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Wir Wortkunst und Kreativität

Lyrik des Tages

Die tägliche Dosis Lyrik! Bereits Apollon schätzte die schönen Künste, neben der Musik insbesondere auch die Dichtkunst. Jeden Tag werden hier aus unserer lyrischen Sammlung fünfzig lyrische Texte dargestellt, die von allen Seitenbesuchern bewertet werden können. Sei auch du ein Lyriker und schenke anderen Besuchern deine Verse, Songtexte und Poesie.

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Wie funktioniert's?

Dies ist der Ort, wo deine Lyriken, Texte und Poesien tagtäglich bewertet werden können. Jeden Tag werden 50 Werke herausgepickt, die ausschließlich hier bewertet („geliked”) werden können. Um mitzumachen, nutze das Eingabeformular unter Lyrik eintragen. Neben der täglichen Dosis Poesie auf dieser Seite gibt es natürlich auch den Ort, wo alle Werke alphabetisch sortiert betrachtet werden können, das ist die Gesammelte Lyrik, wo du alle bisher veröffentlichten Lyrik-Einsendungen einsehen kannst.

Lyrik des Tages

Verliebtes Chaos
Meine Gedanken sind wirr
ich kann sie nicht ordnen
und auch nicht deuten
Chaos herrscht in mir.

Vorbei sie ziehen,
kaum zu erfassen
so schnell wieder erblassen,
versuchen zu entfliehen.

Warum nur, oh Welt
bist du so kompliziert
mach es mir einfach
denn ich bin nicht hochqualifiziert.
Sebastian S.
veröffentlicht am 3. Januar 2012
68

Lyrik des Tages

Coronasuppe
Geputzte Champignon aus Avignon!
Die Flasche Sauvignon für Omikron.
Wird man älter, nimmt man Delta.
Im Gruselfach liegt Lauterbach.
Und erscheint mir etwas altersschwach.
Wie war das mit Heilkosten?
Brauch ich Zuschuss, frag ich Drosten.
Gofmann
veröffentlicht am 19. Dezember 2021
2

Lyrik des Tages

Edgar
Wenn Edgar schläft, so tief und fest,
dann hört er keinen Wecker.
Er sitzt, weil sie ihn schnarchen lässt,
erst mittags auf dem Trecker.
Anonym
veröffentlicht am 26. Oktober 2011
34

Lyrik des Tages

Du hast geweint …
Du hast geweint, mein Lieb', im Auge noch die Träne,
doch als ich fragte, flog ein Lächeln über dein Gesicht.
Mir tut das Herz so weh, seit ich dich traurig wähne:
Sag, was ist los mit dir, weshalb verzeihst du nicht …

Ich weiß, mein Lieb', die Fehler, die ich damals machte,
- fünf Finger reichen dafür leider noch nicht aus -
hab' ich bereut bei Tag und Nacht, sobald ich an dich dachte.
Sag, wann bist du soweit, verlässt dein Schneckenhaus,

und hörst mich an, ich habe dir so vieles zu erzählen,
womit ich dich dein Leben lang verschonen wollt'.
Hätt' ich nur einen Wunsch noch frei, ich würde wählen,
dass du geliebt wirst, wie kein Mensch zuvor, bis Gott dich holt.

Doch manchmal schleichen sich in mein Erinnern helle Tage,
die nimmer enden wollen, weil wir damals glücklich waren.
Dann ziehen dunkle Wolken auf und ich erhebe Selbstanklage:
Du fällst das Urteil über mich und darfst es offenbaren.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 18. Juli 2017
12

Lyrik des Tages

Du...
Du...

Ein Spaziergang mit guten Freunden
und der Familie in den Dünen.

Sand rieselt
aber nur durch meine Hände.

Stille...
sucht mich heim
und so viele Gedanken
überall.

Die Erinnerungen an Dich
spült das Meer mit der Flut
ganz sachte ans Ufer.

