Die gesammtelten Werke der „Lyrik des Tages”

Gesammelte Lyrik

Die gesammelte Lyrik der letzten Jahre, alphabetisch nach Nutzernamen sortiert, findest du hier. Du möchstest deine Lyrik auch hier veröffentlichen? Dann schau einfach bei der »Lyrik des Tages« vorbei und fülle das Formular mit deinen lyrischen Inhalten aus. Viel Erfolg!

Lyrik des Tages

Feder, Tinte und Papier

Feder, Tinte und Papier,
ja das wünsch' ich mir!
Gute Laune und viel Zeit,
lege mir bitte auch bereit!
Zum Schluss bitte noch Kreativität,
am Besten von früh bis spät!
Damit ist es auch genug,
sonst mache ich noch zu viel Unfug!
von herminchen, veröffentlicht am 12. Juni 2018
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Lyrik des Tages

Der Narr

Er hat begehrt doch nie geliebt
Hat geträumt doch nie gelebt
Er hat gespielt doch nur verloren
Hat gehofft und auf sein Glück geschworen

So lebt er fort, Tag ein, Tag aus
Das Ungewisse stets voraus
Mit keinem klarem Ziel vor Augen
Doch fragend: was könnt ich nur taugen?
von Herr Weißnix, veröffentlicht am 27. Mai 2016
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Lyrik des Tages

Und doch...

Und doch...

Geschichten schreiben Ewigkeiten
und sollen uns noch ewig leiten,
in ferne Welten, ferne Zeiten,
in die unendlich großen Weiten.

Und doch…

Das Leben bleibt in Einbahnstraßen.
Erst leben wir das Sein, dann rasen
wir durch das Leben, ohne irgendwann zu sein.
„Wir geben unser bestes“ dann und wann zum Schein.

Und doch…

erlauben wir uns, jeden Tag zu träumen
von weiten Wiesen, Feldern, großen Bäumen,
die morgen gänzlich schon verschwinden werden.
Wir bauen uns die Höllen auf und in den Erden.

Und doch…

verbleiben wir blind und taub immerfort im Leben
und sprechen nun auch unser letztes Wort im Streben.
Der jüngste Morgen zeigt sich noch in seinen Farben.
Wir sterben bald darauf an unsren kleinsten Narben.
von herr-snyder, veröffentlicht am 28. Juli 2018
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Lyrik des Tages

Nur Wir zusammen.

Der Gedanke, dass du bei jemand anderen liegst zerreißt mich in tausend Stücke...
Dass er dich küssen und deine Hand halten darf!
Du liegst mit ihm zusammen im Bett.
Und ich lieg' mit ner Flasche Schnaps im Straßengraben.
Den Weg nach Hause find' ich nicht mehr,
denn Du warst mein zu Hause,
meine Welt und mein Paradies.
Was bringt es in der Wohnung zu sitzen, wenn Du nicht bei mir bist?
Was bringt es zu heizen, wenn Du nicht frierst?
Was bringt es zu schlafen, wenn Du nicht müde bist?
Was bringt es zu leben, wenn du nicht der Sinn bist?
Nur Wir zusammen waren eins.
von Hey..., veröffentlicht am 29. Mai 2020
0
Lyrik des Tages

Dein sein

Dein sein ist Liebe, dein sein ist Herz
ist Freude und manchmal auch Schmerz
Dein sein ist Sehen, was andre nicht seh'n
sind Farben und machmal auch geh'n
Dein sein sind Rosen, die bunten Blumen im Gras
sind Wälder und manchmal Scherben aus Glas
Dein sein ist Tiefe, ein Spüren ein Sehnen
ist Himmel und manchmal auch Tränen
Dein sein sind Träume, am hellen Tage gemacht
ist Schweben und manchmal Angst in finsterer Nacht
von Holger Freund, veröffentlicht am 10. Juli 2016
8
Lyrik des Tages

Halb

Liebe zwischen Boden und Seil
niemals ganz, immer zum Teil
fast ständig einsam, selten gemeinsam
kommst und gehst wie's gerade passt
bist immer Besucher, immer nur Gast
halbes Herz, ganzer Schmerz
von Holger Freund, veröffentlicht am 10. Juli 2016
7
Lyrik des Tages

Was ich für dich gern wäre

wäre ich ein Kämpfer, ich kämpfte für dich
wäre ich ein Tänzer, ich tanzte für dich
wäre ich ein Maler, ich malte für dich
wäre ich ein Sänger, ich sänge für dich
wäre ich ein Musiker, ich musizierte für dich
wäre ich ein Sieger, ich siegte für dich
wäre ich ein Zauberer, ich zauberte für dich
doch ich bins nicht und wär doch gern alles für Dich
aber du bist das alles und auch alles für mich
von Holger Freund, veröffentlicht am 10. Juli 2016
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Lyrik des Tages

