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Wir Wortkunst und Kreativität

Lyrik des Tages

Die tägliche Dosis Lyrik! Bereits Apollon schätzte die schönen Künste, neben der Musik insbesondere auch die Dichtkunst. Jeden Tag werden hier aus unserer lyrischen Sammlung fünfzig lyrische Texte dargestellt, die von allen Seitenbesuchern bewertet werden können. Sei auch du ein Lyriker und schenke anderen Besuchern deine Verse, Songtexte und Poesie.

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Lyrik des Tages

474. | titel noch unbekannt.
474. | überleitung 1

b 1) 13/13/13
schweb auf den glitzandn atmosphäan duach zeit und raum,
gleit aufm flüstandn wind in mein sötsomen traum,
tauch im flackandn licht duachn vagänglichn schaum

segl aufm regnbogn duachn brochnen schein,
vaschmöz scho zu impressionistischn molarein,
treib ois eneagetischa strom duachs hoate gestein

schwimm duach komplexe prächtig schillande galaxien,
zafliess in viadimensionale anomalien,
schöpf nua des wesentliche aus den paradoxien
...6+7/7+6/8+6
geh auf filamentn duachs univeasum spazian,
konn mit den elementn die matrix korrigian,
wü die lebmskomponentn miteinond kombinian.
philjazz
veröffentlicht am 4. Juni 2020
0

Lyrik des Tages

Synth-Pop
In den Neunzigern war es Hiphop.
In den Achtzigern flashte Synth-Pop.
Hatte ich schon erwähnt?
Ein affentittengeiles Jahrzehnt!
Als Popmusik noch cool war.
Voller Originalität und Schmutz.
Wie die nackte Maja von Goya.
Zeit für Denkmalschutz!
000_Retro_Bot_000
veröffentlicht am 9. Dezember 2021
1

Lyrik des Tages

Ein Jahr
Seit einem Jahr sehnt sich mein Herz nach Dir,
und lässt mich noch immer träumen von Dir.
Es würde gerne bei Dir sein und deine Nähe spüren,
Dich in eine Liebe entführen.

Gemeinsam möchte es noch so vieles erleben,
Leidenschaft und Zuneigung Dir geben.
Dich in Wolke sieben erheben,
und dort für immer mit Dir leben.

Doch alles erscheint in weiter Ferne,
Unerreichbar... doch erreichen würde ich es gerne.
Da bleibt mir nur die Frage nach dem Wie,
aber die Antwort kenne ich bereits: Nie.
der Arne
veröffentlicht am 7. Juni 2013
44

Lyrik des Tages

Im Nebel der Wolken
Mir fehlen Minuten auf Erden:
Ich wurde getragen,
von unsichtbaren Händen
eines Stück Wegs enthoben.
Und sanft schwebte ich
zwischen gestern und morgen
im Nebel, im Nebel der Wolken.
An mir vorüber
auf deiner Wolke
kreuztest du meine.
Ich sah dein Gesicht
und du meines.

Mir fehlen Minuten, Stunden vielleicht.
Ich ging meine Straßen weiter:
von Westen nach Osten
von Süden nach Norden,
zählte die Ratten in
modrigen Gräben.
Im Teer, auf den heißen
Chausseen, verließ ich
die leichten Schuhe.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 28. September 2017
8

Lyrik des Tages

Barfuß durch den Matsch
Es hat geregnet und alles ist nass,
wir haben Spaß.
Barfuß lauf ich durch den Matsch,
platsch, platsch.
Es ist warm der Matsch ist kalt.
Nach Hause geh ich bald.
Die Arbeit kann warten,
denn ich geh in den Garten.
Barfuß lauf ich durch den Matsch,
platsch, platsch.
The winner
veröffentlicht am 6. Juli 2020
38

Lyrik des Tages

Sommer
Und Wasser bricht ein
Abwärts und in Mengen
Sie muss sie schneiden
Haarlängen die hängen