Trauer ist wieder hier
und findet endlich
ein Wir.
Katja Heimberg
veröffentlicht am 19. Mai 2012
72

Lyrik des Tages

Hülle und Fülle
Es wachse mit großer Leidenschaft,
ein schwarzer runder Hoffnungskeim.
Und fürchtet ein jeder sich ihre Hülle,
nicht mehr für das riesige Ich fülle.

In einer Mauer,
gefüllt mit roten Neid,
eines Verlorenen,
erschütterndes Leid.

Und sie gaffen, sie präsentieren ganz,
ohne Scham mit stillen Schrei,
die Plage nicht Willkommen sei.

Ein Ich steht da, und fallender Liebe,
verzweifelt Ende sehnt,
bemerkt in zürnen Endlichkeit steht.
Emily Ch
veröffentlicht am 26. April 2017
59

Lyrik des Tages

Der Narr
Ich war so oft in meinem Leben,
Ein Narr, ich wusste nichts davon,
Mit Ratschlag wollt ich helfend geben
Höhnisch Gelächter war mein Lohn!

Stets trug ich Herz und Ohren offen,
Für den, der schwer am Kummer trug.
Lehrte so manchen wieder Hoffen,
und galt doch oft als Neunmalklug.

Gewiss gab es auch Freudentage,
Denk ich heut nach, die Zahl ist klein.
Legt ich heut beides auf die Waage.
Celine Rosenkind
veröffentlicht am 10. April 2012
76

Lyrik des Tages

Klänge
Natur hat seine eigene Melodie,
vernommen hat mancher sie nie.
Die Stadt überflutet unsere Ohren
mit Baustellen, die alles aufbohren
durch Autohupen, schrillen Schreien
benebelt sie manches Mal unsre freien
Gedanken wie Schranken einer U-Bahn.
Wann werde ich endlich von euch überfahren?
Kiesel
veröffentlicht am 29. Juni 2018
36

Lyrik des Tages

Meine Wolke
Meine Wolke gehört
mir allein.
Doch manchmal kommt,
doch mal,
jemand zu mir herein.

Sie ist so weich
und nett.
Und plötzlich ist es
einfach passiert,
ohne dass ich es verstand.

Meine Wolke gehört
dir allein.
Doch manchmal komm,
doch mal,
ich zu dir herein.

Denn meine Wolke
gehört uns.
Und du, und nur du,
auf einmal so
bist die Wolke.
Emily Ch
veröffentlicht am 24. April 2017
67

Lyrik des Tages

Abend
Es wird wieder Abend,
der Wind streicht durch die Bäume,
ich sitz an meinem Fenster,
starr hinaus und träume,
keine spielenden Kinder,
kein Junge der mehr lacht,
denn die Leute machen sich fertig für die Nacht.
Adalbert Hornung
veröffentlicht am 11. Juni 2013
53

Lyrik des Tages

Bruderliebe
1.Strophe:
Ich sitze an ‘nem Ufer
und schau in die Ferne
Vermisse meinen Bruder
Hinunter tropft `ne Perle
Mit Tränen in den Augen
Denk ich an alte Zeiten
Die Memorys entstauben
Und in die Träume gleiten

Refrain:
Er war alles für mich
Wir war ‘n wie Ying und Yang
Doch jetzt ist er im nichts
Unsre Zeit ist vergangen

2. Strophe:
Ja, es stimmt wir hatten streit
Und wir war ‘n nicht immer gut
Doch mit ihm verging die Zeit
fast immer wie im Flug
Zusammen Scheiße bauen
Und unsre Eltern nerven
Andere Jungs verhauen
Und mit Sachen abwerfen

Refrain:
Er war alles für mich
Wir war ‘n wie Ying und Yang
Doch jetzt ist er im nichts
unsre Zeit ist vergangen

