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Wir Wortkunst und Kreativität

Lyrik des Tages

Die tägliche Dosis Lyrik! Bereits Apollon schätzte die schönen Künste, neben der Musik insbesondere auch die Dichtkunst. Jeden Tag werden hier aus unserer lyrischen Sammlung fünfzig lyrische Texte dargestellt, die von allen Seitenbesuchern bewertet werden können. Sei auch du ein Lyriker und schenke anderen Besuchern deine Verse, Songtexte und Poesie.

Modus operandi

Wie funktioniert's?

Dies ist der Ort, wo deine Lyriken, Texte und Poesien tagtäglich bewertet werden können. Jeden Tag werden 50 Werke herausgepickt, die ausschließlich hier bewertet („geliked”) werden können. Um mitzumachen, nutze das Eingabeformular unter Lyrik eintragen. Neben der täglichen Dosis Poesie auf dieser Seite gibt es natürlich auch den Ort, wo alle Werke alphabetisch sortiert betrachtet werden können, das ist die Gesammelte Lyrik, wo du alle bisher veröffentlichten Lyrik-Einsendungen einsehen kannst.

Lyrik des Tages

Strudel des Lebens
Ich weiß nicht, was ich will. Zu viel, zu wenig, zu schwer, zu leicht. Ich weiß nicht, was wirklich ist. Blitze, Donnern, Stille, dann wieder Brausen, das sausende Leben lässt mich nicht mehr frei. Farbige Strudel, die mich aufsaugen. Hier in meinem Himmel, in meiner Hölle. Teile meine Angst, meine Freude, und wenn es zu Ende geht und du mich wirklich siehst, sei dabei.
Anonym
veröffentlicht am 18. Juli 2012
35

Lyrik des Tages

Witz, Spaß und Ironie
Behindert zu sein,
das ist nicht schön,
da muss man aber
dann zu stehen.

Humor, der lässt uns
nicht verzagen,
sonst wäre das Leben
nicht zu ertragen.

Mit sehr viel Witz,
Spaß und Ironie
gewinnt die Krankheit,
glaube es mir nie.

Sie lässt sich dann
ganz gut ertragen,
was da passiert,
tu nicht nachfragen.

Den Kopf in den Sand
hilft hier nicht weiter,
sei mutig, das Leben ist
sehr oft auch heiter.
Werner Speer - Geh.
veröffentlicht am 1. Mai 2023
103

Lyrik des Tages

Todeskerze
Wie eine Kerze, die leuchtet allein
mit einem dunklen, grausigen Schein
Sie gibt uns viel Segen,
sie gibt uns das Leben
doch erlischt sie still,
weil die Zeit es will
dann ist er da,
ja dort, ganz nah
seine grausige Waffe gewätzt
sie jeden Menschen tödlich verletzt
ist er dann da, dann ist groß die Not,
denn er, er ist der Tod
Hannah
veröffentlicht am 24. Januar 2015
73

Lyrik des Tages

Das Tribut
Das Spiel:
Ich sehe höre spüre rieche
Ich gehe laufe sprinte krieche
Ich schleiche kämpfe töte hasse
Ich raste handle tarne lasse.
Der Weg:
Ich verstehe verfluche protestiere
Ich entmachte befreie rebelliere
Ich arbeite verbinde progressiere
Ich versuche verderbe vegetiere.
Der Fall:
Ich finde erweitere
Ich verfalle scheitere
Ich verschwinde erblasse
Ich hindere verlasse.
Das Leben:
Ich steige
ich bleibe
Ich herrsche
ich sterbe
Das Ende:
Ich bin, ich war
Noelseppel
veröffentlicht am 29. Januar 2014
37

Lyrik des Tages

Tröpfelndes USB
Im Weine hernach
Ein Zigarrenwölkchen
Noch tröpfelt
Mit schmalbrüstiger Bandbreite
Datenkotzend
Die USB-Schnittstelle
IT-Lyrik
veröffentlicht am 19. April 2016
41

Lyrik des Tages

475. | sabotiat.
475. | sabotiat.