Und Perlen tropfen auf
ihr Wasser nimmt Lauf
Sommerduft bricht ein
abwärts und in Mengen

Und Luft strömt überall
nimmt ihr Wasser duftend
nach Sommer und Heim
formt ihr Chaos glatt

Und Perlen tropfen auf
die Maske ein Hauch
voll Melancholie in ihr
voller qualmender Rauch

Und Wasser findet einen
Weg der sich dehnt
in Ewigkeit lehnt
lass sie ewig scheinen
Anonym
veröffentlicht am 16. Juli 2015
44

Lyrik des Tages

Szenen einer Ehe II
Es sprach zur Amalié der Stifter:
„Bon appétit, ma chère Amalié,
ich bin hungrig wie eh und je.
Reich mir Huhn und Hommer,
die Butter, den Brie. Gefastet
wird erst nach dem Sommer.“
Annelie Kelch
veröffentlicht am 1. Februar 2017
3

Lyrik des Tages

Freundschaft
Das Leben kann schön sein, mit Liebe gefüllt,
solange, bis sich manch Dunkles enthüllt.
Es scheint nur noch bergab zu gehen,
doch es gibt Meschen, die immer zu dir stehen
und dir dann helfen. Das sind Freunde
Anonym
veröffentlicht am 31. Juli 2012
46

Lyrik des Tages

468. | dei feia
f 1) 10/9/11/11
wieda hot mi da onfoi attackiat,
da feind is uneakonnt einmarschiat,
die pletzliche invasion hot mi geschockt,
diese offensive trifft mi splittanockt

wieda is mei hysterie explodiat,
da feind hot si lautlos einquartiat,
mei peasönlicha konflikt is rein und echt,
weaf mi ins surreal latente gefecht

wieda hot mi da kollaps sabotiat,
da feind hot spualos sei revia markiat,
denn diese okkupation woa illegal,
die peaspektive is viadimensional

wieda is mei schizophrenie rotiat,
da feind is unbemeakt kollidiat,
mei innre fehde bekämpft den stimmenfluss,
wü von dia goa kan viraln obschiedskuss.
philjazz
veröffentlicht am 11. Januar 2020
2

Lyrik des Tages

474. | titel noch unbekannt
474. | 1.strophe

1) 8/8/10/12 (8/8/11/11)
weit offn steht des fiamament,
nua mei gedächtnis homs zuagspeat,
mei vagänglichkeit is scho längst ausbrennt,
da skizziate lebmslauf hot jetzt scho kan weat

weit offn steht des steanenzöt,
do woikn vahindan mei sicht,
hob mei steablichkeit auf goa kan foi bestöt,
da letzte eiskoite hauch bodet im gift

weit offn steht des himmlsdoch,
da regn spült wieda ois foat,
denn mei zeitlichkeit begrenzt den lebmsboch,
da vamisste rückkauf hoit afoch nie woat
...10/10/10/10
mecht meine gedonkn no offnboan,
mei philosophie deaf net untagehn,
iah miassts meine weisheitn no eafoahn,
donn kennts endlich den lebmssinn vastehn.
philjazz
veröffentlicht am 4. Juni 2020
3

Lyrik des Tages

Welt
Was ist es, was die Welt
so schmerzlich schön und hässlich macht?
Was ist es, was uns hält
in dieser Welt?
Asterin
veröffentlicht am 14. Dezember 2020
34

Lyrik des Tages

Krieg
Verbarrikadiert in den Häusern,
leise abwartend.
Voller Geld bei den Schleusern.
Niemals schlafend.