Bridge:
Nun bin ich hier allein
Und ich denke an ihn
Das alles kann nicht sein
Er hat das alles nicht verdient
Schlussendlich bringt es nichts
Seine Seele steigt empor
Er sucht den Schutz des Lichts
Und wir Singen im Chor

Refrain:
Er war alles für mich
Wir war ‘n wie Ying und Yang
Doch jetzt ist er im nichts
unsre Zeit ist vergangen
NilsV
veröffentlicht am 16. Dezember 2018
43

Lyrik des Tages

Blind ...
Im rauen Atem der Nacht
liegt das Dunkel, das uns
beschattet – geliebt von
den Sternen: Es lässt sie
strahlen und funkeln ...
Vom Tod gepriesen; so bleibt
uns sein Angesicht fremd.
Dein Schatten, sobald
er erwacht ist, geht
durchs Zimmer und
füllt die Krüge mit Licht.
Mit Licht füllt die Sonne
den Tag – auch ihr Reich
wird einmal vergehen.
Der ohne Sonne leben muss,
hat stets die Nacht vor Augen.
Und doch ist es möglich,
dass er mehr sieht als wir.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 3. Juli 2018
26

Lyrik des Tages

Grüner Drache
Ein grüner Drache kugelrund,
schnauft beim fliegen ungesund.
Blau der Atem Gelb der Hund,
der Drache ist nicht bunt.
Er fliegt von Nord nach West
und stirbt letztendlich an Asbest.
Bone
veröffentlicht am 17. März 2016
53

Lyrik des Tages

Der Angler
Der Angler, er war solch ein einsam Freund
Liebt das Ufer und
blickt hinab auf das,
was er versäumt.
Jede Falte grub sich tief in den Anglers Wange
und mahnte ihn, dass er nach nichts verlange
Die Einsamkeit kommt sowieso und ist der Fisch
ja noch so froh, einst wird da ein Angler sein, lässt
ihn schlafen, färbt das Wasser rot wie Wein.
Anonym
veröffentlicht am 16. März 2013
35

Lyrik des Tages

Schwarz und Weiß
Ich schüttele die Angst ab,
trampele auf ihr herum,
klammere mich an das Glück,
und lass es mich mit sich ziehen.
Ich bin glücklich inmitten des Farbstrudels, der meine sonst so schwarze Seele um sich wirbelt.
Doch die Angst wieder da, am Ende des Tunnels.
Farbe war einmal, alles wieder Schwarz und Weiß, es verlangsamt sich mein noch vor Freude rasender Puls.
Anonym
veröffentlicht am 8. Januar 2013
44

Lyrik des Tages

Kuchen
Die Welt ist still, der Tag ist klar
Dennoch es ist nicht so wie es war

Denn es fehlt mir ein Kuchen
Sonst beginn ich hier zu fluchen
Ich will diesen unglaublichen Kuchen
Ich bin hier nur am unendlichen Suchen
Ich will ihn essen und verschlingen
Ihr werdet versuchen mich abzubringen
Doch ich bin ein Kuchenking und es wird mir gelingeeen

Sandkuchen Salzkuchen Rührkuchen
Obstkuchen Nusskuchen Napfkuchen
Mondkuchen Mohnkuchen Zopfkuchen
Tonkuchen Hanfkuchen Kleinkuchen ...
kuchenking
veröffentlicht am 6. Januar 2017
36

Lyrik des Tages

Lass mich Leben spüren
Lass mich Leben spüren

Halt mich aus, Du Mutter Erde,
wenn ich schöpfe, gehe, walte!
Sieh nur an, was aus mir werde,
bis ich schließlich dann erkalte.
Doch vorher lass‘ mich Leben spüren,
in jedem Muskel, jeder Vene,
bis ich vor zugewehten Türen
erschöpft mich nach dem Ende sehne.
Frank2019
veröffentlicht am 9. Oktober 2019
43

Lyrik des Tages

O Jugendstil, o Kuss ...
O lyrischer Kuss, zart konvex …
behütet im Schädelkomplex.
Züchtig gehaucht, nicht konkav,
puristisch wie selten: Gustav ...