ch 1a) 12/8/10/8...6/12/8/10
mei hois is heisa und trockn vom vün schrein,
trink den heilendn moagntau,
wäa jedn oiptraum an oadn valeihn,
mei hoss steckt donn net meah im stau

mei zung is belegt und pözig von da kronkheit,
trink den geheimnisvoin tronk,
hob jedn oiptraum wieda foisch eingreiht,
meine phobien liegn scho blonk

meine stimmbända san scho eingrissn und gschwoin,
trink nua diesn frischpresstn soft,
deaf jedn oiptraum gonz schnö übahoin,
mei schlof gibt ma wieda vü kroft
...6/12/8/10
woch auf in an koma,
in ana viadimensionaln utopie,
üba mia schwebt die korona,
in ana fraktaln anomalie.
______________________________

bleibt mir weiterhin gewogen.
euer philjazzmetal, der mundartige.
http://philjazzmetal.blogspot.com/
philjazz
veröffentlicht am 24. Juni 2020
0

Lyrik des Tages

Die Zeit sclägt jedem
Wir alle gehen den selben weg
und alle gehen dann über’n Steg.

Allein wie wir ihn gehen,
ob schnell, ob eben
mancher verweilt,
ein anderer eilt.

Wir müssen alle vor den Richter
mit unsrem bunten Blumenstrauß.
Dann nehmen uns ganz andere Lichter
mit, in des Vaters Haus.
02,03,09 Matthias Back
Matthias Back
veröffentlicht am 22. Februar 2017
73

Lyrik des Tages

Seelentrost
Nebelschwaden Wolkenpracht
Na es wäre doch gelacht
Auch diesen Winter überstehn
und dann im Frühling weitersehn
Der Sommer löst den Frühling ab
und Herbststürme halten uns auf Trab
Glaub mir es ist wahr
Gleiches Schema jedes Jahr

Gedichte große und auch kleine
Nicht für jeden sondern meine
Worte die durchs Hirn mir kreisen
mal die ruhigen, mal die weisen
die, die durchs Gefühl mir wandern
nur für mich nicht für die andren
Die, die durch die Seele schweben
jene halten mich am Leben
Tina Jensch
veröffentlicht am 22. Dezember 2016
65

Lyrik des Tages

Angst
Allein wenn sie nur an ihn denkt,
hat sie die Angst, ihn zu verliern'.
Die Liebe, die sie ihm jetzt noch schenkt,
wie kann sie sie fixiern'?

Nur der, der wirklich liebt,
verspürt die Angst,
die in ihr liegt,
wenn du sie einmal erlangst.
Rosenblüte
veröffentlicht am 7. Mai 2017
50

Lyrik des Tages

Die Busfahrt
Während ich mit dem Bus fahre,
und auf den Stuck starre,
frag ich mich: wann endet die Nutzphase?
auf nem Plakat: Bachmann! Denk mir, ich will den Lutz schlagen!
wüsste nicht worauf ich sonst noch Lust habe.
Mmh, vielleicht auf 'ne Cola oder sogar auf 'ne Club Mate.
Kontrolleur kontrolliert. Ich hab keine Buskarte!
Überlege, ob ich den Typ dort nach Schutz frage!
Er meint: ich bin nich von hier, ich komm' aus Cuxhaven!

Dies und noch andere Sachen erleb ich beim Busfahren.
Graf Dubblecup
veröffentlicht am 27. Mai 2016
39

Lyrik des Tages

Schweigepflicht im Büchsenlicht
In der hohlen Hand des Tages dämmert das Büchsenlicht ...
Früh hungert es aus und am Morgen erhebt es sich spät
Längst noch nicht müd bin ich, wenn seine Flamme verweht
Aber schläfrig noch, blickt durch mein Fenster das Herbstgesicht.

Schiebt sich die Wolke vor den Mond, herrscht Schweigepflicht:
Über die Wälder hat sich das Zaubertuch der Nacht gelegt ...
Macht Luna euch süchtig und ihr gerät in den Bannforst – Fleht!
Um Gnade ... Der König zerrt euch vors Hochgericht.