Hässliche Bomben,
abscheuliche Waffen.
Völlig benommen,
wie soll man so sein Leben schaffen?
Rosenblüte
veröffentlicht am 23. Juni 2017
59

Lyrik des Tages

Ein Tag
Morgenrot, kämpft bis zum Tod.
Bis zur Mittagsstund, dann vergeht das frische Bunt.
Der Himmel klar und blau, wird gen Abend trüb und grau. Nach dem Abendrot die Dämmerung zieht auf,
Sonne und Mond laufen den täglichen Wettlauf.
Anonym
veröffentlicht am 17. Mai 2012
40

Lyrik des Tages

Ohne DICH bin ich nichts!
Nur dir würde ich mein Leben geben,
denn wenn ich sehe in deine Augen,
sie mir die Seele absaugen.
Du bist es
der meine Welt
in seinen Händen hält.
YUNA
veröffentlicht am 26. Oktober 2019
30

Lyrik des Tages

Die Maus
Die Katze schleicht sich aus dem Haus,
hat Jagdtrieb und sucht sich ne Maus.
Gespannt legt sie sich auf die Lauer,
entdeckt ne Maus auf einer Mauer.
Mausi5276
veröffentlicht am 26. Oktober 2011
43

Lyrik des Tages

talisman - 369. 1.strophe
Hob mi wieda moi söbst vagessn,
hob die kontrolle total valoan,
gib afoch dem alkohol die schuid

Bin von iahra scheeheit vasessn,
kennt auf da stö aus da haut foahn,
bei iah hob i afoch ka geduid

Muass mi jetzt wieda moi entsponnen,
mei innre temperatua zruckdrehn,
den bodn da wiaklichkeit berüahn

Boid is mei wut wieda zaronnen,
konn afoch ohne sie net mea lem,
mecht sie jetzt so gean wieda vafüahn.
philjazz
veröffentlicht am 9. Oktober 2016
11

Lyrik des Tages

lockruf
Giarige wön schlogn mit volla wucht,
auf dein geschwächtn schutzschüd ein

Zabrechn die schoin, probian deine frucht,
schleifn den kantig schoafn stein

Hungrige süchte düastn noch deim trieb,
gequöt woatns auf dein Lockruf

Vajogn glei jedn wüdfremdn dieb,
iahre geheimnisse bedeckt a weisses tuch.
philjazz
veröffentlicht am 21. September 2016
5

Lyrik des Tages

Traumboy
Nicht zu groß sondern klein.
Etwas dünn darfs gerne sein.
Ein Ohr das absteht ein kleineres bein.
glaub mir traumboy dann bist du mein.
InLove
veröffentlicht am 23. Juni 2017
40

Lyrik des Tages

Vorbei
Ich dachte ich träumte, doch war es so nah.
Ich dachte ich spührte, was einmal war.
Ich dachte ich sah, was ich schon längst vergessen.
Ich dachte ich hörte - wie unvermessen - die Rufe, die du einst entbarst, den Groll, den du in dir wogst und mich verletztest.
Ich dachte ich träumte, es war so nah.
Ich dachte ich spührte und sah den Schimmer, der sich nimmer mehr erheben und sich sankend nieder ließ.
Melina J.
veröffentlicht am 17. Februar 2012
59

Lyrik des Tages

Grüne Stunden
Grün wie das Gras: die Farben meiner Kindheit;
ein Blick übern Deich durch unser Fenster nur:
Und augenblicklich war ich entschlossen, bereit
für einen frühen Streifzug durch die grüne Natur.

Die taufrischen weiten Wiesen hinunter
lief ich Sonntags ans Wasser - ins Uferblaue;
wie grüne Seide funkelte es, das Gras meiner Aue:
Bunt schon am ersten Mai, im Juli noch bunter!

Ich schickte Klage um Klage hinüber zu dir:
Übers Wasser scholl 's mit rauem Möwengeschrei:
Du hörtest mich, schicktest übermütige Kälbchen mir
und dröhnende Schiffssirenen aus aller Welt vorbei.

Grüne Kindheit: vergangenes Glück und Leid;
Vergangenheit auch: jene kurze grüne Jugendzeit,
darin das Schilf schwankte im Wind, mal sanft, mal wild.
Mich wundert, dass meine grüne Seele nicht überquillt!