Klimt: ornamentalisch, abstrakt …
mal mit und mal ganz ohne Akt.
Was, zum Teufel, soll heißen: goȗt juif*?
Herr Kraus: DAS war Kunst – mit Pfiff.

„Adele im Gold“, o edel bestückt,
hat selbst Nazibanausen entzückt.
Konfiziert, arisiert … dann verbrannt:
Fakultätsbilder, drei, von der Uni verkannt.

Wo Unfreiheit herrscht, gibt 's auch keine Kunst.
Waldeslust und anderer Kitsch stehn dort hoch in der Gunst.
O Klimt, womanizer, hast dich nicht gebeugt
dem Massengeschmack – wie dein Werk uns bezeugt.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 6. Juli 2018
4

Lyrik des Tages

Meine Welt
Meine Welt
Ich träum mir meine Welt,
so wie sie mir gefällt.
Hab ich einen schlechten Tag,
wenn ich einfach gar nichts mag,
wenn es regnet, stürmt und schneit,
denk ich nicht an Traurigkeit.
Ich denk mir einfach meine Welt,
so wie sie mir gefällt.
Mit Regenbogen, Sonnenschein,
dass jeder kann ganz glücklich sein.
Die heutige Welt,
mit Kummer wegen Geld,
Krieg und Stress, die jeder kennt,
sind in meiner Welt ganz fremd.

Ich denk mir einfach meine Welt,
so wie sie mir gefällt.
Ohne Feinde, ohne Streit
wo alles lebt in Heiterkeit.
Ist das Leben langweilig
und mal gar nicht so verrückt,
ist die Fantasie mir wichtig,
die dieses mit bunten Farben bestückt.
Ich denk mir einfach meine Welt,
so wie sie mir gefällt.
Hier geht es immer lustig zu,
man hat aber auch mal seine Ruh.
kleines Mädchen
veröffentlicht am 13. April 2016
121

Lyrik des Tages

Bunte Blätter
Die bunten Blätter
bezaubern uns Menschen sehr,
ein strahlendes goldgelb
verbindet hier noch mehr.

Die tanzenden Blätter
und das bunte Laub am Baum
beim Sonnenlicht fühlt wir uns
wie in einem Traum.
Werner Speer - Geh.
veröffentlicht am 17. Februar 2023
109

Lyrik des Tages

Ballade von Spuki Huch
Wer spukt im Schloss bei Primasens?:
Spuki Huch, das Nachtgespenst!
Und was geschieht, wenn' s keinen kümmert?
Dann heult es, schimpft und wimmert
und zittert wie ein junger Hase
beim Biss in Ritter Kunos Nase.

Der Herr schreckt auf mit einem Fluch -
und brummt: „Ach, du bist 's, Spuki Huch!“
Das ärgert Spuki sehr, drum zwickt er fest und lange, dem Ritter Kunos Frau Mathilda in die Wange.
Die fährt empor mit einem Schrei – und gähnt: „Ach, du bist 's Spuki Huch; mir war schon bange.“

Im Kinderzimmer lärmt der Geist mit Schrubber
und mit Besen:
Der kleine Max wacht auf und seufzt: „Das ist wohl Spuki Huch gewesen.“

Und Lilifee hebt ihren Kopf aus Bechsteins Märchenbuch
und ruft:„Komm, lass uns spielen,
SpukiHuch!“

„Was soll's, ich gehe fort von hier; ihr seid zu furchtlos: Das ist eine Qual“,
beklagt sich Spuki Huch am nächsten Tag im Großen Rittersaal.
Max ruft (und Thilda, Lilifee und Ritter Kuno stimmen ein):
„Ach, bitte, Spuki Huch, sei wieder gut und bleibe hier: Wir haben alle große Angst vor dir.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 31. Mai 2017
6