Betrittst du die Blätterzone, hab acht vor den vielen Bäumen
Leg auf die Goldwaage jedes Wort, das du am Stamme liest.
Rühmen sich Kriege, Schlachten, verbirg dich in deinen Träumen
Du bist noch zu jung, um zu sterben: bleib … bleib Pazifist.

Auf der Lichtung des Waldes harrt wie verzaubert das Reh …
Sanft und hell ist das Büchsenlicht am Morgen: voller Mond
Nach dem Schuss breitet sich Schweigen aus und wie gewohnt
Zieht durch die Fichtenbäume ein blutig trauerndes Morgenweh.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 30. Oktober 2018
5

Lyrik des Tages

ein Engel
es wart mal ein Mädchen,
ging schultern gestraft.
das Leben pulsierte,
mit solch großer kraft.

ihr Atem ist schwach,
ist bald nicht mehr hier.
der Meister des Todes,
Schon so dicht bei ihr.

nun ist sie ein Engel,
fliegt hoch jede Nacht.
ihr Körper der ruht,
und nie mehr erwacht.
melody of death
veröffentlicht am 11. November 2020
44

Lyrik des Tages

Der Apfel
Ich bin der Apfel
Die Verführung
Versuchung
Verlockung
Ich will das Gute sein
Aber ich bin das Böse
Gefährlich
Wie die Nacht
Irgendwo
Sitzt da noch das Gute
vielleicht
Anonym
veröffentlicht am 12. April 2015
42

Lyrik des Tages

Was die Menschen übersehen
Was ist es, was der Mensch begehrt,
was das Glück der Welt vermehrt?
Viele sehen das Glück im materiellen,
doch das lässt das Licht auf die Welt nicht erhellen.

Das was jeder Mensch durch seinen Hass übersieht,
ist die Tatsache, dass er liebt.

Es gibt Idioten die möchten darauf urinieren...
Doch würde jeder Mensch den anderen lieben und akzeptieren,
würde die Menschheit letzten Endes nicht verlieren.
Vicki
veröffentlicht am 3. März 2018
60

Lyrik des Tages

Konzertsaal Seele
Glück ist,
Deinem inneren Klavier
freien Lauf
zu lassen,
Deinem Herztrommeln
zu folgen,
Deine Gänsehaut
als Publikum
zuzulassen,
und
Deinem Gehirn
den Dirigenten
zu stehlen,
denn
dann
bist Du
im Konzertsaal
Deiner Seele.
greko
veröffentlicht am 22. Oktober 2013
51

Lyrik des Tages

Natürlichkeit
Eine natürliche Landschaft,
die zeigte sich mir,
manche schimmernde Gebilde
waren eine große Zier.

Akzente von einer Idylle
gab es hier zu sehen
sehr elegant und edel,
so was sollte nie vergehen.

Das Gewässer glänzte
herrlich im Sonnenlicht,
eine Wahrnehmung entstand,
wovon jeder gerne spricht.

Eine kleine Brücke führte hier
über den kleinen Fluss
und Naturgeister entstanden,
was für ein Genuss.
Werner Speer - Geh.
veröffentlicht am 21. Mai 2024
59

Lyrik des Tages

Für Dich
Tausend Küsse nur von diesem Morgen
Werd ich alle nur an dich verborgen
Schon morgen hol ich´s mir zurück
Denn nur bei dir find ich mein Glück
Schandalik
veröffentlicht am 26. Juli 2022
45

Lyrik des Tages

Die Theo(retische Physik)klausur
Ich fuhr
auf meiner Tour
durch den Flur
zur
Klausur.
Ich leistete einen Schwur
und berechnete ganz stur
nur
die Spur.
Was fuer eine Tortur!
Ich hab Angst vor meiner Zensur.
Nach der Klausur
um 12 Uhr
muss ich zur
Kur.
Ich habe eine tolle Figur
trotz Glasur
pur
und interessiere mich fuer Kultur,
Natur
und Literatur.
Wo ist meine Schnur?
Ach nein, ich meinte den roten Faden.
Den habe ich verloren.
Bank.
Ende
Theodor Fontane
veröffentlicht am 22. Februar 2017
53