Das Grün der Wiesen hat sich mir ins Aug' gebrannt,
grün wie Vier-Blätter-Klee, das ich einst dort gefunden,
grün wie das ritzende Schilf in meiner verletzten Hand;
am Ufer, im Sumpfdotter, verrannen mir grün die Stunden.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 27. September 2017
6

Lyrik des Tages

Der schlechte Koch
Mein Gedicht
so schlecht wie manch Gericht,
doch schmecken tut es mir immer noch nicht.
So ging ich zum Chefkoch
und gab ihn einen neuen Kochtopf.
Vielleicht lag es an seine Art zu kochen,
denn man hat es wohl gerochen,
deshalb hab ich in seinen Topf gebrochen.
So ging ich fort von seinem Restaurant
und kaufte mir nebenan ein frisches Croissant.
vNKK
veröffentlicht am 13. Mai 2016
41

Lyrik des Tages

Abendschmerz
Die Nacht kam angeschlichen,
ist übern Wald gestrichen
mit schwarzer Silhouett’.
Die Stadt steht still, und droben
hat sich der Mond erhoben
aus seinem Federwolkenbett.

Jetzt ist es wieder leise
und man vernimmt die Weise
vom Weh und Ach der Welt.
Ob Arme oder Reiche,
der Mensch endet als Leiche,
auch wenn ihm dies gar sehr missfällt.

Der Glanz viel bleicher Sterne
in traumverlorener Ferne,
so mild und silbermatt:
fällt in das Laub der Bäume
und in den Schmerz der Träume,
die mancher tapf're Bürger hat.

Der Tag in seiner Fülle
ist nur mehr laute Hülle
um die Natur der Welt:
zerstört, verseucht, enteignet,
gejagt und ausgeweidet,
für noch und nochmals nöcher Geld.
Annelie Kelch
veröffentlicht am 28. Mai 2017
6

Lyrik des Tages

Liebe
Die Liebe sie ist hart und wir streben stets nach Glück
doch verdienen wir das Glück?
Wir laufen für die Liebe meilenweit sogar bis in die Unendlichkeit
weil der weg zum Glück unendlich scheint
doch wir laufen weil unser Herz ständig um verlorene Liebe weint
und unsere Träume uns die liebe in Gedanken offenbaren
doch wir dann durch Anbrechen des Morgens an Liebe und Glück zweifeln
weil wir einsehn in einem Traum zu leben
Anonym
veröffentlicht am 21. November 2013
42

Lyrik des Tages

Die Zeiten sind vorbei
Die Zeiten sind vorbei, das Leben ist ein Labyrinth

Das Leben dreht schon manchmal eine Wende,
mit einem Anfang und kein gute Ende.

Manche Gänge schmal, eng und kurz
und keine Hilfe bei einem schweren Sturz.

Wo sind die helfenden Hände?
Kannst ein Buch schreiben und noch drei Bände.

Ein fahler Blick und Achselzucken,
alle schau'n weg, ein paar sich ducken.

Das ist alles was einem widerfährt,
bis der Kompost im Garten gärt.

© Jadeit, 17.02.2021
Jadeit
veröffentlicht am 19. Januar 2023
5

Lyrik des Tages

Hass der Welt
Die Welt dreht sich ohne Unterlass.
Die Menschheit zeigt sich ihren Hass.
Indem sie sich zunieder macht.
Die Freundschaft hört auf ganz sacht.
Und ich weiß mit Bedacht dass sie nicht mehr wiederkommt sondern nur der Hass, denn er ist die Last die über uns wacht.
Lukas2113
veröffentlicht am 21. September 2012
45

Lyrik des Tages

Mein Traum
Ich fange dich ein,
du bist mein Traum.
Schwankend und Neblig,
tauche ich, in dich ein.
Verliere mich,
irgendwo auf dieser Reise,
manchmal wird Dunkel,
manchmal wird Hell,
doch,glaube ich an dich,
weil du mein Traum bist..
Tan Prifti
veröffentlicht am 4. November 2020
40