Lyrik des Tages

Weihnachszeit-Besinnliche Zeit
Waldesruh im Mondenschein,
Mondeslicht gibt die Sicht.
Tannengrün aus dem Wald,
Weihnachten ist nicht weit.
Kerzenschein-bedenkt das Sein.
Kinderlachen macht so froh,
Kinderfroh ist nun so.
Frieden dein oh Herre mein.
Weihnachten ist nun bald.
Anonym
veröffentlicht am 17. November 2014
37

Lyrik des Tages

Sprache
Sprachgewirr in
Deutscher Großstadt
Deutsch und
Englisch
Französisch und
Japanisch

Aufgeschnappte Fetzen
Unverständliches Gemurmel
Und verstandene Sätze

Mit meinem
Gebrochenen Französisch
Mit meinem
Guten Englisch
Mit meiner
Muttersprache Deutsch

Zu Hause in der Sprache
Und doch
So fremd
Emma
veröffentlicht am 23. Dezember 2017
64

Lyrik des Tages

Daumen hoch
ich hatte mal meinem Daumen verbunden.
machte ein Foto und lud ihn hoch
als die Leute
den Daumen
gefällt mir
drückten
Dachte ich
sind die
schadenfroh
der denker
veröffentlicht am 6. Februar 2012
51

Lyrik des Tages

Advent
Zeit des Wartens im Advent.
Stillwerden schweigsam sein.
Tannengrün im Arrangement.
Kerzenschein bei uns Daheim.
Lichterschein berührt das Sein.
Kinderaugen groß und klar,
bald ist Weihnachten, wunderbar.
H.G.Voßkuhl
veröffentlicht am 17. November 2014
35

Lyrik des Tages

Meine Fantasie
Das Bild ist trüb und kühl, so ist mein Gefühl.
Die Sonne geht unter
und ich werd´ plötzlich munter.
Es ist menschenleer
und ein schönes grünes Meer.
Meine Miene wird erhellt,
durch den Anblick dieser Welt
Mondenschein
veröffentlicht am 7. Februar 2017
51

Lyrik des Tages

Liebeskummer
Das Blut dir durch die Adern ätzt,
jeder Herzschlag unerträglich.
Als ob eine Bestie die Zähne wetzt,
doch die Krankheit ist nicht tödlich.
Zwar vermag keine Medizin zu lindern,
den allgegenwärtigen Schmerz.
Doch letztlich wird dein Verstand dich hindern,
dir herauzureißen dein Herz.
Viki
veröffentlicht am 5. Mai 2012
49

Lyrik des Tages

Vogelscheuchen
Der Wald ist eine wunderbare grüne Seele,
und an den Bäumen hängen die Blätter
hoffnungsfroh wie schöne Gedanken.

Und unser Himmel erst!, dieser riesengroße Schlaf,
darin die Vögel Träume sind mit dunklen Schatten,
die vorüberfliehn, noch ehe
wir erwachen.

Denk ich an Afrika,
dann seh' ich einen weitverzweigten Mammutbaum,
darin auf bunten Ästen großäugige,
dunkle Kinder harren,
die sehr hungrig sind
und trotzdem manchmal lachen.

Blaue Briefe sind Ozeane,
ihre Marken leuchtende Fische.

Und unsere großen Städte:
kultivierte Felder – die Menschen darin:
allerliebste Vogelscheuchen!

Jeder Morgen ist ein großes Wunder:
Begrüß ihn anständig und mit Andacht!