Lyrik des Tages

Macht
Die Macht -
Kriterium zwischen Werden und Sein -
verdrängt das Schicksal
und die Unwissenheit.
Gepaart mit Gewalt
ist sie die Waffe des Teufels,
bringt sie den Untergang für den Menschen,
gibt Reichtum und Unverletzlichkeit
dem Meister.
Kirsten Winkler
veröffentlicht am 16. Mai 2013
49

Lyrik des Tages

Lebensfreude
Freude am Leben spüren
und mit viel Spaß agieren.

Sich wohlfühlen an jedem Tag
lustvoll leben, wie man es mag.

Volle Lebensfreude verspüren
neue Dinge werden faszinieren.

Optimistisch und ganz ideal
die Lebenszeiten sind real.

Sehr vieles wird nun ausprobiert,
der Lebensverlauf, der fasziniert.

Glückliche Stunden nun genießen
und die Leidenschaft wird, sprießen.

Faszinationen fürs Lebensglück,
die begeistert und man ist verzückt.

Ein Genuss fürs Leben entsteht
Vergnügen erlebt man ganz aufgedreht.
Werner Speer - Geh.
veröffentlicht am 22. Mai 2024
59

Lyrik des Tages

Auf leisen Sohlen
Sanftmütig sieht sie dich an,
mit klaren grünen Augen.
Auf leisen Sohlen tapst sie heran.

Sie legt sich hin
und genießt dein Streicheln.
Ihre Gedanken sind voll Sinn.

Fasziniert blickst du sie an.
An ihrer Art kannst du lesen:
Die Katze ist ein herrliches Wesen.
Silberhase
veröffentlicht am 27. Februar 2015
57

Lyrik des Tages

Gefangen in der Zeit
Gefangen in der Zeit, ist meine Seele
meine Vergangenheit - holt mich ein,

seufzen, Tränen, eine trockene Kehle,
liegt schwer im Magen, wie ein Stein.

Gefangen in der Zeit, da ist das Herz,
einen Schritt nach vorn, zwei zurück,

versucht zu verdrängen den Schmerz,
ohnegleichen, bedarf es viel Geschick.

Gefangen in der Zeit sind die Gefühle,
ohne Rast und Ruh' im Kreise drehen,

an's Licht bringen eine gewisse Kühle,
nicht im Stande, all das Gute zu sehen.

Gefangen in der Zeit
Gaby Mahler
veröffentlicht am 20. Oktober 2016
73

Lyrik des Tages

Zeitalter des Datenmülls
Datenmüll – gab es eigentlich schon immer.
Ein Vorstadtidyll mit TV im Kinderzimmer.
Wahlkampf – leere Phrasen und blubbernde Nesträuber,
Plakate mit Luftblasen von Lindner oder Stoiber.
Emittieren schwer von Kapee die Gierigkeit der FDP.
Kaum besser als ein Schuh voll Hundekacke
ist von der CDU die Laberbacke.
Doch der größte Unrat wächst unbemerkt,
an allen öffentlichen Orten.
Als hätte Glutamat Konsum verstärkt,
mehr Fragen als Antworten.
Die Werbeflut hat ihr klassisches Territorium längst verlassen.
Willkommen in der Neuzeit – Hypnose für die Massen.
000_Retro_Bot_000
veröffentlicht am 1. November 2019
6

Lyrik des Tages

Die Bank
Abend für Abend denk ich an dich
Jedes Mal neu überwältigt es mich
Dass Du so Fern, ach so Fern musst weilen
Könnte mir fast das Herz zerreiben (zerteilen)

Kommt dann die stund’ wo ich seh’ dich im Traum
Sitzen wir meistens unter dem Baum,
Unter dem Baum dessen Äste sich breiten
Über die Aare und ihren Seiten.