Lyrik des Tages

Wieso?
Du versprichst mir, eines Tages wiederzukommen.Doch du willst nur wegkommen. Ich will doch mitkommen.Papa, war ich nicht immer dein Mäuschen? Wie im Märchen. Doch du gehst immer zur neuen Mama und diesem Kind. Ich bin doch nicht blind.Wir waren doch zu dritt. Immer mit dir mit. Hast uns gesagt, du kommst zurück, doch du liegst weit zurück. Nun ist Mama weg, nur die neue Mama und ihr Kind. Ich wäre so gern, bei Mama geblieben, du willst mich abschieben. Dann würde ich gerne sterben, hier in den Scherben.
LOVE
veröffentlicht am 13. April 2017
35

Lyrik des Tages

Gestohlenes Glück
Gestohlenes Glück, es gibt kein Zurück,
nicht vorher nicht nachher nur heute und hier
gestohlenes Glück erlebt nur mit dir

Gestohlene Nächte, erschöpfte Gefechte
Wärme spüren, niemals ich frier
gestohlene Nächte erlebt nur mit dir

Gestohlene Zeit, kein Weg ist zu weit
erlebte Umarmung, neue Kräfte in mir
gestohlene Zeit, erlebt nur mit dir

Gestohlenes Feuer, brennend nur heuer
gewonnene Liebe, die ich morgen verlier
gestohlenes Feuer, erlebt nur mit dir
Anonym
veröffentlicht am 10. Juli 2016
47

Lyrik des Tages

394. | tal - chorus 1 (ganz neu)
Im dichtn dschungl da gefühle,
kämpf i mi duach a regnwond aus tränen und soiz
Im duaschtign sumpf da kalküle,
klopf i liaba rhythmisch kompliziat auf ton und hoiz
Im giarign sog da gelüste,
befrei i mi von jeda disziplin und moral
Do om rond diesa steiln küste, begreif i east die zabrechlichkeit von diesm TAL.
philjazz
veröffentlicht am 10. November 2016
12

Lyrik des Tages

Eilenriede
Der Wald nach dem großen Regen:
ein gesättigter Gott.
Nie zuvor sah ich
hoffnungsvolleres Grün.

Unter den Wipfeln der Bäume
harrt auf die Sonne:
der Wandermönch mit
seiner leichten Fracht.

Funkelt sein Aug' mir entgegen:
Ich bin frei von jeglicher Schuld.
Nie verband ich mich mit deinesgleichen.
Komm mir bloß nicht zu nah!
Annelie Kelch
veröffentlicht am 31. Januar 2017
40

Lyrik des Tages

Insolvenz im Freizeitpark
Eine Stahl Acht
Zur Freude der Menschen erbaut
lange schon verstaubt
solang die Sonne lacht

Der Stahl in Roste mündend
Die Zeit hat Werk vollbracht
Im Grünen steht die Acht
Ihren Dienste sie gekünded

Kinder schreien und freuen
Auf der rasanten Fahrt
Für die sie lang gespart
und dies auch nicht bereuen

Ein lebloses Maschinenwerk
Ein Wagen durch die Kurven schlendert
Mein Leben hats verändert
Ein treuer Weggefährt
Mondmann
veröffentlicht am 1. Januar 2015
44

Lyrik des Tages

Sommerregen
Still das Tuch,
den Rock betrachten,
wenn Nieselregen
im Heuwagen flüstert:
zaghafte Tropfen,
vom Wolkenmeer
ausgeseufzte Perlen
des Augenblicks,
die schamhaft versickern.