Eine grüne Wiese ist wie ein Gebet;
die Blumen darin sind das Amen.
Der Tod ist allzu oft ein Räuber –
wir Vogelscheuchen seine Opfer.
Der Tod ist allzu oft ein Räuber –
wir Vogelscheuchen seine Opfer.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 28. Juni 2018
4

Lyrik des Tages

Auf der Brücke
Ich steh auf der Brücke und spucke in den Kahn, damit meine Spucke Kahn fahren kann. Anschließend stecke ich mir den Daumen in den Mund. Das reimt sich zwar nicht, aber es dichtet -
Anonym
veröffentlicht am 26. Februar 2014
42

Lyrik des Tages

Verfall
Verlangen.
Brennend.
Verzehrend.
Feuer.
Wut.
Selbstkontrolle.
Verloren.
Tod.
Trauer.
Selbsthass.
Mord?
Emma
veröffentlicht am 23. Dezember 2017
62

Lyrik des Tages

dieses etwos
Geh afoch weg von mia, loss mi endlich allan,
dei vadommt holde zia, zadruckt mi wie a stan

Bleib jetzt afoch doat stehn, und riah di net vom fleck,
wü di jetzt net meah sehn, ziagst mi tiaf in den dreck

Iagendwos schlummat tiaf in mia drin,
do i konns net beschreim, iagendwos in mia eagibt kan sinn

Iagendwos in mia woxt und gedeiht,
denn mit mia gehts obwäats, dieses etwos hot si no net befreit.
philjazz
veröffentlicht am 25. September 2016
7

Lyrik des Tages

Weihnachten
Schon bald
ist es wieder kalt.
Es kommt die Weihnachtszeit,
die sich überall macht breit.
Lilly2002
veröffentlicht am 23. September 2019
45

Lyrik des Tages

Liebelei
Wer bist du der du mich schneidest
mich umwirbst in tiefster Nacht?
der Rand der Scheibe prangt in weiter Fern
mag er ewig prangen ohne uns
dein Lidschlag kommt einem Lippenbekenntnis gleich
er verrät dich mein Alles
läst Rosen blühn im finstren Wald
kein technisch Gerät vermag deinen Wert zu ermessen
kein Edelstein könnt teurer sein
keine Meerestief reicht tiefer
der Herrgott trieb se
Anonym
veröffentlicht am 8. August 2012
41

Lyrik des Tages

Mathematik
Mathematik war schon immer Gofmanns größtes Siegel.
Hirnakrobatik, wie der Hals von Anne Spiegel.
Multiplizieren und schnell masturbieren.
Durch Null dividieren und Bärte rasieren.
Es erschien sogleich Euklid mit seinem schlaffen Glied.
Und lehrte mir die Zahlen, ich tat sie alle malen.
Gofmann
veröffentlicht am 20. Dezember 2021
3

Lyrik des Tages

Befreie mich
Wie konntest du mich stehen lassen,
ohne ein auf Wiedersehen?!
Ich kann es immer noch nicht fassen.
Sag mir, werd ichs je verstehen?!
Nur blind hab ich dich gesehen.
Nur taub hab ich dir zugehört.
Endlich kann ich nach vorne gehen,
Kann hören!
Kann sehen!
Jara
veröffentlicht am 27. Februar 2012
51

Lyrik des Tages

Der Tod
Wer gibt mir die Kraft, wer hält über mich die Hand
wann mach ich meinen Abgang, wann kommt der Sensenmann
Was, Digga passiert dann, was ist dann mit meinem Plan
Wie Mann, wie Kratz ich ab, sieht man eine Narbe dann?
Oder bin ich total verbrannt, oder liegt meine Leiche im Ozean?
Oder werd ich schwer krank, oder sterb ich sehr sanft?

An den Tod, denk mal daran, nicht an Party und aftern
nicht Harry sein und Spaß haben
Der Tod kommt ohne Gnade, kommt mit der roten Fahne
Du sagst bitte, bitte ...
Anonym
veröffentlicht am 25. April 2014
40

Lyrik des Tages

Zwischen zwei Herzschlägen
Einen Herzschlag konnte ich Berge schieben
beim zweiten verließ mich schon der Mut
von dir ist nichts geblieben
der Dolch ist rot vom Blut
Oliver Delastere
veröffentlicht am 12. Juli 2016
41

Lyrik des Tages

Ein Liebeslied
Ein Liebeslied ertönt ganz leise,
was mir sehr zu Herzen geht.
Es erzählt von Glück auf seiner Reise,
der Liebe die nie vergeht.