Dann fülh’n wir Glück und fühlen Zeiten,
Auf deren Rücken wir gerne reiten.
Wenn ich vom lieblichen Traum dann erwacht,
Merk ich, dass alles war Traum nur und Nacht.
September 75 Matthias Back
Matthias Back
veröffentlicht am 22. Februar 2017
66

Lyrik des Tages

Der Tod ist weiß
Der Tod ist weiß, nun nicht mehr schwarz,
er ist der Freund an meiner Seite

Zeigt mir Liebe, zeigt mir Leben,
nimmt meine Hand und führt mich Heim

Erst mit ihm erfahr ich Weite,
verschwinden Leid und Gram

Ihn zu kennen ist mein Trost
wenn Qual und Leid mir angetan.
Anonym
veröffentlicht am 3. Oktober 2014
40

Lyrik des Tages

Wo soll ich anfangen?
Wo soll ich anfangen?
Wie sollen meine Gedanken auf's Blatt gelangen?
Ich würde gern schreiben,
Alles was ich denke auf's Papier treiben,
Doch mein können ist begrenzt,
Ich weiß, dass du es kennst.
Wir streben nach mehr,
Wollen zeigen was wir könn', doch es ist schwer.
Geleitet von negativen Gefühlen,
Versuchen wir unser ganzes Leben umzuwühlen;
Auf der Suche nach Liebe,
Weil das alles ist was bliebe.
Anonym
veröffentlicht am 3. April 2020
37

Lyrik des Tages

Sonnenschein
An einem schönen Sommertag
fuhr ich im Rollstuhl durch den Park.
Die Sonne, scheint hier durch die Zweige,
am Wegrand stand, ein Mann mit Geige.

Der Klang der Geige war sehr schön,
ich fuhr dort hin und blieb dort stehen.
Die Musik war sehr zart und zum Verlieben,
ich hörte genau zu, bin lange geblieben.

Der Musiker war, total in seinem Bereich,
nach jedem Lied, klatschte ich so gleich.
In der Natur, bei schönem Sonnenschein,
bei diesem Wetter, ist man nicht gern allein.

Musik tut dem Herz und auch der Seele gut,
mit all den Liedern, fast man wieder neuen Mut.
Ich dankte den Musiker, für die schöne Zeit
und war natürlich, für eine Spende bereit.

Menschen sollten sich hier einmal besinnen
und im Inneren, kann eine Einigkeit beginnen.
Paul Reeps
veröffentlicht am 28. Oktober 2018
208

Lyrik des Tages

Abschiedsserenade
Morgens liegt schon das Blut
des Herbstes in der Luft des Sommers

Die Rosen zittern,
nun fallen die letzten Blätter

Die Nächte sind kühl und in den Zisternen
rauscht die Kargheit des Winters

Allerleirauh schürt das Feuer der Vernunft
und mir sinken die Lider

Der Wald hüllt sich in Schweigen,
der große Abschied ist da ...

Ich möchte fallen mit den Blättern
zur Erde und weinen wie ein Kind

Am Wegrand welkt die Blume
im letzten Staub des Sommers

Bald sind die Felder vernarbt
und Krähen fallen ins Land

In der Sonne liegt schon der Mond
und ich lasse zu, dass an mir der Kummer nagt

Jene Stunde, die allein uns gehören soll,
wird verstreichen wie dieser Sommer
Annelie Kelch
veröffentlicht am 10. September 2017
11

Lyrik des Tages

Ein Kuss ist ein Kuss ist ein ..
Was ist ein Kuss -
der Austausch von Gefühlen?
Ich hab dich lieb' und
du mich bitte auch?
Es ist der Kuss, ich weiß,
ein schöner alter Brauch:

Mal ist er nass und manchmal
ziemlich spröde,
mal kommt er spitz daher,
doch seltener als Witz.
Und hin und wieder denkst du:
Was für 'n zarter Frühlingshauch!
Nur im Extremfall kriegst du Angst:
Der frisst mich auf …

Mal seufzt er leise vor sich hin,
mal gibt 's 'nen lauten Schmatz,
mal flammt von Lippenpaar zu
Lippenpaar die Wollust auf;
der Bruderkuss verbindet gar
von Menschewist zu Menschewist
so manch bankrottes Land;
ein Kuss versetzt den Teenie
außer Rand und Band.