„Ach, Schauerchen,
heimlicher, sanfter“,
klagt Gott, der von Zeit
zu Zeit dem Geschwätz
im Tümpelschlick lauscht.
„Was auch immer verborgen
sein mag unter der Pappe,
dem Entenflott und allem
Blüten‑ und Blätterzauber:
Fromm wird es nimmermehr.“
Annelie Kelch
veröffentlicht am 25. Juni 2017
14

Lyrik des Tages

Katharsis
Und Wasser bricht ein
Abwärts und in Mengen
Sie muss sie schneiden
Haarlängen die hängen

Und Perlen tropfen auf
ihr Wasser nimmt Lauf
Sommerduft bricht ein
abwärts und in Mengen

Und Luft strömt überall
nimmt ihr Wasser duftend
nach Sommer und Heim
formt ihr Chaos glatt

Und Perlen tropfen auf
die Maske ein Hauch
voll Melancholie in ihr
voller qualmender Rauch

Und Wasser findet einen
Weg der sich dehnt
in Ewigkeit lehnt
lass sie ewig scheinen
alcupanz
veröffentlicht am 15. Juli 2015
35

Lyrik des Tages

Winterträume
Ich habe einen wunderschönen Winter erlebt
und an dieser Faszination mit Blicken geklebt.
Der traumhafte Blick auf die verschneiten Wege,
war für meine Seele eine wohltuende Pflege.

Der schneebedeckte Wald gab mir sehr viel,
eine Pferdeschlittenfahrt brachte mich ans Ziel.
In der märchenhaften Natur eine Pause machen,
mit den Augen auf Bündelung der Kräfte wachen.

Dieser besondere Jahresabschnitt war wunderschön
die verschneite Winterlandschaft, war sehr schön.
Die klare und trockene Winterluft gibt viel Kraft,
das ist gut so, in der verschneiten Winterlandschaft.

Die beispiellose Stille im Winter, war Erholung pur,
die schöne Freiheit brachte mich wieder in die Spur.
Der Schnee im Winter ist in den Bergen wundervoll,
hier herrscht eine totale Stille und es ist sehr friedvoll.
Paul Reeps
veröffentlicht am 10. Dezember 2018
163

Lyrik des Tages

Actionspiel
Liebe Liel,
Wir machen jetzt ein Actionspiel.
Wir machen zwar kein Sport,
aber suchen nach einem Wort.

Du weißt noch nicht welches,
dann kuck auf die Buchstaben des Feldes.
Das Feld findest du im anderen Brief,
und zwar sehr sehr tief.

Das Wort besteht aus keinen Buchstaben,
sondern aus vielen Zahlen.
Die Zahlen sind dafür da,
dass die Reienfolge ner Mischloach manot ist auch wahr.

Auf den Mischloach manot sind blaue Buchtaben,
die dann zusammen eine Bedeutung haben.
Diese Bedeutung ist für dich,
und zwar was denkt sich Flora für dich.
Flora Prahl
veröffentlicht am 5. März 2017
41

Lyrik des Tages

Wähler-Verarsche
Nicht 70, NEIN über 90 Prozent
hat man vom „Sondervermögen“ veruntreut.
Die Wähler-Verarsche war-ist effizient :
Man lügt und sagt nur, was das „Stimmvieh“ erfreut .

Auch diesmal wird’s teuer: Jede Menge Milliarden
für Infrastruktur - die sind nicht mehr da!
Weder Strassen noch Brücken noch Schienenanlagen
wurden erneuert --- aber Genderprogramme in Kenia.
Bernd Gast
veröffentlicht am 17. März 2026
7

Lyrik des Tages

463. | titel noch nicht bekannt
1.strophe:
steh mit zwa beinen aufm bodn,
egal ob im toi oda aufm beag,
benutz meine eignen methodn,
geh lauf und spring üba jeds natuaweak
hob mi mit da eade vabundn,
brauch die elementarn eneagien,
hob jede bruckn übawundn,
wea oi meine gefühle einbeziehn
meine äussast sensiblen struktuan,
brauchn togtäglich iah streichleinheit,
hob die kompliziatn partituan,
in übasichtliche fächa eingreiht
suach scho long noch meim valoanen ich,
beim mosaik föht no gnua mat‘rial,
mei sö umfosst feine zoate strich,
is objektiv, nüchtan und trivial.
philjazz
veröffentlicht am 6. Juni 2019
4