Ich schwebe mit dem Klang hinauf,
bis zu Deinem Herzen.
Die Flammen steigen in mir auf
wie 1.000 brennende Kerzen.

Des Herzens Feuer ist entfacht
und brennt weiter immerzu.
Ich genieße diese Pracht,
meine Sehnsucht, das bist Du.
Sabine Schönbein
veröffentlicht am 29. Dezember 2015
56

Lyrik des Tages

Der Gummibär
Ein kleiner dicker Gummibär,
der hat's im Leben gar nicht schwer.
Ein Gummibär ist grün, gelb oder rot.
Er hat keinen Hunger und leidet keine Not.

Fällt er mal in's Wasser,
wird er nur riesengross und blasser.
Komm er aber aus der Tüte raus,
ist es ganz schnell mit ihm aus.
anpeco, Selb
veröffentlicht am 28. März 2018
43

Lyrik des Tages

Winter Adé?
Der müde Mann verlässt das Feld
er rollt den weißen Teppich ein
es ist nun mal der Lauf der Welt
der Frühling kommt durchs Tor herein

Des Menschen Auge sieht bald grün
zarte Knospen sind vor dem Erwachen
bald werden sie zu bunten Veilchen blühn
und den Duft des Frühlings mit entfachen

Die Sonnenuhr wird nun gestellt
der Triumpfmarsch kann beginnen
allen es gar wohl gefällt
die Gefühle sich besinnen
Oliver Delastere
veröffentlicht am 13. Juli 2016
38

Lyrik des Tages

Maisturm
Wie schrecklich lang ist die Flur,
wo du mich verlässt, du bist so stur.
Es dringen Schreie aus jedem Zimmer,
und der Schmerz wird immer schlimmer.
Und Panik und Angst in deinen Augen,
wie du nach Luft rangst,
ich kanns nicht glauben.
O Liebe, O Liebe, du warst so schön,
deine Haare so golden schön.
Wie froh ich bin, dass ich dich noch hab.
Zwar nicht auf Erden, aber im Grab.
Anonym
veröffentlicht am 9. Juli 2012
44

Lyrik des Tages

Labyrinth
Durch dunkle Gassen,
Die Zeit rast.
Durch verlassene Orte,
kein Mensch mehr da.

Durch ein Labyrinth,
Die Lügen verstecken den Weg.
Durch einen Dschungel,
Kein Ausweg finden.

Durch den Sand,
Die Fußspuren verschwinden.
Durch das dunkle Meer,
Kein Ende zu sehen.
Patricia
veröffentlicht am 10. März 2012
54

Lyrik des Tages

Vergessen
Sanft gehe ich hinaus in die bittere Winternacht
und die Putte über mir lacht.
Suchst du das Gras,
das herrlich sich an Finger schmiegt
und dich in seine Nähe wiegt?
Oder suchst du den Stern,
der über ihm vielleicht scheint,
der jeden Menschen der weint vereint?
Durch Lavendel gehe ich,
er lässt mich deinen Geruch vergessen
und die Augen, ja, sie nässen.
Anonym
veröffentlicht am 16. März 2013
44

Lyrik des Tages

Helau
Der letzte Abend wird ihr ewig im Gedächtnis bleiben: Sie kam mit Kurt, der tanzte später nur mit Erika.
Und in dem kunterbunten Faschingstreiben
verlor sie beide aus dem blauen Augenpaar.