Gehaucht von Mund zu Mund
verhilft ein zarter Kuss
selbst einer Greisin,
einem Greise noch
und dir und mir
zu einem unvergesslichen - Genuss.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 7. März 2017
7

Lyrik des Tages

Wasserfall
Die große Ruhe am Teich
war einfach wunderbar,
die Seerosen leuchteten
im Licht sehr sonderbar.

Ein kleiner Wasserfall
war fürs Abschalten gedacht,
das haben die Menschen
dort oftmals gemacht.
Werner Speer - Geh.
veröffentlicht am 28. Februar 2023
99

Lyrik des Tages

Walnüsse im Schnee
Im Schnee: die Spur
eines Sologängers;
aber wir waren ein Duo:
Ich trat in deine Fußstapfen.

Das Unsagbare lag zwischen uns
wie der Schnee inmitten meines
Spagats; er blieb unberührt
von meínen Gedankengängen.
Vielleicht, dass ich irgendwann
ein Land entdecke, das deinen
Namen trägt.

Alles, was wir damals fanden, war
das Fragment eines Schneemanns:
Die rote Karottennase trug
ein Eichhörnchen davon;
die Kohlenaugen schnappte sich
der Hund eines Spaziergängers;
unter dem schwarzen Zylinder
schläft seit vorgestern der
müde Kopf eines Bettlers.

Wir knackten die letzten Knöpfe
vom weißen Wanst des Schneemanns
und aßen die Kerne auf;
es waren Walnüsse.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 23. Januar 2018
8

Lyrik des Tages

Albernes Gedicht
Tausend
Zehntausend Gedanken,
bringen, zwingen
meine Vorschriften ins Wanken;
verschwende ich an Dich,
und fühle mich
absonderlich.

Kühne
Tollkühne Sachen,
bringen, zwingen
meine Vernunft zum Lachen;
stelle ich mir vor;
die Haltung verlor
ich ärmlicher Tor.

Male
Übermale ein albernes Gedicht,
denn habe ich nicht
Erhabenes, Hochtrabendes
zu sagen;
alle Verse tragen
nur Deinen Namen.
Inanna Grenzmüller
veröffentlicht am 16. Oktober 2016
52

Lyrik des Tages

Ein Weizenfeld im Sommer
Das leuchtende Weizenfeld,
ist so schön wie goldnes Geld.
Es glänzt so hell in der Sonne,
für jeden die reinste Wonne.

Der Wind streicht über den Weizen, ganz leise
Da! Eine kleine Meise.
Sie genießt die schöne Sommerluft,
und lautheraus ihr Liedchen ruft.

Ganz viele Weizenwogen,
im Wind, die Pflanzen wie ein Bogen.
Dort, ein großes Weizenmeer,
die Wellen immer mehr.
Lu
veröffentlicht am 9. Dezember 2014
54

Lyrik des Tages

Nur Mut
Ist der Himmel grau und trübe
glaub mir nur die Sonne scheint.
Vom Strahlen ist sie manchmal müde,
wie auch ein Mensch der einmal weint
Celine Rosenkind
veröffentlicht am 18. April 2012
57

Lyrik des Tages

Warum du?
Jetzt frag ich mich warum,
warum war ich so dumm?
hab mich auf dich eingelassen,
wie es Mädchen tun in Massen
doch ich hätts besser wissen wollen,
doch mein Herz tat es nicht wollen
ich hab gekämpft, ich hab gesiegt
ich hatte dein Herz vor langer Zeit gekriegt
doch jetzt ist es aus,
du reißt meins heraus
und trampelst drauf rum,
warum war ich so dumm?
Tränen laufen auf meinen Wangen wie ein Pfad
verschwimmen miteinande ohne Naht
doch es ist mir egal
es ist mein Schicksal
warum war ich so dumm
Hannah
veröffentlicht am 24. Januar 2015
77

Lyrik des Tages

Die dunkle Jahreszeit
Gehörst du auch zu jenen solchen,
die gedanklich sich erdolchen,
über eine Klippe stürzen,
gar mit Senf das Essen würzen?