Lyrik des Tages

Annonce
Wo ist die Frau die mich versteht
und die mir den Kopf verdreht?
Sie muß mich lieben und mich küssen,
will nicht mehr allein sein müssen.
Wie sie sein soll ist mir klar,
genau wie die vom letzten Jahr
Micha
veröffentlicht am 17. November 2012
41

Lyrik des Tages

Mei Rawern
I geh mit meina Rawern,
voller Gmiasbriah.
I brunz da in dei Zistern,
ja i moch ma de miah.

Mei Rawern is subba,
mei Rawern is sche,
do brauchsd di goned mucka,
und dei Mama saufd nur Tee.

Kies, Dreg, Torgel und Sand,
dei fette Mama schiabds and Wand.
Sie kippts aus wia a Mo,
hod oba nix davo.

Meine Reime san brudal,
genauso wie Rawern und Briah,
dei Mama is Gesichtskarnevall,
wia a oide dreckade schiebedia.
Civik
veröffentlicht am 16. März 2016
33

Lyrik des Tages

Herbstzeit
Das Licht leuchtend auf das Wasser fällt.
Eine Böe übers Land herhält.
Die letzten Reste von den Bäumen fällt.Der Herbst erobert nun die Welt.

Dies macht er jedes Jahr aufs neue.
Er zeigt auch keine Reue gegen das grüne Blätterdach,
das er immer wieder zunichte macht.
Lukas2113
veröffentlicht am 21. September 2012
49

Lyrik des Tages

468. | dei feia
ch 1a) 11/9/11/9
dei feia brennt no lichtaloh, hass und wüd,
do meins is nua no asche und staub,
dei sprühendes feia is no long net gstüt,
meins is eafroan, is nie meah auftaut

dei feia hot gnua noahrung und proviant,
do meins hot die ressourcn valoan,
dei fröhliches feia is imma konstant,
nua meins hot den flommen obgeschwoan

dei feia eaweckt in dia no leidnschoft,
do meins stüazt si tiaf in apathie,
dei bewegtes feia hot no so vü kroft,
meins woa dafüa a gföschte kopie

dei feia kocht volla ungestüma lust,
do meins is nua unsichtboara rauch,
dei stüamisches feia is no so robust,
meins is wie a schwocha otemhauch.
philjazz
veröffentlicht am 9. Januar 2020
4

Lyrik des Tages

Verbundene Seelen
Sich in Gefühlen treiben lassen. Mal die Kontrolle verlieren, sie bald wieder an sich nehmen. Selbstbestimmt, aber in Harmonie. Die Energie könnte fließen, wenn alle sie doch ließen. Jeder könnte das haben, sein und tun, was er möchte, die Unendlichkeit speist unsere Leben. Fühle die verbundenen Seelen, horche in dich hinein. Innere Ruhe, frei sein, ist nicht gleich Alleinsein. Lass uns reden.
Anonym
veröffentlicht am 5. Juni 2012
38

Lyrik des Tages

Wissen, Glaube, ein Gefühl
Wissen, Glaube, ein Gefühl,
spricht mir zu eisig und kühl,
tiefste Trauer im Herzen schweiget,
hat Fluchtweg, Traumwelt ausgeweitet.

Hoffnung, Liebe, ein Vertrauen,
fordert auf mit Geist zu schauen,
starres Trugbild im Kopfe spiegelt,
hat Irrweg, Scheinwelt fest versiegelt.