Körpersprache

Wenn der KOPF sich zerbricht
schweißgebadet beide ACHSELN
der Körper zu uns spricht weil
Dinge über den KOPF wachsen

aus dem BAUCH heraus entscheiden
die Dinge selbst in die HAND nehmen
KNÖCHELtief ins Leben stürzen
HALS über KOPF das Jetzt würzen

barFUß auf zum NABEL der Welt
mit einer HANDvoll Mut nur das zählt
der Körper als POet
AchillesVerse seine Sprache
der POeSie ein OHR leihen
sprachs los wirds gedeihen
von Hörbi, veröffentlicht am 11. Dezember 2015
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Lyrik des Tages

394. | tal - chorus 1 (ganz neu)

Im dichtn dschungl da gefühle,
kämpf i mi duach a regnwond aus tränen und soiz
Im duaschtign sumpf da kalküle,
klopf i liaba rhythmisch kompliziat auf ton und hoiz
Im giarign sog da gelüste,
befrei i mi von jeda disziplin und moral
Do om rond diesa steiln küste, begreif i east die zabrechlichkeit von diesm TAL.
von http://philjazzmetal.blogspot.co, veröffentlicht am 10. November 2016
8
Lyrik des Tages

weisse taubm 391. | strophe 1

Vabreitn ongst und schreckn, jede nochricht negativ,
kinda hungrig vareckn, hoibmond und kreiz stehn scho schief

Des amen homs vagessn, den woahn gott homs negiat,
kinda hom nix zu essn, des wesn manipuliat

Schlogzeiln san schwoaz gross und fett, pessimismus pua und nockt,
des bese lauat untam bett, wiad mit rota foab vapockt

Olle sans unzufriedn, woin afoch imma nua meah,
des bese hot entschiedn, da schwoche mocht ka gegnweah.
von https://philjazzmetal.blogspot.co.at, veröffentlicht am 26. Oktober 2016
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Lyrik des Tages

Die Henne und das Ei

Die Henne legt ein Ei,
da ist ja nix dabei.
Wer war zuerst dabei?
Die Henne oder Ei?
Das bleibt die Teufelei!
von Hühnerschreck :-, veröffentlicht am 2. Februar 2012
7
Lyrik des Tages

Selberschuld

Weltoffen, auf verbesserungen hoffen,
von Angst getroffen und mit Desperados vollgesoffen.
Ich wird von Schuldgefühlen übertroffen, lass meine Wunden halboffen, ja,
hier bist du unverschlossen eingetroffen.
Jetzt wird unbetroffen mitgesoffen und der Zusatz? Zusatzstoffe,
da bleib ich mal ergebnissoffen und tanz blutversoffen weiter.
von I8asunbeam, veröffentlicht am 6. November 2018
2
Lyrik des Tages

Ein Blatt im Schnee

Überall sind Menschen
Sie unterhalten sich
amüsieren sich
oder tun zumindest so

Ich nicht
Ich spiele niemandem etwas vor
Ich stehe allein
Ich passe nicht dazu
Wie ein blutrotes Blatt im Schnee
von IaMcHrIsSi, veröffentlicht am 2. Februar 2013
8
Lyrik des Tages

In der Blase

Überall reden Menschen
Ich höre es kaum

Sie reden mit mir
Es berührt mich nicht

Ich lebe in einer Blase
Nichts kommt an mich ran

Du willst zu mir
Du bist der Erste
Seit Ewigkeiten
Der es versucht

Aber die Wände
Der Blase
Sind zu hart geworden

Du läufst dagegen
Immer wieder
Und erreichst mich doch nicht
von IaMcHrIsSi, veröffentlicht am 4. Februar 2013
5
Lyrik des Tages

Feuerteufel

Ich zerstöre nach Belieben!
Bin getrieben von dem Zwang!
Alles anzuzünden
ein ganzes Leben lang!
Schönes helles Feuer
Da hab ich Freude dran!
Und darum zünd ich jetzt
mit meinem Streichholz deine Lunte an!

Du explodierst
und zerspringst in tausend Teile!
Die Teile sind verstreut
Über eine ganze Meile!
Ich zerlege dich
Zeile um Zeile!
Zerteile in Eile die Deine
Mein Freund!
von IgniteTheFire, veröffentlicht am 5. Mai 2017
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Lyrik des Tages

One Man Army

Die Erde bebt! Der Himmel brennt!
Gebäude stürzen ein!
Noch ist kein Krieg!
Also was kann das sein?
Bomben explodiern!
Raketen schlagen ein!
Und schuld an dem Terror
ist nur ein Mann allein!

Das Ende naht und du mein Freund
Bist live mit dabei!
Ein letztes mal feiern
Auf Verderb und Gedei!
Dein letztes Geschrei!
Ein letztes mal High!
Komm halt mich auf
Du hast einen Schuss frei!

