft - auf Friedhöfen, nicht weit entfernt vom Meer,
gedachte Unbekannten, weinte mit und schleppte grüne Kannen hin und her,
schöpfte aus Wassern, über dessen Sommerhaut die Spinnen rannten.

Doch du, mein liebes Lieb', sollst keine schweren Kannen tragen,
du schleppst allein an deinem kleinen Leben hier so schwer.
Nimm meine Urne und setz dich in einen dieser schönen Speisewagen;
verstreu die Asche dann, wenn du gestärkt bist, übern stillen Elbverkehr.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 3. März 2017
27

Lyrik des Tages

Das Faxgerät
Seit Jahren in der Ecke steht,
des Vaters altes Faxgerät.
Verlassen steht es fort und sinnt,
des Staubes wegen fast schon blind.

Meistens blieb es still und zahm,
und regt's sich doch, erregt' es Gram,
fast sah man seinem Scham,
als fluchend dann man zu ihm kam.

Und so hat es verlernt das Regen,
war einzig da zum hin und wieder fegen.
Doch hat dies den Missmut nur gestärkt,
den jedes Fax blieb unbemerkt.

So hat es letzend eingesehen,
seine Zeit zu gehen.
Auf dem Display war zu sehn:
"BIS BALD, AUF WIEDERSEHEN"
J. Xanke
veröffentlicht am 9. Mai 2018
40

Lyrik des Tages

Im Nebel der Wolken
Mir fehlen Minuten auf Erden:
Ich wurde getragen,
von unsichtbaren Händen
eines Stück Wegs enthoben.
Und sanft schwebte ich
zwischen gestern und morgen
im Nebel, im Nebel der Wolken.
An mir vorüber
auf deiner Wolke
kreuztest du meine.
Ich sah dein Gesicht
und du meines.

Mir fehlen Minuten, Stunden vielleicht.
Ich ging meine Straßen weiter:
von Westen nach Osten
von Süden nach Norden,
zählte die Ratten in
modrigen Gräben.
Im Teer, auf den heißen
Chausseen, verließ ich
die leichten Schuhe.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 28. September 2017
8

Lyrik des Tages

Verlorener Geist
Ein Loch in meinem Herzen.
Ein Feuer, alles verschlingt.
Ich bleie still, starre an die Wand.
Warte, dass der Schmerz verklingt.

Der Sturm hat sich gelegt.
Jetzt ist es still in mir.
Kein Wind, der in mir fegt.
Kein wildes lautes Tier.

Das Feuer frisst,
es giert nach mehr,
frisst Freude, Mut und Hoffnung.
Es bleibt ein Loch, so dunkel und leer.

Ich bin ein Geist,
bin nicht mehr ich,
bin fremd in meinem Körper.
Ich verliere mich.
DarkThaughts2007
veröffentlicht am 23. April 2022
38

Lyrik des Tages

L(i)ebe
Ich sorge fast jeden Tag
Fahre zu dir, mich um dich
Was auch später kommen mag
Nie zu vergessen, nie und nicht.

So steh ich vor dir, als dein eig'nes Kind
Fort hinfort ist deine Zeit
Die Tag um Tag, zu schnell verrinnt
Und alles ist vom Sinn befreit
Sodass wir hier am fliegen sind.

Ich halte fest, wie du mal warst
Nicht nur den Rest, der auch verschwindet
Und weiter Richtung Himmel rast
Bist du schon bist auch längst erblindet.
Leonie Noita
veröffentlicht am 15. Dezember 2016
54

Lyrik des Tages

Die Henne und das Ei
Die Henne legt ein Ei,
da ist ja nix dabei.
Wer war zuerst dabei?
Die Henne oder Ei?
Das bleibt die Teufelei!
Hühnerschreck :-
veröffentlicht am 2. Februar 2012
39

Lyrik des Tages

Gebet
In der Erde tiefer Nacht,
ist ein Samenkorn erwacht.
Sonn und Wasser nun mit Kraft,
eine Pflanze daraus schafft,
die die Nahrung in sich birgt,
und belebend auf uns wirkt.
Habet Dank Naturgewalten,
Achtsam woll'n wir euch erhalten.
Matthias Back
veröffentlicht am 7. Januar 2017
63

Lyrik des Tages

Diese Tage (Teil 1)
1 Nun stehe ich wieder in dieser dunklen Gasse.
2 In dieser weiten, weiten…
3 Es sind diese Tage, die ich hasse.
4 Ich kann nicht hinausschreiten.

5 Es sind diese Tage
6 an denen ich mich frage,
7 ob dies alles nötig ist,
8 das alles, dieser Mist.

9 Es sind diese Tage
10 an denen ich mir sage,
11 alles wird gut,
12 doch ertrinke ich in der Flut.

13 Was einst erreicht,
14 es verbleicht:
15 Schwarz und Weiß.
16 Umsonst der ganze Fleiß.

17 Es sind diese Tage
18 an denen ich klage
19 und nicht fasse,
20 wieso gibt es eine Rasse?

21 Es sind diese Tage
22 an denen Dinge passieren,
23 an denen wir Dinge verlieren.
24 Es bringt mich in Rage.

25 Gefordert wird Zusammenhalt,
26 doch was in meine Ohren schallt,
27 es ist Gewalt,
28 eine schreckliche Gestalt.
Lennart J. Schrader
veröffentlicht am 5. Juni 2020
39

Lyrik des Tages

Wiederkehr
Ich schoss mir in den Hinterkopf, doch statt tot zu sein,
kehrte ich wieder als Geist, weiß und rein.
Seht ihr mich noch? Die Gedanken und Gefühle
wie fließender Nebel, doch eigentlich Blut,
verlassen meinen Schädel. Besser wär der Tod,
die Erinnerungen bleiben.
Anonym
veröffentlicht am 25. Januar 2013
46

Lyrik des Tages

Die Stadt
Flieger fliegen die ganze Nacht
Autos fahren so viel Krach
Der Nachbar gegen über:
Sei bloß still: Sonst komm ich rüber!

Jugendliche voller Kraft
5 gegen 1, so viel macht
treten drauf, er liegt am Boden
Müssen sich behaupten, da ganz oben!

Die alte Frau, läuft durch die Nacht
Da komm 2 Männer, hinter ihr!
Rauben aus! ohne acht
Am nächsten Tag, Sie liegt noch hier

Frauen stehen am Straßenrand
Winken Autos zu sich ran
Männer bezahlen trotz Frau trotz Kind
Ich verstehs nicht, macht das Sinn?
Falk2
veröffentlicht am 10. Januar 2014
35

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