Sie schrieb ins Tagebuch: Der Kurt ging als Pirat; ich trug das gold᾽ne Kleid einer Prinzessin; die Erika ist nur als Mauerblümchen dagesessen, bis Kurt die „dumme Ziege“ aufgefordert hat.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 17. November 2016
6

Lyrik des Tages

Kommerz
Wenn Menschen durch den Alltag schreiten
Leben sie ihre Tage ab
Sie lassen von der Welt sich leiten
Klagen dass die Zeit zu knapp
Was wäre wenn der Tag genutzt,
Man von der Masse nicht beeinflusst wird
Wär unsre Lebensfreude dann gestutzt
Wenn des Kommerzes Dasein sirbt
Wenn jedes Individuum unbeeinflusst lernt zu leben
Wären die Menschen sich dann gleich
Würden wir nach Gleichheit streben
Es ist wohl der Natur ihr Streich
DasswirgerninGruppensind
InMassenundauchgleichentutundlebtjaauchdas Rind
Anonym
veröffentlicht am 10. April 2014
39

Lyrik des Tages

Flüchtling
Schüsse und Schreie – ganz in der Näh',
und im Westen leuchtet ein Fenster;
vor dir schreckt was auf: der Feind? Ein Reh?
und manchmal siehst du schon Gespenster.

Stimmen – du verstehst kein einziges Wort,
durch deine Träume marschieren Armeen.
Krieg trieb dich aus deiner Heimat fort -
Krieg – darüber Jahre vergehn.

Ein Dach übern Kopf, für die Kinder Brot,
ist alles, was du noch verlangst;
innerlich bist du gestorben, längst tot,
und trotzdem packt dich die Angst

vor denen, die dir missgönnen,
was dich noch am Leben erhält:
Hoffnung - in Frieden leben zu können
und frei zu sein auf dieser Welt!
Annelie Kelch
veröffentlicht am 21. Juli 2017
13

Lyrik des Tages

Das Spiel
Ich habe keine Lust,
und dennoch spiele ich mit.
Ein spiel zu zweit,
nur für mich.

Ich weiß nicht wieso,
und dennoch mach ich mit.
Ein Spiel zu zweit,
und doch nicht .

Ich weiß du schaust mich an ,
und dennoch lächelst du.
Ein Spiel zu zweit,
und doch allein.

Ich habe dich nie gesgehen ,
und dennoch in mir drin.
Ein Spiel zu zweit ,
Von schwarz nach weiß.
clock
veröffentlicht am 13. Juli 2017
40

Lyrik des Tages

Farbenpracht
Schöne Landschaftsbilder
sind zu nun sehen,
diese Färbung der Natur
sollte nie vergehen.

Die Blätter im Laubwald
leuchten wunderbar,
bei dieser Färbung
erscheint vieles sehr bizarr.
Paul Reeps
veröffentlicht am 17. Februar 2023
105

Lyrik des Tages

Die Reisenden Wolken
Drehend, geschwind, in ewigen Kreisen,
das Wettergestirne am fernen Horizont.
Bunt gefleckte Schraubentürme,
flauschige Wolken verwehen über dem Globusrand.
Entstanden im des Ozeans Schoß, gemacht, um zu reisen, aber nicht zu verweilen, über immer wieder fremdem Land.
Anonym
veröffentlicht am 25. Mai 2012
37

Lyrik des Tages

Überlistet
Hirsch nur die Tore Sch nur die Ruhe des Kater Tier ist ein echter Kavalier Rock getreulich vor dem Garten meine Heimkehr zu erwarten schnurrt wo ich auch geh und steh weil ich Katzen Deutsch Versteh Schwänzchen wedeln heißt Hurra Buckel kümmern aber na und was heißt der Fi das lass ich mir nicht gefallen Schnur der Karte dann ist's gut knuddel das bedeutet Wut
Heike Rosenberg
veröffentlicht am 29. November 2016
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17.Emma260
18.Magdalena Wank257
19.Rosenblüte257
20.Sebastian S.223
21.Lennart J. Schrader220
22.Katja Konopik211
23.Aanis Aadon193
24.Lena188
25.Harry185

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