In der dunklen Jahreszeit
ist die Psyche oft bereit,
solcher Stimmung nachzuhängen,
ihren Träger zu bedrängen.
Marie1967
veröffentlicht am 12. Januar 2012
61

Lyrik des Tages

366.| innre wond - strophe 1
A guada freind wiad pletzlich üba nocht zum rivoin, zum kontrahent, zum todfeind

A klana funkn genügt, scho wiad des ondre, des neue absolut vaneint

A unbedochtes woat laut docht, scho hobm traurig valetzte augn vü gweint

A hintahötige lüge schlogt seah hohe wön, wonn die woahheit im licht eascheint.
philjazz
veröffentlicht am 17. Oktober 2016
3

Lyrik des Tages

Strafe muss sein ...
Steht im Buch des Lebens
geschrieben.
Irgendwo auf Seite 234.
Meistens folgt sie sofort,
selten viel später.
Dann erinnert man sich.
John Doe
veröffentlicht am 27. Mai 2012
48

Lyrik des Tages

Der Führer
Es war einmal ein kleiner Mann,
der nicht einen Krieg gewann,
Hockte er doch stets im Bunker,
und holt sich einen runter,
Er hatte ein schlechtes Gemüt,
denn er wusste was ihm blüht,
die Gasrechnung war hoch.
Anonym
veröffentlicht am 19. April 2016
39

Lyrik des Tages

Mama
Weil du mi imma abholst ohne das i muas betteln
Weil du imma zuaschaust statt dei pferd zu sätteln
Weil du imma es beste kochst egal was es is
Weil du mehr aushaltst als 20 kaugumis

I hab die echt supa lieb egal was passiert
Selbst wenn da augustinus bei -20 grad dafriert
Zum glück hat die liebe gott bei mir platziert
Weil bei dir merkt ma du hast echt von kam schlecht kopiert
Ralph Gsöll
veröffentlicht am 8. Mai 2017
42

Lyrik des Tages

Auferstanden aus Ruinen
Ich ziehe Industriedunst durch meine schlanke Nase
und übe mich in Fechtkunst, wie Cäsar, der Angsthase.
Antikörper auf der Guillotine tanzen im Takt zur Bohrmaschine.
Bin auferstanden aus Ruinen und stecke fest in Schlitzmaschinen.
Und so bohr ich ins Delirium drei Schrauben durchs Endstadium.
Nennt mich Aius Locutius, Aurelius, der Luftikus!
Gofmann
veröffentlicht am 18. Oktober 2016
5

Lyrik des Tages

Freiheit
Ich fühl mich wie eingeschlossen,
und ich fühl mich so frei.
Ich bin unentschlossen,
und komplett verdrossen,
wie eingeschlossen.
Und ich fühl mich so frei.

Ich bin nicht frei.
Ich weiß nicht wohin,
Wo ist der Sinn?

Bin ich frei?
Ich fühl mich frei.
Fühl ich mich frei?
Ich bin nicht frei.

Sie sagen ich bin es,
deswegen fühle ich es.
Ich fühle ich bin es,
deswegen bin ich es nicht.

Wer erkennt, nicht frei zu sein,
der ist es.
Wer denkt, frei zu sein,
der ist es nicht.