Spiele, Tänze, ein Gesang,
betet achtvoll mit wohlem Klang,
zarter Ton in Seele berührt,
hat Lichtweg, Äther bereits erspürt.
Georgina Greene
veröffentlicht am 13. Dezember 2021
46

Lyrik des Tages

Mann oder Opa?!
Der Mann ist alt
Wie ein Opa
Ihm ist kalt
Ich glaube er hört Oper

Oper ist es nicht
Ich glaub
Es ist schlicht
Und jetzt isst er Lauch

Seine Frau kommt
Sie zieht ihre Schuhe aus
Ich glaube es nicht, sie raucht
Dann fliegt sie raus!❤️
Selin Türkan ❤️
veröffentlicht am 18. Dezember 2016
51

Lyrik des Tages

Die Henne und das Ei
Die Henne legt ein Ei,
da ist ja nix dabei.
Wer war zuerst dabei?
Die Henne oder Ei?
Das bleibt die Teufelei!
Hühnerschreck :-
veröffentlicht am 2. Februar 2012
43

Lyrik des Tages

Wiederkehr
Ich schoss mir in den Hinterkopf, doch statt tot zu sein,
kehrte ich wieder als Geist, weiß und rein.
Seht ihr mich noch? Die Gedanken und Gefühle
wie fließender Nebel, doch eigentlich Blut,
verlassen meinen Schädel. Besser wär der Tod,
die Erinnerungen bleiben.
Anonym
veröffentlicht am 25. Januar 2013
50

Lyrik des Tages

Diese Tage (Teil 1)
1 Nun stehe ich wieder in dieser dunklen Gasse.
2 In dieser weiten, weiten…
3 Es sind diese Tage, die ich hasse.
4 Ich kann nicht hinausschreiten.

5 Es sind diese Tage
6 an denen ich mich frage,
7 ob dies alles nötig ist,
8 das alles, dieser Mist.

9 Es sind diese Tage
10 an denen ich mir sage,
11 alles wird gut,
12 doch ertrinke ich in der Flut.

13 Was einst erreicht,
14 es verbleicht:
15 Schwarz und Weiß.
16 Umsonst der ganze Fleiß.

17 Es sind diese Tage
18 an denen ich klage
19 und nicht fasse,
20 wieso gibt es eine Rasse?

21 Es sind diese Tage
22 an denen Dinge passieren,
23 an denen wir Dinge verlieren.
24 Es bringt mich in Rage.

25 Gefordert wird Zusammenhalt,
26 doch was in meine Ohren schallt,
27 es ist Gewalt,
28 eine schreckliche Gestalt.
Lennart J. Schrader
veröffentlicht am 5. Juni 2020
43

Lyrik des Tages

Ein großer Dichter
Ein großer Dichter

In jungen Jahren muss man dichten,
wenn du alt bist liegst du bald unter vielen Fichten.

Wenn deine Glieder sind noch geschmeidig,
sind die Verse noch lustig und nicht leidig.

Doch wenn der Sensenmann klopft an die Türe,
richt's im ganzen Haus bald nach Weihrauch und nach Myrrhe.

Wenn die Tage sind gezählt,
wirst du sehen, dann hat man dich abgewählt.

Dann geht keiner mehr auf die Walz,
dann hängt das Sabberlätzchen dir leider um den Hals.

Die Sturm- und Drangzeit ist schon lang' vorbei.
Geht ein großer Dichter vielleicht im Mai?


© Jadeit, 18.05 2021
Jadeit
veröffentlicht am 19. Januar 2023
5

Lyrik des Tages

Dieser Winter
Dieser Winter ist so düster,
kalt und holprig unser Weg.
Glaubst du wirklich, ich will weiter?
Lange wandern auf dem Steg?
Reimdon
veröffentlicht am 3. Dezember 2011
47

Lyrik des Tages

Haiku: Liebe
Rauf und Hinunter.
Das Leben bleibt nie stehen.
Wie die Liebe auch.
Anonym
veröffentlicht am 18. Dezember 2016
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