Die Ein-Mann-Armee
auf dem Kreuzzug ins Verderben!
Millionen Menschen sterben!
Nur noch Trümmer
Nur noch Scherben!
Der Fluss färbt sich rot!
Die Luft stinkt nach Kot!
Ich deale mit dem Teufel
und spiel Spiele mit dem Tod!
von IgniteTheFire, veröffentlicht am 5. Mai 2017
9
Lyrik des Tages

Ohne Titel

Und wenn ich nun mit grossem Mut
aufs Neue niedertrete
Mit einem Schlag aus tiefster Wut
die Hoffnung wiederkehrte

So glaube ich im glimmen Schein
der flackernden Laterne
Erneut geboren zu sein
im Schosse greller Sterne

Doch schneller noch als meiner Liebe Segen
der ach so bald ergriffen ward von unsichtbarer Macht
stürzt nun herab ein alls zerstörender Regen
fegt durch der Strassen Leere, in dieser kalten Nacht
von Ilana, veröffentlicht am 5. Dezember 2014
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Lyrik des Tages

Das Leben eines Zwerges

Es war ein mal ein Zwerg
Der wollte einen Berg
Er wollt' ihn selbst Erklimmen
So ging er ins Ausdauerschwimmen

Er hatte nun viel Geld
Und war ein grosser Held
Er schwamm dann immer weiter
Doch wurde dann nur Zweiter

Er übte ganz viel
So ging er nach Kiel
Er holte sich 'ne Frau
Die war ihm jedoch zu rauh

Die Frau gefiel ihm nicht
Sie war nicht wirklich dicht
Er ging dann plötzlich fremd
Drum ist das Märchen jetzt zu end
von ImGajeed, veröffentlicht am 22. Januar 2020
0
Lyrik des Tages

Ein Liebesgedicht

Ich wollte Dir schreiben,
Ein Liebesgedicht,
Doch kann ich nicht reimen
Und liebe Dich nicht.
von Inanna Grenzmüller, veröffentlicht am 28. Januar 2017
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Lyrik des Tages

Heute Nacht

Während Du mit der Sonne
in der Dunkelheit versinkst,
habe ich von meinen Zügeln
mich losgerissen.

Während der Mond Dich
in süßes Schlummern schaukelt,
bin ich aus den Trümmern
meiner Festung emporgestiegen.

Denn heute Nacht werde ich
mich zu Dir stehlen,
um in Deinem wehrlosen Leibe
mich zu betten.

Im Sturme werde ich
mich zu Dir schleichen,
um mit meinen brennenden Küssen
in Dich einzuströmen.

Weil ich weiß, dass auch Deine schreiende Seele
nach der meinen dürstet,
tränke ich Deine tiefblauen Träume
in mein schäumendes Blut,
flüster' ich Dir wild
meine ungezähmten Feuerlieder,
umschlingen meine sengenden Sehnsüchte
Dein unberührtes Innerstes.

Und wenn Du dann
mit dem goldenen Horizont wiederauferstehst,
wird es sein
als ob nichts geschah.

Und dennoch wirst Du
Dich nicht mehr entsinnen,
wer Du einst warst.
von Inanna Grenzmüller, veröffentlicht am 19. April 2017
8
Lyrik des Tages

Wolkengarten

Komm um Mitternacht
in meinen Wolkengarten.
Es ist Winter
und die Sterne lachen.

Schwimm eine Nacht
in meinem Wolkengarten,
wo Goldhimmel wachsen
und Sehnsüchte blüh’n.

Bleib’ bis Nachmittag
in meinem Wolkengarten,
und Deine Regenballaden
werden bis zum Sommer ruh’n.
von Inanna Grenzmüller, veröffentlicht am 21. April 2017
8
Lyrik des Tages

Albernes Gedicht

Tausend
Zehntausend Gedanken,
bringen, zwingen
meine Vorschriften ins Wanken;
verschwende ich an Dich,
und fühle mich
absonderlich.

Kühne
Tollkühne Sachen,
bringen, zwingen
meine Vernunft zum Lachen;
stelle ich mir vor;
die Haltung verlor
ich ärmlicher Tor.

Male
Übermale ein albernes Gedicht,
denn habe ich nicht
Erhabenes, Hochtrabendes
zu sagen;
alle Verse tragen
nur Deinen Namen.
von Inanna Grenzmüller, veröffentlicht am 16. Oktober 2016
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Lyrik des Tages

Das Bindeglied

Ich binde mir einen Faden um mein Glied
Und werde so zum Bindeglied.
Einen Faden scheine ich am Glied zu haben.
Fadenscheinige Fäden an Gliedern
Gliedern fade Schnüre zu Bildern von Gliedern.
Gliedbilder schüren fahrige Phrasen,
Vielgliedrig verbunden durch bindende Glieder.
von Inanna Grenzmüller, veröffentlicht am 26. Oktober 2016
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Lyrik des Tages

Watteball

Früher war ich sehr bescheiden;
Mochte miese Mienen meiden.
Kam es dennoch mal zum Wutanfall,
nahm ich einfach einen Watteball,
um mir damit auszukleiden
die Ohren auf den beiden Seiten.

So konnten Deine blechernen Worte,
jene von der schlechten Sorte,
wenn sie ins Gehirn mir dringen,
nur noch allzu dumpf erklingen,
außerstande nachzuschwingen.
von Inanna Grenzmüller, veröffentlicht am 23. November 2016
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Lyrik des Tages

Thema: Verfehlung

Wie man’s macht,
man macht es falsch.
Weise Sprüche allerlei.
Niemand lacht,
dann kracht es bald.
Leise wünsche ich’s herbei.
von Inanna Grenzmüller, veröffentlicht am 25. November 2016
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