Ich fühl mich frei und bin es nicht.
Ich glaub die Freiheit gibt es nicht.
zönked
veröffentlicht am 11. Februar 2019
40

Lyrik des Tages

Schmerz
Wenn man weiß,
alles steht bereits geschrieben,
ist genau definiert,
und jeder Versuch,
jenes Verwirklichen,
eigener Wünsche,
und Gefühle,
ist nur zur Kenntniss genommen,
dann ist es Schmerz.
John Doe
veröffentlicht am 27. Mai 2012
52

Lyrik des Tages

Symbol
Wiesen und Pflanzen weichen dem Beton
Ein Löwenzahn durchbricht die Stille,
durchbricht das durch Menschenhand Geschaffene.
So zart, so schwach, so klein,
fordert es sein Lebensrecht,
sein Recht zu leben ein.
Braucht weder Schutz, noch Liebe
und führt es doch unendlich Kriege.
Fordert sein Leben doch was es fordert,
will man ihm nicht geben.
Viele treten es mit Füßen.
Und es muss mit seinem Leben büßen.
Jene halten sich für Sieger,
doch tatsächlich,
kommt es immer wieder.
Sofie M. G.
veröffentlicht am 29. April 2017
51

Lyrik des Tages

Einsicht
Der Snickers noch ein Traum
Ein Traum von innrer Fülle
Zufriedenheit, ein Traum
in Schocko er ihn hülle

Verirrt er sich im Wahn
In Hungers Irrengarten
spielt Janos einen Klang
von Zukunft auf der Harfe

Die Hoffnung ist schon nah
Der zückend Griff nach Bares
Er glaubt es nicht, ists wahr?
Zu wenig Geld für Wahres.
Egorat
veröffentlicht am 13. April 2015
55

Lyrik des Tages

Freudentränen
Der Clown ist lustig,
die Menschen lachen Tränen.
Mit kreativen Gesten,
da gibt es nichts zu gähnen.

Die Possen einfallsreich,
seine Bewegung sehr originell.
Die Show unterhaltsam,
die Freudentränen kullern schnell.

Die Freude und das Lachen
sind des Clowns seine große Kunst.
Er erleuchtet das Gemüt
und gewinnt der Menschen Gunst.
Werner Speer - Geh.
veröffentlicht am 27. Juli 2022
158

Lyrik des Tages

Suchend
Mein Mut aalt sich im tiefsten Blau,
ich denke an die Über-Frau,
die meine Sonne gestern war...

Ich spür den süßen Atem noch
und ihren Zauber wie ein Joch -
doch mir wird immer noch nicht klar...

ob ich die Maske tragen kann,
die Maske Ganz-entschlossner Mann,
die mir jetzt sicher sehr gut stände...

Ich schwanke noch und fass es nicht,
ich denke nur an ihr Gesicht -
ach wenn ich doch noch zu ihr fände!
Surreal
veröffentlicht am 16. Mai 2013
51

Lyrik des Tages

Klimaerwärmung
Feuer ist Rot,
Schnee ist Weiß,
Das Klima ist tot,
und weg ist das Eis.
Anonym
veröffentlicht am 9. August 2015
50

Lyrik des Tages

Ode an die Sinnlosigkeit
Worte
Verdreht wie Alice im Wunderland
Im Wunderland Alices
Wunderland im Alice
Alice Wunderland im.
Yoda
veröffentlicht am 22. Februar 2016
31

Lyrik des Tages

Malfieber
Ich lass meinen Gedanken freien Lauf,
schrei sie nicht raus,
male sie in meinen Farben aus.
Ich kann wählen, entscheiden, habe freie Hand,
die Bilder entstehen und wechseln,
um mich herum keine einengende Wand.
Ich lasse los, meine Seele sagt ja,
In Farben und Formen werden meine Wünsche,
Träume und Gefühle wahr.
Mein Körper wird warm, fühle mich wohl und stark,
es passiert, dass ich mich selbst irgendwie mag.
Frei und zufrieden, die Zeit steht still,
etwas entsteht, wie nur ich es will.
Anonym
veröffentlicht am 10. März 2014
52

Poeten mit den meisten Werken

Überaus aktive Lyriker

 NutzerBeiträge
1.Annelie Kelch133
2.philjazz61
3.Paul Reeps39
4.Gofmann33
5.Werner Speer - Geh.33
6.Jadeit22
7.000_Retro_Bot_00017
8.Matthias Back13
9.Yuks11
10.Andrea Wunderlich, Selb8
11.Celine Rosenkind8
12.Inanna Grenzmüller7
13.Oliver Delastere7
14.Surreal6
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16.Pia5
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